Monat: Juni 2014

Sehnsucht

Seit knapp zwei, drei Wochen habe ich eine so schlimme, kaum aushaltbare Sehnsucht nach unserem Baby. Danach, dass es endlich losgeht. Danach, dass ich schwanger bin. Danach, dass sich überhaupt etwas in diese Richtung bewegt. Als es angefangen hat, dachte ich noch „ach, das wird der Eisprung sein“! Da werde ich immer ein bisschen ungeduldig und emotional. Kennt ja vielleicht die eine oder andere. Aber nun verfolgt mich das Thema schon seit Wochen. Und das ist anstrengend und belastet irgendwie. Ich meine grundsätzlich könnte man ja auch versuchen das Nachdenken einfach Nachdenken sein zu lassen, ohne dass es tangiert. Aber aus irgendeinem seltsamen Grund hindert es mich an allem anderen und ich bekomme das Ausblenden nicht hin. Ich erinner mich, dass ich das vor ein paar Monaten schon mal hatte und dann ist es von allein verschwunden. Aber jetzt fühlt es sich an, als hätte es  mich volle Breitseite mit dem Vorschlaghammer erwischt. Es ist zum aus der Haut fahren.  S. ist ja wie schon mehrfach erwähnt mittlerweile auch schon im Baby-Fieber, aber gerade unter Umständen ein wenig genervt davon, dass ich von kaum was anderem plappern kann. Baby-Namen hier, Geschlecht dort, Betreuung oben und Schwangersein unten. Ich bin schon von mir selbst genervt! Und versuche so wenig wie möglich dazu zu sagen. Das habe ich  mir zumindest gestern vorgenommen.

Abgesehen davon habe ich vor allem auch noch andere Dinge zu tun, zu denen ich mich aber nicht aufraffen kann. Seltsames Durcheinander. Ob das normal ist? Oder gibt es sowas wie eine babywunschbedingte Babydepression? 😛 Blöd. Blöd. Blöd. Mecker. Mecker. Mecker.

Ich schaffe es auch einfach nicht mehr mich abzulenken. Nicht mal mit der Hochzeit. Was mir ein bisschen ein schlechtes Gewissen macht. Schließlich freue ich  mich darauf auch. Sehr. Und in einem Monat und nur noch drei Wochen ist es soweit.

Aber… noch immer ein halbes Jahr bis wir mit der IUI anfangen. Und das auch nur wenn ich Glück habe. hmpf.

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Der Wahnsinn greift um sich ;)

Nachdem ich mich entscheiden habe dieses Wochenende eine Bachelor-Pause einzulegen (es ging einfach nichts mehr) haben S. und ich ein wunderschönes Wochenende verbracht. Mit „In den Tag hinein leben“ und Verliebtsein. Im Zuge dessen haben wir uns am Freitag entschieden ein bisschen Schaufensterbummel zu machen und sind in eine großes Outlet-Center gefahren (nur mal gucken)

Nachdem ich dort mein drittes Paar Hochzeitsschuhe kaufen musste (dieses Paar passt nooooch besser als die vorherigen zwei 😉 ) haben wir einen Kinder-Outlet entdeckt. Das war fatal. Habe ich doch bisher immer halbwegs verständnislos die belächelt, die in der ersten Schwangerschaftswoche schon die halbe Babyausstattung eingekauft haben, so wollte ich in einem Anfall unfassbarer Irrationalität tatsächlich ein Säuglingsoberteil kaufen. Nur S. konnte mich davon abhalten (wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich in dem Moment ihres Kopfschüttelns ernsthaft für einen kurzen Moment beleidigt war, als wäre sie es die ein bisschen durchdreht, weil sie nicht verstehen kann, wie unsagbar wichtig es ist diese Shirt zu kaufen!).

Und nein, ich bin nicht durch Flugbestäubung plötzlich schwanger geworden und habe es niemandem gesagt. Und ich werde auch in den nächsten 165 Tagen nicht plötzlich schwanger werden. Dazu fällt mir nur eins ein: Verrückt!

Ich habe mich dafür aber am Samstag überwinden können S. mit der terminlichen Verschiebung bzg. des Startdatums für die IUI zu konfrontieren. Und siehe da, es war gar nicht schlimm. Sie hat gelächelt und mich an den Winterurlaub erinnert, den wir evtl. noch machen wollen. Ich glaube ich habe schon erwähnt, dass es ein riesen Traum von S. ist, NYC an Weihnachten zu sehen. Dann würde es erst Februar werden. Es sei denn mein ES verschiebt sich so sehr, dass das Ei erst nach dem Urlaub unserer Ärztin hüpft. Dann ginge auch Januar. Hach. Ich bin so ungeduldig zur Zeit. Was wohl daran liegen dürfte, dass sich S. jetzt so richtig mit freut. Wir werden einen Familie mit Kind ❤

Darüber hinaus hatte ich heute einen super realiatischen Traum von der Geburt unseres Baby-Noblet. Mit Wehenschmerz, einer Hebamme und dem Geburtshaus, das ich neulich erst im Internet gefunden habe. Mit S. an meiner Seite und dem sich aller Voraussicht nach einstellenden Gefühl völliger Erschöpfung nach den letzten Wehen. Unser Traum-Baby wurde fast in einem Flutsch mit Fruchtblase geboren und ich hatte sogar das Gefühl des Knöpfchens, warm und noch leicht schleimig und schmierig, auf meiner Schulter. 😉

Ich verordne mir selbst mehr Bachelorarbeit und weniger Babygedanken. Sonst stehen die Chancen nicht schlecht, dass ich bis zum neuen Jahr noch völlig durchdrehe. 😛

Countdown:

Bis zur Hochzeit sind es noch 54 Tage und 2 Stunden.

167 oder 228?

So viele Tage sind es noch, bis wir die erste IUI machen. Da unsere Ärztin im Januar ein paar Tage Urlaub nimmt und mein Eisprung natürlich genau in diese fünf Tage fällt, bleiben nun entweder Anfang Dezember, oder Anfang Februar als Startdatum.

Ich würde mich natürlich über Dezember freuen, S. tendiert natürlich eher zu Februar. Was daher kommt, dass sie grundsätzlich dazu tendiert erst 30 zu werden (Das ist so eine verrückte Idee von ihr, das Leben in Jahresabschnitte zu unterteilen, in denen dann x oder y passieren darf) 😉 Sie guckt verliebt nach Babys und freut sich auch schon sehr auf unseres, ist aufgeregt und lächelt über mein seeliges Lächeln, wenn ich von unserem Nachwuchs träume, aber… Aber wenn es um die Frage geht 167 oder 228, dann werden es bestimmt 228 Tage. Ach, ich traue mich gar nicht es nochmal anzusprechen.

So, darüber hinaus. Die Arbeit nimmt Formen an. Obwohl ich völlig fertig bin mit den Nerven. Ich kann nicht mehr richtig denken, bin völlig verwirrt und habe beschlossen einfach  mal ein ganzes Wochenende die Abschlussarbeit Abschlussarbeit sein zu lassen. Furchtbar mutig finde ich das. Selbstfürsorge ist ja etwas das mir schwer fällt, aber es nützt ja auch  nichts, wenn ich nur noch Quark zusammenschreiben und dann alles nochmal neu machen muss.

Also ist der Plan: Leben genießen. Wenigstens für zwei Tage.

Hochzeits- Countdown/Rednerin/Planungsupdate

Countdown

Heute sind es also nur noch zwei Monate bis zur Hochzeit. Ich kann es kaum glauben und muss sagen, die Aufregung steigt doch enorm, je näher der Tag rückt. Konnte ich mir am Anfang überhaupt nicht vorstellen, dass der Tag überhaupt jemals rankommen wird, erscheint es jetzt seltsam sureal.

Hochzeitsrednerin

Wie versprochen ein kleiner Einblick in den Termin mit der Hochzeitsrednerin an Pfingsten.

Nachdem wir schon vor einigen Wochen, ach was sage ich Monaten, den ersten Termin mit ihr hatten, war sie jetzt für einen intensiven Gesprächstermin bei uns zuhause. Wir haben hübsch Kaffee gekocht, eine Wassermelone aufgeschnitten, ein bisschen Ordnung gemacht und in der Hauptsache mächtig aufgeregt gewartet. Als sie dann kam, saßen wir, irgendwie zwischen Wohlfühlfaktor und Nervosität festgequetsch, auf dem Balkon und kamen gleich gut ins Gespräch. Dazu muss ich sagen, dass die Hochzeitsrednerin wirklich außerordentlich sympathisch ist und man sich gleich aufgehoben fühlt, mit den teilweise doch schon sehr privaten Geschichten, die man so zum Besten gibt.

Zu Beginn des Gesprächs haben wir erst mal die organisatorischen Dinge festgemacht. Welches technische Equipment gibt es, wollen wir stehen oder sitzen. Wer wird in die Zeremonie integriert und so weiter und so fort. Außerdem wie soll die Feier übrhaupt ablaufen. Welche Rituale wollen wir durchführen. Ich freue mich schon so in zwei Monaten Fotos und Berichte zu schreiben. Aber noch muss sich geduldet werden 😉

Im Anschluss ging es dann ans Eingemachte. Zwei Stunden lang Beziehungsgeschichte. Da wurde wirklich nichts ausgelassen. Wann wir uns das erste mal gesehen haben. Wieso es knapp 20 Jahre gedauert hat, bis wir uns ineinander verliebt haben. Wie der erste Kuss war. Wer wen zuerst geküsst hat. Wie sich der erste Kuss angefühlt hat. Es war ein ganz bezauberndes Gefühl, das Jahre späern noch mal so Revue passieren zu lassen. Dann ging es weiter mit dem was uns als Paar ausmacht. Was wir gerne machen. Was für uns steht. Was wir genießen. Wie wir es genießen.

Also abgesehen davon, dass es dazu beitragen wird, dass uns die Hochzeitsrednerin besser kennenlernt und so eine intime Traumhochzeit für uns gestalten kann, kann ich eine so intensive Auseinandersetzung als Paar mit der Paargeschichte nur empfehlen. Seitdem schweben wir beziehungstechnisch mal wieder auf Wolken, die rosafarbenen Glitzer regnen. Es hat mir noch mal bewusst klar gemacht, wie viel Glück ich habe von solch einer großartigen Person geliebt zu werden. So, gennug der Schwärmerei. ❤

Zum Schluss gab es dann eine Fragerunde unter vier Augen, jeweils ohne die andere Braut. Da waren auch ein paar Klopperfragen dabei. Man denkt ja immer man weiß auf alles eine Spitzenantwort, aber wenn man so unvermittelt gefragt wird „Und was ist das faszinierendste an deiner Verlobten“ und man obendrein noch versucht so schlau, liebevoll, großartig und weiß ich nicht alles, zu antworten, da ist da im Kopf gähnende Leere, obwohl man gleichzeitig so viel zu sagen hätte. Nun ja, ich habe ja mal gelesen, dass die spontanen Aussagen am nächsten an der Wahrheit sind, also bin ich schon mächtig gespannt was S. so geantwortet hat 😉 Natürlich dürfen wir uns über die Fragen nicht austauschen, damit die Spannung erhalten bleibt und es am großen Tag, dann wirklich einzigartig werden kann.

Hochzeitsplanungsupdate

Das neu geschriebenen Ehegelübde habe ich ja bereits im letzten Eintrag erwähnt… Und ich bin immer noch ganz zufrieden. Nur das Vortragen vor allen, das macht mir Angst.

Der Ablauf der Hochzeit steht also nun soweit. Das letzte Update ist, dass aus der Hochzeit hoch 3 eine Hochzeit² geworden ist. Der Kaffee und Kuchen-Teil fällt aus. Dafür werden wir nach Standesamt und Hupen ein paar Stunden alleine verbringen. S. hat ein Überaschungskraftgerät in Planung in dem wir dann fahren werden. Und ich werde ein romantisches Überaschungs-Picknick planen mit allem drum und dran.

Dann werden wir zurück in den Garten düsen und die Dienstleister in Empfang nehmen. Wir haben uns ja überlegt den Gästen statt eines Gastgeschenkes zwei Cocktails auszugeben und dafür einen mobilen Cocktailshaker engagiert, der dann nachmittags seine Bar aufbaut. Außerdem wird noch Eis gebracht für die großen Wannen in die die Getränke kommen.

Ach ja und für nach dem ganzen Stress, habe ich uns noch für zwei Tage in ein wundervolles Hotel eingebucht. 😀

Hach, ich freu mich ja schon so.

Kurze Rückmeldung von der Bachelor-Front

Es ist sooo anstrengend. Ich weiß, ich mosere schon wieder, aber ich darf, weil ich auch super fleißig war 😉

Gespräch mit meinem Dozenten. Reaktion: Anerkennendes Augenbrauenziehen und Lippenschürzen. Aber auch ein, zwei Verbesserungsvorschläge. Bedeutet für mich, ich muss noch allerhand lesen. Und in der Ethnologie meint das so mindestens um die 500 Seiten. Nur für die zwei zusätzlichen Punkte. Ich schreie also laut yai, wie man sich vorstellen kann.

Am Dienstag habe ich einen Termin im Studisekretariat, da werde ich dann eeeendlich  meine Arbeit anmelden. Was sich total irre anfühlt und mich dazu bringt zu denken „Ach, ich würde sooo gerne noch weiter aufschieben“. Aber es bringt ja nichts. Ich hoffe bis dahin fällt mir noch ein sinnvoller Titel ein.

Ansonsten kommt bald (wahrscheinlich nach Dienstag- ich gebe mir Mühe) noch ein Bericht zu dem Termin, den wir mit der Hochzeitsrednerin hatten. Es war unglaublich wunderschön für uns und hat uns noch mal bewusst werden lassen, wie viel wir bereits gemeinsam erlebt haben, was uns ausmacht und und und. Furchtbar inspiriert habe ich im Anschluss mein Ehegelübde neu geschrieben und bin jetzt ein wenig zufriedener mit meinem Geschreibsel. Darüber hinaus musste ich feststellen, dass es nicht so leicht ist, für zwei Minuten das zusammenzufassen, was man an der anderen liebt& schätzt und das ganze auch noch halbwegs ansprechend aufzubereiten. Schließlich hören zig Leute zu. Und davon ist ca. die Hälfte die S.’s Familie und Freunde. Folglich kenne ich sie nicht so gut und sie mich nicht. Was das ganze, gepaart mit meinem Unvermögen vor vielen Menschen zu sprechen, noch erschweren dürfte. Hach, was wird das aufregend. ❤

Noch 62 Tage und 2 Stunden bis zum großen Tag 😉

Babywunsch aufschieben

S. und ich haben uns ja nach laaangem Hin- und Hergewälze von Möglichkeiten und besten Zeitpunkten auf Januar 2015 geeinigt. Ich musste mich sehr in Geduld üben (beinahe 2 Jahre) und habe mich so sehr gefreut, dass es bald nur noch ein halbes Jahr ist, bis wir endlich aktiv beginnen mit der Umsetzung. Jetzt ist es aber so, dass die Ärztin bei der wir die IUI durchführen lassen im Januar genau dann Urlaub macht, wenn ich meinen Eisprung habe (nach dem man seit einem knappen viertel Jahr die Uhr stellen kann *yai*) und somit erst der Februar klappt.

Ich bin mir im Klaren darüber, dass es nur ein Monat ist, den ich dann aller Voraussicht noch länger warten muss, aber ich mag nicht mehr warten. Ich warte schon soo lange. Und wer weiß ob es bei den ersten Versuchen überhaupt klappt 😦

Morgens um 6 in Deutschland

Ich bin wach. Um sechs Uhr. Nachdem ich diese Nacht so ziemlich jede Stund einmal wach gelegen habe und heute eigentlich einen späteren Dienst habe. Seltsamerweise fühle ich mich nicht besonders zerquetscht und deshalb gibt es auch keinen Grund zu mosern 🙂

Ob es an der Challenge liegt, die ich mir selbst auferlegt habe? Mein neues Ziel auf der Arbeit ist es nämlich  mich von nichts mehr auf die Palme bringen zu lassen und daran zu denken, dass ich dort nur vorübergehend beschäftigt bin. In etwas mehr als einem Jahr bin ich da sowieso weg, weil der Vertrag nur einmal verlängert werden kann und spätestens dann ja auch der Mutterschutz greifen sollte (wie immer: falls alles klappt). Folglich lohnt es sich nicht, sich von Kollege X drei Tage die Woche das Leben zur Hölle machen zu lassen. Mein Mantra also: Es ist mir egal. Und ich kümmere mich einzig um mein Projekt. So!

Und geübt habe ich die neue Einstellung à la „Radikale Akzeptanz“ heute morgen auch schon: Weil der Joghurt leer ist und es so auch kein geliebtes Frühstücksmüsli geben kann (das ist schon ein Fall von besonderer Härte- man bedenke heute ist Montag!),  gibt es zum Frühstück einfach ein bisschen (hier folgt die Alternative zur Aufregung!) Bachelor-Literatur. Hach, was bin ich fleißig 😉

Wenn ich es mir recht überlege auch noch ziemlich matschig in der Kopfgegend, aber nach einem halben Liter Kaffee wird sich das schon geben. Ich will dringend noch vor der Hochzeit fertig werden. Und die mündliche Prüfung kommt ja auch noch. Aber besser ein Schritt nach dem Anderen.

Ich starte jetzt erst mal langsam und fleißig in den Tag.

Hochzeitsupdates folgen dann in Kürze. Nur eins vorab. Die Odysee hat ein Ende: Ich habe endlich Hochzeitsschuhe. 😀