Monat: März 2014

wahnsinnig neues Design

Der aufmerksamen Blog-Besucherin/ dem aufmerksamen Blog-Besucher wird aufgefallen sein, das Design ist neu. Brandneu. Ich habe mal ein bisschen gebastelt. (Ich gebe zu all das sind Ablenkungsmanöver um nicht an den Schreibtisch zu müssen. Aber hey, immerhin habt ihr so auch was davon 😉 )

Und präsentiere nun stolz:

den alten  (eigentlich noch taufrischen) Blog in neuem Gewand.

Das Foto entstand übrigens im Frooonkraisch-Urlaub letztens Jahres. So wunder_schön sah es dort nämlich aus.

Hach, da packt mich doch glatt das Fernweh.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag. TGIF. Einen guten Start in ein sonniges Wochenende.

Update der To-Do-Liste

Juhu, juhu!

Nur noch 5 Monate und 6 Tage bis wir heiraten!

Nur noch 4 Monate und 2 Wochen und 6 Tage bis wir heiraten!

Die To-Do-Liste „bis zur Hochzeit“ enthält noch folgendes:

  • Schuhe (wo findet man denn nur schöne Pumps in Koralle, die nicht zu hoch, aber auch nicht zu flach sind? Dazu sollten sie natürlich bequem und hübsch sein. Nachdem ich bestimmt schon zig Trillion Paar Schuhe begutachtet habe, hoffe ich auf die kommende Frühjahrs-Kollektion 🙂 )
  • Einladungen (der Großteil ist schon weg. Aber bei den letzten muss noch was korrigiert werden. Da wir alle Karten selbst gebastelt und geschrieben haben *stolz* müssen wir dringend einen…)
  • …Tintenkiller besorgen 🙂 (um die Uhrzeit zu korrigieren, die sich durch die freie Trauung verschoben hat) juhu-geschafft 😀
  • Kleid nochmal anprobieren (weil’s so schön ist) und
  • Fit werden und endlich den Traingsplan einhalten (das ist jetzt eigentlich ein hochzeitsunabhängiges Ziel, aber trotzdem wichtig. 😉 )

Ich bin dabei: ohne Zucker und viiiel Gemüse, dazu zweimal die Woche Sport.

  • Nachname (ich muss mich noch entscheiden, ob ich S.`s Nachnamen annehme oder einen Doppelnamen, oder ob jede ihren eigenen behält?! Hach, das ist schwierig und bedarf eigentlich eines eigenen Blog-Eintrages.)

Ich habe mich entschieden und nehme *tadaaaa* den Namen meiner Liebsten an. Wie aufregend. Das fühlt sich noch sehr fremd und neu an.  Aber auch schön_stolz_echt und richtig.

Hm, fehlt was? Ich hoffe ich habe nichts vergessen!

Verwirrung im Noblet-Kopf

Es ist zum Mäusemelken.

Jetzt ist endlich geschehen, was ich mir gewünscht habe. Meine Chefin hat durchscheinen lassen, dass  mein Vertrag im November verlängert wird. *yai* Das ist ja jetzt prinzipiell erst  mal was Gutes. Das Jahreseinkommen nächstes Jahr ist gesichert. Und somit auch die größte Sorge erst mal eliminiert: Ein Jahr vorm Baby kein Einkommen zu haben.

Verwirrt bin ich nun durch andere Optionen. Nämlich die, dass ich  im Sommer ENDLICH meinen Abschluss in der Tasche habe (Gesetz dem Fall ich schreibe weniger Blog/Forum und dafür mehr Abschlussarbeit 😉 ).  Dadurch eröffnet sich mir die wunder_schöne Möglichkeit einen echten/echten „Erwachsenen-Job“ zu finden, bei dem ich (weil Hochschulabschluss) locker ein paar Hunderter mehr im Monat verdienen könnte. Wer jahrelang nur auf Studentenbasis gearbeitet hat, weiß vielleicht was ich meine.

In Bezug auf die Noblet’sche Familienplanung würde sich das sehr positiv auf das Elterngeld auswirken. Vorallem weil ich gerne viiiel Zeit mit dem Nobletchen verbringen würde und am allerallerliebsten ganz entspannt anderthalb Jahre zuhause bliebe (also mit Studium und ohne Arbeit), ohne ständig Geldsorgen zu haben.

Kein Problem hätte ich, wenn meine Vertragskonditionen meiner Qualifikation angepasst  werden würden. Davon brauche ich aber nicht auszugehen. Weil ich mir habe sagen lassen, dass ich mit einem Studentenvertrag eingestellt wurde und der so auch- und ich meine sie meinen, genauso- unter den genau gleichen Konditionen weitergeführt werden würde.

Das finde ich irgendwie nicht fair. Bzw. fühle ich mich da ein bisschen ausgebeutet. Ich meine, warum sollte ich mit einem Studentengehalt bezahlt werden, wenn ich fix und fertig ausgebildet bin? Ist es nicht eigentlich so gedacht, dass StudentInnen in ihre Ausbildung investieren um dann mit einem etwas höherem Gehalt belohnt zu werden, wenn sie dann arbeiten? Um es mit Bourdieu zu halten, sozusagen inkorporiertes Kulturkapital, welches sich dann später auszahlt?

Hmpf. Lange Rede kurzer Sinn. Die Frage die sich mir stellt: Sollte ich mich aufgrund dieser Aussichten nach einem besser bezahlten Job umsehen? Schon allein aus Prinzip und dann noch aus finanzieller Sicht? Und wenn ja, ist es nicht blöde eine neue Stelle anzufangen und dann ein paar Monate später schwanger zu werden? Ich wäre dann bis zum MuSchu zwar mind. ein Jahr beschäftigt, aber ich würde mich trotzdem irgendwie unwohl fühlen, den KollegInnen und dem Chef/der Chefin gegenüber!

Oder doch im aktuellen Job bleiben und mich damit abfinden, dass ich dort dann grundsätzlich und insebsondere auch für die Arbeit die ich dort leiste, unterdurchschnittlich bezahlt werde?

Mensch, da ist das Nobletchen noch nicht mal aktiv in Planung da zerbreche ich mir schon den Kopf.

 

Auszeit vom WahnsinnsAlltag

Wir haben uns von Freitag bis einschl. Montag frei genommen. Das war wirklich bitter nötig. Wir waren fix und fertig von allerlei Stress. Die Weihnachtsferien waren nicht wirklich erholsam, da S. krank war und die freie Zeit zwischen den Jahren gefüllt war mit Husten, Schnupfnasen und schrecklichen Nächten. Ich kenne niemanden der so sehr unter einer Erkältung leidet wie S. 🙂

An diesem Wochenende war es endlich so weit. Freiheit von der Arbeit. Am Freitag hatten wir einen wundervollen Tag  mit unserem Patenkind. Im Anschluss daran kam meine Schwester. Ein super Tag mit Sushi, Grusel-DvD und einem Bier. Weil der Grusel-Film so gruselig war, haben wir meiner Schwester angeboten bei uns zu übernachten. Das war ja so schön. Ich kann mich nicht erinnern, wann meine Schwester das letzte mal bei mir übernachtet hat. Muss so vier Jahre her sein.

Am Samstag waren wir (immer noch mit Schwester) in der nächst größeren Stadt. Haben ein bisschen gebummelt und haben im Lieblingscafé Kaffee und Kuchen gefuttert und sind dann zurück in die Heimat. Schwester zuhause rausgelassen. DvD abgegeben, eine neue ausgeliehen und dann ab ins traute Heim. Kuscheln, Film gucken und gespannt sein was am Sonntag passiert. S. hat nämlich eine Überraschung geplant.

Sonntag (nach einem kurzen Besuch bei Schwiegerpapa) ging es dann los. Rein ins Auto und ab in ein wundervolles, traumhaft schönes Hotel. Sowas hübsches habe ich noch nicht gesehen. So heimelig und stilvoll eingerichtet. Mit einer Badewanne in der Mitte des Zimmers und wirklich unfassbar schön. Nach einem Stadtrundgang haben wir es uns bei einer Waffel und Unmengen an Kaffee und Tee gutgehen lassen. Und waren abends noch schön essen. Den restlichen Abend haben wír in der Badewanne verbracht, ein Weinchen getrunken und so viiiel gesprochen. Dafür war schon ewig nicht mehr so viel Zeit.

Hach, was bin ich verliebt. Ich bin so glücklich diese Frau an meiner Seite zu haben. Sie zu heiraten. Ich kann es kaum noch erwarten.

Als wir am  Montag aufgewacht sind, habe ich S. meine Überraschung geschenkt. Ein Buch unserer „vorehelichen“ Zeit mit dem Zusatz auf der letzten Seite, dass ich ihren Namen annehmen werde. Das ist so ziemlich das größte Geschenk, das ich zu geben habe.

Weil es dann schon Zeit zum auschecken war sind wir vom Hotel aus Richtung Lieblings-Sauna. Das war ja vielleicht entspannend. Die Sauna war fast leer und wir haben den ganzen Tag in einem super angenehmen dösigen Dämmer-Schlummer-Zustand verbracht. Zum krönenden Abschluss waren wir dann noch chinesisch essen.

Das war ein Wochenende ganz nach meinem Geschmack 😉

Ich bin wirklich glücklich.

Ich mach mir die Welt…

Wer kennt ihn nicht den inneren Schweinehund?!

Hässlich sitzt er unter meinem Sofa (ich meins ernst, da bellt und grunzt es manchmal sehr verdächtig) und verhindert meine Traumhochzeitsfigur 😀

Das Hochzeitsgeschenk meiner Schwester (sie studiert Sport) ist ein exat auf mich zugeschnittener Fitnessplan. Das wird wirlich ein Knochenjob. Und ich meine nicht nur für mich 😉

Diese Woche hat es also das erste Training gegeben. Joggen. Ich hasse joggen. Muskelaufbau. Ich hasse Bein hoch nach rechts, Bein hoch nach links. Aber, ich habe es durchgezogen. Spektakulär. Und ich bin wirklich stolz, dass ich es durchgezogen habe. Also dachte ich mir, nachdem ich katerig und matschig aufgewacht bin, ich mach gleich weiter mit dem gesunden Lebensstil. S. ist ja nicht da und so hatte ich ein wenig Zeit die Küche zu verwüsten.

Was passt besser zum grauen Schmuddelwetter als ein schmuddelgrüner Smoothie? Ich finde ja, die sehen lecker aus und wenn ich mir vorstelle, was man seinem Körper damit alles Gutes tut, da bekomm ich fast schon Lust drauf. 😉 Jedenfalls wollte ich schon ewig ausprobieren ob die halten was sie versprechen und habe mich ans Werk gemacht.

Raus kam… mh, ja.. ein matschiggrüner Smoothie. Überzeugt euch selbst 😉

Bild Spinat

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Apfel geschnitten

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mix it

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man füge ein paar Himbeeren dazu (ich hatte nur gefrorene)

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Saft einer Orange

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ein bisschen Wasser und weiter mixen

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Lecker! Sieht komisch aus, ist aber so 😉

Früüüüüühling?!

Ich wolte eigentlich nur mal kurz meckern.

Ich habe gestern Mama zu Besuch gehabt und mit ihr gemeinsam die Frühlingssaison auf unserem Balkon eingeläutet. (S. kommt erst heute von einem Lehrgang wieder- ich bin also Strohwitwe) Einen leckeren Pfefferminz-Himbeersirup gekocht, mit dem wir unseren Sekt aufgepimpt haben.*so yummi* (Mist,ich hätte ein Foto machen sollen) Und dann haben wir es uns so richtig schön gut gehen lassen.

Ich habe das ja so vermisst über die Wintermonate (und ja, ich weiß, es war kein richtigrichtiger Winter) aber ich bin nicht gemacht für dieses Nieselpiesel, Grau-in-Grau, Matschepampen-Wetter! Ich will Sonne! Dann geht es mir besser, das Leben scheint bunter und ich bin einfach rundum zufriedener. Da nehme ich sogar die fiesen Niesattacken in Kauf.

Nunja, jedenfalls habe ich ja schon gehört, wie die Leute darüber gesprochen haben, „dass es am Wochenende schon wieder vorbei sein soll mit dem Frühling“, aber ich habe das gekonnt ignoriert/verdrängt/ausgeblendet. Und jetzt stehe ich heute morgen auf, mach den Rolladen hoch, sowieso schon mäßig gelaunt, weil matschig und minimal verkatert, S. nicht da und kein Kaffee ans Bett, kein Kuscheln und nüscht und was passiert? Da strahlt mich fürchterlichstes Grau an. Wie unfair ist das denn bitte?!

Ich bin nur froh, dass ich mich gestern gegen den Frühjahrsputz entschieden habe. Ich lass mich doch nicht verhohnepiepeln. 😀

Wir sagen JA! To-Do-Liste!

Juhu, juhu!

S. und ich haben uns entschieden.  Meine persönliche Wunsch-Hochzeitsrednerin wird unsere Trauung durchführen. Wir sind überzeugt, dass das super wird und freuen uns wahnsinnig auf die Vorbereitungen mit ihr. Ich kann kaum glauben, dass wir nun den Rahmen endlich soweit geplant haben, dass im Grunde nur noch der Tag rankommen muss. (Nur noch 5 Monate und 6 Tage bis wir heiraten!)

Die To-Do-Liste „bis zur Hochzeit“ enthält noch folgendes:

  • Schuhe (wo findet man denn nur schöne Pumps in Koralle, die nicht zu hoch, aber auch nicht zu flach sind? Dazu sollten sie natürlich bequem und hübsch sein. Nachdem ich bestimmt schon zig Trillion Paar Schuhe begutachtet habe, hoffe ich auf die kommende Frühjahrs-Kollektion J )
  • Einladungen (der Großteil ist schon weg. Aber bei den letzten muss noch was korrigiert werden. Da wir alle Karten selbst gebastelt und geschrieben haben *stolz* müssen wir dringend einen…)
  • …Tintenkiller besorgen 🙂 (um die Uhrzeit zu korrigieren, die sich durch die freie Trauung verschoben hat)
  • Kleid nochmal anprobieren (weil’s so schön ist) und
  • Fit werden und endlich den Traingsplan einhalten (das ist jetzt eigentlich ein hochzeitsunabhängiges Ziel, aber trotzdem wichtig. 😉 )
  • Nachname (ich muss mich noch entscheiden, ob ich S.`s Nachnamen annehme oder einen Doppelnamen, oder ob jede ihren eigenen behält?! Hach, das ist schwierig und bedarf eigentlich eines eigenen Blog-Eintrages.)

Hm, fehlt was? Ich hoffe ich habe nichts vergessen!

Treffen mit der Hochzeitsrednerin!

Gestern war es soweit. Das erste Treffen mit unserer potentiellen Hochzeitsrednerin. Oder auch Zeremonienmeisterin. Ich wünsche mir ja gaaanz unbedingt eine Freie Trauung, wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe. Es ist mir einfach wichtig, dass wir als Paar einen Rahmen finden, der nur uns, unsere Gefühle füreinander, den wunderbaren Moment zwischen uns festhält. Der nichts mit Bürokratie und dem zu tun hat, zu dem die Politik unsere Liebe zueinander macht. Ich möchte die Liebe, das Besondere zwischen S. und mir feiern. Ihr versprechen, dass ich mein Leben mit ihr teilen möchte, dass… oh,ich schweife ab. Ich denke ihr wisst was ich meine?!

Wir haben uns fast gleich nachdem S. Feierabend hatte auf den Weg gemacht. In weiser Voraussicht habe ich den Termin auf halb zwei gelegt und S. gesagt er wäre um eins, so dass wir es tatsächlich pünktlich geschafft haben. Getroffen haben wir uns in einem Café, so konnten wir gemütlich alle ersten Fragen, Vorstellungen und Ideen besprechen und uns vor allen Dingen kennenlernen.

Ich fand sie auf Anhieb sehr sympathisch. Das hatte sich allerdings auch schon während unseres E-Mail-Kontaktes und zwei Telefonaten herausgestellt, sonst hätten wir uns vermutlich überhaupt nicht mit ihr verabredet. Schließlich ist das Heiraten einer der wundervollsten Momente im Leben. Da sollte schon jede Menge Sympathie da sein. Dass S. und ich aufgeregt waren, hat sie gleich erkannt und war bestens vorbereitet. Eine Dia-Show auf ihrem Laptop. Hübsch mit Musik unterlegt, was die Vorbeilaufenden (wir saßen draußen) leicht irritiert haben dürfte. Nach einer halben Minute war ich schon so in der Hochzeitsthematik, dass mir rundherum aber nichts mehr aufgefallen ist. Im Anschluss an die ersten Impressionen bekamen wir dann eine Express-Einführung in die Trauriten diverser Kulturen und wurden zwischendurch immer mal was zu uns als Paar gefragt. Dabei kamen wir uns auch wirklich nur mäßig ausgefragt vor 😉

Natürlich ist klar, dass wir ihr eine ganze Menge zu uns und über uns erzählen müssen, wenn wir wollen, dass die Trauung authentisch und emotional wird.Es ist aber doch nicht ganz sooo einfach etwas von sich zu erzählen. Also irgendjemandem. In diesem Fall ihr.

Erstens weil ich sie so überhaupt (noch) nicht kenne und zum Anderen weil ich (ich weiß es sollte mir egal sein) sehr viel Wert darauf lege, mich nicht daneben zu benehmen. Wobei „Wert-drauf-legen“ nicht ganz richtig ist. Ich bin so erzogen worden. Das steckt also ganz tief drin in mir und wird besonders deutlich in Interaktionen. Das führt dann dazu, dass ich mein Verhalten und die mögliche Wirkung auf andere ziemlich oft und ziemlich schnell hinterfrage. Und ggf. mein Verhalten modifiziere oder aufhöre über Thema x zu sprechen, wenn ich merke, dass mein Gegenüber nicht soo, sagen wir mal positiv reagiert. Kurzer Exkurs. Zurück zum Punkt. Das jedenfalls hat es mir schwer gemacht frei zu reden und bei mir zu bleiben.

Wir konnten relativ schnell klären, was wir an Ideen ausschließen und was wir uns vorstellen können. Wir möchten gerne, dass Familie und Freunde ein Teil der Zeremonie sind und in einem Ringritual eingebunden werden. Dafür wird der Ring an einer Schnur durch die Hände der Gäste gehen und jeder, der möchte, darf einen Wunsch oder Gedanken an uns formulieren. Diese Wünsche gehen dann symbolisch in den Ring über. Und im Anschluss gibt es unser Eheversprechen. Kerzen anzünden, oder Feuer entfachen kommt nicht in Frage. Davon war die Rednerin nämlich sehr angetan und wir mussten ihr den Zahn schnell ziehen. Das ist dann doch zu viel Kitsch für uns.

Vom Ablauf her ist es wohl so, dass wir uns (wenn wir uns für sie entscheiden) noch einmal treffen würden um die Rahmenbedingungen auszumachen und um einen Vertrag zu unterschreiben. Die richtigen Kennenlern-Treffen würden dann zwei Monate vor dem eigentlichen Termin der Trauung stattfinden. Da geht es inhaltlich um die Kennenlern-Geschichte zwischen S. und mir und dann gibt es noch für jede von uns einen einzelnen Termin um die Trauversprechen zu bereden und für den Wooooow-Effekt.

Ich bin absolut überzeugt von ihr. Finde sie nett und fühle mich ernst genommen in meinen Ideen. Was will frau mehr? Allerdings hat all das auch seinen Preis und ich bin mir noch nicht sicher ob wir uns das schenken können. Ich denke aber, dass ich uns das schenken werde. Trotzdem. Weil ich es unbedingt haben möchte. (Tadaaaa: Bridezilla ist da) Nein, im Ernst! Nur mit der Standesamtlichen Trauung kommt es mir doch irgendwie zu förmlich, zu kalt, zu wenig „nobletisch“ vor. Jetzt muss nur noch S. „Ja“ sagen zu ihr, dann wird es einfach perfekt. Drückt mir die Daumen. Ich berichte.

Babywunsch-erste Einführung

Wir beide, S. und ich sprechen seit mindestens zwei Jahren über das Thema: Familienerweiterung. Ich wünschewünschewünsche mir mittlerweile ziemlich dolle Nachwuchs. Als Erweiterung der Liebe zueinander. Weil ich es mir unheimlich: schön_nervig_anstrengend_zauberhaft&tausend Dinge mehr vorstelle, ein kleines Menschenkind in unser Leben einziehen zu lassen.

S. grundsätzlich bodenständiger und ernster, bedächtiger und *ähem* vorsichtiger als ich, würde gern schieben und schieben und schieben.  Nicht aus rational vernünftigen Gründen. Nein, einfach weil es unsicher ist. Ein Baby eine neue Variable wäre. Etwas Unbekanntes. Und Neues, Unbekanntes ist schwierig für S. Also grundsätzlich. Aber nach dem letzten panischen Anfall, haben wir uns darauf geeinigt nächstes Jahr im Januar loszulegen. Im tiefsten Inneren wünscht sie sich auch eine kleine noblet-Familie und die Unsicherheit gehört sicherlich auch einfach dazu. Es ist ja nichts was man wieder umtauschen kann, wenn es nicht so ist, wie man es sich gewünscht hat. Und noch dazu kommt das noblet-Geschenk ohne Gebrauchsanweisung. So, oder so. Mit dem Aufschub bis Januar haben wir ein volles Hochzeitsjahr. Voll von Zeit für Planung und die große, phänomenale Hochzeitsreise. Außerdem werden wir noch eine Woche zwischendurch urlauben und lassen es an Silvester ordentlich krachen.

Ich bin furchtbar aufgeregt. Ungeduldig. Freudig. Ein kleines bisschen besorgt. Und zähle heimlich (obwohl ich ausschließlich auf die Hochzeit hibbeln sollte ;)) die Tage bis Januar.

Der Antrag

S. hat mir bereits eine Woche vorm folgenden Monatstag gesagt, dass sie mich am Sonntag (besagtem Monatstag) gerne zum Essen einladen möchte. So ganz groß, weil wir- klar mal Essen gehen- aber sie mich bis dato noch nie groß ausgeführt hatte. Mit schickem Kleid und mehreren Gängen in einer besonderen Location.

Also hopp hopp schick gemacht, und in ein eine Stunde weit entferntes wunder_schönes Schloss gefahren. Dort gab es ein super leckeres Vier-Gänge-Menü. Bei der Weinbestellung hat uns eine Kellnerin erzählt, dass das Restaurant erst neu eröffnet wurde und sie deshalb eine Schlossführung anbieten. Ob wir daran Interesse hätten.

Schloo_Essen_Verlobung

Da ich mich ja für beinahe alles interessiere und zu kostenloser kultureller Informationen folglich schlecht nein sagen kann, war das schon mal ausgemacht.

Die Schlossführung stand vor dem Dessert an. War echt interessant (zumindest die erste dreiviertel Stunde lang) und der Schlossführer sehr lustig. Sein Telefon hat einige Male geklingelt- eine Dame von der Rezeption- was mich aber nicht weiter gewundert hat. Er hat sich entschuldigt und dann ging es weiter. Später dann ist eine von den Kellnerinnen/ Rezeptionistinnen auf den Hof gelaufen und hat nach oben gerufen, (wir standen auf dem Wehrgang, oben auf dem Schloss) dass der Schlossführungs-Mensch mal runterkommen sollte. Sie bräuchte Hilfe bei einer Umbuchung. Der PC würde irgendwas nicht so machen wie sie es wollte …

Wehrgang bearbeitet

Der Schlossführungs-Mensch seinerseits, erklärte noch einiges zu diversen Kassettendecken und entschuldigte sich dann für einen Moment. An dieser Stelle, wurde ich kurz stutzig, drückte er mir doch die eine Schlüsselkarte in die Hand und sagte, dass wir uns den nächsten Raum alleine anschauen könnten, er käme dann gleich wieder.

Ja, dann sind wir also zu dem Raum, und als ich die Tür aufgemacht habe, stand ich in der Juniorsuite des Schlosshotels. Alles war dunkel bis auf ein paar Teelichter. Wunderwunder_schöne Liebesbekundungen ihrerseits und schlussendlich die Frage.

Ich war so gerührt. Habe nichts geahnt. Nur geweint. Und konnte es nicht fassen. Schlussendlich, S. stand eine ganze Weile mit dem Ring in der Hand vor mir, habe ich dann natürlich Ja  geschluchzt. Nicht gehaucht. Nicht gekrischen. Geschluchzt. Atmenlos.

S. hat sich im Vorfeld schon den Montag auf Arbeit freigenommen. Es gab Champagner und ein sehr leckeres Dessert und alles war soooo schön und romantisch- ohne kitschig zu sein. Also genauso wie ich es mir gewünscht hätte, wenn ich mir etwas gewünscht hätte.

Am Morgen drauf gab es dann Frühstück im Hotelbett mit allem Drum und Dran.

Frühstück bearbeitet

Zuhause gelandet, meine Schwester und meine Mama. Gratulation. Gratulation. Von den beiden und diversen Freunden. Die alle eingeweiht waren.

 

Haaaaach.