Flitterwochen

Zurück aus den Flitterwochen/ Masterthriller deluxe/ Startschuss für die aktive Babyplanung

Da bin ich wieder. Zurück aus den Flitterwochen. Und irgendwie auch nicht. Körperlich angekommen. Aber mein Gehirn scheint dank Zeitverschiebung und Schlafmangel noch nicht ganz hier zu sein. Und mein Geist ist, so glaube ich, gleich gar nicht mit ins Flugzeug gestiegen. Vom Flugzeug aus, konnte ich genau sehen wie er am Rollfeld stand, mir freundlich, mit einem hochgezogenem Mundwinkel zugelächelt hat, bevor er die Schultern gezuckt und sich umgedreht hat.

Spaß beiseite. Es war ein atemberaubender, echter Urlaub. Und ich habe jeden Moment genossen. Ein ausführlicher Bericht kann an dieser Stelle leider nicht folgen, aber ein paar kurze schriftliche Impressionen möchte ich euch nicht vorenthalten. Auf jeden Fall werden aber nach und nach Fotos und Gedanken ihren Weg in den Blog finden. Flitterwochen im Schnelldurchlauf.

Bangkok. Riesig. Atmenberaubend. Faszinierend. Das Essen, die Gerüche. Die Menschen. Der Puls der Stadt.

Koh Lanta. Die Insel. So schön. Die Strände. Das Wetter! Und wieder die Menschen. Rollerfahrend, das Land erkunden. Einfach mal die Zeit genommen da zu sein. Den Moment zu genießen, das Meer zu hören. Bei Regen den eigenen Gedanken zu lauschen und zu verweilen. In diesem ruhigen Moment. Und sich einfach mal spontan zu entscheiden 7 Tage länger zu bleiben, wo man eigentlich nur vier Übernachtungen geplant hat. 🙂

Koh Yao Noi. Einmal im Leben Luxus schnuppern und nach den ersten geplätteten, überwältigten Momenten begreifen, was man vorher schon gespürt hat. Wir lieben das Land, die Umgebung, die Leichtigkeit und vorallem das ECHTE. Übertriebener Luxus und Popo-Gepuder gehört nicht dazu. Trotzdem haben wir das unfassbar gute Frühstück und die Honeymoon-Massage über die Maßen genossen. Die Aussicht auf das Meer war grandios und ein eigener Pool muss im nächsten Hauskauf auf jeden Fall drin sein 😉 Zum frühen Abendessen Fahrräder ausleihen und ab zum nächsten Strand“restaurant“ dort bodenständiges Thai-Essen bei (endlich wieder) tollen, echten Menschen.

Neben der wunderschönen, verliebten, echten und deshalb manchmal auch zickigen Flitterei, habe ich in den drei Wochen zusätzlich (denn mein Leben macht niemals Pause 😉 ) einen Masterthriller deluxe erlebt.

Die Entscheidung der letzten FH bzgl. meiner Zulassung zum Masterstudium stand ja noch aus und ich hatte ziemlich Bammel, dass der Bescheid zuhause reinflattert und Rückmeldung erforderlich ist, während ich am Strand mit Cocktail sitze und so der Studienplatz verfällt, sofern überhaupt positiv. Zu meinem großen Glück, ist die ❤ -Schwester für die drei Wochen Abwesenheit bei uns zuhause eingezogen, so dass ich mir wenigstens keine Gedanken mehr machen musste, ob ich das Eintreffen des Briefs überhaupt mitbekomme! Trotzdem stand natürlich noch die fürchterliche Möglichkeit im Raum, dass ich gar nicht genommen werde und die sich anschließende Frage „was dann“? Ich verzichte an dieser Stelle mal auf die ausführliche Gedankenkarusselausführung und verkünde stolz: Ich bin zugelassen. Ich bin Master-Studentin. In meinem Wunschstudiengang. Und bin meinem Traum somit endlich ein gewaltiges Stück näher gekommen. Ich freue mich über die Maßen! Und nächste Woche geht es auch schon los. Ich hoffe mein Gehirn ist bis dahin aus dem Urlaub zurück 😉

Über den langen Fahrtweg und wie und ob ich diesen zeitlich so minimal wie möglich halten kann, ob ich diesen mit Baby und öffentlichen Verkehrsmitteln entspannt hinter mich bringen kann, darüber mache ich mir vorerst keine Gedanken und versuche fest daran zu glauben, dass alles so sein wird, wie es sein soll! Ein wenig spirituell die Ansicht, aber hey, ich komme gerade aus Thailand 🙂

Die Flitterwochen waren irgendwie auch Startschuss für die aktivere Phase der Babyplanung und neben den immerwährenden Ängsten und Sorgen (Oh je, die Verantwortung und ach weh, schaffen wir das wirklich?) kann ich gar nicht glauben, dass die Zeit in der retrospektive so schnell vergangen ist. In den Flitterwochen habe ich entspannt vom Pool aus Einkäufe getätigt und einen tollen Ovulationstest und Folsäure bestellt. Wahnsinn ist, dass ich, wenn das Päckchen da ist, anfangen kann die Folsäure zu nehmen. Das zu erwähnen, mag sich vielleicht ein wenig lächerlich anhören, aber für mich (ja ein bisschen verrückt bin ich schon) bedeutet es so viel, nach all dem Warten. Den fast zwei Jahren in denen sich absolut gar nichts bewegt hat, abgesehen von den Gedanken in meinem Kopf. Deshalb kann ich mich mittlerweile sogar über den Beginn der Folsäureeinnahme freuen. Was im übrigen daran liegt, dass es mittlerweile nur noch 77 Tage sind bis zu meinem Eisprung im Dezember. Und wenn die Finanzen das Bestellen des Spermas ermöglichen, dann geht es los und wenn das wiederrum kein Grund zur Freude ist, dann weiß ich auch nicht 😀

Es tut so unfassbar gut, dass es voran geht. Nach all den Monaten des Wartens und Hoffens, den Gesprächen und den zigtausenden „für’s und wieder’s“, ist es ein ganz unglaubliches Gefühl, dass meine Frau und ich gemeinsam den Zugang zu den extended profiles kaufen und gestern gemeinsam nach einem Spender geschahut haben. Es geht wirklich los. Und wir sind total aufgeregt.

Entschudligt bitte die zuckrige und rosarote Kitsch-Formulierung. Aber so fühlt es sich für mich an: Wir machen unser Baby ❤

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Weltenbummlerinnen

Bald geht das große Flittern los. Und ich kann nur sagen, ich habe mich selten so auf eine Auszeit gefreut. Ich brauche diesen Urlaub. Wir brauchen diesen Urlaub. SO unglaublich dringend. Nachdem wir jetzt ein Jahr lang durchgearbeitet und studiert haben, ist es sowas von Zeit mit einem Rucksack auf dem Rücken etwas ganz anderes zu sehen. Zu riechen. Und zu schmecken.

Ich meine ich hätte es schon erwähnt. Es geht nach Thailand. Geplant sind, von drei Wochen Urlaub, nur die ersten drei und die letzten vier Tage. Den Rest der Zeit werden wi uns wohl einfach treiben lassen. Menschen und Land kennenlernen und vorallem Ruhe. Man könnte meinen ich hätte mittlerweile die 60 überschritten 🙂 Aber ich freue mich so sehr darauf die Akkus wieder aufzuladen, Zeit mit meiner Frau zu verbringen, keinen Zeitdruck zu haben und mal ein bisschen näher zu mir selbst zu kommen. (Insgeheim hoffe ich auf einen emotionalen Gedankenblitz, der mir den Weg für die nächsten Schritte weist 😉 )

Zur Route:

Wir werden in Bangkok ankommen und dann für drei Übernachtungen in einem Hotel bleiben um von dort aus die Stadt zu erkunden. Ich bin schon so gespannt, vorallem deshalb weil ich jetzt schon des öfteren gehört habe, dass man sich das Gefühl in einer so vielfältigen Metropole so gar nicht vorstellen kann, solange man es nicht selbst erlebt hat.

Neben dem obligatorischen Besuch einiger Tempel, wollen wir- auch mal ganz Touri- auf jeden Fall einmal, hoch über allen anderen Dächern auf einem Roof-Top, einen Cocktail schlürfen (diese Empfehlung erreichte uns gestern von einem älteren Ehepaar) und ansonsten werden wir die Tage frei nach dem Urlaubsmotto „treiben lassen“ gestalten.

Falls allerdings jemand Tipps hat, freue ich mich sehr. Ich bin grundsätzlich eher an den kleinen faszinierenden Momenten, dem Atem der Stadt, den unscheinbaren Wow-Momenten interessiert und brauche es nicht unbedingt übermäßig exklusiv, im Sinne von teuer und schickimicki 🙂

Nach den drei bzw. vier Tagen buntem Treiben geht es mit dem Abenteuer erst richtig los. Je nachdem wie sich das Wertter gestaltet, wir fliegen in der Regenzeit, werden wir in Richtung Krabi unterwegs sein. Eigentlich war Koh Samui anvisiert, aber dort soll das Wetter im September wirklich teilweise sehr ungemütlich sein. Schlussendlich ist es uns aber sowieso gleich, weil wir nicht davon ausgehen müssen, dass es 24/7 regnen wird. Und selbst wenn. Sei’s drum. Regengeplätscher kann ich gut ertragen, solange es sonst ruhig ist 😀

Die letzten Tage verbringen wir dann in Yao Noi in einem grandios grandiosen SpaHotel, damit wir zum Abschluss noch mal so richtig entspannen können und verwöhnt werden. Das sind dann die eigentlichen super Flittertage ❤

Im Anschluss an die bestimmt spektakuläre Reise gibt es dann sicherlich einen ausführlichen Reisebericht und massenhaft Foto’s zum neidisch werden 🙂

Wenn schon, denn schon!

Wenn es gesundheitlich nicht läuft, dann halt auch mal gar nicht!

Ich berichtete von meinem Hexenschuss. Gestern Abend hatte ich dann tierische Kopfschmerzen, bin heute morgen mit einem riesigen Bläschen (ach was sage ich eine riesige- überdimensionale Blase) an der Lippe aufgewacht. Im Anschluss ist mir dann eine halbe Stunde vor Termin eingefallen, dass ich zum Internisten muss. Nüchtern! Das wiederum fiel mir ein, nachdem ich den Kaffee schon aufgesetzt hatte. Auf dem Weg dahin noch mit der grummeligen noblet-Verlobten angepflaumt und dann die wundervolle Diagnose: Lebensmittelunverträglichkeit, wenn es gut ist und schlimmeres mit dem Darm, wenn es schlecht ist. Ich bin jetzt mal so überhaupt nicht die Panikmacherin, aber darauf habe ich jetzt einfach echt keine Lust. So gar nicht. Weder auf Essens-Tagebuch schreiben, noch auf intensivere Auseinandersetzung mit meinem Körper (ich erspare Euch mal jedwede weiteren Details). Aber der Onkel-Doktor sah ein bisschen besorgt aus (war allerdings schwierig zu lesen sein Gesicht, er ist von Haus aus ein bisschen grummelig) und deshalb werde ich wohl müssen. Essen aufschreiben. Noch mal zum Hausarzt. Neue Überweisung für einen anderen Arzt. Hmpf. Keine Lust. Keine Lust. Keine Lust. So genug geschimpft.

UPDATE HOCHZEIT

  • Die Terminverschiebung mit dem Cocktail-Fritzen ist erfolgreich besprochen. (Dadurch, dass die Freie Trauung erst am Abend stattfindet und nicht wie geplant am Nachmittag, darf der Cocktail-Mensch erst später anreisen. Ich habe nämlich keine Lust darauf, dass er dann mitten in mein Ehegelübde platzt 😀 )
  • Die Reminder bzw. Ablauf-Infokarte für die Gäste inkl. Skizzen zum Anfahrtsweg sind ferig gestaltet
  • Zwei Tisch-Hussen konnten nachbestellt werden
  • Der Online-Einkaufswagen ist zum Platzen voll

FLITTER-NEWS

Unsere Hochzeitsreise wird uns ja nach Thailand führen. Wir freuen uns ganz unheimlich und haben schon vor ein paar Monaten gebucht. Endlich mal wieder eine andere Kultur. Weg von dem was man hier kennt. Eintauchen in eine neue, für uns noch unbekannte Welt. Menschen, Land und Essen kennenlernen. Hach, wie ich mich freue.

Geplant und gebucht: Sehr hübsches Honeymoon Hotel für die letzte Woche, Ankunft in Bangkok und ansonsten quer durch’s Land. So war der Plan. Bis gestern dann die Nachrichten über das Kriegsrecht in Thailand informierten. Und überall die Panik losgetreten wird, von der kein Mensch weiß ob sie gerechtfertigt ist, oder nicht. Jetzt macht sich S. ein bisschen Sorgen. In erster Linie hoffen wir natürlich, dass sich die Krise wieder beruhigt bzw. abgewendet wird.

Ich ergieße mich jetzt nicht in weltpolitischer Kritik. Nur ganz kurz: Es kotzt mich an. Und macht mich wütend.