Verwirrung im Noblet-Kopf

Es ist zum Mäusemelken.

Jetzt ist endlich geschehen, was ich mir gewünscht habe. Meine Chefin hat durchscheinen lassen, dass  mein Vertrag im November verlängert wird. *yai* Das ist ja jetzt prinzipiell erst  mal was Gutes. Das Jahreseinkommen nächstes Jahr ist gesichert. Und somit auch die größte Sorge erst mal eliminiert: Ein Jahr vorm Baby kein Einkommen zu haben.

Verwirrt bin ich nun durch andere Optionen. Nämlich die, dass ich  im Sommer ENDLICH meinen Abschluss in der Tasche habe (Gesetz dem Fall ich schreibe weniger Blog/Forum und dafür mehr Abschlussarbeit 😉 ).  Dadurch eröffnet sich mir die wunder_schöne Möglichkeit einen echten/echten „Erwachsenen-Job“ zu finden, bei dem ich (weil Hochschulabschluss) locker ein paar Hunderter mehr im Monat verdienen könnte. Wer jahrelang nur auf Studentenbasis gearbeitet hat, weiß vielleicht was ich meine.

In Bezug auf die Noblet’sche Familienplanung würde sich das sehr positiv auf das Elterngeld auswirken. Vorallem weil ich gerne viiiel Zeit mit dem Nobletchen verbringen würde und am allerallerliebsten ganz entspannt anderthalb Jahre zuhause bliebe (also mit Studium und ohne Arbeit), ohne ständig Geldsorgen zu haben.

Kein Problem hätte ich, wenn meine Vertragskonditionen meiner Qualifikation angepasst  werden würden. Davon brauche ich aber nicht auszugehen. Weil ich mir habe sagen lassen, dass ich mit einem Studentenvertrag eingestellt wurde und der so auch- und ich meine sie meinen, genauso- unter den genau gleichen Konditionen weitergeführt werden würde.

Das finde ich irgendwie nicht fair. Bzw. fühle ich mich da ein bisschen ausgebeutet. Ich meine, warum sollte ich mit einem Studentengehalt bezahlt werden, wenn ich fix und fertig ausgebildet bin? Ist es nicht eigentlich so gedacht, dass StudentInnen in ihre Ausbildung investieren um dann mit einem etwas höherem Gehalt belohnt zu werden, wenn sie dann arbeiten? Um es mit Bourdieu zu halten, sozusagen inkorporiertes Kulturkapital, welches sich dann später auszahlt?

Hmpf. Lange Rede kurzer Sinn. Die Frage die sich mir stellt: Sollte ich mich aufgrund dieser Aussichten nach einem besser bezahlten Job umsehen? Schon allein aus Prinzip und dann noch aus finanzieller Sicht? Und wenn ja, ist es nicht blöde eine neue Stelle anzufangen und dann ein paar Monate später schwanger zu werden? Ich wäre dann bis zum MuSchu zwar mind. ein Jahr beschäftigt, aber ich würde mich trotzdem irgendwie unwohl fühlen, den KollegInnen und dem Chef/der Chefin gegenüber!

Oder doch im aktuellen Job bleiben und mich damit abfinden, dass ich dort dann grundsätzlich und insebsondere auch für die Arbeit die ich dort leiste, unterdurchschnittlich bezahlt werde?

Mensch, da ist das Nobletchen noch nicht mal aktiv in Planung da zerbreche ich mir schon den Kopf.

 

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4 Kommentare

  1. Also grundsätzlich empfehle ich immer: Leb dein Leben, als würdest du nicht schwanger werden wollen. Erstens kann es leider immer dauern, bis es mit einer Schwangerschaft klappt und zweitens dauert so eine Schwangerschaft ja auch 9 Monate, in denen du überwiegend arbeiten wirst; also würdest du vor dem „Ausfall“ durch Mutterschutz und Elternzeit ja ein Jahr dort arbeiten. Ich würde mich einfach mal nach einem anderen Job umsehen, und wenn sich etwas ergibt, auch wechseln. Von Ausbeutung halte ich nämlich garnix 😀

    1. Ja, ja, ja! Du hast ja sowas von Recht! 🙂 Ich habe nur ein übermäßig großes, schlechtes Gewissen. Obwohl es natürlich Quatsch ist, schließlich schert sich ja am Ende auch niemand (insbesondere der Arbeitgeber nicht) um meine finanzielle und/ oder private Situation!

      Und wie? Du hälst nichts von Ausbeutung? 😉

      Merciii beaucoup für deine Gedanken zu meiner temporären Verwirrung!

      1. Ich weiß, dass ich Recht habe 😛

        Sagen wir mal so: Wäre es jetzt weit und breit der einzige Arbeitgeber, der für dich in Frage kommt, würde ich so geplant jetzt nicht direkt nach Vertragsbeginn schwanger werden. Aber das liest sich ja nicht so, oder?

        Nein, nein, du verstehst das falsch, ich finde Ausbeutung wirklich unglaublich toll! Gerade, wenn intelligente, studierte Menschen ausgebeutet werden. Darauf steh ich so richtig! *ironie*

      2. Es ist definitiv nicht der einzige Arbeitgeber und ich werde mich auch bestimmt nach was neuem umsehen. Nachdem ich meinen Abschluss in der Tasche habe. Sowieso ist es grundsätzlich eher schwer erträglich dort 😦 Von daher würde ich damit gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Finanzen und die eigenen Gesundheit, die durch den ständigen Stress doch schon sehr leidet!

        Ach gut, da hätte ich dich auch total falsch eingeschätz. Es hätte mich doch sehr überrascht, wenn du das nicht so sehen würdest mit der Ausbeutung 😉

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