Monat: Oktober 2014

Ich bin eine Bachelorette!

Ich habe gelernt, man darf nach vollendeter Arbeit auch mal stolz auf seine eigens erbrachte Leistung sein.

Ich verkünde also voller Stolz: Ich habe meinen Bachelor geschafft. Sowohl schriftlich als auch mündlich hat sich der Verlust etlicher Nerven letztendlich gelohnt. Ich bin sehr zufrieden und kann es noch gar nicht so recht glauben. Ich trinke also. Auf mich und meinen ersten akademischen Abschluss. 😀

Studieren mit Kind? (Wie) Geht denn das?

Bei mir hat das Semester begonnen und ich bin schon schwer im Stress, aber das soll nicht Thema dieses Eintrags werden 🙂

Es soll um Studentinnen gehen, die Mütter sind und ihre Baby’s mit zum Studieren nehmen. Ein solches Exemplar habe ich in meiner „Studiengruppe“. Ihr Baby ist 5 Wochen alt und sie bringt es mit in Veranstaltungen. Schön im Tragetuch. Setzt sie sich konsequent in die letzte Reihe. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass sie da einfach gerne sitzt, aber mein Gefühl ist eher, zumindest in erster Linie, dass sie versucht niemanden zu stören oder abzulenken… keine Ahnung. Jedenfalls hat ihr Säugling ein paar Mal gegluckst (wirklich sehr leise), sie wurde daraufhin recht unruhig und es war ihr sichtlich unangenehm. Nach ein bisschen „schuschu“ war dann auch erst mal wieder Ruhe. Nach ein paar  Minuten (ich habe nicht auf die Uhr gesehen) hat das Baby dann etwas lauter gemeckert, aber ebenfalls nur super kurz. Eigentlich war es nur ein einzelnes Geräusch. Darauf ist besagte Studentin aufgestanden, hat alles zusammengepackt und ist aus der Veranstaltung verschwunden. Mit hochrotem Kopf. Sie kann natürlich auch nur sehr schüchtern gewesen sein, oderoderoder. Aber ich hatte eben eher das Gefühl, dass es ihr „peinlich“ unangenehm war, dass ihr Baby „gestört“ hat…

Die ganze Situation hat mich irgendwie dazu gebracht über die Situation Mama und Studentin mit Baby an der Hochschule noch mal nachzudenken. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass ich super entspannt mit unserem Baby an die FH stiefeln werde, ohne genauer darüber nachzudenken, dass es ja durchaus sein kann, dass das Baby mal einen Pieps von sich gibt (okay, das ist ein bisschen überspitzt dargestellt). Aber wie reagiert man darauf, wenn das Baby eben nicht mucksmäuschenstill im Tragetuch liegt? Wann ist es Zeit eine Veranstaltung zu verlassen? Spricht man da vorher was an?

Das war jetzt so meine spontane Idee. Kurz mit den Dozent_innen sprechen und irgendwas ausmachen. Keine Ahnung, Blickkontakt, wenn es zu sehr stört oder so. Wobei, ob man sich dann darauf verlassen kann und/oder sich nicht doch seltsam fühlt, wenn man dann von den Dozent_innen rausgeschickt wird. Oder sollte man Blicke etc. einfach ignorieren? Und wenn ja, schafft man das dann in der Praxis? Gar nicht so einfach, das.

Ich persönlich störe mich ja nicht daran. Eher im Gegenteil. Ich empfand es als super großartig, dass die Studentin „so früh“/ und überhaupt (zurück) an die FH/Uni geht und ihr Baby mitbringt. An meiner alten Uni habe ich nur ganz vereinzelt mal eine Studentin oder einen Studenten mit Kind gesehen und das auch nur auf dem Campus- nie in einer Veranstaltung. Aber gut, ich bin da vielleicht nicht ganz objektiv, weil enormer Kinderwunsch und das als Studentin 🙂

Aber, ich habe auch von den Kommolitoninnen gehört, dass im Studium doch eine gute Zeit wäre um Kinder zu bekommen. Wären da nicht noch der lange Fahrtweg. Der Nebenjob. Der Hasuhalt. Undsoweiterundsofort. Stimmt ja auch alles, aber das wird doch auch später nicht weniger, oder sehe ich das falsch? Also ich meine, wenn ich fest arbeite, dann habe ich doch wahrscheinlich auch wieder eine mind. 30-40 Stundenwoche (also je nach Lebensmodell und Wunsch) und der Haushalt bleibt Haushalt, halt mit einer Person mehr und aller Voraussicht nach leben und arbeiten auch später die meisten nicht am gleichen Ort.

Und auf der anderen Seite haben die vier Mama’s in der Gruppe ihre Verwunderung zum Ausdruck gebracht, dass im besten Mama-alter (sie meinten irgendwas zwischen 25 und 30 Jahren- weil recht viele Studierende bei uns in dieser Altersgruppe sind ) kaum eine von uns Kinder hat. Also ein klares pro Kind im Studium und sogar eher Verwunderung, wenn keins da ist.

Wie dem auch sei, ich komme vom Thema ab. Für mich ist es auf jeden Fall eine super wichtige Frage, da ich einen langen Fahrtweg in die FH habe und es nicht so dolle finden würde, wenn ich beim ersten Pieps meines Kindes wieder zurückfahren müsste. Was aber natürlich im Umkehrschluss nicht bedeuten soll, dass ich, falls das Baby wirklich weint etc. nicht auch kurz rausgehen würde, um die Veranstaltung nicht zustören. Ach ich weiß nicht, stören denn Kinder? Oder liegt es daran, dass Studierende mit Kind einfach noch nicht zum Alltagsbild an Uni’s/FH’s gehören?  Oder muss ich mir echt überlegen nur in Veranstaltungen zu gehen, für die ich eine Kinderbetreuung habe? Was wiederrum bedeuten würde mindestens ein Jahr mit dem Studieren zu pausieren. Weil ich mir schwer vorstellen kann unser Baby früher schon ganztags wegzugeben. Das Pausieren seinerseits, kommt aber auch so gar nicht in Frage, ich will nämlich fertig werden. 😉

Was denkt Ihr? Und wenn ihr schon Kinder habt, wie macht ihr das? Baby’s in Veranstaltungen? Oder lieber nicht? Und wenn ja, wie lange? 😉

Hochzeitsbericht II

Hier folgt also nun der zweite Teil der Hochzeitsberichtsreihe.

Der Hochzeitstag

So schlecht geschlafen. Und trotz der paradiesischen Weckerzeit von sechs, bin ich ab halb fünf schon wach. Wer braucht schon Schlaf. Bis fünf halte ich es im Bett aus. Dann muss ich duschen. Die Haare, gestern schon geglättet, verstecke ich unter einem Handtuch. Als ich zurück ins Zimmer komme, erwartet mich eine Überraschung. Auf dem Kissen liegt eine Schatulle. In der Schatulle sind kleine, wunderschöne Ohrringe. Ginkoblätter aus echtem Gold. Meine Schwester ist die Beste und ich liebe Blätter. Das erste Mal weinen an diesem Tag.

Chaos liegt uns irgendwie in den Genen und in der Übernachtungstasche meiner Schwester fehlt so einiges. Da die Zeit knapp bemessen sein wird später, fahren wir jetzt, es ist ca. sechs, zu meiner Schwester nach Hause. Und ich komme, total unter Zeitdruck, das erste Mal seitdem ich meinen Führerschein habe, in eine Polizeikontrolle. Das fehlte noch. Schwesterchen stellt beim Polizisten gleich mal fest, dass wir keine Zeit haben, weil sie (das bin ich) heute heiratet. Wahnsinn, das ist heute! Wahnsinn, das bin ich.

Zurück im Hotel bastel ich weiter am Hochzeitsbuch, während die andere Hälfte duscht, glättet und anzieht. Auschecken und zum nächsten TOP. Schminken. Der Termin ist um neun. Die standesamtliche Trauung um elf. Bei zwanzigminütigem Fahrtweg, ungemachten Haaren und ohne Kleid am Körper, kann man sich ausrechnen, dass wir ein wenig unter Zeitdruck standen. Die Kosmetiktrulla kommt in aller Seelenruhe angeschlurft und schminkt dann auch in aller Seelenruhe. Scheint eine allgemeine Lebenseinstellung zu sein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bis zur Trauung sind es aber nun nur noch knappe 50 Minute, bei 20 minütigem Fahrtweg nach Hause und ich gerate in absolute Panik. Die Freundin, die die Haare macht, ist angerufen, der Bruder auf dem Weg. Das Kleid hängt noch bei Mama und wird, zusammen mit dem Bruder, dort eingesammelt.

Zurück zur eigenen Wohnung, S. ist schon ausgeflogen, hüpfe ich schnell ins Kleid und binde die Schuhe zu. Plötzlich brummt es in der Wohnung wie in einem Bienenstock. Sechs Personen und an jedem muss noch gezupft und optimiert werden. Strumpfhosen wollen angezogen und Krawatten gebunden werden. Mein Bruder sieht überragend aus und ich weine zum zweiten Mal heute. Meine Haare sind jetzt fertig und die Noch-Verlobte ruft an um mich an meinem Ausweis zu erinnern. Mit dem Kleid ins Auto. Nicht so einfach wie ich es erwartet habe. Der Rock türmt sich zum Baiserhäubchen und ich bin so nervös wie nie in meinem Leben. Das Bruderherz versucht mich zu beruhigen, ist aber auch mächtig nervös, schließlich ist er es, der mich in den Standesamtraum reinbringt und mit einer blassen, hyperventilierenden Braut am Arm, macht das keinen so guten Eindruck 😉

Bevor es losgeht, sollen alle Gäste Platz genommen haben, so dass der kleine 1,90 große Bruder und ich im Untergeschoss warten, wo wir zwei auch prompt für das Brautpaar gehalten werden. Lustig. Der Bruder muss noch mal auf’s Klo und so stehe ich plötzlich alleine im Flur. Und mir wird bewusst, noch bewusster als sowieso schon. Gleich ist es soweit. Gleich ändert sich mein Nachname. Gleich ist es amtlich. Mein Bruder kommt zurück. Ich fragen ihn nach meinem Ausweis, den er für mich verwahrt und stelle fest: Das ist mein Führerschein. In der Eile falsch gegriffen. Panik kommt auf. Geht das auch? Reicht das aus? Der Brautbezwinger macht sich noch mal auf den Weg nach oben und erfragt ob, das als Dokument ausreicht. Reicht es. Gar nichts hätte auch gereicht. Jetzt geht es los. Wir laufen nach oben. Ich am Arm meines Bruders. Und ich bin so aufgeregt. Was S. wohl anhat? Was sie wohl von meinem Kleid hält?

Genervt vom (nicht-) Impfen

Achtung: Meckerpost!

Boah, bin ich genervt. Vor den Flitterwochen wollte ich mich nicht impfen lassen, weil ich das Risiko nicht eingehen wollte, schlecht auf die Impfung zu reagieren und dann im Flugzeug in den Seilen zu hängen. Also habe ich mir vorgenommen gleich nach dem Urlaub zum Onkel Doc zu gehen.

Nach einem kurzen Telefonat mit einer sehr netten Sprechstundenhilfe habe ich erfahren, dass ich ohne Termin vorbeikommen kann und auch gleich drankomme werde. Also bin ich gestern gleich vor der Arbeit hin, Impfausweis abgegeben und kurz gewartet… bis ich gerufen und mir mitgeteilt wurde, dass sich, weil ich in der Praxis noch nie geimpft wurde, der Arzt erst mal meinem Ausweis genauer anschauen will, damit ich nicht doppelt geimpft werde. Ich habe dann erwidert, dass ich seit 1994 gegen gar nichts geimpft wurde und somit sicher nichts doppelt geimpft werden kann. Zumal ich gegen Röteln noch niemals geimpft wurde. Aber es half alles nichts. Der Impfausweis musste da bleiben und ich durfte gehen. Und jetzt bin ich genervt davon. Dass ich so im Stress bin. Dass das mit der Impfung erst nächste Woche klappt. Dass dann bis zum Eisprung im Dezember keine 12 Wochen mehr sind und wir in Folge dessen wohl erst im Januar anfangen können. Und ich ärgere mich außerdem, dass ständig irgendwas dazwischen kam. Und nichts einfach mal laufen kann. Hach!

Hochzeitsbericht Teil I

Nachdem ich stundenlang am Hochzeitsbericht gesessen habe und feststellen musste, dass er einfach ewig lang geworden ist und ich mich gleichzeitig aber von keinem Wort trennen kann, ist die Entscheidung getrofffen. Es wird ein Mehrteiler 😀

Da steigt die Spannung und darüber hinaus, kann man es auch niemandem zumuten soviel Text auf einmal zu lesen 😉

Hochzeitsbericht Teil I

Drei Tage & Zwei Tage vorm großen Tag.

Es regnet. Mäßig, aber beständig. Das Zelt ist im Garten aufgebaut. Die Lieferungen mit Bierzeltgarnituren sind angekommen. Die Getränke sind in den Garten geschleppt und untergebracht. Die Kühltruhe steht im Trockenen. Wir haben fast alles alleine gemacht. Wie auch schon am Umzug. Es hat uns Schweiß und ein paar ruppige Worte gekostet. Aber nun sind wir stolz. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Den restlichen Tag habe ich in der Küche verbracht. Hochzeitskuchenweckgläschen. 16 Zitronen gewaschen, gerratscht und ausgequetscht. Es duftet herrlich in unserer Wohnung. Glasur angerührt, Zitronenschalen karamelisiert. Fertig.

Knoblauchbutter und Tomatenbutter vorbereitet, abgeschmeckt und in den Kühlschrank gestopft. Im Anschluss Blätterteig mit Käse bestreut, als Snack zum Sektempfang. S. holt die Hussen und den Dekokrempel in einer Stadt 30 km entfernt von zuhause und fährt alles in den Garten. Und, es regnet immer noch.

Der Tag davor.

Es regnet. Nicht dieser süße Nieselregen. Nein, es sind Sturzbäche, die sich da von oben nach unten ihren Weg bahnen. Eigentlich regnet es auch von unten nach oben. S. sitzt im Auto neben mir und ist den Tränen nahe. So hat sie sich das nicht vorgestellt. Ich bin eigentlich auf dem Weg zum Augenbrauen zupfen. Aber jetzt heißt es erst mal den Land unter Zustand zu retten. Im Auto regnet es mittlerweile auch. Aus den Augen meiner Verlobten. Ich verspreche alles zu retten. Und ihr eine schöne, unvergessliche Hochzeit zu schenken. Hüpfe aus dem Auto. In der Zwischenzeit telefoniert sie mit dem Herrn Schwiegerpapa und erfragt einen Raum in unserem Wohnort als Alternative zum unterwasserstehenden Garten. Nicht perfekt, aber immerhin trocken und warm. Im Auto hört es derweil nicht auf zu regnen. Auf neue Situationen und spontane Alternativpläne kann S. sich in der Regel eher schlecht einstellen. Und SO war das alles eben überhaupt nicht geplant. 🙂

Ich persönlich bin einfach nur froh, dass der Tag nicht ins Wasser fällt. Freunde werden zusammengetrommelt. Denn all das, was wir mit Schweiß und ruppigen Worten geschafft haben, muss nun in den Raum gebracht werden, den wir 24 Stunden vor der Hochzeit aufgetrieben haben. Dafür werden wir unter Hochdruck, mit bis zu 22 Händen und in knapp acht Stunden einen kahlen Funktionsraum in einen verwandeln, der uns und unsere Liebe wiederspiegelt.

Tische gerückt, Wände abgehangen, DJ-Tisch aufgestellt, Treppe dekoriert, Lichterketten untergebracht. Tische be- und eingedeckt. Platzteller. Selbst dekorierte Weckgläser für die Blumendeko aufgestellt. Blumen geholt. Die Vasen befüllt, Blumen verteilt. Schleifchen gebunden. Getränke geschleppt. Kühlschränke befüllt. Nageltermin vergessen. Stehtische positioniert, Gläser ausgepackt, Sekt kaltgestellt. Diskokugel unter Einsatz des Lebens aufgehängt. Diskolicht organisiert.

Nach Hause gedüst. Die Verlobte mit einer Pizza auf der Couch verabschiedet. Geschenke und Übernachtungsutensilien für sie heimlich unter den Arm geklemmt und zu einer Freundin gedüst. Haare machen. Also meine. Färben. Von Schwarz zu rot. Nebenbei ein wenig schnacken. Es ist spät geworden. Zehn Uhr. Ich bin seit 6:00 auf den Beinen. Hinterlege bei der Freundin noch einen Liebesbrief für S. und bin gespannt auf ihr Gesicht morgen.

Ins Nachbarhaus zu Mama um die weltbeste Schwester abzuholen. Gleich geht’s ins Hotel. Auf die alberne Tradition wollten wir nicht verzichten. 😀 Schwester braucht ewig, was mich dazu veranlasst zu Bridezilla zu mutieren. Ein Mal kurz gebrüllt. Es geht weiter. Mama packt uns noch eine Schwarzbier ein, als Schlummertrunk. Oma, Opa, Tante und Mama zum Abschied geknutscht. Ein letztes Mal als Unverheiratete. Seltsames Gefühl und so viel Aufregung in der Luft. Es ist elf.

Ab ins Auto. Rein ins Hotel. Zweckmäßig, aber es soll ja auch nur für eine Nacht sein. Ein zuhause habe ich ja schon. Zimmer gefunden. Rein in den Schlafanzug und ab auf’s Bett, die Geschenke und Spiele organisieren sich nicht von allein. Die Schwester hat uns Daim eingepackt. So süß. Und was macht mich das glücklich, habe ich doch schon seit Tagen nichts Ungesundes mehr zu mir genommen. Und ich liebe Daim. Mir fallen beinahe die Augen zu, aber das Hochzeitsbuch ist fast fertig. Ich glaube, es ist jetzt gegen eins. Aber die Augen sind zu schwer zum Uhrenlesen. Wecker auf sechs gestellt…

Geheimnis: Babyplanung!

Gestern kam die Folsäure an und meine Mutte war beim Auspacken des Päckchens zufällig dabei. Sie weiß so ungefähr welches Datum angepeilt ist, aber nichts genaues. Vor allem deshalb, weil wir uns vorgenommen haben vorerst niemandem zu erzählen, wann es genau losgeht und auch auf keinen Fall einen IUI-Termin zu nennen. Eine mögliche Schwangerschaft wollen wir auch erst verkünden, wenn einige Wochen der Schwangerschaft rum sind. Dass wir ein Baby planen, wusste sie aber wie gesagt schon. Nun kann sie sich aber sicher auch denken, dass es nicht mehr viel länger als drei Monate dauern wird, bis wir starten. Ich bin gespannt wie sie regieren wird, wenn es gelklappt hat und vorallem wie ich es schaffen soll das vor ihr zu verheimlichen, wenn mich ein Päckchen mit Folsäure schon so aufgeregt macht, dass ich beinahe alle Vorsätze über Bord werfe 😉 Ihr Kommentar war übringens einfach nur: Aha, Folsäure. 😀

Neben meiner Mutter die weiß, dass wir uns ein Kind wünschen und es auch konkret planen, wissen noch meine Oma, mein Bruder und zwei Freundinnen von mir und zwei von S., dass wir irgendwann eins haben möchten. Allerdings wissen sie nicht genau, dass wir schon ziemlich genau wissen wann es losgehen soll. 😛

Also ist es wirklich ein Geheimnis zwischen drei Menschen. Meiner Frau, meiner Schwester und mir. Mal sehen wie lange wir es schaffen, dass es so bleibt 😀

Zurück aus den Flitterwochen/ Masterthriller deluxe/ Startschuss für die aktive Babyplanung

Da bin ich wieder. Zurück aus den Flitterwochen. Und irgendwie auch nicht. Körperlich angekommen. Aber mein Gehirn scheint dank Zeitverschiebung und Schlafmangel noch nicht ganz hier zu sein. Und mein Geist ist, so glaube ich, gleich gar nicht mit ins Flugzeug gestiegen. Vom Flugzeug aus, konnte ich genau sehen wie er am Rollfeld stand, mir freundlich, mit einem hochgezogenem Mundwinkel zugelächelt hat, bevor er die Schultern gezuckt und sich umgedreht hat.

Spaß beiseite. Es war ein atemberaubender, echter Urlaub. Und ich habe jeden Moment genossen. Ein ausführlicher Bericht kann an dieser Stelle leider nicht folgen, aber ein paar kurze schriftliche Impressionen möchte ich euch nicht vorenthalten. Auf jeden Fall werden aber nach und nach Fotos und Gedanken ihren Weg in den Blog finden. Flitterwochen im Schnelldurchlauf.

Bangkok. Riesig. Atmenberaubend. Faszinierend. Das Essen, die Gerüche. Die Menschen. Der Puls der Stadt.

Koh Lanta. Die Insel. So schön. Die Strände. Das Wetter! Und wieder die Menschen. Rollerfahrend, das Land erkunden. Einfach mal die Zeit genommen da zu sein. Den Moment zu genießen, das Meer zu hören. Bei Regen den eigenen Gedanken zu lauschen und zu verweilen. In diesem ruhigen Moment. Und sich einfach mal spontan zu entscheiden 7 Tage länger zu bleiben, wo man eigentlich nur vier Übernachtungen geplant hat. 🙂

Koh Yao Noi. Einmal im Leben Luxus schnuppern und nach den ersten geplätteten, überwältigten Momenten begreifen, was man vorher schon gespürt hat. Wir lieben das Land, die Umgebung, die Leichtigkeit und vorallem das ECHTE. Übertriebener Luxus und Popo-Gepuder gehört nicht dazu. Trotzdem haben wir das unfassbar gute Frühstück und die Honeymoon-Massage über die Maßen genossen. Die Aussicht auf das Meer war grandios und ein eigener Pool muss im nächsten Hauskauf auf jeden Fall drin sein 😉 Zum frühen Abendessen Fahrräder ausleihen und ab zum nächsten Strand“restaurant“ dort bodenständiges Thai-Essen bei (endlich wieder) tollen, echten Menschen.

Neben der wunderschönen, verliebten, echten und deshalb manchmal auch zickigen Flitterei, habe ich in den drei Wochen zusätzlich (denn mein Leben macht niemals Pause 😉 ) einen Masterthriller deluxe erlebt.

Die Entscheidung der letzten FH bzgl. meiner Zulassung zum Masterstudium stand ja noch aus und ich hatte ziemlich Bammel, dass der Bescheid zuhause reinflattert und Rückmeldung erforderlich ist, während ich am Strand mit Cocktail sitze und so der Studienplatz verfällt, sofern überhaupt positiv. Zu meinem großen Glück, ist die ❤ -Schwester für die drei Wochen Abwesenheit bei uns zuhause eingezogen, so dass ich mir wenigstens keine Gedanken mehr machen musste, ob ich das Eintreffen des Briefs überhaupt mitbekomme! Trotzdem stand natürlich noch die fürchterliche Möglichkeit im Raum, dass ich gar nicht genommen werde und die sich anschließende Frage „was dann“? Ich verzichte an dieser Stelle mal auf die ausführliche Gedankenkarusselausführung und verkünde stolz: Ich bin zugelassen. Ich bin Master-Studentin. In meinem Wunschstudiengang. Und bin meinem Traum somit endlich ein gewaltiges Stück näher gekommen. Ich freue mich über die Maßen! Und nächste Woche geht es auch schon los. Ich hoffe mein Gehirn ist bis dahin aus dem Urlaub zurück 😉

Über den langen Fahrtweg und wie und ob ich diesen zeitlich so minimal wie möglich halten kann, ob ich diesen mit Baby und öffentlichen Verkehrsmitteln entspannt hinter mich bringen kann, darüber mache ich mir vorerst keine Gedanken und versuche fest daran zu glauben, dass alles so sein wird, wie es sein soll! Ein wenig spirituell die Ansicht, aber hey, ich komme gerade aus Thailand 🙂

Die Flitterwochen waren irgendwie auch Startschuss für die aktivere Phase der Babyplanung und neben den immerwährenden Ängsten und Sorgen (Oh je, die Verantwortung und ach weh, schaffen wir das wirklich?) kann ich gar nicht glauben, dass die Zeit in der retrospektive so schnell vergangen ist. In den Flitterwochen habe ich entspannt vom Pool aus Einkäufe getätigt und einen tollen Ovulationstest und Folsäure bestellt. Wahnsinn ist, dass ich, wenn das Päckchen da ist, anfangen kann die Folsäure zu nehmen. Das zu erwähnen, mag sich vielleicht ein wenig lächerlich anhören, aber für mich (ja ein bisschen verrückt bin ich schon) bedeutet es so viel, nach all dem Warten. Den fast zwei Jahren in denen sich absolut gar nichts bewegt hat, abgesehen von den Gedanken in meinem Kopf. Deshalb kann ich mich mittlerweile sogar über den Beginn der Folsäureeinnahme freuen. Was im übrigen daran liegt, dass es mittlerweile nur noch 77 Tage sind bis zu meinem Eisprung im Dezember. Und wenn die Finanzen das Bestellen des Spermas ermöglichen, dann geht es los und wenn das wiederrum kein Grund zur Freude ist, dann weiß ich auch nicht 😀

Es tut so unfassbar gut, dass es voran geht. Nach all den Monaten des Wartens und Hoffens, den Gesprächen und den zigtausenden „für’s und wieder’s“, ist es ein ganz unglaubliches Gefühl, dass meine Frau und ich gemeinsam den Zugang zu den extended profiles kaufen und gestern gemeinsam nach einem Spender geschahut haben. Es geht wirklich los. Und wir sind total aufgeregt.

Entschudligt bitte die zuckrige und rosarote Kitsch-Formulierung. Aber so fühlt es sich für mich an: Wir machen unser Baby ❤