Treffen mit der Hochzeitsrednerin!

Gestern war es soweit. Das erste Treffen mit unserer potentiellen Hochzeitsrednerin. Oder auch Zeremonienmeisterin. Ich wünsche mir ja gaaanz unbedingt eine Freie Trauung, wie ich an anderer Stelle bereits erwähnt habe. Es ist mir einfach wichtig, dass wir als Paar einen Rahmen finden, der nur uns, unsere Gefühle füreinander, den wunderbaren Moment zwischen uns festhält. Der nichts mit Bürokratie und dem zu tun hat, zu dem die Politik unsere Liebe zueinander macht. Ich möchte die Liebe, das Besondere zwischen S. und mir feiern. Ihr versprechen, dass ich mein Leben mit ihr teilen möchte, dass… oh,ich schweife ab. Ich denke ihr wisst was ich meine?!

Wir haben uns fast gleich nachdem S. Feierabend hatte auf den Weg gemacht. In weiser Voraussicht habe ich den Termin auf halb zwei gelegt und S. gesagt er wäre um eins, so dass wir es tatsächlich pünktlich geschafft haben. Getroffen haben wir uns in einem Café, so konnten wir gemütlich alle ersten Fragen, Vorstellungen und Ideen besprechen und uns vor allen Dingen kennenlernen.

Ich fand sie auf Anhieb sehr sympathisch. Das hatte sich allerdings auch schon während unseres E-Mail-Kontaktes und zwei Telefonaten herausgestellt, sonst hätten wir uns vermutlich überhaupt nicht mit ihr verabredet. Schließlich ist das Heiraten einer der wundervollsten Momente im Leben. Da sollte schon jede Menge Sympathie da sein. Dass S. und ich aufgeregt waren, hat sie gleich erkannt und war bestens vorbereitet. Eine Dia-Show auf ihrem Laptop. Hübsch mit Musik unterlegt, was die Vorbeilaufenden (wir saßen draußen) leicht irritiert haben dürfte. Nach einer halben Minute war ich schon so in der Hochzeitsthematik, dass mir rundherum aber nichts mehr aufgefallen ist. Im Anschluss an die ersten Impressionen bekamen wir dann eine Express-Einführung in die Trauriten diverser Kulturen und wurden zwischendurch immer mal was zu uns als Paar gefragt. Dabei kamen wir uns auch wirklich nur mäßig ausgefragt vor 😉

Natürlich ist klar, dass wir ihr eine ganze Menge zu uns und über uns erzählen müssen, wenn wir wollen, dass die Trauung authentisch und emotional wird.Es ist aber doch nicht ganz sooo einfach etwas von sich zu erzählen. Also irgendjemandem. In diesem Fall ihr.

Erstens weil ich sie so überhaupt (noch) nicht kenne und zum Anderen weil ich (ich weiß es sollte mir egal sein) sehr viel Wert darauf lege, mich nicht daneben zu benehmen. Wobei „Wert-drauf-legen“ nicht ganz richtig ist. Ich bin so erzogen worden. Das steckt also ganz tief drin in mir und wird besonders deutlich in Interaktionen. Das führt dann dazu, dass ich mein Verhalten und die mögliche Wirkung auf andere ziemlich oft und ziemlich schnell hinterfrage. Und ggf. mein Verhalten modifiziere oder aufhöre über Thema x zu sprechen, wenn ich merke, dass mein Gegenüber nicht soo, sagen wir mal positiv reagiert. Kurzer Exkurs. Zurück zum Punkt. Das jedenfalls hat es mir schwer gemacht frei zu reden und bei mir zu bleiben.

Wir konnten relativ schnell klären, was wir an Ideen ausschließen und was wir uns vorstellen können. Wir möchten gerne, dass Familie und Freunde ein Teil der Zeremonie sind und in einem Ringritual eingebunden werden. Dafür wird der Ring an einer Schnur durch die Hände der Gäste gehen und jeder, der möchte, darf einen Wunsch oder Gedanken an uns formulieren. Diese Wünsche gehen dann symbolisch in den Ring über. Und im Anschluss gibt es unser Eheversprechen. Kerzen anzünden, oder Feuer entfachen kommt nicht in Frage. Davon war die Rednerin nämlich sehr angetan und wir mussten ihr den Zahn schnell ziehen. Das ist dann doch zu viel Kitsch für uns.

Vom Ablauf her ist es wohl so, dass wir uns (wenn wir uns für sie entscheiden) noch einmal treffen würden um die Rahmenbedingungen auszumachen und um einen Vertrag zu unterschreiben. Die richtigen Kennenlern-Treffen würden dann zwei Monate vor dem eigentlichen Termin der Trauung stattfinden. Da geht es inhaltlich um die Kennenlern-Geschichte zwischen S. und mir und dann gibt es noch für jede von uns einen einzelnen Termin um die Trauversprechen zu bereden und für den Wooooow-Effekt.

Ich bin absolut überzeugt von ihr. Finde sie nett und fühle mich ernst genommen in meinen Ideen. Was will frau mehr? Allerdings hat all das auch seinen Preis und ich bin mir noch nicht sicher ob wir uns das schenken können. Ich denke aber, dass ich uns das schenken werde. Trotzdem. Weil ich es unbedingt haben möchte. (Tadaaaa: Bridezilla ist da) Nein, im Ernst! Nur mit der Standesamtlichen Trauung kommt es mir doch irgendwie zu förmlich, zu kalt, zu wenig „nobletisch“ vor. Jetzt muss nur noch S. „Ja“ sagen zu ihr, dann wird es einfach perfekt. Drückt mir die Daumen. Ich berichte.

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