Der Antrag

S. hat mir bereits eine Woche vorm folgenden Monatstag gesagt, dass sie mich am Sonntag (besagtem Monatstag) gerne zum Essen einladen möchte. So ganz groß, weil wir- klar mal Essen gehen- aber sie mich bis dato noch nie groß ausgeführt hatte. Mit schickem Kleid und mehreren Gängen in einer besonderen Location.

Also hopp hopp schick gemacht, und in ein eine Stunde weit entferntes wunder_schönes Schloss gefahren. Dort gab es ein super leckeres Vier-Gänge-Menü. Bei der Weinbestellung hat uns eine Kellnerin erzählt, dass das Restaurant erst neu eröffnet wurde und sie deshalb eine Schlossführung anbieten. Ob wir daran Interesse hätten.

Schloo_Essen_Verlobung

Da ich mich ja für beinahe alles interessiere und zu kostenloser kultureller Informationen folglich schlecht nein sagen kann, war das schon mal ausgemacht.

Die Schlossführung stand vor dem Dessert an. War echt interessant (zumindest die erste dreiviertel Stunde lang) und der Schlossführer sehr lustig. Sein Telefon hat einige Male geklingelt- eine Dame von der Rezeption- was mich aber nicht weiter gewundert hat. Er hat sich entschuldigt und dann ging es weiter. Später dann ist eine von den Kellnerinnen/ Rezeptionistinnen auf den Hof gelaufen und hat nach oben gerufen, (wir standen auf dem Wehrgang, oben auf dem Schloss) dass der Schlossführungs-Mensch mal runterkommen sollte. Sie bräuchte Hilfe bei einer Umbuchung. Der PC würde irgendwas nicht so machen wie sie es wollte …

Wehrgang bearbeitet

Der Schlossführungs-Mensch seinerseits, erklärte noch einiges zu diversen Kassettendecken und entschuldigte sich dann für einen Moment. An dieser Stelle, wurde ich kurz stutzig, drückte er mir doch die eine Schlüsselkarte in die Hand und sagte, dass wir uns den nächsten Raum alleine anschauen könnten, er käme dann gleich wieder.

Ja, dann sind wir also zu dem Raum, und als ich die Tür aufgemacht habe, stand ich in der Juniorsuite des Schlosshotels. Alles war dunkel bis auf ein paar Teelichter. Wunderwunder_schöne Liebesbekundungen ihrerseits und schlussendlich die Frage.

Ich war so gerührt. Habe nichts geahnt. Nur geweint. Und konnte es nicht fassen. Schlussendlich, S. stand eine ganze Weile mit dem Ring in der Hand vor mir, habe ich dann natürlich Ja  geschluchzt. Nicht gehaucht. Nicht gekrischen. Geschluchzt. Atmenlos.

S. hat sich im Vorfeld schon den Montag auf Arbeit freigenommen. Es gab Champagner und ein sehr leckeres Dessert und alles war soooo schön und romantisch- ohne kitschig zu sein. Also genauso wie ich es mir gewünscht hätte, wenn ich mir etwas gewünscht hätte.

Am Morgen drauf gab es dann Frühstück im Hotelbett mit allem Drum und Dran.

Frühstück bearbeitet

Zuhause gelandet, meine Schwester und meine Mama. Gratulation. Gratulation. Von den beiden und diversen Freunden. Die alle eingeweiht waren.

 

Haaaaach.

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