Monat: September 2014

Ein Mann wäre mir lieber, oder meine gestrige Gute-Nacht-Geschichte

Ich stürze euch gleich mal, nach einem einführenden Vorab, ungeschönt in die gestrige Geschichte. Weil das Leben ja die schönsten schreibt.

Vorab: Der Mensch der mich gezeugt hat, hat sich nie gekümmert. War mal da. Dann wieder nicht. Nach einem Urlaub vor 15 Jahren, hat er meine Geschwister und mich alleine (damals waren wir 12, 10, 5 Jahre alt) am Flughafen abgesetzt und (es müssen ca. 11 Flugstunden gewesen sein) wieder nach Hause geschickt. Er ist am Urlaubsort geblieben. Und ward (fast) nie wieder gesehen.  Dort gab es wohl und gibt es noch eine neue Familie. Neue Kinder. Neue Frau. Kontakt haben wir seitdem (ähm, gibt es ein Wort für: viel weniger als sporadisch, aber irgendwie auch nicht nie?) ca. einmal im Jahr. Da gratuliert er dann im Juli, wenn der Geburtstag im Februar war. Oder schreibt eine E-Mail in der drin steht, „Hallo und Grüße“ Oder weil er ein paar Hundert Euro braucht für irgendwas. Sei’s drum.

Einmal, da habe ich ihn in seiner neuen, alten Heimat besucht. Und ihm gesagt: Du Papa, ich bin in ein Mädchen verliebt. Seine Antwort: Das ist sicher nur eine Phase. Und überhaupt ist jeder Mensch von Grund auf bisexuell, man muss sich eben entscheiden.

Ich habe mich dann später noch mal versucht zu entscheiden. Klappte eher nicht so gut. (Komisch eigentlich.) Und irgendwie habe ich dann irgendwann auch nicht mehr eingesehen, warum ich mich nicht für das „entscheiden kann“ was mir gut tut.

Die gestrige Geschichte trug sich folgendermaßen zu: Der Erzeuger rief die kleine Lieblingsschwester an. (Nachdem erst ich und dann mein Bruder, dem Erzeuger mal die Meinung gesagt haben, versucht er sein Glück jetzt wieder bei ihr. Ist wie Ringelpietz!) Die erzählte stolz, dass ihr große Schwetser geheiratet hat. Eine Frau. Seine Reaktion. Spektakular! Reflektiert. Einfach nur groß.

Ach, das habe er befürchtet. Und überhaupt hätte er sich gewünscht, dass es ein Mann sei.

Nachdem die Lieblingsschwester dann ihren Standpunkt deutlich gemacht hat. Folgte noch, dass er nichts dagegen hat und die Hauptsache ist, dass ich glücklich bin. Kam aber nicht umhin, seine Theorie zu Bi- und Homosexualität noch mal grundlegend zu erläutern.

Ist er nicht herzig?

Weltenbummlerinnen

Bald geht das große Flittern los. Und ich kann nur sagen, ich habe mich selten so auf eine Auszeit gefreut. Ich brauche diesen Urlaub. Wir brauchen diesen Urlaub. SO unglaublich dringend. Nachdem wir jetzt ein Jahr lang durchgearbeitet und studiert haben, ist es sowas von Zeit mit einem Rucksack auf dem Rücken etwas ganz anderes zu sehen. Zu riechen. Und zu schmecken.

Ich meine ich hätte es schon erwähnt. Es geht nach Thailand. Geplant sind, von drei Wochen Urlaub, nur die ersten drei und die letzten vier Tage. Den Rest der Zeit werden wi uns wohl einfach treiben lassen. Menschen und Land kennenlernen und vorallem Ruhe. Man könnte meinen ich hätte mittlerweile die 60 überschritten 🙂 Aber ich freue mich so sehr darauf die Akkus wieder aufzuladen, Zeit mit meiner Frau zu verbringen, keinen Zeitdruck zu haben und mal ein bisschen näher zu mir selbst zu kommen. (Insgeheim hoffe ich auf einen emotionalen Gedankenblitz, der mir den Weg für die nächsten Schritte weist 😉 )

Zur Route:

Wir werden in Bangkok ankommen und dann für drei Übernachtungen in einem Hotel bleiben um von dort aus die Stadt zu erkunden. Ich bin schon so gespannt, vorallem deshalb weil ich jetzt schon des öfteren gehört habe, dass man sich das Gefühl in einer so vielfältigen Metropole so gar nicht vorstellen kann, solange man es nicht selbst erlebt hat.

Neben dem obligatorischen Besuch einiger Tempel, wollen wir- auch mal ganz Touri- auf jeden Fall einmal, hoch über allen anderen Dächern auf einem Roof-Top, einen Cocktail schlürfen (diese Empfehlung erreichte uns gestern von einem älteren Ehepaar) und ansonsten werden wir die Tage frei nach dem Urlaubsmotto „treiben lassen“ gestalten.

Falls allerdings jemand Tipps hat, freue ich mich sehr. Ich bin grundsätzlich eher an den kleinen faszinierenden Momenten, dem Atem der Stadt, den unscheinbaren Wow-Momenten interessiert und brauche es nicht unbedingt übermäßig exklusiv, im Sinne von teuer und schickimicki 🙂

Nach den drei bzw. vier Tagen buntem Treiben geht es mit dem Abenteuer erst richtig los. Je nachdem wie sich das Wertter gestaltet, wir fliegen in der Regenzeit, werden wir in Richtung Krabi unterwegs sein. Eigentlich war Koh Samui anvisiert, aber dort soll das Wetter im September wirklich teilweise sehr ungemütlich sein. Schlussendlich ist es uns aber sowieso gleich, weil wir nicht davon ausgehen müssen, dass es 24/7 regnen wird. Und selbst wenn. Sei’s drum. Regengeplätscher kann ich gut ertragen, solange es sonst ruhig ist 😀

Die letzten Tage verbringen wir dann in Yao Noi in einem grandios grandiosen SpaHotel, damit wir zum Abschluss noch mal so richtig entspannen können und verwöhnt werden. Das sind dann die eigentlichen super Flittertage ❤

Im Anschluss an die bestimmt spektakuläre Reise gibt es dann sicherlich einen ausführlichen Reisebericht und massenhaft Foto’s zum neidisch werden 🙂

mündliche Prüfung? FAIL!

Ich sitze also gestern, super nervös und aufgeregt, in der Bahn Richtung meiner mündlichen Abschlussprüfung. Auf die ich mich zwölf Tage lang (MINUS eine Woche schlimm krank mit Virusinfektion) mit insgesamt nahezu 20 Büchern und Texten zu zwei unterschiedlichen Modulen vorbereitet habe. PLUS die Vorstellung der eigentlichen Bachelorarbeit. Denn bei uns wird anders als anderswo nicht nur die eigene Bachelorarbeit verteidigt. Warum auch? 😕

Jedenfalls bin ich mit Verzögerung immer noch eine Stunde zu früh (man ist ja vorbereitet) angekommen und habe gehofft meine Aufregung irgendwo in den Sonnenstrahlen verdunsten lassen zu können. Nachdem das nicht geglückt ist, bin ich dann pünktlich rein und nach ein paar Minuten waren dann beide Prüfer da. Plötzlich fing irgendwie das Wuseln an. Mein betreuunder Dozent war auf der Suche nach irgendeinem Formular. Fragte mich dann hektisch, ob ich die mündliche Prüfung angemeldet habe. Ich: keine Ahnung. Ich wusste nicht, dass ich mich seperat noch für die mündliche anmelden muss. Er: Kein Problem, habe vergessen sie drauf hinzuweisen. Da rufe ich kurz beim Prüfungsamt an. Sind ja alle da. Wir hier, sie hier. Prüfungsamt da.

Ruft also an und raus kommt: Erst mal kein Problem, dass ich nicht explizit den Tag angemeldet habe. Weil: Prüfer da. Ich da. Prüfungsamt besetzt. Prüft die Unterlagen und ruft in ein paar Minuten zurück.

Ich bin groß angegrinst worden. Habe mich innerlich noch mal mit meiner Prüfung beschäftigt. War ein wenig entspannter, weil, sollte ja gleich los gehen. Alle schwätzen lustiges Zeug. Ich trinke einen Schluck Wasser. Da klinget das Telefon erneut.

Ich höre natürlich nichts außer meinem Dozenten, der sowas in’s Telefon nuschelt wie: Mh, ja… nee… doch, doch bestanden hat sie bestimmt. Also ich gehe von mindestens bestanden aus. Also was heißt, ‚ich gehe davon aus‘?! Sie hat mindestens mit vier bestanden. Hm… ach, so… Mir ist in der Zwischenzeit das Herz in die Hose gerutsch. Schließlich saß ich ja die ganze Zeit mit im Büro. (Ja sein kleines miefig, piefiges Büro ist der Ort des Geschehens- dort wird mir die Prüfung abgenommen!) Weiter ging es dann mit: Ach ja… hmm, nee der ist im Urlaub… Bis Mitte September. Hm.. ja, verstehe, ja dann fällt die Prüfung wohl aus!

Ich dachte mein Schwein pfeift. Oder nein, wenn ich es mir recht überlegt habe, dann habe ich mir gar nichts gedacht. Ehrlich gesagt habe ich mich zusammenreißen müssen, dass ich mir das hysterische Lachen, dass sich innerlich angebahnt hat, nicht anmerken lasse. Wir haben dann noch schwupps, einen neuen Termin ausgemacht und zack war ich schon fast  wieder raus. Fast, weil ich noch erklärt bekam, dass mein Zweitkorrektor (das war der, der bis Mitte September im Urlaub irgendwelche Berge hochkraxelt) noch keine Note eingetragen hat. Und aus dem Telefongespräch konnte ich ja folgern, dass mein betreuunder Dozent das ebenfalls nicht getan hat! Also HALLO was ist denn da los? 😡 Als er dann noch anfing meine Bachelorarbeit aus einem Stapel anderer Arbeiten herauszufischen und mal drin rumzublättern, war dann auch klar, dass kein einziger Kommentar drinstand. Und ich bin mir relativ sicher, dass er noch nicht einmal reingeschaut hat. Schlimm genug könnte man denken, aber dazu kommt noch: der neue Termin findet dann leider ohne meinen Wunschzweitprüfer statt. Der ist dann nämlich Dozent an einer anderen Uni. Und darüber hinaus ist der neue Termin auch erst Mitte Oktober. Also nach den Flitterwochen.

Die ein oder andere Leserin, der ein oder andere Leser hat sich vielleicht das selbe gedacht wie ich: Ach was wäre das schön gewesen, nach dem ganzen Stress, einfach mal sorgenfrei und als backfrische Bachelorette drei Wochen lang an nichts denken müssen.

Ich halte eigentlich nicht viel von ollen Redewendungen, aber hier passt es: Ein Satz mit X, das war wohl (schon wieder*) nichts.

 

 

*Man möge mir den latent depressiven Unterton verzeihen. Und das Belangen einer neuen Redewendung: Genug ist genug!

Vom Eisprung über Babywunsch und Babyplanung zum Impfen

Vom Eisprung…

Mittlerweile habe ich ja glücklicherweise einen Zyklus nach dem ich die Uhr stellen kann. Nachdem das erste Drittel des Jahres noch schrecklich chaotisch verlief- also zyklustechnisch, gibt es nun wirklich keinen Grund mehr zu meckern. Das bedeutet auch, dass das Datum schon ziemlich absehebar wäre. Und zwar für beide, die Dezember- und die Januar- Variante. Drei Mal dürft ihr raten, welche mir lieber wäre 🙂

…über den Babywunsch

Und wie so oft bin ich fasziniert davon, wie sehr der kaum aushaltbare Wunsch mit meinem Eisprung zusammenfällt. Wie dem auch sei, zu dieser Zeit bin ich kaum vom PC wegzuschleifen, weil ich mich nicht bremsen kann und alles rund ums Baby googeln muss. Geburtsberichte (ja ich weiß, dass ich noch nicht mal schwanger bin), Geburtshäuser (der größte Horror wäre für mich persönlich eine nicht selbstbestimmte Geburt im KH) und Mittelchen, die die Einnistung begünstigen können.Völlig irrational und verrückt, aber irgendwie schon Teil meines Eisprungs. Ist fast so sicher wie die Ovulationstests, die ich zur Sicherheit verwende 😉

Beim morgendlichen recherchieren bin ich bspw. über folgendes Mittelchen gestolpert: Bryophyllum Comp. Es soll dazu beitragen, dass die Gebärmutterschleimhaut sich ab der zweiten Zyklushälfte besser aufbaut und damit die Einnistung begünstigen.Und auch sonst gibt es ja allerhand Mittelchen und Tee’s, die helfen, aufbauen, unterstützen, beruhigen und was weiß ich nicht alles, sollen. Ich bin mir nicht sicher, ob man, wenn man auf eigenen Faust einfach dies und das einnimmt, trinkt, schluckt, zergehen lässt, am Ende mehr Schaden als Nutzen davon hat. Oder ob einzeln genommen und früh genug angefangen, der eine oder ander Tee, das eine oder andere Tröpfchen, nicht doch unterstützen kann. Fragen über Fragen.

Wenn ihr Erfahrungen oder Anregungen dazu habt, immer her damit. Ich freue mich sehr.

… und Babyplanung…

Sonst habe ich mich entschieden nach den Flitterwochen, wir werden Anfang Oktober wieder hier sein, mit Folsäure zu beginnen. Und bereits jetzt, also nach der mündlichen Prüfung morgen (PANIK!) einen Termin für den Notartermin und die nötigen Gesundheitstest zu machen, damit wir dann gleich im Oktober starten können und nicht noch ewig auf einen Termin warten müssen. Darüber hinaus habe ich mich entschieden mal nach meiner Schilddrüse gucken zu lassen. Und einen Termin bei der Gynäkologin zu machen, die dann auch die IUI durchführt, weil ich aktuell keine Gyn habe.

…zum Impfen

Darüber hinaus fällt mir immer in der Zyklusmitte ein „Mist, du bist immer noch nicht gegen die Röteln geimpft!“ Und es wird Zeit! Dringlichst!

Ich bin absolut überhaupt nicht der Fan von Impfungen, sehe die Wichtigkeit der Impfungen die unbedingt sein müssen, aber natürlich ein. Schließlich bin ich ja nicht fahrlässig. Nur nicht sonderlich postitiv der Pharmaindustrie gegenüber eingestellt. Ich frage mich zum Beispiel in Bezug auf die Rötelnimpfung (und ja, dagegen möchte ich mich impfen lassen) wieso ich gezwungen werde gleichzeitig auch noch Masern und Mumps impfen zu lassen?! Das leuchtet mir irgendwie nicht ein. Wieso ich das nicht frei entscheiden darf. Und nicht frei entscheiden zu dürfen, macht mir grundsätzlich ein blödes Gefühl. Zumal ich gegen die Masern imun sein dürfte, die hatte ich  nämlich in ziemlich ausgeprägter Form als junger Hüpfer 😀 Ich denke das ist der Grund, warum es mich so davor graust. Ich werde wohl mal ärztlichen Rat einholen müssen. Aber, da ich ja ziemlich genervt von meiner ehemaligen Hausärztin bin, werde ich wohl warten müssen bis mein aktueller Hausarzt aus den Ferien zurückkommt, weil es mich doch schon sehr interessieren würde, ob es die Möglichkeit gibt, den Rötelnimpfstoff seperat, also als Einfachimpfstoff, zu bestellen. Ich meine ich hätte mal in einem Artikel gelesen, dass das Einzelpräparat in der Schweiz oder in Österreich zu haben ist. Nur ob mein, doch sehr pro-Impfen eingestellter Arzt Lust hat sich für mich damit zu beschäftigen, das ist mehr als fraglich. 😉

 

Und zum Schlus noch eine leise, aber gute Nachricht:

Seit 7 Tagen und 15 Stunden bin ich rauchfrei. Was soll man dazu sagen? Ich bin schon ein bisschen stolz. 😀