Hochzeit

Hochzeitsbericht II

Hier folgt also nun der zweite Teil der Hochzeitsberichtsreihe.

Der Hochzeitstag

So schlecht geschlafen. Und trotz der paradiesischen Weckerzeit von sechs, bin ich ab halb fünf schon wach. Wer braucht schon Schlaf. Bis fünf halte ich es im Bett aus. Dann muss ich duschen. Die Haare, gestern schon geglättet, verstecke ich unter einem Handtuch. Als ich zurück ins Zimmer komme, erwartet mich eine Überraschung. Auf dem Kissen liegt eine Schatulle. In der Schatulle sind kleine, wunderschöne Ohrringe. Ginkoblätter aus echtem Gold. Meine Schwester ist die Beste und ich liebe Blätter. Das erste Mal weinen an diesem Tag.

Chaos liegt uns irgendwie in den Genen und in der Übernachtungstasche meiner Schwester fehlt so einiges. Da die Zeit knapp bemessen sein wird später, fahren wir jetzt, es ist ca. sechs, zu meiner Schwester nach Hause. Und ich komme, total unter Zeitdruck, das erste Mal seitdem ich meinen Führerschein habe, in eine Polizeikontrolle. Das fehlte noch. Schwesterchen stellt beim Polizisten gleich mal fest, dass wir keine Zeit haben, weil sie (das bin ich) heute heiratet. Wahnsinn, das ist heute! Wahnsinn, das bin ich.

Zurück im Hotel bastel ich weiter am Hochzeitsbuch, während die andere Hälfte duscht, glättet und anzieht. Auschecken und zum nächsten TOP. Schminken. Der Termin ist um neun. Die standesamtliche Trauung um elf. Bei zwanzigminütigem Fahrtweg, ungemachten Haaren und ohne Kleid am Körper, kann man sich ausrechnen, dass wir ein wenig unter Zeitdruck standen. Die Kosmetiktrulla kommt in aller Seelenruhe angeschlurft und schminkt dann auch in aller Seelenruhe. Scheint eine allgemeine Lebenseinstellung zu sein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bis zur Trauung sind es aber nun nur noch knappe 50 Minute, bei 20 minütigem Fahrtweg nach Hause und ich gerate in absolute Panik. Die Freundin, die die Haare macht, ist angerufen, der Bruder auf dem Weg. Das Kleid hängt noch bei Mama und wird, zusammen mit dem Bruder, dort eingesammelt.

Zurück zur eigenen Wohnung, S. ist schon ausgeflogen, hüpfe ich schnell ins Kleid und binde die Schuhe zu. Plötzlich brummt es in der Wohnung wie in einem Bienenstock. Sechs Personen und an jedem muss noch gezupft und optimiert werden. Strumpfhosen wollen angezogen und Krawatten gebunden werden. Mein Bruder sieht überragend aus und ich weine zum zweiten Mal heute. Meine Haare sind jetzt fertig und die Noch-Verlobte ruft an um mich an meinem Ausweis zu erinnern. Mit dem Kleid ins Auto. Nicht so einfach wie ich es erwartet habe. Der Rock türmt sich zum Baiserhäubchen und ich bin so nervös wie nie in meinem Leben. Das Bruderherz versucht mich zu beruhigen, ist aber auch mächtig nervös, schließlich ist er es, der mich in den Standesamtraum reinbringt und mit einer blassen, hyperventilierenden Braut am Arm, macht das keinen so guten Eindruck 😉

Bevor es losgeht, sollen alle Gäste Platz genommen haben, so dass der kleine 1,90 große Bruder und ich im Untergeschoss warten, wo wir zwei auch prompt für das Brautpaar gehalten werden. Lustig. Der Bruder muss noch mal auf’s Klo und so stehe ich plötzlich alleine im Flur. Und mir wird bewusst, noch bewusster als sowieso schon. Gleich ist es soweit. Gleich ändert sich mein Nachname. Gleich ist es amtlich. Mein Bruder kommt zurück. Ich fragen ihn nach meinem Ausweis, den er für mich verwahrt und stelle fest: Das ist mein Führerschein. In der Eile falsch gegriffen. Panik kommt auf. Geht das auch? Reicht das aus? Der Brautbezwinger macht sich noch mal auf den Weg nach oben und erfragt ob, das als Dokument ausreicht. Reicht es. Gar nichts hätte auch gereicht. Jetzt geht es los. Wir laufen nach oben. Ich am Arm meines Bruders. Und ich bin so aufgeregt. Was S. wohl anhat? Was sie wohl von meinem Kleid hält?

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Hochzeitsbericht Teil I

Nachdem ich stundenlang am Hochzeitsbericht gesessen habe und feststellen musste, dass er einfach ewig lang geworden ist und ich mich gleichzeitig aber von keinem Wort trennen kann, ist die Entscheidung getrofffen. Es wird ein Mehrteiler 😀

Da steigt die Spannung und darüber hinaus, kann man es auch niemandem zumuten soviel Text auf einmal zu lesen 😉

Hochzeitsbericht Teil I

Drei Tage & Zwei Tage vorm großen Tag.

Es regnet. Mäßig, aber beständig. Das Zelt ist im Garten aufgebaut. Die Lieferungen mit Bierzeltgarnituren sind angekommen. Die Getränke sind in den Garten geschleppt und untergebracht. Die Kühltruhe steht im Trockenen. Wir haben fast alles alleine gemacht. Wie auch schon am Umzug. Es hat uns Schweiß und ein paar ruppige Worte gekostet. Aber nun sind wir stolz. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Den restlichen Tag habe ich in der Küche verbracht. Hochzeitskuchenweckgläschen. 16 Zitronen gewaschen, gerratscht und ausgequetscht. Es duftet herrlich in unserer Wohnung. Glasur angerührt, Zitronenschalen karamelisiert. Fertig.

Knoblauchbutter und Tomatenbutter vorbereitet, abgeschmeckt und in den Kühlschrank gestopft. Im Anschluss Blätterteig mit Käse bestreut, als Snack zum Sektempfang. S. holt die Hussen und den Dekokrempel in einer Stadt 30 km entfernt von zuhause und fährt alles in den Garten. Und, es regnet immer noch.

Der Tag davor.

Es regnet. Nicht dieser süße Nieselregen. Nein, es sind Sturzbäche, die sich da von oben nach unten ihren Weg bahnen. Eigentlich regnet es auch von unten nach oben. S. sitzt im Auto neben mir und ist den Tränen nahe. So hat sie sich das nicht vorgestellt. Ich bin eigentlich auf dem Weg zum Augenbrauen zupfen. Aber jetzt heißt es erst mal den Land unter Zustand zu retten. Im Auto regnet es mittlerweile auch. Aus den Augen meiner Verlobten. Ich verspreche alles zu retten. Und ihr eine schöne, unvergessliche Hochzeit zu schenken. Hüpfe aus dem Auto. In der Zwischenzeit telefoniert sie mit dem Herrn Schwiegerpapa und erfragt einen Raum in unserem Wohnort als Alternative zum unterwasserstehenden Garten. Nicht perfekt, aber immerhin trocken und warm. Im Auto hört es derweil nicht auf zu regnen. Auf neue Situationen und spontane Alternativpläne kann S. sich in der Regel eher schlecht einstellen. Und SO war das alles eben überhaupt nicht geplant. 🙂

Ich persönlich bin einfach nur froh, dass der Tag nicht ins Wasser fällt. Freunde werden zusammengetrommelt. Denn all das, was wir mit Schweiß und ruppigen Worten geschafft haben, muss nun in den Raum gebracht werden, den wir 24 Stunden vor der Hochzeit aufgetrieben haben. Dafür werden wir unter Hochdruck, mit bis zu 22 Händen und in knapp acht Stunden einen kahlen Funktionsraum in einen verwandeln, der uns und unsere Liebe wiederspiegelt.

Tische gerückt, Wände abgehangen, DJ-Tisch aufgestellt, Treppe dekoriert, Lichterketten untergebracht. Tische be- und eingedeckt. Platzteller. Selbst dekorierte Weckgläser für die Blumendeko aufgestellt. Blumen geholt. Die Vasen befüllt, Blumen verteilt. Schleifchen gebunden. Getränke geschleppt. Kühlschränke befüllt. Nageltermin vergessen. Stehtische positioniert, Gläser ausgepackt, Sekt kaltgestellt. Diskokugel unter Einsatz des Lebens aufgehängt. Diskolicht organisiert.

Nach Hause gedüst. Die Verlobte mit einer Pizza auf der Couch verabschiedet. Geschenke und Übernachtungsutensilien für sie heimlich unter den Arm geklemmt und zu einer Freundin gedüst. Haare machen. Also meine. Färben. Von Schwarz zu rot. Nebenbei ein wenig schnacken. Es ist spät geworden. Zehn Uhr. Ich bin seit 6:00 auf den Beinen. Hinterlege bei der Freundin noch einen Liebesbrief für S. und bin gespannt auf ihr Gesicht morgen.

Ins Nachbarhaus zu Mama um die weltbeste Schwester abzuholen. Gleich geht’s ins Hotel. Auf die alberne Tradition wollten wir nicht verzichten. 😀 Schwester braucht ewig, was mich dazu veranlasst zu Bridezilla zu mutieren. Ein Mal kurz gebrüllt. Es geht weiter. Mama packt uns noch eine Schwarzbier ein, als Schlummertrunk. Oma, Opa, Tante und Mama zum Abschied geknutscht. Ein letztes Mal als Unverheiratete. Seltsames Gefühl und so viel Aufregung in der Luft. Es ist elf.

Ab ins Auto. Rein ins Hotel. Zweckmäßig, aber es soll ja auch nur für eine Nacht sein. Ein zuhause habe ich ja schon. Zimmer gefunden. Rein in den Schlafanzug und ab auf’s Bett, die Geschenke und Spiele organisieren sich nicht von allein. Die Schwester hat uns Daim eingepackt. So süß. Und was macht mich das glücklich, habe ich doch schon seit Tagen nichts Ungesundes mehr zu mir genommen. Und ich liebe Daim. Mir fallen beinahe die Augen zu, aber das Hochzeitsbuch ist fast fertig. Ich glaube, es ist jetzt gegen eins. Aber die Augen sind zu schwer zum Uhrenlesen. Wecker auf sechs gestellt…

Es geht weiter. Bachelor. Arbeit. Baby.

Ach, was habe ich das Schreiben vermisst. Was habe ich meinen Blog vermisst. Was habe ich meinen Läppi vermisst! 🙂

Und es gibt so unglaublich viel zu berichten.

1. Ich bin verheiratet! Verheiratet!

2. Nichts, aber auch gar nichts ist gelaufen wie es sollte.

3. Die mündliche Bachelor-Prüfung steht vor der Tür.

4. nicht mehr lange bis zu den Flitterwochen

5. Die Babyplanung geht voran. Zumindest mental 🙂

 

Die schlechte Nachricht. Ich werde nur ein kurzes Update geben und der Hochzeit einen eigenen Blogeintrag widmen. Dann mit Fotos und allem drum und dran. Aber soviel sei verraten. Es war definitiv einer der wunderschönsten Tage in meinem Leben. Auch wenn sich das furchtbar ekelig romantisch anhört. 😉

Bachelor

Abgesehen von der Hochzeit ist in den letzten beiden Wochen mal wieder absolut der Wurm drin. Manchmal frage ich mich wie es nur sein kann, dass bei mir wirklich so unglaublich oft nichts so läuft wie es soll. Und ich mich in acht von zehn Fällen mit Schwierigkeiten rumschlagen muss. Aber gut, man gewöhnt sich dran. 😉

Ich leite deshalb so ein, weil es, auch ohne weitere Komplikationen, beinahe unmöglich gewesen wäre die ZWANZIG! Bücher durchzuarbeiten, die ich laut meines Dozenten in ZWÖLF Tagen durchaus schaffen könnte. Nun gut, nach dem Sprechstundentermin, leicht panisch am Schreibtisch angekommen, habe ich am Montag einen leichten Ausschlag am Hals bemerkt, der sich über den Tag hinanus, über mein komplettes Gesicht verteilt hatte. Dazu war das Gesicht angeschwollen und sah aus wie eine symbiotische Verschmelzung zwischen Hefestückchen und Streuselkuchen. Dazu Unwohlsein, geschwollenen Lymphknoten, leichtes Fieber. Hmpf. Ich bin ja eigentlich nicht so die Arztgängerin. In der Regel sagen die mir, was ich eh schon weiß. Oder sie sagen gar nichts. Oder es ist ihnen egal was ich habe und ich bekomme einfach irgendwas verschrieben. Sie hören nicht zu und glauben dem Patienten/ der Patientin kein Wort. Und ich möchte doch darauf verweisen, dass ich durchaus in der Lage bin selbstbestimmt und eigentverantwortlich mit mir, meinem Körper und meinen Symptomen umzugehen. Gut, wie dem auch sei. Der Ausschlag war mir nicht geheuer und ich bin zu meiner alten, jetzt Vertretungsärztin gegangen. Was soll ich sagen, ich habe mich gleich in den ersten fünf Minuten mit ihr wieder daran erinnert, warum sie nicht mehr meine aktuelle Ärztin ist. Nachdem sie erst mal keinen Ausschlag gesehen hat, war ihre Antwort zu den Symptomen, die ich nicht fertig beschreiben durfte: „Da nimmst du mal was gegen Allergie!“ (Ich bin in der Praxis seitdem ich ca. 10 bin, also gute zwanzig Jahre und die Gute konnte sich das Du nie abgewöhnen. Aber gut, sei’s drum!) Mit diesen Worten hat sie mich quasi aus der Praxis geschoben und ich war alleine mit meinem Schwellkopf!

Nachdem am nächsten Tag noch mehr Schwellung und noch mehr Ausschlag und noch mehr jucken dazu kamen, habe ich entschieden am nächsten Tag noch mal hinzugehen. Ich spare mir an dieser Stelle detaillierte Ausführungen des ernüchternden Ärztin-Patientinnengesprächs. Fazit: Blutabnahme, Arbeitsverbot. Aber keine Diagnose. Am folgenden Tag erfuhr ich dann „einer der vielen hundert Viren“. Dem wird also nicht weiter nachgegangen.Gut. Warum auch. Und wer kennt ihn eigentlich nicht, den Virus der das Gesicht inkl. Ohren anschwellen lässt, juckt wie verrückt und ein bisschen Fieber mit ein bisschen Schnupfen mit unglaublichen Muskelschmerzen und Krämpfen macht?!

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Mir fehlen insgesamt fünf, der zwölf Tage um zu Lesen. Weil ich, dank Gehirnmatschigkeit und Fieber, unmöglich mehr als drei Seiten am Tag lesen und lernen konnte.

Jetzt hat  mich natürlich die Panik ergriffen, dass ich die Prüfung nicht schaffe, zumal ich gar nicht weiß was da so wirklich auf mich zukommt. Gute Dozentenbetreuung sieht eben auch anders aus.

Hmpf. Es bleibt nur hoffen und Daumendrücken.

Arbeit

ABER neben dem Chaos (mehr folgt bald 😉 ) gibt es auch gute Nachrichten. Also halb gute Nachrichten. Gestern hat mir die EHEFRAU 😀 Post mitgebracht und wer hätte das gedacht. Mein Vertrag wurde verlängert. PLUS (und hier folgt die eigentliche gute Nachricht) mit einer GEHALTSERHÖHUNG! Ich bekomme zwar immernoch weitaus weniger als ich eigentlich mit fertigem Studienabschluss verdient hätte, aber immerhin. Immerhin wird meine Arbeit wenigstens ein winziges bisschen honoriert. Unterm Strich macht das netto zwar nur um die 90 Euro aus, aber toll finde ich es trotzdem. Ich bin nämlich die erste in diesem Unternehmen, die überhaupt mal etwas über ein studentisches Gehalt bekommt. Und deshalb bin ich gerade mal sehr stolz auf mich, dass ich mich getraut habe zu kämpfen. Trotz  meiner Angst, dann gar nicht mehr dort beschäftigt zu werden. Merke: Mut lohnt sich.

So nun muss ich zurück an den Schreibtisch. Wenigstens noch ein Kapitel lesen.

Baby

Und ein PS: Ich glaube, wenn der Geldbeutel es erlaubt, fangen wir mit der Hibbelei an, sobald es möglich ist 😀 Wir können es nämlich kaum erwarten. Beide. 🙂

 

Hochzeitskrimi Teil II

Was ich bisher erledigt habe

  • Geschenk für S. fast fertig gestaltet –> es gibt drei Teil, die ich nach der Hochzeit aufschreiben werde. Das Risiko, dass S. neugierig ist und hier liest ist mir zu groß 😉
  • Zwei Maschinen Geschirr gespült
  • Die übrigen fehlenden Gläser mit Klebeband dekoriert
  • Ein bisschen aufgeräumt

Was heute noch kommt : 

  • Festzeltgarnitur aufbauen
  • Getränke entgegen nehmen
  • Anfangen die Notfall-Box zu packen
  • Einkaufen
  • Küchemaschine abholen
  • Knoblauchbutter vorbereiten

Und damit geht es jetzt auch gleich weiter! Ich berichte später oder morgen nochmal.

Ach ja, ps: das Wetter ist herbstig. Regnerisch und kalt 😦

Hochzeitskrimi oder noch 5 mal schlafen

Der absolute Wahnsinn! Es sind nur noch vier Tage und dann werde ich heiraten. Die Zeit rast wie verrückt. Es gibt noch immer einiges zu tun. Und ab dem 14.08 geht’s planungstechnisch erst richtig los. Bierzeltgarnituren und Hussen die abgeholt werden müssen, Zelte und Pavillons die aufgebaut werden müssen. Hotel buchen, Haare machen und, und, und. Zum Beispiel möchte die Fotografin gerne noch den Garten sehen und der DJ die Anlage vor Ort begutachten.

Am meisten bin ich zur Zeit allerdings damit beschäftigt die Daumen zu drücken. Wofür? Gutes Wetter. Ist ja klar! Regenwahrscheinlichkeit 50% 😦 Bis jetzt zwar nur Nieselregen, aber man weiß ja nie. Es wird wohl also bis zum Schluss spannend bleiben.

Diese Woche habe ich mit erst mal freigenommen. Damit es ein bisschen weniger stressig für mich wird. Denn die persönlichen Geschenke für S. muss ich noch vorbereiten. Glücklicherweise habe ich allerhand Überstunden abzubauen!  🙂

Sonst so? Wir waren heute für eine Stunde auf dem Geburtstag einer Kollegin. Eine ihrer Freundinnen hat vor sechs Wochen entbunden und ihren Sohn mitgebracht… Ach, der Kleine ist so unfassbar süß. Also bin ich, neben der Hochzeit, immer noch froh, wenn es mit der Babyumsetzung bald anfängt. Gut ist, dass es auf der Arbeit so sch*iße ist, dass es mir gar kein allzu großes schlechtes Gewissen mehr macht, wenn ich ein viertel Jahr nach der Vertragsverlängerung beichten muss, dass ich schwanger bin (falls es klappen sollte natürlich) PECH! 😉

Die ein oder andere/ der ein oder andere wird es erkannt haben, der Schreibstil ist immer noch ein wenig…ähm.. kurzatmig.. aber eine gute Nachricht habe ich noch: morgen wird der Laptop endlich repariert. Ach, was ich mich freue 😀

Edit vom 30.08.: zwei Wochen später ist es dann jetzt auch endlich soweit 😀

So, jetzt geht’s ab ins Bettchen, damit ich gewappnet bin für den Marathon-Tag morgen…

Der Countdown rennt!

Es sind nur noch vierzehn Tage. Der Countdown Zähler sagt: exakt 14 Tage und 4 Stunden. Das ist wirklich der absolute Wahnsinn und ich kann es so gar nicht fassen. Langsam bekomme ich auch ein bisschen Panik, ob der Dinge die noch erledigt werden müssen!

Grundsätzlich sind es eigentlich nur noch Kleinigkeiten, aber auch die müssen ja erledigt werden. Dazu kommt, dass meine Liebste dieses Wochenende (sprich heute) ihren Junggesellinnenabschied feiert und ich auf das nächste Wochenende tippe. Also für meinen. Sodass eben kaum mehr Zeit bleibt die Dinge zu besorgen und zu entscheiden, die wir gerne zusammen entschieden hätten. Aber gut, so ist es nun. Und ich sehe mich schon bis heute Abend um zehn durch die Geschäfte hüpfen. Schwitzend und im Kreis rennend. 🙂

Mein wunderschönes Hochzeitskleid habe ich am Mittwoch abgeholt und musste feststellen:

Leider ist es zu eng. Viel zu eng. Aber ich denke mir,  Atmen wird am Hochzeitstag sowieso absolut überbewertet. :/

Nun ja, im ernst, ich fühle mich nicht mehr wirklich wohl darin. Oben zwickt es, quetscht die Haut unschön zusammen und… was einmal vom Kleid abgeschnitten wurde, das ist auch weg, habe ich gelernt. Folglich bin ich also gezwungen auf die letzten vierzehn Meter noch zwei Kilo abzunehmen. Und das, wo ich mich, aufgrund extrem schlechter Laune beim letzten Versuch und um gegen die „Schönheitsindustrie“ zu revolutionieren, dazu entschieden habe, mich so gut und hübsch zu finden wie ich bin und wie mich auch meine Verlobte am  liebsten mag (ist ja auch nicht unwichtig 😉 )

hach, was soll ich sagen? alles meckern hilft nicht, jetzt muss ich in die grüne Gurke beißen.

Was gibt es noch? Ach ja, wir feiern ja irgendwie zweigeteilt. Zuerst das bürokratisch-stamdesamtliche (hier hat sich die Liebste gewünscht soll ich schon das Hochzeitkleid tragen) mit nur den allerengsten (ich glaube wir sind ca. 10 Gäste ), dann gibt es eine ziemlich lange Pause, bis dann alle Gäste ab 17:00 Uhr eintreffen. Nach dem Essen gibt es dann endlich (die für uns wichtigere) freie Trauung. Damit es für die anderen Gäste  einen Überraschungseffekt gibt, werde ich das Hochzeitskleid nach dem Standesamt erst wieder anziehen, wenn ich von meiner Mama nach vorne geführt werde. Lustigerweise, habe ich gestern meiner Schwester mein Kleid für „dazwischen“ gezeigt, da sagt sie wirklich, dass sie genau das selbe hat, nur in einer anderen Farbe 😀 und das ohne, dass wir es abgesprochen hätten!

Abgesehen von dem Durcheinander und dem aufregenden Stress bzgl. der Hochzeit  ist die Arbeit noch anstrengend,  Dienstag steht mir mein Gehaltsgespräch bevor (vor dem es mich doch sehr gruselt) und der Babywunsch wird auch nicht kleiner!

Als nächstes steht dann die mündliche Bacheloprüfung an. Was ich mich freue 😉

Aber erst mal genieße ich die letzte Nacht allein  mit meinem Mädchennamen. Der jga der Liebsten geht nämlich bis morgen Mittag 🙂

Weg damit & der letzte Monat vor der Hochzeit

Es ist soweit. Ich habe mich entschieden! Ich lass die Arbeit frei. Ich werde einfach loslassen. Hach und dann, dann bin ich Bachelor-Single. Fast einsam am Schreibtisch. Keine dreißig Bücher um mich, die mir die Sicht nach draußen verdecken.

Ich fühle mich als hätte ich Luftblubbels im Kopf. Einfach, weil ich heute morgen diese Entscheidung getroffen habe. Schluss mit dem „vor mir her“ schieben. Schluss mit der Angst vor der, unter Umständen, schlechten Note.

Willkommen Freiheit (fast). Willkommen Wochenende (dieses).

So, wie unschwer zu merken ist, greift der Wahnsinn um sich 😀

Aber es gibt ja noch ein zweites, worüber es sich zu freuen gilt. Und was meine Aufregung und Euphorie maximiert.

Es ist soweit. Heute in einem Monat. Auf den Tag genau. Wird geheiratet! Ich meine mich zu erinnern, dass es eben noch 89 Tage waren. Und nun? Plötzlich ist die Hochzeit zum Greifen nah. Nur noch vier Wochen in denen ich meinen Nachnamen trage. Vier Wochen, an denen ich ‚ledig‘ in Anträgen ankreuzen muss 😀

 

EDIT:

Morgen ist auch endlich der Termin mit der langersehnte Brautkleid-Schneiderin. Und dann, dann darf ich mein Kleid mit nach Hause nehmen.  Wouhu!

Vor lauter Sehnsucht nach dem Kleid, bin ich im Kalender in den Wochen verrutscht. Es ist noch ein bisschen hin. Nächsten Donnerstag. Aber dann in echt 🙂

Ich bin sooo aufgeregt. Endlich geht es los. So richtig 🙂

Ich hüpf jetzt hinter den Schreibtisch, für einen letzten Durchgang Bachelor und dann, geht die Arbeit zum Druck und im Anschluss an die lieben Freunde.

Zwischenstand

Ich kann es kaum glauben, aber ich bin fast fertig mit der Bachelorarbeit! Das wäre ja nun eigentlich ein Grund zum laut YEAH Schreien, aber ein grandioses, überwältigendes Gefühl mag sich noch nicht einstellen. Zu groß sind die Zweifel. Ob sie gut ist. Ob das was ich geschrieben habe ausreicht. Was der Dozent dazu sagt und ob ich nicht etwas wichtiges vergessen habe.

Also zu den Fakten. Es fehlt noch eine knappe Zusammenfassung nach einem Kapitel und über den Schluss muss ich noch mal drüberschauen. Dann wird das gute Stück an Freunde weiter gegeben zum Korrektur Lesen.

Und dann? Ja, dann könnte ich abgeben. Hach, ich hätte nie gedacht, dass mir das so schwer fällt. Aber ich freue mich jetzt einfach mal. Darüber, dass die Last der letzten Wochen, ach was sage ich, der letzten Monate, von mir abfällt. 🙂

Und sonst? Der Kopf ist ziemlich leer. Der Kalender ziemlich voll. Darüber hinaus steht ein Termin für eine Gehaltserhöhung an und das wird ein ziemlich harter Kampf werden. Die Leitung hat nämlich nicht so viel Lust mir mehr Geld zu gewähren. Aber ich meine hey, warum sollte ein abgeschlossenes Studium auch ein Grund sein den Vertrag von einem studentischen in einen echten, tollen, besseren Arbeitsvertrag umzuwandeln. Hmpf. Wenn ich drüber nachdenke, werde ich ziemlich sauer. Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnt haben, dass ich ziemlich gute Arbeit leiste.

Und ganz aktuell?Die Anmeldungen bzw. Bewerbungen zum Master sind morgen auch alle raus und dann beginnt das große Zittern. Werde ich genommen. Wenn ja, wo? Für gedrückte Daumen bin ich mehr als dankbar 😉

Ansonsten freue ich mich darauf bald wieder ein bisschen mehr Zeit zum freien Schreiben zu haben. Das hat mir gefehlt.

Und bald, ganz bald ist die Hochzeit da. Noch 32 Tage. Faszinierend wie schnell das nun plötzlich ging

Ein Hallo aus der Versenkung

Ich habe eben einen ziemlich langen Text mit dem Handy getippt, weil der Laptop irgendeine Fehlermeldung aufzeigt mit der ich nichts anfangen kann und die mich daran hindert das Internet zu benutzen, und dieser ziemlich lange Text, hat sich ziemlich flott und heimlich alleine gelöscht. Hmpf. Also auf ein Neues. Und weil ich auf dem Handy tippen schrecklich anstrengend finde, jetzt ein Update in Stichpunkten.

Bachelorarbeit:  es gibt zu wenig von der Literatur die ich benötige um meine These zu halten. Und ja, ich habe da vorher schon nach geschaut. Es war sozusagen unvorhersehbar. Und zu deutsch: Mir geht der Arsch auf Grundeis. Denn: In zwei Wochen muss ich abgeben.

Hochzeit: Noch 43 mal schlafen. Und am Samstag habe ich einen Termin mit der Änderungsschneiderin .

EDIT: Der Termin mit der Änderungsschneiderin ist verschoben. Grund: erkrankt. Folge: andere Schneiderin, neuer Termin. Zwei Wochen vor der Hochzeit. Wie ich das finde: Blöd. Grund: Hätte das Kleid lieber hier gehabt um mit Frisur, Schuhen, Make-Up etc. zu experimentieren.

Liebe: S. war drei Tage auf einem Lehrgang ziemlich weit weg von hier und ich bin sehr glücklich darüber heute wieder mit ihr einschlummern zu können ❤

Baby: Die Sehnsucht ist nicht wirklich besser geworden. Noch immer mind. fünf Monate.

So, jetzt bringe ich mal die Wohnung auf Vordermann und dann landet auch die Liebste schon.

Hochzeits- Countdown/Rednerin/Planungsupdate

Countdown

Heute sind es also nur noch zwei Monate bis zur Hochzeit. Ich kann es kaum glauben und muss sagen, die Aufregung steigt doch enorm, je näher der Tag rückt. Konnte ich mir am Anfang überhaupt nicht vorstellen, dass der Tag überhaupt jemals rankommen wird, erscheint es jetzt seltsam sureal.

Hochzeitsrednerin

Wie versprochen ein kleiner Einblick in den Termin mit der Hochzeitsrednerin an Pfingsten.

Nachdem wir schon vor einigen Wochen, ach was sage ich Monaten, den ersten Termin mit ihr hatten, war sie jetzt für einen intensiven Gesprächstermin bei uns zuhause. Wir haben hübsch Kaffee gekocht, eine Wassermelone aufgeschnitten, ein bisschen Ordnung gemacht und in der Hauptsache mächtig aufgeregt gewartet. Als sie dann kam, saßen wir, irgendwie zwischen Wohlfühlfaktor und Nervosität festgequetsch, auf dem Balkon und kamen gleich gut ins Gespräch. Dazu muss ich sagen, dass die Hochzeitsrednerin wirklich außerordentlich sympathisch ist und man sich gleich aufgehoben fühlt, mit den teilweise doch schon sehr privaten Geschichten, die man so zum Besten gibt.

Zu Beginn des Gesprächs haben wir erst mal die organisatorischen Dinge festgemacht. Welches technische Equipment gibt es, wollen wir stehen oder sitzen. Wer wird in die Zeremonie integriert und so weiter und so fort. Außerdem wie soll die Feier übrhaupt ablaufen. Welche Rituale wollen wir durchführen. Ich freue mich schon so in zwei Monaten Fotos und Berichte zu schreiben. Aber noch muss sich geduldet werden 😉

Im Anschluss ging es dann ans Eingemachte. Zwei Stunden lang Beziehungsgeschichte. Da wurde wirklich nichts ausgelassen. Wann wir uns das erste mal gesehen haben. Wieso es knapp 20 Jahre gedauert hat, bis wir uns ineinander verliebt haben. Wie der erste Kuss war. Wer wen zuerst geküsst hat. Wie sich der erste Kuss angefühlt hat. Es war ein ganz bezauberndes Gefühl, das Jahre späern noch mal so Revue passieren zu lassen. Dann ging es weiter mit dem was uns als Paar ausmacht. Was wir gerne machen. Was für uns steht. Was wir genießen. Wie wir es genießen.

Also abgesehen davon, dass es dazu beitragen wird, dass uns die Hochzeitsrednerin besser kennenlernt und so eine intime Traumhochzeit für uns gestalten kann, kann ich eine so intensive Auseinandersetzung als Paar mit der Paargeschichte nur empfehlen. Seitdem schweben wir beziehungstechnisch mal wieder auf Wolken, die rosafarbenen Glitzer regnen. Es hat mir noch mal bewusst klar gemacht, wie viel Glück ich habe von solch einer großartigen Person geliebt zu werden. So, gennug der Schwärmerei. ❤

Zum Schluss gab es dann eine Fragerunde unter vier Augen, jeweils ohne die andere Braut. Da waren auch ein paar Klopperfragen dabei. Man denkt ja immer man weiß auf alles eine Spitzenantwort, aber wenn man so unvermittelt gefragt wird „Und was ist das faszinierendste an deiner Verlobten“ und man obendrein noch versucht so schlau, liebevoll, großartig und weiß ich nicht alles, zu antworten, da ist da im Kopf gähnende Leere, obwohl man gleichzeitig so viel zu sagen hätte. Nun ja, ich habe ja mal gelesen, dass die spontanen Aussagen am nächsten an der Wahrheit sind, also bin ich schon mächtig gespannt was S. so geantwortet hat 😉 Natürlich dürfen wir uns über die Fragen nicht austauschen, damit die Spannung erhalten bleibt und es am großen Tag, dann wirklich einzigartig werden kann.

Hochzeitsplanungsupdate

Das neu geschriebenen Ehegelübde habe ich ja bereits im letzten Eintrag erwähnt… Und ich bin immer noch ganz zufrieden. Nur das Vortragen vor allen, das macht mir Angst.

Der Ablauf der Hochzeit steht also nun soweit. Das letzte Update ist, dass aus der Hochzeit hoch 3 eine Hochzeit² geworden ist. Der Kaffee und Kuchen-Teil fällt aus. Dafür werden wir nach Standesamt und Hupen ein paar Stunden alleine verbringen. S. hat ein Überaschungskraftgerät in Planung in dem wir dann fahren werden. Und ich werde ein romantisches Überaschungs-Picknick planen mit allem drum und dran.

Dann werden wir zurück in den Garten düsen und die Dienstleister in Empfang nehmen. Wir haben uns ja überlegt den Gästen statt eines Gastgeschenkes zwei Cocktails auszugeben und dafür einen mobilen Cocktailshaker engagiert, der dann nachmittags seine Bar aufbaut. Außerdem wird noch Eis gebracht für die großen Wannen in die die Getränke kommen.

Ach ja und für nach dem ganzen Stress, habe ich uns noch für zwei Tage in ein wundervolles Hotel eingebucht. 😀

Hach, ich freu mich ja schon so.