Monat: September 2016

Zurück aus der Kiwu-Klinik

Der zweite Ultraschalltermin stand gestern an. Und ich war  – meinem neuen Plan, nur noch positives Gefühle und eine große Portion Hoffnung zuzulassen, zum trotz, mittelgradig nervös.

Ich habe beim letzten Besuch der Klinik, bei der Vertretungsärztin nachgefragt wie es mit meinen Schilddrüsenwerten aussieht, weil die seit einem Jahr nicht kontrolliert wurden und gestern waren dann die Ergebnisse da. Knapp 3. Und das, wo ich doch seit einem Jahr 50ug L-Thyroxin einwerfe. Nun soll ich also erhöhen. Erst mal auf 75. (Was wohl gewesen wäre, wenn ich nicht nachgefragt hätte?!)

Der Ultraschall ergab, dass meine Follikel gar nicht gut aussehen. Der Leitfollikel war immer noch recht klein und weit entfernt von rund. 15 mm und sah auch einfach nicht so aus, wie ich das von meinen Bilderbuchfollikeln her kenne. Ich vermutete, dass es an der Downregulation liegen könnte, der Doc hat sich dazu nicht so richtig geäußert. Könnte, könnte auch nicht. Ist aber auf jeden Fall jetzt erst mal nicht so wichtig, da ich ja hübsche Embryonen habe 🙂 Dazu gibt es eine sehr erfreuliche Nachricht, die ich im Eifer des Gefechts und den Sorgen um den Beginn dieser Kryo, noch gar nicht geschrieben und selbst nahezu verdrängt habe.

Ich habe meinen behandelnden Arzt nun schon längere Zeit nicht mehr gesehen, da er im Urlaub war.. Und beim letzten Besuch bei ihm, war ich ja so mit nicht heulen beschäftigt, dass ich vergessen habe zu fragen, wie es denn mit den Blastos genau ausschaut. Beim Telefonat mit dem Biologen vor vielen Wochen- im Anschluss an die Punktion, hat dieser nämlich gesagt, dass es zwei gute Blastos gibt und eine, die noch hinterherhinkt. Der Biologe ging dann noch mal auf die zwei guten Blastos ein, so dass ich die andere gar nicht mehr auf dem Schrim hatte bzw. davon ausging, dass aus dieser nichts werden wird. Gestern fragte mich der Doc nun, was wir für den Transfer planen und nachdem ich ihm gesagt habe, dass wir die zwei zurück wollen, sagt er, dass die drei (!) jeweils einzeln verpackt und eingefroren sind. Das also kein Problem ist. Allerdings sind die drei Blastozysten, worunter eine frühe Blastozyste ist, unter Umständen nicht mit der jeweiligen Qualität beschriftet, so dass nicht unbedingt klar ist, welche Qualitäten aufgetaut werden. Also zwei gute Blastos, oder eine gute und eine frühe. Muhaaa, erst in dem Augenblick fiel der Groschen so richtig. Dass das bedeutet, dass wir dann auf jeden Fall noch einen Versuch haben, sollte es jetzt wieder nicht klappen (woran ich natürlich nicht denken 😉 ) Das nimmt mir schon ein bisschen den Druck!

Kennt sich jemand von euch aus und weiß wie die Chancen bei Blastos sind, wenn die sich verzögert entwickeln? Ich denke mir, vielleicht braucht der Krümel einfach ein bisschen länger und es kann trotzdem noch was werden? Auch wenn, nach Lehrbuch, am fünften Tag schon eine weitere Teilungen passiert sein sollten. Hm.

Letztlich war es aber ein sehr guter Arztbesuch und das lange Warten im Wartezimmer hat sich somit auch geloht. 😀

Der Plan steht nun auch endlich:

  • ab heute:positiv denken!
  • ab heute: Dosis L-Thyroxin erhöhen
  • Montag: Auslösen
  • Mittwoch: Beginn mit der Einnahme von: Prednisolon/ ASS/ Lutinus
  • Montag: Transfer von zwei Blastos am Tag der deutschen Einheit (wenn das kein gutes Omen ist, für: Es kommt zusammen, was zusammen gehört!)

Puh, was bin ich gespannt, ob alle beiden aufwachen und wir diesmal mit einem echten Positiv aus der Kiwu entlassen werden! Ich wünsche es mir so sehr.

P.S.: Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht jetzt schon darüber nachdenken würde, wann ich  mit dem Testen anfangen möchte 😀 Wünsche? 😉

 

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Geht’s jetzt wirklich los?

Soho, da bin ich – zurück vom heutigen Kinderwunschklinikkstermin. Für den ich am eigentlich freien Tag (dafür Sonntagsarbeit- yai) schon um 05:45 aufgestanden bin. War aber nicht so tragisch, denn wenn man eh schon auf den Beinen ist, kann man sich auf dem Rückweg, auch noch was im Büro holen für’s Home Office, damit sich der freie Tag auch lohnt. (hmpf)

Unser eigentlicher Doc ist mal wieder in Urlaub – Repromedizinerin müsste man sein 😉 und so waren wir heute bei der Vertretungärztin. Diese hatte mich bei der 1. ivf punktiert, also kannte sie  untenrum schon alles. Es ist schon verrückt, dass manche Ärzt*innen mich begrüßen können mit: Ihre Geschlechtsteile kenne ich schon, schön auch Sie kennenzulernen! 😀 Aber irgendwann ist einem auch nichts mehr peinlich 😉

Nunja, wie dem auch sei. An ZT 12 gibt es in der Praxis standardmäßig einen Ultraschall und ich weiß jeden Monat besser, dass ich meinen Eisprung standardmäßig nicht vor dem 20 Zyklustag habe. Aber wer glaubt schon einer Frau, die ihren Zyklus seit x Jahren protokolliert? Die genauso standardmäßige Antwort der Ärzt*innen lautet dann meist „Naja, wir wollen den Eisprung ja nicht verpassen, das wäre ja auch ärgerlich“ und ich denke immer: „Ja, nee, is‘ klar!“ Ich kann mich nämlich nicht erinnern, dass ich jemals einen Eisprung verpasst habe. Was das angeht, habe ich quasi hellseherische Qualitäten. Ich sage alles (auf die Stunde) genau voraus: Eisprung, Periode, GMS- Dicke, ungefähre Follikelanzahl etc. Ich kenne meinen Körper. Aber gut. Genug uffgerescht 🙂

Ich war also zum Schallen und heraus kam, quasi kein Leitfollikel, einer könnte es werden, der ist so bei 8-9 mm und die Gebärmutterschleimhaut sieht düüünne aus. Gut, die Mens war auch – sagen wir mal – ordentlich. Wir warten aber erst mal ab und ich schlürfe heimlich weiter meinen Klapperstorchtee. Estradiol soll ich nicht nehmen und falls sich bis zum nächsten US am Freitag nichts tun sollte, wird mit Medis nachgeholfen. Davon gehe ich allerdings nicht aus. Meine Eierchens brauchen nur ein bisschen und lassen sich gerne bitten.

Ich habe mich jetzt bzgl. des Kortisons  und des ASS entschieden. Ersteres nehme ich gering dosiert, zweiteres nicht. Ich habe so schon Schwierigkeiten mit dem Magen, das verträgt sich nicht so gut mit dem Aspirin.

Sonst so? Ich habe gestern bitterlich, bitterlich geweint. So mit Schluchzen und doll lange. Da kam alles raus, was ich so die letzten Wochen, wenn nicht Monate angestaut und hinter der „geht schon wieder- alles läuft supaa – ja, das Lächeln ist festgepinnt“ – Maske versteckt hatte. Auch vor mir selbst. Hat schrecklich wehgetan und ich sah danach auch nicht mehr ganz so schnieke aus (eigentlich wurst, aber ich musste ja noch arbeiten) gelohnt hat es sich aber. Heute fühle ich mich erleichtert. Buchstäblich als wären Kilos von Angst und Kummer von mir abgefallen. Jetzt blicke ich diesem Versuch schon nicht mehr ganz so pessimistisch entgegen. Vielleicht klappt es ja und bald bekommen wir unser(e) Baby(s).

Ich bin bereit!

Anvisierter Termin für den Transfer der zwei Blastos: 1. – 2. – oder 3. Oktober!

Neue Wege?! – Wie war das bei euch?

Ich stecke im niegelnagelneuen Kryo-Zyklus. Genau an Tag neun. Am Montag bin ich in der Klinik zur ersten Follikelschau eingeladen -wohlwissend, dass zu diesem Zeitpunkt niemals schon etwas zu sehen ist. Die erste Hälfte meines Zyklus beträgt generell so um die zwanzig Tage, so dass ich davon ausgehe, quasi umsonst hinzufahren. Aber immerhin habe ich so die Möglichkeit den Doc noch mal nach ein paar zusätzlichen Blutwerten zu fragen und dachte so an

  • Schilddrüse
  • Vitamin D
  • ?

Hat jemand noch Ideen was Einfluss haben könnte und was man mal kontrollieren sollte? Checken die Kiwu’s diese Werte überhaupt ?

Ansonsten ist diesen Versuch ja das Prednisolon plus ASS angeraten worden. Und viele von euch spritzen nach dem Auslösen doch auch noch mal hcg – als Einnistungsunterstützung? Ich schwanke zwischen gar nicht „reinpfuschen“ und alles optimieren was geht.

Wie seht ihr das? Wie habt ihr euch entschieden? Und am wichtigsten, was habt ihr gemacht in den Zyklen in den es geklappt hat?

Natürlich ist mir klar, dass keine der Wege anderer Frauen uns unser Baby bringt, aber mich interessiert es einfach und vielleicht kommen ein paar Sachen zusammen, die ich noch nicht bedacht habe.

Grashalme zum Festhalten 😉