ivf

Der erste Teil des Plan…

…ist geschafft!  💪 seit gestern ist es amtlich. Ich habe meinen Master geschafft! Nach ein paar wirklich anstrengenden Jahren habe ich es ganz alleine (mit der besten Unterstützung meiner Frau) geschafft. Am liebsten würde ich eine Runde schreiend im Kreis rennen und all denen ins Gesicht schreien, die gesagt haben „Aus dir wird nichts! Du kannst nichts! Du bist hier falsch!“

Das hat mir in meiner Kindheit und meinem jungen Erwachsenleben schon sehr zugesetzt.

Und heute. Habe ich meine Master geschafft!  Mündliche und schriftliche mit 1,0! 👊

Ich danke euch Lieben für’s fleißige Daumendrücken und an mich glauben 💜

Der zweite Teil des Plans… an dem wird heute weiter gefeilt. Gerade bin ich auf dem Weg in die Kiwu-Klinik zum ersten Schall im Stimu-Zyklus. Der Bauch hat mittlerweile einige blaue Flecken und ich freue mich wie verrückt, dass es jetzt noch ein paar Wochen so weiter geht.. N O T 😂

Meine Frau hat die verrückte Idee, dass es dieses mal klappen muss, weil das mit dem Abschluss geklappt hat und das Kapitel abgeschlossen ist… und jetzt alles in meinem Körper bereit ist und verstanden hat, dass es losgehen kann 😅

Die Zeit bis zur Punkten werde ich sicher gut rumbekommen. Arbeit über Arbeit und dann ist es ja quasi schon bald soweit 😊

Bis dahin freue ich mich weiter über den Abschluss und halte das Gefühl fest. Vielleicht brauche ich es ja noch…

aktueller Tatbestand

Es ist recht viel zur Zeit. Der Fuß, der so rumhumpelt und ziept und nicht abschwellen mag. Die Masterarbeit, die in knapp 30 Tage abgegeben werden soll. Die Arbeit- wie immer das leidigste (und für mich gerade unwichtigste) aller Themen. Und aktuell am schmerzhaftesten. Der Kinderwunsch. Diese unglaubliche Sehnsucht. Dass es weiter geht. Dass wir schwanger sind. Dass es bleibt, das Baby- unser Kind wird. Auf die Welt kommt und wir zu dritt sind. Aktuell ja, da ist alles dunkel oder  rosa. Die (kinderlose) Realität wirkt bedrohlich und der Wunsch nach rosaroter Dreisamkeit verzaubert meinen Alltag.

Letzte  Woche waren wir in der Kiwu und haben das weitere Vorgehen besprochen. Wir setzen auf ein langes Protokoll, unser Doc erspricht sich wie erwähnt eine höhere Befruchtungsrate. Damit können wir diesen Monat anfangen. Das wäre zeitlich ziemlich nach am Abgabetermin der Masterarbeit, dafür kämen wir aber nicht mit Urlaubssperren und anderem Kram in Konflikt. Oder aber wir warten noch bis nach der Masterarbeit. Hätte zur Konsequenz, dass wir vor Oktober bzw. November keinen Transfer realisieren könnten. Und wie sich November im Kopf einer Kinderwunschpatientin anhört, das kann man sich ja vorstellen.

Also Juni. Der erste Spritzentag mit Deca wäre dann der 27. Juni (zwei Wochen) und weil ich das schon alles wuppen werde (wenigsten weiß ich dann wofür es sich lohnt, dass ich so in die Tasten haue!) wird da auch einfach begonnen. Je nach Mensbeginn wird die Punktion dann so gegen 26. Juli laufen. So ein langes Protokoll ist aber auch echt lang.

Nun komplikationslos ist ja nicht so unser und so haben sich auf einmal ein paar neue Fragen aufgetan, nachdem unser Plan soweit klar war:

ivf mit langem Protokoll, bisschen Überstimu einkalkuliert, Pause und Erholung und im nächsten Zyklus Transfer mit 2 Blastos. Grund: Nach dem kurzen Protokoll bzw. der letzten Punktion hatte ich schon relativ schmerzhafte Überstimu-Symptome. Eins, zwei Tage konnte ich nur mit Hilfe und unter enormen Schmerzen aufstehen, nach einer Woche war es dann soweit okay, dass wir uns für einen Frischtransfer entschieden haben. Wie der geendet ist, ist ja bekannt. Im Kryoversuch habe ich mich besser gefühlt (klar, hatte ja auch keine Symptome von OHSS oder Punktion..) und deshalb dachten wir, diesmal keinen Frischversuch. Mit dem langen Protokoll soll die Gefahr des OHSS größer sein.

Jetzt gibt es aber zweierlei zu Bedenken:

1. Hat der Doc icsi statt ivf in den Raum geworfen. Wir hatten eine Befruchtungsrate von 7 aus (ich glaube) 16. Laut ivf.Register sind die Erfolgsraten für eine Schwangerschaft nicht signifikant höher durch icsi. Er erhofft sich aber mehr EZ für Kryos. Wir tendieren eigentlich zur ivf. So unwissenschaftlich haben wir das Gefühl es kommt eher zusammen was zusammen gehört, oder so…

2. Habe ich dann weiter im ivf-Register nach Zahlen geschaut und feststellen müssen, dass die Chance mit über 41% im Frischversuch gegenüber unter 28% im Kryoversuch doch schon signifikant höher ist. Bei der Rate Klin. SS/ET in Abhängigkeit von der Anzahl übertragener Embryonen (bei uns 2) und Altersgruppen (30-34) (vgl. DIR 2014: 26f.). Das hatte ich so nicht mehr auf dem Schirm. Also doch ein Frischveruch mit zwei Embryonen im langen Protokoll. Mist.

Müßige Frage: Aber warum nicht einfach Sex haben und wundertolle Regenbogenbabys produzieren? 😉

Und alles in allem: Ich hab sowas von keinen Bock auf eine ivf/icsi! Mir graut es vor allem. DIe Spritzen sind noch das geringste Problem, aber das unwohl fühlen, die Stimmungsschwankungen, die Zunahmen, Punktion, Narkose, Schmerzen und alles überhaupt. Aber was soll man machen. Nur kein Baby haben, darauf habe ich noch weniger Bock.

 

on and on and on it goes

Heute- große Freude Zyklustag Nummer EINS!

Nachfrage in der Kinderwunschklinik, ob ich jetzt bitte endlich die Medis absetzen kann. Antwort: JA! Der hcg-Wert ist nicht vorhanden. Null.

Wie weiter? Kryo- wenn möglich in diesem Zyklus. Ist ja strahlend und neu und bestimmt gut zu gebrauchen. Wie das geht weiß ich noch nicht.

Für die Pessimistin in mir der Ablauf der nächsten Monate; a) dieser Zyklus nächster Kryo. b) Wenn der Versuch nicht klappt noch eine weitere ivf. Mit der (für meine Optimistin neben der Pessimistin- hm… gespaltene Persönlichkeit? 😂) zweiten ivf erreichen wir dann mindestens wieder 2 Blastozysten, die dann c) beide für einen weiteren Transfer zu mir zurück kommen würden. Falls d) das nicht klappt (jaha, es ist dunkel bei mir hier unten) dann wird adoptiert. Punkt!

Ein bisschen crazy bin ich schon,  aber ich und meiner Frau geht es da auch so, brauche Pläne. Damit wir uns nicht so ausgeliefert fühlen müssen.  Und damit lässt sich das 0,0 Negativ irgendwie besser verkraften.

Und jetzt erst mal hoch die Tassen! Mir egal, dass es erst eins ist.

2016-03-05 12.54.09

Entspannt an PU+ 12 | TF +7

Das Tief der letzten beiden Tage ist weiter gezogen und so langsam setzt die Entspannung ein. Trotz oder aufgrund des heutigen weißen Tests. Ich habe diese Woche extrem viel gearbeitet und das hat mich ganz gut durch den Tag gebracht. Seit gestern Abend fühle ich an der Anzeichenfront nichts mehr. Obwohl ich ohnehin nicht viel Veränderung wahrgenommen habe.

So oder so, ich harre nun der Dinge die da kommen werden. Und wenn es tatsächlich nicht klappen sollte, dann doch wohl bitte im nächsten und ersten Kryoversuch. Bei einer über 50%igen Chance muss  (!) das ja klappen. Geht mathematisch ja gar nicht anders 😃

 

brandaktuell

Heute morgen, also sehr früh am morgen (nachdem ich gestern gegen zehn Uhr von meiner letzten Klausur Zuhause ankam- ging es heute morgen um fünf schon wieder aus dem Federn zur Vorbereitung der nächsten drei Prüfungen 😥)  hat sich bestätigt, dass ich auf mein Gefühl vertrauen kann. Die Mens kam und hat uns somit in den ersten richtigen ivf -Zyklus katapultiert.

Heute gibt es das letzte mal Estradiol und ab Freitag geht das große Pieksen los.

Wir sind gespannt und hoffen auf nicht allzu viele Nebenwirkungen, weil wir nächstes Wochenende mein Geburtstagsgeschenk einlösen wollen und dafür ein bisschen durch Deutschland reisen werden. So, oder so, wir freuen uns wie verrückt und sind gespannt und voller Freude. (Also ich dann auch noch viel mehr, wenn heute meine letzte Prüfung rum ist! 😀 )

Es geht los…

Ich kann es gar nicht glauben.

Am 19. Januar sind unsere Schwimmerchen in der Klinik angekommen, am selben Tag habe ich meine erste mündliche Prüfung sehr gut bestanden, bin ein paar Tage später 30 Jahre alt geworden, hab die ersten drei Kilo meiner anvisierten fünf bis sieben Kilo abgenommen und nun fängt es endlich an real zu werden. Unser Kinderwunsch geht aktiv weiter in die fünfte Runde! (Gute Zeichen = Glücksmonat 😉 )

Ach, was sind wir aufgeregt! Morgen ist es soweit, dann bin ich am 22. Zyklustag angelangt und beginne mit der Einnahme von Estradiol. Es geht also wirkich, wirklich los. Zumindest für meine Gebärmutter 😀

Dann bleibt es spannend, ob ich von Nebenwirkungen verschont bleibe und wann wir mit der Spritzerei anfangen…

am seidenen Faden

Ganz im Ernst. Ich habe die ganze Planerei um den ivf-Zyklus eindeutig unterschätzt. Oder aber mein Glück mit meinem Körper überschätzt. Und jetzt hängt der Babyplan 2016 am seidenen Faden. 😦

Zur Problematik: Mein Antagonistenprotokoll startet mit dem 22 ZT (dieses Zyklusses) mit Estradiol. Der Mittwoch, nach Einsetzen der Mens ist dann der letzte Tag der Estradioleinnahme. Am darauffolgenden Freitag beginnt dann das Spritzen.

Zur Veranschaulichung und weil ich es dann weniger kompliziert erklären muss mein Plan als Grafik:

kalender

Hier folgt nun unser persönliches Dilemma. Wenn die Mens nach Mittwoch beginnen sollte, dann wird das Estradiol weitergenommen, bis zum darauffolgenden Mittwoch und folglich erst die Woche darauf am 12.02 mit den Spritzen losgelegt.

Wie ihr ersehen könnt, bin ich da allerdings schon mit meiner Frau in  meinem Geburtstagsüberraschungsdings, was ohne den Verlust von einigen vielen Euro auch  nicht mehr umzubuchen geht.

Wer jetzt denkt „nun ja, auf die vier Wochen kommt es nu‘ auch nicht mehr an. Erst mal das bestimmt sehr tolle Geschenk genießen“. Der oder die hat die Rechnung ohne das Geburtstagsgeschenk für meine Großeltern gemacht. Für diese habe ich nämlich einen ersten Familienurlaub (wir wohnen alle in Deutschland zertreut, schön zwischen Osten und Westen) anberaumt, damit wir alle die Gelegenheit haben ein paar entspannte Tage miteinander zu verbringen und einen gemeinsamen Urlaub mit unserem Opa zu verbringen, der in den letzten Monaten, aufgrund seines Alters, abzubauen beginnt. Aus diesem Grund ist also auch der Zyklus Ende März nicht drin. Denn höchst wahrscheinlich kommt die Mens dann so, dass ich zur Punktion oder aber zum Transfer nicht in der Nähe der Praxis bin. Tja.

Dann würde es aber eben erst Mai mit dem nächsten Transfer. Und das kann ich kaum mehr aushalten. Vorallem deshalb weil das Baby ja dann gar nicht mehr in diesem JAhr kommen würde. Und das war mein großer Wunsch.

Was also tun?

Mein Plan ist also alles auf eine Karte zu setzen und in 20 Tagen mit dem Estradiol zu beginnen. In der festen Hoffnung, dass ich meine Periode spätestens am Mittwoch bekomme und mit Spritzen im Gepäck in meine Geburtstagsüberraschung düsen kann.

Die Fragen die sich nun stellen sind: wird sich das Estradiol auf meinen Zyklus auswirken und die Mens evtl. nach hinten verschieben? Oder ist das unwahrscheinlich? Kennt sich da jemand zufällig aus?

Ich habe schon viel im Netz gesucht, aber nichts gefunden. Und falls die Mens später kommt, kann ich das Estradiol dann einfach wieder absetzen, oder mach ich  mir damit meinen sonst doch sehr perfekten Zyklus kaputt?

Zurück aus München – Auf die Schwimmer, fertig, los ;)

Wir haben ein paar schöne Tage in München verlebt. Waren in der Therme Erding – so groß! Lecker frühstücken – so  yummi! Wir waren kurz auf dem Weihanchtsmarkt – so voll (also der Markt, nicht wir 😉 )!

Und, das Wichtigste: Wir waren bei dem psychosozialen Beratungsgespräch der Samenbank in München und sind jetzt – so viel weiter. Okay, der Ehrlichkeit halber – auch um so viel Geld leichter. Aber das was mittlerweile als einziges zählt ist, dass wir einen Schritt weiter sind!

Das Gespräch mit der Psychologin war eine Art Aufklärungs- und Informationsgespräch und ganz anders als erwartet. Sie hat erklärt worauf es ihr bei der Auswahl der Spender ankommt (Gesundheitsvorgaben etc.), wie die Spender letztlich ausgewählt werden (psychologisches Gespräch) und nach welchen Kriterien sie den passenden Spender für uns aussucht. Das Gespräch selbst lief extrem wertschätzend, offen und entspannt ab. Wir haben alle Unterlagen, die zum Bestellen nötig sind, ausgehändigt bekommen und sie heute auch schon fleißig ausgefüllt. Nächste Woche werde ich die Dokumente für die Kiwu-Klinik bei unserem behandelnden Arzt vorbeibringen und hoffen, dass der Versendung der zwei Portionen für die ivf nichts mehr im Wege steht. Die Zeit bis zur Auswahl des passenden Spenders beträgt so ca. zwei Wochen, nach Eingang aller relevanten Dokumente und die Versendung des Genmaterials in unsere Kiwu-Klinik dauert dann ca. vier Tage. Ich bin echt reif für ein paar positive Entwicklungen in Sachen Kinderwunsch.

Was mich besonders freut ist die Reaktion meiner Frau. Wo sie sonst eigentlich vom Typ her eher pessimistisch ist und wenig Begeisterung an den Tag legt (es könnte ja sein, dass etwas schief geht und dann möchte sie nicht enttäuscht sein) ist sie seit dem Kurztrip nach München wie ausgewechselt. Sie war furchtbar aufgeregt und schwärmt seitdem von nichts anderem mehr als davon, dass es für sie jetzt bitte unbedingt und gleich losgehen könnte. Am liebsten ohne die zehn Monate Schwangerschaft, direkt über los in das Familienleben mit Kind. So süß  ❤ 😉

Aktuell überlegen wir wann ich anfangen sollte die Medis zu nehmen, die ja schon seit einigen Wochen im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten.

In der ersten Februarwoche schreibe ich zig Klausuren- die letzten bevor ich endlich scheinfrei in die Masterarbeit starte. Da hängt also viel dran. Und eigentlich war der Plan bis nach den Klausuren zu warten, bevor ich mit der Hormoneinnahme beginne. Grund: Wir haben Angst davor, dass ich die Hormone- genauer das Östrogen nicht gut vertrage, es mir dann schlecht geht und ich die Klausurenphase mit unnötigem Stress und körperlichem Symptomen versaue.

Konkret geht es bei mir ja mit Estradiol los. Ich habe keine Ahnung wie da die Nebenwirkungen tatsächlich sind, ich weiß nur, dass ich auf das künstliche Hcg zum Auslösen des ES und auf die Einnahme des Progesteron schon ziemlich reagiert habe. Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und wirklich üble Laune. Allerdings würde nur die Einnahme vom Estradiol in der Prüfungsphase liegen. Den Rest der verordneten Hormone würde ich, so wie der Zyklus vorausgesagt ist, erst nach der Prüfung nehmen müssen.

Hach, nicht so einfach. Hat jemand da draußen Erfahrungen mit Estradiol, also künstlichem Östrogen? Mach ich mich umsonst verrückt?

Falls wir später anfangen würden, würde sich der Start- logisch- um einen Monat verschieben. Man könnte jetzt sagen: was solls, die vier Wochen machen nach dem Jahr auch keinen Unterschied, aber was soll ich sagen..? 😀 Ich denke ihr wisst Bescheid 😛

Denn falls wir uns entscheiden sollten im Febraur mit den Medis anzufangen, dann würde das bedeuten, dass es nach meiner nächsten Mens losgehen würde. So in echt! Und das wäre ja schon ein Ding, oder?

Schmetterlinge im Bauch

Heute habe ich beschlossen glücklich zu sein.

Es ist mir egal, welcher Regierungspinkel uns zu Eltern zweiter Klasse degradieren will. Wir werden eine Familie. Wir werden Mama’s. Wundertolle Mama’s. Welche, die ihr Baby erkämpft haben und somit schon vor der Zeugung fest bewiesen haben, wie sehr das Kind willkommen ist und geliebt werden wird. Heute bin ich glücklich und ergänze das möpige gestern.

Also zu 1.

Der Termin Nr. 2 stand an. Der Kinderwunschzentrums-Doc war herzig und kompetent wie beim ersten Besuch und ich hatte das Gefühl, genau in dieses Zentrum zu gehören.

Im Sprechstundenzimmer angekommen, gab es gar kein Problem mit unserem Wunsch nach der IVF (wir sollten noch mal tief in uns gehen, ob die IUI nicht doch noch mal ausprobiert werden soll- soll sie nicht!). Mit meinen Werten ist alles schick. TSH  ist spitze und ich bin „welch ein Glück“ gegen Röteln,Windpocken und Co. imun. Yai. Die anderen Tests sind auch gut und so war noch Zeit für unseren Zettel voller Fragen. Und wir hatten eine Menge 😀 Es konnte alles geklärt werden und plötzlich, alle Fragen gefragt, zaubert der gute Kinderwunschzentrums-Doc einen Zettel hinter dem Rücken hervor. Auf dem steht „Antagonistenprotokoll (kurzes Protokoll)“. Unser Behandlungsplan. Glänzend und neu. So hübsch und mit deutlich weniger Hormonbombem als erwartet.

Worte wie Engelschöre (Entschuldigt den rosa-glitzer-kitsch- ich habe vorgewarnt 😉 ) „ab dem 22. Zyklustag, kann es losgehen!“

Ist das nicht der Hammer?! So lange ging es nicht voran, warten, tausend Termine und negative IUI’s und nun? (Ja, ich weiß, das fast wichtigste fehlt noch!) Könnte es in 22 Tagen losgehen. Wir haben alle Rezepte uns sollen uns schon mal ans Bestellen machen, damit zum Starttermin auch alles vorrätig ist. Muhaaaa!

Wenn wir mal ganz großes Glück haben, und die Samenbank sich mit der Kiwu-Klinik noch in den nächsten zwei Wochen einigt, dann könnte/könnte/könnte es noch in diesem- morgen beginnenden- Zyklus beginnen. Aber ganz bestimmt im nächsten.

Wahnsinn!

Die Medikamentenliste

  • Estradiol (macht die Gebärmutter kuschelig)
  • Gonal F (zur Stimulation der Eierchens)
  • Orgalutran (zum Unterdrücken des ES)
  • Utrogest

Wir haben uns für das Kuktivieren bis zum Blasozystenstadium entschieden und wollten eigentlich zwei Blubbels zurückbekommen. Der Arzt ist allerdings für nur einen Blubbel. Argumente dafür: mein Alter und die seiner Meinung nach ohnehin sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer eintretenden Schwangerschaft. Wir werden es wohl abhängig von der Qualität machen.

Ob das ganze Glück mit der Klinik daran liegt, dass der erste Termin am Hochzeitstags-Datum war und der zweite am Monatstag des Zusammenkommens? ❤  Egal! 🙂

Wir brauchen Samen! Oder: Es kann FAST losgehen

Das hier könnte ein riesen großer Beitrag werden. Könnte. Aber erst mal ein paar Grundinformationen zur groben Orientierung.

  1. Heute war der zweite Termin im Kinderwunschzentrum.
  2. Ich habe die übrigen Samenbanken abtelefoniert und bin entrüstet.

Ich beginne in der zeitlichen Reihenfolge bei 2.

Samenbank. Es ist unerhört. Sowas von diskriminierend und unverschämt, wie man als lesbisches Paar zur Kasse gebeten wird. Das erste Mal ist mir das im Kinderwunschzentrum Wetzlar aufgefallen. Das zweite Mal bei der Wahl der Samenbank. Obwohl hier nicht wirklich von Wahl gesprochen werden kann. Und das macht mich unsagbar wütend!

Also: Letzte Woche habe ich von der Samenbank A die Information erhalten, dass das Prozedere abläuft, wie hier beschrieben. Und habe mich bis dato am meisten aufgeregt über die langen Wartezeiten, war aber vom finanziellen Aspekt her noch recht positiv überrascht. Nun, habe ich heute noch einmal angerufen um sicher zu gehen, dass die Information auch für uns als lesbisches Paar gilt. (Es wurde vorab ein Foto von uns als Paar gefordert, so dass dann der Spender passend zu unserer Optik ausgewählt werden kann… Also dachte ich, besser noch mal nachgefragt.)

Ich rufe also an, frage nach ob es Möglichkeiten gibt als lesbisches Paar Samen zu erstehen. Da ist die Antwort doch tatsächlich „Nein, wir haben einen Aufnahmestopp von neuen Patient_innen und vermitteln nur noch an die, die schon registriert sind!“ Ihr könnt euch  meine Überraschung vorstellen. Schließlich war es keine Woche her, dass ich einen kompletten Ablaufplan erläutert bekam. Gut, ich habe die Dame auf den Umstand angesprochen, aber das war ihr nicht mal im Ansatz unangenehm. Sie hat das dann bejaht und darauf verwiesen, dass es ja laut einem neuen Urteil so schwer sei Spender zu finden und das sei bei uns ja eine besondere Situation, die das alles noch erschwert. Ich habe nachgefragt, ob ich das richtig verstanden habe, dass heterosexuelle Paare durchaus behandelt wrden, nur lesbische nicht. Das hat sie mit „ja“ bestätigt. Da war ich dann erst mal baff.

Getoppt wurde das aber noch von Samenbank B in NRW. Nachdem ich erst mal an die hauseigene Therapeutin verwiesen wurde (das ist bei allen lesbischen Paaren so) hat sie mir erzählt, was es von unserer Seite alles braucht um bei ihr „und es ist ganz wunderbar, dass wir es bei der schwierigen Situation immer noch schaffen Spender zu überzeugen, dass ihre Rechte geschützt sind und sie mit keinen Unterhaltsforderungen zu rechnen brauchen!“ Samen zu erwerben!

  1. eine (eigentlich persönliche) Telefonberatung zu dritt (wie großzügig!) für knapp 100 Euro. –> Hier werden dann eine Menge privater Fragen gestellt. Ihre Worte waren: „Wir müssen dann unsere Lebensgeschichte offenlegen.“ Dann würde sie einen Bericht schreiben, der dann an die Ärzte und Biologen der Samenbank geht und die schätzen dann das Risiko ab.
  2. Eine Unterhaltshaftungsperson muss aufgetrieben werden. (Falls sich außer mir noch jemand fragt was das ist) Eine vermögende Person, die im Fall der Fälle für erklagten Unterhalt des Kindes aufkommen wird. Es wäre unsere Aufgabe jemand passenden zu finden und denjenigen dann zu überzeugen, dass er/sie sich keine Sorgen machen muss.
  3. Eine Risikolebensversicherung, die im Falle des Todes einer der Partnerinnen 150.000 Euro ausschüttet.
  4. Fahrt nach Köln zur hauseigenen Notarin „die macht das wirklich ganz, ganz toll!“ Kosten ca. 300,-
  5. Die Verwaltungsgebühr OHNE Sperma, OHNE Versand liegt bei läpp’schn 5000! Euro.

Findet da noch irgendjemand Worte. Mir sind vor Schreck alle im Halse steckengeblieben und nach dem freundlichen verabschieden, dachte ich mein Hamster bohnert.

So und jetzt ist es so viel geworden, dass ich das 1. doch in einem neuen Beitrag schreibe. Möp.