Monat: November 2015

Die Stimme aus dem Off

Was zuvor geschah…

Die Zeit zieht sich wie Kaugummi und rast gleichzeitig so schnell, dass ich kaum mehr folgen kann. Und es gibt allerhand Löcher zu stopfen. Da ich letztes Semester aufgrund akuter Überlastung kaum in der Studierstätte war, muss ich dieses Semester diverse Klausuren nachholen um noch pünktlich mit dem Master fertig zu werden bzw. meine Masterarbeit noch dieses Semester anmelden zu können. Das bedeutet zig Klausuren über noch mehr Module und drei Fachgespräche über insgemsamt sechs Veranstaltungen. Das alles in einer Woche. Wie ich das in mein Gehirn bekommen soll? Aktuell noch keine Idee. Das Thema für die Masterarbeit sollte darüber hinaus in den nächsten 4 Wochen feststehen. Dazu der neue Job. Regelmäßig 30 Stunden die Woche, neben dem Vollzeitstudium. Und ich sitze immer noch an der Forschungsarbeit, die bis Ende November fertig sein muss.

Morgens um fünf wache ich auf, dann geht’s an den Laptop zum Schreiben, dann entweder zur Arbeit bis abends ca. 18-19 Uhr oder zum Studieren. Dann nach Hause und um neun liege ich im Bett, wenn ich nicht noch was für den nächsten Tag vorbereiten muss. Platt. Und das geht so weiter inkl. Samstag. Partnerschaft? Sonntags auf der Couch, während die Glotze läuft und ich mich absolut nicht mehr rühren kann und schon gar nicht ansprechbar bin.

In Sachen Nachwuch…

Das Gute daran? Ich kann nicht an das Baby denken und verzweifle deshalb nicht. Wenn ich zwischen vier und fünf doch wach liege, klettert es mir trotzdem manchmal den Nacken hoch. Zwei Jahre. Und immer noch halten wir keins im Arm. Oder auch wenn wir in kurzen Momenten der Auszeit (die ich mir einmal die Woche Sonntags für eine Stunde nehme- wenn ich es raus schaffe) Freunde mit Baby’s besuchen und ich merke, wie ich mich so gar nicht auf die „Mutter-Baby-Themen“ einlassen kann. Nichts weiter spüre als einen dumpfen Schmerz und ich blitzschnell aufbrechen und wegrennen möchte… Sei’s drum.

Wie es weitergeht? Im Dezember fahren wir in den Süden Deutschlands zu einem Termin mit der Samenbank, dort werden wir das Info/Vorstellungsgespräch haben. Bin gespannt wie das abläuft. Wenn alles gut läuft bekommen wir dann bis Januar (ich denken zwischen den Jahren wird dann nichts laufen) unsere Bestellung in unserer Kinderwunschklinik gesendet. Wenn die Prüfungen Anfang Februar geschrieben sind und es mit dem Zyklus hinhaut, beginnen wir mit der Einnahme von 20151104_075811

diesen bereits bestellten Medikamenten. Sie sind am Samstag eingetroffen, haben den Kontoinhalt schon mal beachtlich verringert und warten auf ihren Einsatz. Die App ist eingestellt und zählt ca. 96 Tage bis zum Medikamentenstart. Ein UHU-Date. Anders als ich es mir vorgestellt habe, aber ich hoffe trotzdem. So fest! Dass es dann keine Überraschungen mehr gibt. Dass es dann einfach klappt. Beim ersten Mal. Dass ich verschont bleibe von OHS oder sonstigem Krempel.

Und jetzt Schluss mit den Gedanken und auf-auf an die Forschungsarbeit.

Advertisements