Monat: Januar 2015

Auf in eine neue Runde, auf in eine neue Wahnsinnsfahrt

Heute sind wir noch mal zu unserer Ärztin gefahren und haben uns den Follikel angeschaut. Mit 22,3x18mm war er wunderhübsch, kugelrund und es war schon ein bisschen freie Flüssigkeit zu sehen. Es ist als davon auszugehen, dass der Eisprung gerade passiert, weshalb natürlich gleich inseminiert wurde. Alles wie gehabt: die Liebste hat die Schwimmer auf die Reise geschickt, die Ärztin war herzig. Der einzige Unterschied ist, dass ich extrem entspannt war. So ohne Auslösen und beim zweiten Versuch bin ich sooo viel ruhiger. Beinahe schon erschreckend 🙂 Gut, das könnte auch daran liegen, dass mir noch allerhand andere Dinge durch den Kopf gehen. Aber die „es kommt, wie es kommen soll“-Einstellung hat sich eher noch verfestigt. Auch mit hocherhobenen Beinen auf dem tollen Stuhl bei der Gyn 😉

Das einzig wirklich spannende ist daher eigentlich die Fragen: Werde ich weiterhin so locker bleiben? 😀

kleiner Schock und neuste Neuigkeiten

Nachdem der Ovu gestern positiv war, habe ich abends noch mal einen gemacht. War ein wenig unsicher, weil der letzte ja gar nicht anschlagen wollte und wir noch gar nicht zur Follikelschau waren. So, also Pipi, tunken, warten. Und warten. Und passiert ist: nichts! Nur der Hauch eines Streifens tauchte nach etwa zehn Minuten auf. Tiefenentspannung hin oder her, ich habe unserer Ärztin eine Sms geschrieben und um einen Termin heute früh gebeten. Mal nachschauen um Bescheid zu wissen. Und sie ist echt die Beste. Nach 22:00 Uhr noch gestört werden und dann auch noch super freundlich antworten! 🙂

Mit den Öffentlichen ging es dann heute morgen los. Nach über anderthalb Stunden Fahrerei kam ich an und hatte nach nur kurzer Warterei Gewissheit. Das Ei ist noch da. Links sitzt es und hat es mit einem Durchmesser von 18×15 mm noch sehr gemütlich. Einen neuen Termin gibt es für Donnerstag früh. Eigentlich hätte ich auch morgen noch mal kommen können, aber sie meinte, wenn es am Donnerstag  nicht mehr da sein sollte, „dann war es eh nix!“ Also bleibt nur Daumendrücken und abwarten.

Die Zeit wird aller Voraussicht nach auch schnell vergehen. Ich habe Termine über Termine in den nächsten Tagen. Und ich muss sagen, es geht mir gut mit der Entscheidung diesen Versuch ohne Auslösen zu machen. Alles wird gut 😉

Von nüscht kommt nüscht

So, Entscheidungen mussten getroffen werden und die haben wir getroffen. Mit jedem Jahr wird man weiser und an meinem Geburtstag vor ein paar Tagen, habe ich noch mal in mich reingehorcht und entschieden.

Es geht weiter. In diesem Zyklus.

Allerdings ohne Tests und Stäbchen. Ohne panische Zyklusbeobachtung und ohne Internet.

Der Plan ist also „take it easy“ 🙂

Ich vertraue einfach meinem Körper mit dem ich mich grundsätzlich ziemlich gut verstehe und fertig. Nach Absprache mit der Liebsten gibt es keinen Stress mehr, bevor nicht der dritte Versuch negativ verlaufen ist. Ist ja auch Quatsch. Und falls wir nach dem dritten Versuch noch nicht schwanger sein sollten, dann kümmern wir uns um weitere Schritte. Eileiterdurchlässigkeit. Und was es sonst noch so für Möglichkeiten und Angebote gibt. Aber erst dann. Punkt.

Jetzt also entspanntes und grapefruittrinkendes Warten auf den Eisprung.

Und zur zeitlichen Orientiertung. Wr befinden uns- d.h. ich und das Ei- an Zyklustag 13.

und sonst so

die Hausarbeit muss geschrieben werden. Ich habe keine Lust. Und: Zum Glück ist bald wieder Sommer.

Ein neuer Zyklus- keine neue Chance?

Der Kinderwunschterror erste Versuch, war für mich retrospektiv betrachtet, fürchterlich. Anstrengend. Kräftezehrend. Und so will ich das nie mehr wieder haben. Vielleicht lag es auch am künstlichen hcg. Vielleicht stecke ich die ganze Angelegenheit auch einfach nicht so leicht weg, wie manch andere. Im Grunde ist auch nichts weiter passiert, als dass ich eben angespannt war. Aber irgendwie… Ich habe nichts genossen. Nur Angst gehabt. Konnte mich nicht runterfahren. War super fixiert darauf, was Einbildung, was evtl. keine hätte sein können. Habe mich schrecklich gefühlt. Nicht nur psychisch. Auch physisch. Schwer und aufgequollen. Meine Brüste haben drei Wochen unheimlich geschmerzt. Mein Bauch ist doppelt so dick geworden. Ich habe mich einfach schwerfällig und unausgeglichen gefühlt.

Und jetzt frage ich mich, will ich das? Wird das zehn Monate lang so sein? Lag es nur am hcg? Ist so schwanger sein? Eingebildet? Übertrieben? Also zweifelsfrei kann ich keine der Fragen beantworten.

Aber Fakt ist, ich habe mich, nach der ersten Traurigkeit nach dem Mensbeginn, so frei gefühlt. Und als die Mens rum war, so leicht. Im Kopf und im Körper. Ich wollte nichts mehr hören von Kindern und Schwangerschaft. Also gar nichts. Kein „achwiesüß“ mehr. Vielleicht habe ich den Kopf angeschaltet und das Herz aus?

Dazu habe ich zur Zeit einen super Run auf der Arbeit. In einem anderen Bereich, der mehr meinem ersten Studienabschluss entspricht und weitaus spannender ist, mache ich zur Zeit eine kleine Forschung im Zuge des Masters. Ich habe viel positives Feedback bekommen. Werde mit meiner Leistung gesehen und habe die Info erhalten, dass auch der Chef von der Chefin von der Chefin, ganz angetan ist von meiner Arbeit. Da besteht dann vielleicht die Chance nach dem Auslaufen meines jetzigen Arbeitsvertrages, eine feste, wirklich gut bezahlte Stelle zu bekommen. Ja, vielleicht. Und dieses „Vielleicht“ ist kein außer Acht zu lassender Faktor. Ich weiß es eben nicht. Mir ist aber ans Herz gelegt worden über eine neue Stelle innerhalb des Unternehmens mit meiner Chefin zu sprechen. Natürlich möchte ich das gern, aber genauso natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem festen Wissen, dass ich bald schwanger sein werde, ein Gespräch über eine weitere Beschäftigung führe. Auf der anderen Seite, ja unser persönliches Glück steht über dem Glück einer Chefin… Und ja, eigentlich glaube ich auch fest daran, dass alles so kommen wird, wie es sein soll. Und darüber hinaus sowieso alles machbar ist..

Aber die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, die nagt an mir. Unterschwellig. Es könnte ja sein, dass ich gar nicht dazu gemacht bin schwanger zu sein. Dass ich es blöd finde aufgedunsen und schwerfällig durch die Gegend zu watscheln. Dass ich nicht zu den rosig strahlenden Super-über-Muttis gehören werde, die den ganzen Tag mit leuchtenden Glitzerblick ihre Schwangerschaft belächeln und ihr Kind immerimmerimmer bis zum Erbrechen lieben und lieben und nie gestresst und genervt sind. Was ist denn dann? Darf man auch dann Mama werden? Und werde ich meinen eigenen Ansprüchen dann gerecht? Und warum kann ich eigentlich nicht aufhören nachzudenken, wenn ich denn dann mal nachdenke?

Hach.

Alles auf Anfang also.

IUI + 12

Negativ.

Der Test war wunderschön mit einem leuchtenden Pink. Leider nur ein Streifen. Passend zum ohnehin negativen Test hatte ich auch gleich schon ein bisschen hellrotes Blut  Toilettenpapier.  kam die Mens dann mit Pauken und Trompeten- meint Schmerzen und Krämpfen- zwei Tage zu früh.

So ist das dann.

Kein Wunder im ersten Versuch für uns.

IUI + 8

Und noch mal weil’s so schön ist 🙂

Emotionen des Tages: gelassen mit Herzklopfen. (macht das Sinn?)

Zustand des Tages: müde und irgendwie ruhiger als die letzten Tage

Körpergefühl: meine Haut im Gesicht sieht anders aus. gespannt. rot. doof. Neuro, die ich seit Jahren nicht  mehr hatte, hat mich über Nacht angefallen. und sonst fühle ich mich schwer. und meine Lippen sind super trocken.

Gefühl zur “Schwangerschaft”: ich habe da einen Verdacht. aber weil ich nichts beschwören möchte, sage ich nichts und versuche die Liebste dazu zu überreden schon an IUI + 10 zu testen. damit ich’s endlich aus dem Kopf habe. sie möchte noch bis zum 12.01 warten 😯

Und sonst so

lerne ich seit vier Uhr heute früh und habe zwischendurch mal ein Nickerchen gemacht. Jetzt geht’s weiter.

IUI + eine Woche + der Wahnsinn greift um sich

Eine Woche nach IUI

Emotionen des Tages: super genervt. ein bisschen besorgt.

Zustand des Tages: erschöpft. und irgendwie ein bisschen depri. „mag nimmer!“

Körpergefühl: nichts mehr. nach heftigen Unterleibsschmerzen und dem fiesen Rückendrücken heute nichts mehr. abgesehen vom allgemeinen Unwohlsein.

Gefühl zur “Schwangerschaft”: mit Überzeugung: „Es hat sicher nicht geklappt“

Und sonst so

Ich habe erfahren, dass ich am 29.01 eine große Modulabschlussprüfung schreibe und habe Unmengen zu lernen. Mein Kopf raucht und ich kann mich nicht konzentrieren.

Und dann noch

Wahnsinn

Gestern habe ich einen super schrägen Anfall gehabt (schwanger werden wollen tut  mir nicht gut!). Die Liebste und ich lagen im Bett und ich so: „Mh, der Busen tut schon ein bisschen weh und erscheint mir größer…. und der Rücken drückt so doll. Was, wenn es doch geklappt hat?“ Darauf sie: „Mh, ja kann sein, aber wenn du deine Mens bekommst, hast du das manchmal auch…“ Daraufhin bin ich so sauer geworden, dass ich sie erst mal angeschnauzt habe und gleichzeitig das Heulen anfing von wegen „wie schwer das alles für mich auszuhalten ist und sie gar nicht weiß wie furchtbar sich das alles in mir anfühlt!“ und eine Zehntelsekunde später fang ich an zu lachen, weil ich  mich selbst so bescheuert finde. Und das alles zur gleichen Zeit. Verrückt!

Echt jetzt mal, das macht mich fix und fertig. Ich hoffe fest, dass ich mich beim nächsten Versuch nicht mehr so *würg* fühle!

Und an die, die diesen Emotionshorror hinter sich gebracht haben: Ging es euch auch so? Wenn nein, wieso? Und kann man was dagegen tun? Ich will alles wissen 🙂

IUI + 6

Noch ein kurzes Update

Emotionen des Tages: irgenwie nichts mehr. ruhiger als gestern. so ein bisschen: mir doch alles egal!

Zustand des Tages: lustlos. müde. trotzig.

Körpergefühl: seltsam. trau nichts mehr über den weg. und rückenschmerzen im unteren rücken. sonst gut.

Gefühl zur “Schwangerschaft”: ist mir egal, ob es klappt (jaaaa, ist klar 😉 ) das mache ich nie mehr wieder!

Und sonst so

Habe ich es heute an den Schreibtisch geschafft und auch tatsächlich was zu Papier gebracht. yai. Und, ich versuche nicht daran zu denken, dass heute der Tag ist, an dem sich (falls befruchtet, was mir erstens egal ist und woran ich zweitens nicht glaube) das Ei einen Platz in meiner Gebärmutter suchen würde.