Gedanken

Geschützt: Noch im zweiten Trimester und was sonst noch geschah

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Angst. Sehnsucht.

Gestern kamen die Medikamente für den nächsten, den zweiten ivf-Versuch an. Den Abend davor waren wir auf dem ersten Geburtstag des Sohnes einer guten Freundin meiner Frau. Natürlich waren viele Kinder da. Natürlich viele Mütter. Die Kinder waren süß, quitschvergnügt, mampfend, lachend und auf Hüpfburgen hüpenfd voller Lachen und so viel Kinderglück. Zwischen lauter Mami’s fand man sich dann schnell in Unterhaltungen die sich darum drehten, wie faszinierend es ist, dass jetzt alle Kinder haben. Wie froh man als frische Mama ist mal in Ruhe duschen zu können. Wie schön es ist, wie wundervoll. Wie groß die Liebe und wie unverhofft die Schwangerschaft der einen oder anderen. Wie schön der erste Geburtstag war und wie toll es ist, wenn die Kleinen dann auf einmal laufen. Die Welt erkunden, auf Vögel zeigen. Die Mami’s haben gekuschelt und geküsst, stolz vorgestellt und vom Flur aus gewunken.

Und ich. Ich habe gelächelt. Mich viel um das Geburtstagskind gekümmert. Verständnisvoll genickt und mich in Witze gerettet. Mir haben die Wangen geschmerzt vor lauter Grinsen und am Ende war ich dermaßen erschöpft.

Sehnsucht nach unserem Baby hab ich schon lange. Und manchmal auch Angst davor, dass es vielleicht nicht klappt. Aber das gestern, nachdem der Postbote das Päckchen voller ivf-Medis vorbeigebracht hat und ich mich deshalb  erschöpft aus dem Bett quälen musste, das Gefühl hatte eine neue Qualität. Ich habe wirklich Angst. Weil ich dazu gehören möchte. Weil ich auch so gern Mutter sein würde. Weil ich nicht daran denken mag, was es mit mir macht, wenn es nicht klappt und sich der Gedanke doch aufdrängt. Was machen wir? Der Gedanke ein Pflegekind aufzunehmen steht im Raum und ja, ich empfinde es als tollen und wertvollen Weg. Dann wenn wir unseren Kinderwunsch überwunden haben, weil ich keinen Ersatz möchte. Aber was, wenn das wirklich, wirklich eintritt.

Kürzlich habe ich mich mit einer sehr guten Bekannten unterhalten, eher offenbart. Weil es ja helfen soll über den Kiwu zu sprechen. Und dann habe ich es gleich wieder bereut. Unterm Strich habe ich einen tollen Ratschlag bekommen. Das eigene Gefühl beeinflusst das Kinderkriegen ganz doll. Stay positive! Und ich kann vor Zynismus triefend gar nicht sagen, wie viel besser es mir nach diesem gut gemeinten Schlag ging. Die Lösung liegt also ganz nah. Einfach lächeln und dran glauben. Dass ich das seit zwei Jahren tue, ganz besonders beim letzten Versuch, hat dann auch nichts mehr an der Reaktion geändert und auch nicht dazu geführt, dass ganz rational betrachtet, das wohl nicht der Grund für die Kinderlosigkeit ist. Obwohl schwanger geworden bin ich ja.

Meine Frau war kürzlich bei unserer Gynäkologin, der die vor zwei Jahren die erste und die drei folgenden IUI, bei mir vorgenommen hat. Was war sie überrascht, dass es noch nicht geklappt hat. Und hat, genau wie unser Kiwu-Doc gefragt, ob wir nicht mal die Gebärmutter wechseln wollen. Nein! Wollen wir nicht! Und was soll das heißen? Dass meine nicht mehr so fit ist? Dass sie meine aufgegeben haben? Solche und andere fiese kleine Gedanken wälzen sich in meinem Kopf.

Der Countdown läuft

Sowohl das Jahr an sich, als auch die (erneute) Warterei auf unsere Wunschschwangerschaft und unser Wunschnoblet neigen sich (hoffentlich) dem Ende zu. Es ist unglaublich wie schnell und gleichzeitig zäh die letzten zwölf Monate vergangen sind. Ich möchte niemandem mit endlosen Ergüssen aus den vergangenen elf.dreiviertelzwölftel Monaten langweilen, aber das muss doch festgehalten werden. 🙂

  • vier erfloglose IUI’s
  • vier Besuche in zwei verschiedenen Kinderwunschzentren
  • einige Spritzen und die Einnahme von diversen Hormonen
  • ein riesen Einkauf bei Billman über viele hunderte Euro
  • unzählige Tränen (ein bisschen pathetisch darf es der Ehrlichkeit halber doch zugehen 😉 )
  • eine Reise nach München zur Samenbank
  • eine Bestellung bei der Samenbank
  • viele Stunden Sorgen und Gedanken um das richtige Timing und allerhand anderen Krempel

Und nun lassen wir das Jahr im Urlaub ausklingen. Es geht nach Holland. yai. Und dann im neuen Jahr hoffen wir- wie sicher so viele andere Paare und Frauen und Männer und Regenbogenfamilien und Singles und alle möglichen der vielen Menschen da draußen, dass uns das neue Jahr einen noblet schenkt.

Wir haben alles dafür getan. Nur an der „Timing-Front“ ist immer noch nicht alles geklärt. Je nach Beginn des nächsten Zyklus (vorausgesagt ist laut Periodenkalender der 03. Januar), kämen wir (abgesehen von Prüfungskäse) mit einem geplanten Kurztrip dem Ultraschall in die Quere, der alle zwei Tage angesetzt ist. Hmpf.

Wie habt ihr das gemacht? Alles- das Leben ausgesetzt und nur noch die endlos Warteschleife gelebt? Urlaub planen? Verabredungen eingehen? Termine und Projekte auf der Arbeit?

Ich schwanke stündlich zwischen „Scheißdrauf“ und „Zuverlässigkeit ist das höchste Gut“. A b e r : wenn nun jemand in einem natürlichem Zyklus schwanger würde, und dieser Dame wäre dann ständig übel, dann könnte sie ja auch schlecht dieses und jenes Projekt übernehmen. Oder?

Auf der anderen Seite, ich weiß eben um den Zeitpunkt der Hormoneinnahme, der Stimulation und der Punktion und wir k ö n n t e n versuchen das Datum so günstig wie möglich zu legen. Weg von Klausuren, weg von bereits geplanten Urlauben, weg von Projektplanungen die für das nächste Jahr anstehen. So dreht es sich also zum Jahresende genauso wie zu Beginn. Nur mit einer etwas verlagerten Thematik. Hättehätte… Ich wünschte ich wäre weniger Kopfmensch (manchmal)!

So, ich schweife ab. Das Jahr geht zu Ende und ich stelle fest, mein letztes Jahr mit einer zwei vorne dran, ist nicht weniger kompliziert oder fordernd gewesen. Die Entschiedungen lassen sich noch genauso schwer treffen. Nur das Wollen, das Wünschen, die tiefe Sehnsucht ist noch größer geworden. Und die Liebe zu meiner Frau, die wächst jeden Tag ein kleines bisschsen mehr. Wenn ich sie anschaue. Mit ihr unser Leben plane. Wenn ich (k i t s c h!) in ihre Augen schaue und zuhause bin.

Das ist doch schon mal was 😉

Und weil es gerade nebenher läuft und ich finde, dass es passt, hier noch eine kleine musikalische Untermalung- weil der Text so toll ist.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch heute schon einen wunderschönen Jahresausklang, einen fabelhaften Silvesterabend, einen tollen Start und die Gewissheit, dass alles in Bewegung ist. Habt zauberhafte Augenblicke mit Euren Lieben und genießt die wundervollen lauten und leisen Momente, die sich Euch zeigen. Atmet sie tief ein, ohne sie halten zu wollen, lasst sie in Euer Herz und seid glücklich.

Alles Liebe und einen sagenhaften Start in ein kinderreiches 2016 😉

noblets ❤

Eisprung verpassen?

Spätestens zum neuen Jahr werde ich die neue Stelle bekommen. Frühstens im September.

Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben. Aber wieder auf ein Jahr befristet. Mit sachlichem Grund. Dann im dritten Jahr. Inklusive Nebenabrede.

Der Eisprung naht. In zwei Tagen dürfte es soweit sein.

Blutabnehmen zum Hormonstatus Nr. eins an ZT 2 und Nr. zwei soll folgen an ZT 21.

Meine Frau und ich haben solche Sehnsucht nach unserem Baby.

Wollen nicht mehr warten, weil wir schmezlich lernen durften:

Man weiß nie was wann kommt.

Fazit:

Wir wissen nicht was wir tun sollen. Frustriert. Unsicher.

Hätte, hätte, Fahrradkette

Kennt ihr das? Um euch rum nur Schwangere, frischgebackene Mamas, Kolleginnen, die rund durch die Gegend kugeln, neue süße Babys. Ältere Kinder, die stolz das zeigen, was sie neu gelernt haben und ihren Mamas von den neuen Kindergartenfreunden erzählen.. Und ihr? Ihr sitzt da. Wartet und hofft. Lächelt den Mamas zu. „Ja, so süß die Kleine!“ Überlegt und plant. Hofft und bangt. Sorgt euch. Seid frustriert. Freut euch für die anderen. Fragt euch warum es bei euch nicht klappt. Lächelt kleine Babys an und spürt wie euch das Herz zu zerplatzen droht, während ihr den Tränen nahe seid. Wie gerne würde ich im nächsten Zyklus anfangen. Wie sehr hoffe ich, dass es beim nächsten Versuch endlich so weit ist. Wie gerne würde ich meinen Schreibtisch räumen, das Arbeitszimmer leer machen, mein Geld für Tragetücher, Kinderzimmerausstattung und Stoffwindeln ausgeben. Wenn ich doch endlich auch eine poititve IUI, einen zweiten Streifen auf den blöden Tests hätte. Wenn ich doch auch nur endlich wieder einen Versuch starten könnte. Den Vertrag in den Händen hätte. Wenn wir doch endlich schwanger wären.

Bestandsaufnahme

Der Termin im Kinderwunschzentrum war ja ein Reinfall. In Sachen berufliche Weiterentwicklung sieht es immer noch grau aus. Den Vertrag für die Umschreibung, von meiner jetzt befristeten zu einer unbefristeten Stelle, habe ich immer noch nicht zu Gesicht bekommen. Es folgen auch keine neuen Informationen oder Neuigkeiten darüber, wann ich denn damit rechnen kann. Und ich tappe diesbezüglich im Dunkeln. Aber gut, das geht mich ja auch eigentlich nichts an! Die andere Stelle, die mir innerhalb des Unternehmens angeboten wurde, ist wohl gewissermaßen in der Mache aber auch hier: das Selbe in grün. Ich warte nun sicher schon seit weit mehr als einem Viertel Jahr und es kann mir nicht mal gesagt werden, ob ich überhaupt dieses Jahr noch wechseln könnte. Alles wie immer also. Das Folgende mag jetzt etwas fernab von der Berufsthematik liegen, aber es macht in meinem Kopf durchaus Sinn. Eine Freundin von meiner Liebsten und mir, hat vor einigen Tagen ihr Baby bekommen. Und kurz nach dem Schlüpfen waren wir zu Besuch. Wir durften halten und kuscheln, beim Wickeln zusehen und meine Frau hat füttern dürfen. Mama, Papa und das kleine Würmchen lagen selig im Familienzimmer und alle waren so glücklich. So müde. So zufrieden. Und ich? Ich war so traurig. Das ist jetzt das erste Mal, dass ich so ein Gefühl habe. Ich war schon genervt oder frustriert. Ein bisschen „haaach, was wäre das schön“ Aber da?! Da war ich ernsthaft traurig. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob das wirklich das passende Wort für die Situation ist. Ich habe mich nämlich gleichzeitig in das kleine Menschenkind verliebt und das hat mich so gar nicht traurig gemacht! Ach, was soll ich sagen? Das alles zusammen macht einen unschönen Gefühlscocktail in mir. Ich habe immer noch unglaubliche Angst, weil mir auf der Arbeit so viel Druck gemacht wird, aber ich habe in den Augen der frischgebackenen Mama lesen können, (sie war beruflich in einer ähnlich verzwickte Lage wie ich) dass es sie so gar nicht mehr interessiert, was wer auf der Arbeit denken könnte. Im Grunde hat sie so gar nicht an die Arbeit gedacht. 😉

Der neue Plan also. (Und zu meiner großen Freude hat meine Liebste sich diesen ausgedacht, wo sie doch planungstechnisch so gaaar nicht in die Kinderwunschsache involviert war! Jetzt aber bei Krankenkassen anruft, zu neuen Kliniken recherchiert…) Wir fahren im August in den Urlaub. Kommen in der Mitte desselbigen Monats wieder. Fangen wieder mit der iui an und schauen was passiert. Eigentlich hatten wir erst November im Visier, für den Start. Damit ich wenigstens nicht schon im ersten, zweiten Arbeitsmonat in dem ich fest angestellt bin, sagen muss „hups, schnwanger“. Aber so lange halten wir es nun beide nicht mehr aus. Und ohnehin zählt für uns nur noch möglichst bald zu dritt zu sein. Zur ausgleichenden Gerechtigkeit lasse ich dann eben mal das Unternehmen warten 😀

Als erstes steht ein neuer Termin bei meiner Frauenärztin an um über den weiteren Ablauf zu sprechen. Wir denken ernsthalft über eine Bauchspiegelung zur Überprüfung der Eileiterdurchlässigkeit nach. Und dann werde ich mir auch gleich noch mal einen oder mehrere Termin geben lassen zur Hormonkontrolle. Ja, soweit der Plan. Ich hoffe es ist bald Urlaubszeit 😉

Sommer, Sonne, Badesee. Oder: Hirn aus, Glück an.

Mir egal. [Für heute! Okay, wenigstens für ein paar Stunden]

Dass ich noch ein Interview vorbereiten muss. Dass ich heute Nacht vor lauter Angst vor der ‚Wiederstudienaufnahme‘ nicht schlafen konnte. Dass ich müde und quetschig bin. Dass ich auch Texte vorarbeiten könnte. Dass ich über den olinebasierte Studiengang nachdenken müsste. Dass Entscheidungen anstehen.

Jetzt fahren wir an den See. Und ich werde liegen und die Sonne fühlen. Frische Luft atmen. Das heterogene Gemisch aus quitschen und planschen, aus Kindergeschrei, Fritierfett, Wespengesumse und Sonnencremduft genießen. Hach, was ich mich freue.

Und morgen dann, geht es frohen Mutes zum ersten Besuch in das Kinderwunschzentrum. Auf das wir auch bald so glücklich und friedlich wie unsere Nachbarin,  die gestern mit frisch geschlüpftem Babywürmchen nachhause kam, kuschelnd mit Nachwuchs auf dem Balkon liegen können.

Überweisung in die Kinderwunschklinik und die Absage an den Kinderwunsch-Beruf-Konflikt

Heute, nach dem Feierabend meiner guten Gattin 😉 werden wir uns auf den Weg machen und unsere Überweisungen für die Kiwu-Klinik zu holen, damit es dann Anfang nächster Woche losgehen kann mit dem ersten Termin.

Es passiert wieder was 🙂

Gestern Abend waren wir bei einer guten Freundin meiner Liebsten, die glücklich und mit riesiger Neunmonatskugel, auf die Geburt wartend, vor uns gesessen hat. Es war schön zu sehen, wie hübsch sie ausschaut, wie glücklich, aufgeregt und verliebt sie ist. noch mal bezüglich des passenden Zeitpunktes unterhalten und habe von ihr noch mal ganz klar und deutlich um die Ohren bekommen, dass es (das habe ich doch schon mal irgendwo gehört?!) den richtigen Zeitpunkt für ein Baby niemals geben wird!

Der Arbeitgeber ist immer glücklicher, wenn keiner fehlt und überhaupt! Ich höre das und ganz langsam kommt es auch irgendwo an. Bzw. werde ich ein bisschen sauer. Auf dieses Gefühl in mir, einzelne Personen, die immer wieder mal fallen lassen, wie doof sie es finden, dass Frauen fast gleichzeitig mit der unbefristetn Stelle schwanger werden. Dass sich da keiner wundern müsste, dass Frauen um die 30 ungern eingestellt werden undundund.

Undundund ich muss sagen, es nervt! Es nervt, dass andere es sich anmaßen mir mein Leben diktieren zu wollen, über selbiges urteilen und über gut und schlecht entscheiden dürfen. Einfach so. Und es nervt, dass sich diese Menschen oft keine Gedanken machen, dass das Leben nicht immer eine Abfolge von perfekten Momenten und Abschnitten ist, die sich beliebig und passend planen lassen. Und am meisten ärgere ich mich über mich. Dass ich solche Aussagen an mich rankommen lasse und mich irgendwie im Rechtfertigungsmodus wieder finde. Schluss damit! Ich bin fast 30. Ich studiere. Ich arbeite. Ich bin verheiratet. Wir möchten ein Kind. Wir werden es lieben. Der Rest geht keinen was an.

Kinderwunsch hoch zehn

Ich wünschewünschewünsche uns ein  Kind. Unser Kind. Jetzt.

määääh. mecker. motz.

Nachdem wir jetzt ein paar Wochen pausiert und die letzten drei Zyklen nicht genutzt und ich mich auch hier ziemlich rar gemacht habe, brennt der Wunsch jetzt zigfach so stark.

Dafür war die Pause wirklich gut. Ich habe es geschafft ein bisschen Ruhe in meinen Kopf zu bringen und generell wieder ein wenig entspannter zu sein.

Langsam bekomme ich ein sichereres Gefühl. Für mich und den Wunsch nach einem Kind.

[Trotzdem muss ich doch ehrlich sagen, es hat mich überrascht, dass ich mich in dem „wann ist der richtige Zeitpunkt“- Strudel wiederfinde. Angedeutet hat sich das ja schon, aber ich musste doch feststellen, dass ich tatsächlich fast nur noch damit beschäftigt war bin, wann ich es denn wagen darf  eine Familie zugründen. Eine Mutter zu werden. Erst war es das Studium- schließlich bin ich ja noch nicht fertig. Dann die Angst davor noch keinen unbefristeten Job zu haben- wie will man dem Nachwuchs denn sonst etwas Sicherheit bieten? Jetzt,wo der unbefristete Vertrag endlich in in greifbarer Nähe ist- was ist mit der möglichen Versetzung gegen Ende des Jahres in die Wunschabteilung? Und dann, wenn der Vertrag endlich unterzeichnet und ich tatsächlich in der anderen Abteilung sitze, für die sich einige Leute wirklich ins Zeug gelegt haben um mich dort hin zu holen- wie gemein ist es denn dann bitte gleich eine Schwangerschaft zu verkünden?

Natürlich, wir als Familie sind wichtig. Der Wunsch nach einem Kind ist wichtig, weil es unser Wunsch ist. Was die Gesellschaft will, kann uns eigentlich auch ziemlich am Allerwertesten vorbei gehen. Der Verdienst meiner Frau und das was ich dazu verdiene, würde definitiv ausreichen für uns und Zuwachs. Meine Chefin ist eh blöd und tut auch nichts für mich, also warum sollte ich etwas für sie tun? Das Unterschreiben für die unbefristete Stelle soll so in zwei, drei Monaten sein. Dabei ist nicht klar, ob ich die unbefristete Stelle in der aktuellen oder der (hoffentlich!) zukünftigen Abteilung antreten werde.

Aberaber. Aber Nr. 1: Wenn ich bei neuem Vertrag in der alten Abteilung sitze- sollte ich dann nicht warten, bis ich die neue Stelle antrete, weil die mich sonst vielleicht nicht nehmen? Aber Nr. 2: Wenn ich gleich in die neue Abteilung wechsle (und die brauchen dort dringend Hilfe und Unterstützung) sollte ich dann nicht warten, weil sich so viel Mühe für mich gegeben wurde und ich dann schon bald ausfallen würde?

Oder? Oder?]

So, wo war ich? Ach ja, bei dem sichereren Gefühl mit dem Kinderwunsch. 😀 In meinem Inneren hat sich der Wunsch, trotz der aber`s und oder`s noch mal verfestigt. Ich habe bemerkt, dass es eigentlich nur äußere Einflussfaktoren sind, die mich an dem Wunsch haben zweifeln lassen. Die mir Angst davor gemacht haben, überfordert sein zu können. Mit der Pause und der Entscheidung in der FH ein bisschen kürzer zu treten, fühle ich mich wohler und habe wieder Raum zu träumen. Und ein großer Traum ist eben unser Wunschkind. Der Gedanken daran macht mich glücklich. Und langsam wächst die Überzeugung, dass es eben gut wird. Mit Kind. Das Leben wird genauso kompliziert, genauso spaßig und genauso nervenaufreibend. Nur eben mit Kind. Man weiß ja sowieso nie, was wie gekommen wäre. Ich würde gerne einfach anfangen. Wenn ich mich danach fühle. Und momentan wächst das Gefühl danach wieder. Oder anders: ich kann es wieder spüren. Ich denke also, dass ich warte bis ich unterschrieben habe und dann leben wir frei nach dem Motto whatever will be, will be!