A B S A G E

Soeben mit der Samenbank „letzte Chance“ telefoniert.

„Leider keine guten Nachrichte Frau X. Unser Notar rät uns dringend davon ab und ich habe auch keinen Arzt gefunden, der das Risiko eingehen würde. Wir können Ihnen kein Samen liefern. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“

Was sollen wir jetzt tun? Nach München fahren zum Erstgespräch und über 800,- Verwaltungspauschale zahlen?

Die Kiwu-Klinik wechseln, wo wir uns doch so wohl fühlen? Wenn ja, wohin? Ich werde es zeitlich niemals schaffen in einem anderen Bundesland alle Kontrollen, PU und Transfer machen zu lassen. Mein neuer Job lässt mir da kein Zeitfenster und jetzt geht auch das Studieren wieder los.

Ich habe es so satt! Ich will mein Baby!

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10 Kommentare

  1. Ich hab nicht all deine Posts gelesen aber doch ein bisschen eure Story mitverfolgt… ich verstehe das nicht, kann man nicht einfach so da hin gehen und gut? Was genau ist denn deren Problem?? Welches Risiko? -.-

    1. Das Risiko ist, dass unser (vor dem Gesetz- mein!) Kind, falls meine Frau (Lebenspartnerin!) nicht adoptieren würde, (da wir vor dem Gesetz nicht gleichgestellt sind!) entweder Klinik oder Samenbank auf Unterhalt verklagen dürfte.
      Das Risiko wollen logischerweise die wenigsten eingehen. Der Fehler liegt also im System- oder anders ausgedrückt- in Merkels schlechtem Bauchgefühl gegenüber der Öffnung der Ehe für Homosexuelle.

      1. Das ist ja krass. Wow. 2015… traurig! Ich finde, alle Gemeinschaften, die Kinder aufnehmen, sollten gleichgestellt werden. Mich stört sogar diese ganze Ehe-Bevorzugung. Irgendwie fehlt mir da wohl eine besonders krumme Hirnwindung, aber ich sehe den -real messbaren!- Unterschied nicht…

        Ich weiß nur, dass man (als Mann) bereits vor der Geburt die Vaterschaft anerkennen kann. Dann bekommt das Kind auch den Namen usw. und das ist alles möglich rechtlich. Hat mir ein Kumpel erzählt, der Sozialarbeiter ist. Vielleicht gibt es ja doch noch so ein ähnliches Schlupfloch für euch. Man kann ja fast alles vertraglich regeln. Ich meine, sogar in Kliniken gibt es (teilweise doch recht bindende) Behandlungsverträge… Allerdings würde ich das auch nicht ohne Anwalt angehen :/

  2. Vielleicht privat einen Spender suchen, der mit in die kiwu geht?
    Nur als Denkanstoß… Es gibt welche, die dazu bereit sind.
    Ihr Armen, haltet durch!!!

    1. Das ist für uns leider keine Option.

      Die Angst ist zu groß, dass der Spender/biologische Vater dann doch nicht die Vaterschaft aberkennt und wir ewig Stress haben bzw. meine Frau nicht adoptieren könnte (also wenn es ganz dumm läuft!) Darüber hinaus würde das Testen der gängigen Krankheiten ja auch noch mal ewig dauern… und dazu kommt, wo sollten wir einen herzaubern?
      Zu Beginn hatten wir das mal ins Auge gefasst und uns in den bekannten Foren umgeschaut- schwierig! 😦

      Aber vielen lieben Dank für Deinen Tipp! 🙂

  3. Nur als Denkanstoß: in der jetzigen Klinik bleiben f Kontrollen u Ultraschall und nur Punktion und Transfer in einer anderen Kiwu machen lassen? Eure jetzige kiwu scheint ja nur ein Samenbank-Problem zu haben; wenn jetzt aber die Befruchtung außerhalb von dort stattfinden würde? Und dann den Hausarzt einweihen u ne Woche für Punktion und Transfer fern von zu Hause krank schreiben lassen? Echt blöd die Situation!

  4. http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bgh-urteil-xiizr9914-kuenstliche-befruchtung-samenspende-unterhalt-wunschvater/
    Keine so tolle Zusammenfassung der Entscheidung, aber das wesentliche steht drin: wer vor einer künstlichen Befruchtung erklärt, für das Kind „wie ein Vater/Elternteil“ zu sorgen, verpflichtet sich zur Zahlung von Unterhalt. Auch ohne Anerkennung der Vaterschaft oder Adoption nach der Geburt.
    Ich weiß, daß hilft nicht gegen verbohrte Samenbanken und verunsicherte Doktoren, aber vielleicht lässt sich euer Arzt oder eine andere Samenbanken doch noch überzeugen. Denn so groß ist deren Risiko spätestens seit dem Urteil nicht…
    Ansonsten halt doch nur zur Putin und zum Transfer in eine andere KiWu und Follikel-TV vor Ort.
    Wünsche euch jedenfalls viel Glück, dass es doch bald gute Neuigkeiten gibt.

  5. … Was hatte denn nun die Berliner Samenbank gesagt, wann sie wieder anfangen, Samenproben abzugeben? Mir scheint, als hätte sich auf deren Website was geändert? Auf jeden Fall findet man nicht mehr auf den ersten Blick einen Hinweis, dass die „zu“ sind.

  6. Wäre es vielleicht für euch eine Möglichkeit die Stimulation bei der von euch gefundenen Klinik durchführen zu lassen und dann nur zur Punktion und Transfer z.B. nach Berlin zu fahren?

    So machen wir das.
    Unsere Klinik (die aus ‚rechtlichen‘ Gründen keine IVF bei lesbischen Paaren durchführen will) übernimmt die komplette Stimulationsphase und Berlin wird nur über die aktuellen Entwicklungen informiert. Sobald alles soweit ist, dass wir auslösen können, geben wir in Berlin Bescheid und fahren dann nur zur Punktion und hoffentlich zum Transfer hin. Bisher läuft es sehr gut und so entspannt wie es nur sein kann.
    Die Klinik in Berlin arbeitet übrigens nach wie vor mit der ESB zusammen und dies ist ja bekanntermaßen unproblematisch…

  7. …und was spricht gegen die „andere“ Berliner Samenbank,die auf der Homepage offen damit wirbt,auch lesbische Paare ohne Lebenspartnerschaft zu behandeln? Da hab ich zumindest auch schon gehört,dass ein Frauenpärchen schnell schwanger wurde.

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