Umgang mit Fragen zur Entstehung der Schwangerschaft

Huhu ihr Lieben 🙂

Aus gegebenen Anlass mal eine Frage an die Regenbogen-Familien unter euch. Und natürlich auch alle anderen, die eine Meinung zu der Frage haben!

Gestern habe ich mein Profilbild aktualisiert. Man sieht nun meine Frau und mich  mit Kugel. Ich habe das Feedback auf das Bild wohl unterschätzt. Es hagelt seit gestern Nachrichten. Manche erkundigen sich nur, ob es mir gut geht und teilen mir mit, dass sie sich sehr für meine Frau und mich freuen.

Andere fallen ohne „Hallo“ und ohne „Wie geht’s?“ mit der Tür ins Haus. Das sind dann so Fragen wie: „Wie habt ihr denn das mit dem Papa gemacht?“ (What?) Oder auch: „Ich freue mich für euch. Aber wie geht das?“

Grundsätzlich habe ich ja nichs gegen Interesse an unserem Kinderwunsch-Weg. Eher im Gegenteil. Es ist toll, dass Menschen sich interssieren und vielleicht trägt diese Info ja dazu bei, dass Kinder in Regenbogenfamilien nicht mehr sooo „exotisch“ sind. Aber jetzt, wo es um unser Kind geht und diese Fragen von Menschen kommen, mit denen ich sonst in den letzten Jahren kein Wort gewechselt habe, es sei denn man hat sich zufällig mal irgendwo gesehen und eine Minute Smal-Talk gehalten. Oder die obligatrische Geburtstags-Nachricht. Ich weiß nicht. Ich empfinde das als ja… irgendwie grenzüberschreitend und auch als sehr intime Frage. Ich würde jedenfalls nicht auf die Idee kommen, bei (heterosexuellen) Pärchen zu fragen, ob es denn gleich geklappt hat mit dem Kiwu. Oder wie oft sie es probiert haben. Schon gar nicht, nachdem ich eigentlich keinen wirklichen oder engeren Kontakt mit den Personen  habe. Vor allem würde ich aber nicht nachbohren, wenn schon die Rückmeldung der Schwangeren kommt, dass das jetzt so kein Thema ist für eine Whats App-Unterhaltung oder etwas sarkastisches zurückkommt à la: Wie bei den Bienchen und den Blümchen…

Vielleicht ist es auch eine bloße Unterstellung, aber es scheint mir bei den Nachfragen auch eher um „Newsbeschaffung“ zu gehen. So die Kategorie Klatsch und Tratsch. Weniger um echtes Interesse an uns oder unserer spezifischen Situation. Eher so nach dem Motto: Krass und wo kommt das Sp*rma her? Und vor allem: Wie kam das Sp*rma da hin?

Vielleicht ist es auch Unsinn oder zu weit gedacht, aber ich habe auch nicht so große Lust darauf, dass „Hinz und Kunz“ die genaue Entstehungsgeschichte unseres Kindes kennt, bevor es selbst auch  nur den Hauch einer Ahnung hat.. Schwierig irgendwie..

Aktuelle Strategie? Ich schwanke zwischen dem Ignorieren der Frage und patziger/derber Antwort. Beides fühlt sich aber nicht wirklich stimmig an und ich denke auch, dass es bestimmt noch öfter solche unsensibler Nachfragen geben wird.

Gab es bei euch auch solche Situationen? Wie geht ihr damit um? Oder wie würdet ihr damit umgehen? Erfahrungen, Tipps, Anregungen?

3. Trimester | 8. Monat

Ich komme so langsam kaum noch hinterher. Den Wochenwechsel in das dritte Trimester und somit auch in den achten Monat und die 29. SSW haben wir entspannt in einem superschönen superschnäppchen Kurzurlaub gefeiert.

Drei Nächte ausruhen. Saunieren. Rumhängen. Essen (zumindest meine Frau) und yihaaaa- sogar ein bisschen spazieren.

Seitdem ich endlich im BV bin – und ich kann euch sagen, dass war ein riesiger Kampf. Vor allen Dingen mit mir selbst, habe ich den Eindruck ich komme langsam, in winzigen Schritten ein bisschen zur Ruhe. Ich habe den Kopf frei für unser Baby und ich habe den Eindruck, dass es sich seitdem auch mehr bewegt und fleißger mit mir kommuniziert. Kann natürlich auch Zufall sein, aber so oder so, es tut mir gut.

Auch deshalb hat mir die relativ spontane Auszeit mit meiner Frau unglaublich gut getan. Ich habe sie einfach so gern um mich herum ❤ und auch nach über sechs Jahren, kann ich gar nicht genug davon bekommen alles mit ihr zu teilen. Dass wir jetzt ein Baby bekommen dürfen, ist die ultimative Krönung. Und so hat sich das ganze Wochenende auch angefühlt. Kuschelig. Nah. Voller Liebe für uns und unser Baby. Traumhaft schön.

So, nun aber zu dem Schwangerschaftsupdate:

Das geht gut:

Aktuell fast gar nichts mehr. Außer viel trinken, aber auch nicht alles und nicht zu viel auf einmal… und Kartoffeln essen. Aber ohne Quark. Und größerer Mengen Gaviscon.

Das geht gar nicht:

Fast alles geht gar nicht mehr. Ich spare mir eine Auflistung und verweise auf das was noch geht.

Wehwechen

Gefühlt bin ich wirklich im dritten und -so called- beschwerlichsten Trimester angekommen. Ständig schmiert mir der Kreislauf ab und das Sodbrennen ist die Hölle. Ernsthaft. Obwohl ich bisher immer ganz gut ohne Medikamente ausgekommen bin, ist ein Leben ohne Gaviscon gerade kaum mehr vorstellbar. Den Kreislauf versuche ich mit literweise Wasser zu unterstützen, wenn mir davon nicht gerade übel wird.

Außerdem schlafen mir in der Nacht nun regelmäßig die Hände ein. Unangenehm. Und ich habe das Gefühl, dass das Wasser sich nun langsam in den Beinen und Händen ablagert. Yai – not! Der Ehering ist nun schon abgezogen und sowohl die Hosen als auch die Strümpfe machen unschöne Abdrücke.

Und natürlich immer wiederkehrend die guten alten Schlafstörungen. Einschlafen- durchschlafen- wieder einschlafen. Ausgeruht sein? Fehlanzeige.

Und Achtung: Futterneid. Auf alle Instagram und Pinterest Bilder von Essen. Essende Menschen mag ich auch nicht mehr. Und leckere Gerüche finde ich auch sehr fies. Ich würde so gerne essen. Und ich habe Hunger. Und Appetit habe ich auch. Aber wenn ich an das danach denke, da vergeht mir gleichzeitig schon wieder alles. Also esse ich in winzigsten Portionen so schmackhafte Dinge wie Knäckebrot. Aber schön eins nach dem anderen. So bleibt das Sodbrennen und die Übelkeit halbwegs erträglich und ich muss mich nicht mehr so oft übergeben.

Gewicht

Dazu habe ich mich bisher noch gar nicht geäußert. Ich habe heute bei 28+4 vier Kilo und 500 Gramm, seit Beginn der Schwangerschaft zugenommen. Das ist für den achten Monat nicht so viel, denke ich. Und liegt vielleicht daran, dass ich zu Beginn der Schwangerschaft in den ersten 10 Wochen ca. drei Kilo abgenommen habe. Da ich aber durch die Kinderwunschbehandlung schon einige Kilo mehr hatte, hoffe ich, dass nicht mehr allzu viele dazu kommen.

Schwangerschaftsgymnastik

Vor dem Kurs war ich gar nicht so überzeugt, muss aber sagen, dass es wirklich super ist. Es geht nicht so ums auspowern und schwitzen. Eher darum in die eigene Mitte zu kommen und das Baby bewusst zu spüren bzw. Mama und Kind ein gutes Gefühl miteinander zu geben. Es geht viel um Atmung und darum Platz zu schaffen im Bauch. Wohlfühlen und bei sich sein. So kann man es auf den Punkt bringen, denke ich. Ich nutze die eine Stunde wöchentlich jetzt zumiindest genau dafür und es tut mir sehr gut.

Mental

Ein Auf und ein Ab. Ging es die letzten Tage wieder ein wenig aus dem Tal raus, bin ich nun gefühlt, seitdem ich heute morgen die Augen aufgeklappt habe, ziemlich abgerutscht.

Ich hatte tolle und verliebte Tage voller unbändiger Vorfreude und echtem Glücksgefühl mit wundervoller Gespanntheit auf das was vor uns liegt. Ich habe mich etwas kräftiger gefühlt und konnte die Zuversicht schon fast schmecken. Und dann?

Erwischt es mich eiskalt. Eine Mischung aus schlechtem Gewissen, dem Gefühl total ausgepowert und unnütz zu sein. Alles ist so viel. So schwer und der Tag fühlt sich an wie ein einziger Kampf. Ich weiß, das geht vorbei. Ich weiß, jeder gute Tag zählt. Aber. Aber. Es ist scheiße schwer. Diesen Zustand zu akzeptieren, mich in diesem Zustand zu akzeptieren. Nichts zu finden, was mich einfach wieder froh macht. Und gleichzeitig die Anforderung an mich selbst. Ich muss doch glücklich sein. Warum bin ich nicht glücklich?

 

Halbzeit und zweiter Ultraschall

Halbzeit

Am Samstag war es soweit. Sechster Monat. Halbzeit. Whoup! So toll, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Ich bin überglücklich darüber, dass ich die kleine Bohne jetzt regelmäßig spüren kann. Ein unglaubliches Gefühl. Seit ein paar Tagen singe ich dem Baby ein Schlaflied vor, wenn ich es spüre und habe den Eindruck, es reagiert darauf.  ❤

Gestern waren wir dann auch zum 2.Trimester Screening

und alles war so wie es sein sollte. Die Ärztin schätzt auf 400 Gramm bei einer Länge von 24 cm. Ist das nicht der Wahnsinn, dass etwas so großes in mir heranwächst. Ein echter Mensch. Unser Baby. In meinem Bauch. Manchmal kann ich es so gar nicht begreifen. Wir konnten deutlich das Gehirn plus Kleinhirn sehen. Weiter den Magen, das Herz mit allen erforderlichen Kammern und viele Finger und Zehen. Das Baby hat meine Füße, was auf einem Bild super deutlich zu sehen ist. Meiner Liebsten ist es gleich aufgefallen ❤

Darüber hinaus habe ich berichtet wie es mir sonst so geht und sie hat gleich gesagt, dass sie mir auf keinen Fall ein BV ausstellen kann, weil es sich um keine Erkrankung handelt, die mit der Schwangerschaft in Verbindung steht. Sie empfiehlt aber, dass ich mich krank schreiben lasse und nach den sechs Wochen eben das geringere Mutterschutz/Elterngeld in Kauf nehme, weil das Wohl des Kindes vor gehen sollte. Ich bin nun ein wenig ratlos.

Um meine Krankmeldung auf der Arbeit abzugeben war ich gestern einen kleinen Moment da. Habe ein paar sehr dringende Emails geschrieben und meiner Chefin ein paar Infos gegeben und dabei gleich gemerkt, dass könnte ich aktuell niemals 8 Stunden am Tag leisten.

Aber für die nächsten zwei Wochen versuche ich  mich nur auf das Baby und mich zu konzentrieren.Es gibt noch allerhand zu tun bspw. muss ich dringend an der Patchwork-Decke weiter nähen. Aaaaber: wir haben auch schon eine Menge geschafft:

  • Stoffwindeln sind bestellt.
  • Stilleinlagen sind bestellt.
  • Der Kleiderschrank ist fast vollständig bestückt.
  • Spucktücher
  • Waschlappen
  • Das Kinderzimmer ist beinahe leer und so weit fertig um gestrichen zu werden.
  • Maxi-Cosi ist da.
  • Für einen Kinderwagen haben wir uns entschieden.
  • Der Hypnobirthing-Kurs ist gebucht und bezahlt.
  • Die Anmeldung für einen Schwangerschaftsgymnsatikkurs läuft.
  • Wir haben ein paar Konzerte eingeplant und zwei Kurztripps für die kommenden zwei Monate gebucht, um die Zeit zu zweit noch einmal ganz bewusst für uns als Paar zu nutzen.

Es fehlt noch:

  • Neugeborenen Schlafsack
  • Beistellbett
  • Kleinkram wie Schnuller/ Babyhandtuch…

Und zum Schluss noch eine Frage, die mich umtreibt:

Ich habe kürzlich gelesen, dass es nicht gut sein soll, das Ungeborene lauten Geräuschen wie auf einem Konzert auszusetzen. Was denkt ihr darüber? Bedenklich oder okay?

2016 in Stichpunkten

Gesehen bei Mama I und  Mama J und geklaut ☺! Wer macht noch mit?

1. Auf einer Skala von 1 bis 10,  wie war Dein Jahr?

  • bis zum positiven Test eine 5. Danach eine 7.

2.  Zugenommen oder abgenommen?

  • Seit Beginn der Schwangerschaft abgenommen.

3. Haare länger oder kürzer?

  • Länger. Endlich wachsen sie und ich bekomme sie wieder in einen Zopf.

4. Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?

  • Kurzsichtiger. Schon wieder.

5. Mehr Kohle oder weniger?

  • Definitiv weniger. Der Kinderwunsch bzw. die Verwirklichung desselben hat ein relativ großes Loch in den Sparstrumpf gerissen. Aber was soll’s. Es war jeden Cent wert.

6. Besseren Job oder schlechteren?

  • Den selben und es nerven immer noch die selben Sachen. Es wird Zeit umzusatteln. Vielleicht sollte ich doch promovieren.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

  • Als im Vorjahr. Puh, ich denke mehr. Ja, definitiv mehr.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

  • Lebenserfahrung 😛 ein Baby in meiner Gebärmutter und eine kleine Fanta von MacDoof

9. Mehr bewegt oder weniger?

  • Mehr. Aber eher zu Beginn des Jahres. Da war ich mega motiviert im Fiti- für zwei, drei Monate 😀

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

  • Mh, keine Ahnung, OHSS. Sonst nichts. Aber ich will nichts beschreien. Das Jahr ist noch nicht um.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?

  • Die extremsten Bauchschmerzen die ich je hatte. Definitiv die Überstimulation.

12. Der hirnrissigste Plan?

  • Ich glaube, die waren alle ganz gut durchdacht.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

  • Keine. Mensch, bin ich langweilig. Oder erwachsen. Oder beides? 🙂

14. Die teuerste Anschaffung?

  • Die teuerste Anschaffung. Naja, angeschafft haben wir so nichts. Aber am meisten Geld ausgegeben haben wir dieses Jahr definitiv für unseren einwöchigen Mallorca-Luxus-Finca-Urlaub. Darf auch mal sein. Und war übrigens der dritte „das ist aber der letzte Urlaub ohne Kind“ Urlaub.

15. Das leckerste Essen?

  • Mallorca. Dort eigentlich jedes Gericht. Ganz besonders aber das Iberico-Schweinefilet mit extrem leckerer Portweinsoße.

16. Das beeindruckendste Buch?

  • Ich habe dieses Jahr viel über Karma gelesen und jede Menge Studienkram (Die Verfassung der Allmende von Elinor Ostrom (schlaue Frau) plus Unmengen über das Thema meiner Masterarbeit. Aber mein beeindruckenstes every Year book, ist „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley. Lesenswert. Insbesondere aktuell.

17. Der ergreifendste Film?

  • Suffragette – Taten statt Worte
  • The Danish Girl mit einem grandiosen Eddie Redmayne

18. Die beste CD?

  • Huch. CD. Habe ich nicht mehr. Dafür eine Shazam- Liste 🙂

19. Das schönste Konzert? 

  • Daughter ❤

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

  • Der Arbeit 😦
  • Danach, mit meiner Frau. Und davon habe ich jede Sekunde genossen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

  • Meiner Frau und meiner Schwester.

22. 2016 zum ersten Mal getan?

  • Eine ivf, eine ICSI, Punktionen und Kryotransfere gehabt.
  • Der Familie und Freunden von einer Schwangerschaft erzählt.

23. 2016 nach langer Zeit wieder getan?

  • auf mich und meine Bedürfnisse gehört.
  • meditiert

24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

  • negative Versuche der künstlichen Befruchtung
  • biochemische Schwangerschaft
  • den Bruch mit meiner Mutter

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

  • Meine Chefin und den Chefinnenchef, dass ich den Bonus verdient habe

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

  • Die Überraschungsbox mit dem positiven Test für meine Frau
  • die Verkündung der Schwangerschaft bei meiner Oma

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

  • Die Bohne, die sich entschieden hat jetzt zu uns zu kommen.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

  • Meine Frau. Wie stolz und dankbar sie ist, dass ich all die Strapazen auf mich genommen habe, um unser Wunschkind zu bekommen.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

  • Du wirst Mami/ Uroma/ Tante
  • Du bist meine Familie.

30. Dein Wort des Jahres?

  • Bohne

31. Dein Unwort des Jahres?

  • biochemische Schwangerschaft

32. Deine Liebglingsblogs des Jahres?

  • Die blogs, denen ich folge

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!

Schwangerschaftsupdate – SSW 9+10+11

Puh, die Zeit vergeht vielleicht seltsam. Und das mag ich auch gar nicht ausschließlich auf die (Vor-) Weihnachtszeit schieben. Ich habe den Eindruck, wenn ich mir jeden Tag einzeln betrachte, dass sich nichts bewegt. Die magischen 12 Wochen sind immer noch nicht rum. Die 20. Woche, in der ich endlich sicher spüren könnte, dass das Baby wirklich da ist, ist noch in weiter Ferne. Und dennoch, rieseln die Stunden so davon und ich weiß nicht so recht wohin.

Nun bin ich also in der elften Woche. Allerdinngs nur noch bis Samstag, denn da beginnt dann die 12. Woche (Die/der aufmerksame Leser*in hat vielleicht bemerkt, der Wochenwechseltag wurde schon wieder verschoben. Auf Samstag. Und das obwohl das Baby dem Ultraschallbild immer eine ganze Nasenlänge voraus ist. Aber ja, es muss sich strikt an die Zahlen gehalten werden- damit alles seine Ordnung hat 😀 ) Ich lege also los, in Kurzfassung. Denn, wer will das schon lesen 🙂

SSW 9

Tafeltrauben, Trauben, Weintrauben, Obst, Gesund, Grün

Das Baby ist so groß wie eine Weintraube

 Das ging gut: nahezu alles. Besonders: Äpfel und Nudeln. Die Übelkeit ist fast weg und der Apettit kehrt zurück. Yai.

Das geht gar nicht mehr:  Gemüse.

Highlights + Lacher

Highlight, das Adventsessen mit den Schwiegereltern. Wir wurden in ein tolles Restaurant eingeladen. Essen als Menü. Schön mit passenden Weinen und Tatar als ersten Gang. Da ich ja eine Woche zuvor schon sehr picky beim Essen war, wurde ich doppelt argwöhnisch beäugt. Unangenehm, diese Flunkerei.

Sonst gab es nichts zum Lachen. Eher zum Weinen, weil ich mich auf der Arbeit halb kaputt geschufftet habe und an einem Abend ernsthaft heimlich heulen gegangen bin. Vor Müdigkeit unf Erschöpfung. An besagtem Abend, gegen 22 Uhr, war ich auch wirklich kurz davor meiner Chefin von der Schwangerschaft zu erzählen. Hab ich dann aber gelassen. Weihnachten und somit Urlaub stehen ja vor der Tür.

Wehwechen

Müdigkeit. Aber nicht mehr so extrem. Schnelle Erschöpfung und Bauchschmerzen. Eigentlich immer.

SSW 10

Oliven, Olivenbaum, Olive, Baum, Grün, Landschaft

Das Baby ist so groß wie eine Olive

Insgesamt war diese Woche genau so unspektakulär wie die letzte. Arbeit, davon viel und sonst nüscht. Unterschieden hat sie sich einzig durch mein gesteigertes Hungergefühl.

Das ging gut: Weiterhin Nudeln und Äpfel.

Das geht gar nicht mehr: Gemüse. Immer noch nicht.

Highlights, Lacher und Wehwechen

Eindeutig der Ultraschall, den ich mir zusätzlich erschlichen habe. Seit der 9. SSW habe ich andauernde Bauchschmerzen, die mich ein bisschen unsicher haben werden lassen. Vor den Weihnachtsfeiertagen musste also noch mal eine Sicherheit her, weshalb ich zu meiner Gyn gefahren bin und nach einer halbstündigen Parkplatzsuch-Odysse schließlich zum Schallen dran kam. Ist die Bohne nicht zuckersüß?! 😀 Sie hat gezappelt was das Zeug hielt, das Herzchen hat gewummert und die Mama war beruhigt.

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Bild von 9+5

Schwangerschaftsartikel

Viel zu früh und nein, wir wollen das Schicksal nicht herausfordern, aber es war sooo sehr reduziert, dass wir nicht widerstehen konnten. Das Paket kommt auch erst bei 12+ an (frühstens!) also es ist: tadaaaa ein Maxi-Cosi für das Auto.

SSW 11 (Weihnachten)

Feigen, Obst, Echte Feige, Früchte, Reif, Süß, Lecker

Das Baby ist so groß wie eine Feige

Highlights

Bis zum letzten Tag war nicht klar, ob wir es unseren Familien an Weihnachten wirklich sagen möchten. Immerhin sind wir jetzt nicht sooo weit in der Schwangerschaft fortgeschritten. Die liebe Ehefrau hat sich an der 13. Wochen festgebissen und irgendwie sitzt uns die Sorge um einen Verlust doch noch schwer im Nacken.

Positiv gestimmt bin ich besonders durch den US gewesen. Die Bohne hat so fleißig gezappelt, dass ich dachte, das kann nur gut gehen.

Der zweite Punkt der dafür sprach, war strategischer Natur. Wie ich schon mal am Rande erwähnt habe, ist das Verhältnis zu meiner Mutter ein sehr, sehr schwieriges. Sie ist sehr missgünstig, super empfindlich und extrem schnell beleidigt. Das zusammen macht jegliche Begegnungen so spannend wie ein Spaziergang über ein Minenfeld. Was mich sehr belastet. Seit einem Jahr haben wir, nach einem hässlichen Gespräch, keinen Kontakt- von meiner Mutter ausgehend, die mit der Wahrheit konfrontiert, entschieden hat, dass sie den Kontakt mit mir nicht aushalten kann. Soweit so beschissen. Als Tochter und gefangen in Familienstrukturen die zum Schreien sind, dachte ich also es ist schlauer allen Familienmitgliedern gleichzeitig von unserer Schwangerschaft zu erzählen. Damit hätte ich dann auch ein persönliches Gespräch mit meiner Mutter vermieden plus, sie kann nicht gekränkt sein, dass sie es vielleicht nicht als erste erfahren hat. Denn darauf hat sie, ihrer Denke nach, trotz allem ein Anrecht.

Der dritte Punkt der dafür sprach war, dass wir auch bei meinen Schwiegereltern eingeladen waren und das Versteckspielen dort bisweilen bizzare Formen angenommen hat.

Fazit: Ein Go zum Schwangerschafts-Outing und es war an und für sich ziemlich toll. Alle, auch vor allem die Schwiegereltern, haben sich sehr gefreut. Da haben wir uns ein bisschen Gedanken gemacht, dass der Schwiegerpapa sich nicht so Opamäßig fühlt, da das Kind ja biologisch nicht von seiner Tochter kommt. Aber auch diese Sorge war völlig unbegründet und zumindest ich bin sehr, sehr zufrieden damit, dass wir Weihnachten genutzt haben um stolz von unserem Nachwuchs zu berichten. Das Ganze hat es noch einmal realistischer werden lassen. ❤

Wehwechen

Die Übelkeit ist wieder zurück. Dazu ekeliger Speichelfluss, der die Übelkeit verstärkt. Plus ständig schlimmer Hunger und null Apettit. Bauchschmerzen. Immer. Extreme Alpträume. Und seit SSW 9 bin ich jede Nacht drei Mal wach und schlafe sehr schlecht.

Aber all das wiegt nicht auf, was mich am glücklichsten macht. Wir sind schawanger. Die Bohne zappelt und wächst und lebt und wird schon jetzt wie verrückt geliebt!

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Schwangerschaftsupdate SSW 7 + 8

Heute ist Wochenwechsel (jetzt immer freitags, hat der Onkel Doktor gesagt) und ich starte in die 9 SSW. Nach super liebem Nachfragen und getrieben von ein bisschen schlechtem Gewissen, folgt nun ein schnelles Update vor der Arbeit.

SSW 7

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Das Baby ist so groß wie eine Heidelbeere

Übelkeit. Mir war so schlecht. Morgens, mittags, nachmittags, abends. Zwischendrin auch und nachts ebenso. Die Kloschüssel habe ich öfter umarmt als meine Ehefrau und fast alles war einfach nur bääh. Essen, nicht essen. Gerüche. Bewegung. Einfach alles. Besonders schlimm: Kaffee. Wir trinken jeden Morgen unseren Kaffee im Bett und es war auf einmal gar nicht mehr so schön, zusammen im Bett zu liegen und langsam in den Tag zu straten. Am Montag bin ich also zum Arzt. Nachdem ich drei Kilo verloren habe. Krankgeschrieben für eine Woche, habe ich die Zeit mit möglichst wenig Bewegung auf der Couch verbracht. Oder, nach zuviel Konsum von was auch immer- im Bad.

Das ging gut: Malzbier. Orangen. Immer.

Das geht gar nicht mehr: Schokolade und Gemüse. Wasser.

Highlights + Lacher

Ultraschall und Entlassung aus der Kiwu-Klinik

Einen Tag vorm Wechsel in die achte Woche war es endlich soweit. DIe Entlassung aus der Klinik. Das eigentlich Tolle war dabei der Ultraschall. Unsere Bohne war 1,25 cm und damit beinahe doppelt so groß wie eine Woche zuvor. Der Wahnsinn. Das Herzchen hat gewummert und die zweite Anlage hat sich fast vollständig zurückgebildet. Ein Einling also und wir sind unglaublich dankbar, das bisher alles gut ist. Unser Arzt war sehr zufrieden und hat den Embryo vier Tage weitergerechnet. Mir soll’s rechst sein. WIr sind verliebt bis über beide Ohren und schrecklich aufgeregt.

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Lacher

Beim Rouladen Essen der Schwiegereltern habe ich 1. eine riesen Debatte und 2. einiges an Irritationen ausgelöst, weil ich 1.) keinen Alkohol getrunken habe. Die vorgeschobene Gastritis der letzten Woche, führte dazu, dass ich mir allerhand Gesundheitstipps anhören durfte 🙂 und 2.) war nicht klar, ob die Rouladen ganz durchgegart waren, was zu einer mittelschweren Krise meiner Frau führte. Die in der Folge ständig auf meinen Teller schielte. Mir ihr Stück anbot, nonverbal und suuuuper unauffällig, versteht sich. Als Dessert gab es dann auch noch Mousse au chocolat und die Farce war perfekt, als ich sie (drohender Blick meiner Frau 😉 ) auf dem Teller liegen lassen musste. 😀 So dass wir, sowohl an dem Abend selbst, als auch am folgenen Tag telefonisch, darauf angesprochen wurden, dass der Eindruck entstanden sei, mir hätte es nicht geschmeckt… Dabei war nach einer Woche Essens- und Schokoladenabstinenz das Verlangen nach dem Mousse au chocolate-Stern riesig!

Wehwechen

Siehe oben. Plus: Müüüdigkeit. Tut zwar nicht besonders weh. Ist aber auch unangenehm. Es sei denn man hat das „Glück“ und ist krankgeschrieben. Dann schläft man einfach immerzu und ganz zur Freude der Liebsten, die kaum fassen kann wie viel und wo jemand mit Schlafstörungen plötzlich schlafen kann. 😀

Schwangerschaftsartikel

Zwei super gemütliche und halbwegs ansehnliche BH’s. Ein, bzw, zwei Körbchengrößen größer. Und ach, was war das für eine Wohltat. Es hat allerdings eine ganze Weile gedaurt, bis ich ein paar Modelle gefunden habe, die nicht Marke Uroma waren. Muss das denn sein, dass die Schwangerschaftswäsche so dermaßen unsexy ist? Schlimm!

8 SSW

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/Kidney_beans.jpg

Das Baby ist so groß wie eine Kidneybohne

Diese Woche ging soo schnell rum. Ich weiß gar nicht wo die Zeit geblieben ist. Die Arbeit schlaucht mich extrem. Am auffälligsten ist allerdings, dass die Übelkeit so gut wie verschwunden ist. Von einem Tag auf den anderen und natürlich war ich schon sehr besorgt deswegen. Da die Oberweite aber beharrlich weiterwächst, und der Bauch auch noch hin und wieder zieht, hat sich die Aufregung diesbezüglich wieder gelegt.

Highlights und Lacher

Es ist eigentlich nichts besonderes vorgefallen. Abgesehen von einem Lacher. Der geht  auf meine Kosten. Und ist fast schon peinlich. Aber was soll man machen. Ich kann mich ja rausreden und sagen, ich bin schwanger. Daher der Irrsinn 🙂

Nachdem ich gestern einen kurzen Panikanfall bekommen habe (ich habe wöchentlich mindestens einen!) dachte ich so: „Ach, was wohl passiert wenn man zum Ende der 8. SSW einen Schwangerschaftstest macht (sinnlos, blöd, ja ich weß. Aber ich bin ja auch Wissenhschaftlerin 😀 )? Gefragt, getan. Und was passiert? Der Kontrollstreifen wird deutlich, sehr deutlich stärker als der Teststreifen. Auf der Unterlippe kauend, habe ich angefangen zu googlen. „SSW 8 Schwangerschaftstest wird schwächer“ (Ist auch beruhigend zu wissen, dass andere Frauen auch so doooof sind, wie ich 😀 ) Und erfahre, es gibt sowas wie einen „Schock“ des Tests, auf zu viel hcg im Urin. Beim Vermischen des Urins mit Wassers, sollte der Test wieder deutlich positiv sein. Gelesen, getan. Auf einen Tropfen kostbarstes Ausscheidungssekret, einen gefühlten Liter Wasser. Dachte schon, Opps, jetzt hastes aber übertrieben. Da strahlt mich der zweite Test knalle Pink an. Hach, was war ich beruhigt 😀 Die gute Nachricht, jetzt habe ich nur noch einen Test übrig!

Wehwehchen

Müdigkeit, aber seit Ende der Woche nicht mehr ganz so extrem. Unruhiger Schalf mit unglaublichen Träumen. Jede Nacht zwei Mal wach. Einmal um 4 Uhr für einen Ausflug ins Bad und dann noch mal gegen 6 Uhr. Da wache ich dann mit einem derart unsäglichen Hunger auf, dass man meinen könnte, ich hätte seit Wochen nichts bekommen. Ich habe jetzt immer eine Brotdose neben dem Bett stehen und nach ein paar Bissen, kann ich dann meistens noch eine halbe Stunde dösen.

So, jetzt muss ich mich sputen. Die Arbeit ruft. Und das Wochenende, das kann ich auch schon hören. TGIF!

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