Kryo

Halbzeit und zweiter Ultraschall

Halbzeit

Am Samstag war es soweit. Sechster Monat. Halbzeit. Whoup! So toll, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Ich bin überglücklich darüber, dass ich die kleine Bohne jetzt regelmäßig spüren kann. Ein unglaubliches Gefühl. Seit ein paar Tagen singe ich dem Baby ein Schlaflied vor, wenn ich es spüre und habe den Eindruck, es reagiert darauf.  ❤

Gestern waren wir dann auch zum 2.Trimester Screening

und alles war so wie es sein sollte. Die Ärztin schätzt auf 400 Gramm bei einer Länge von 24 cm. Ist das nicht der Wahnsinn, dass etwas so großes in mir heranwächst. Ein echter Mensch. Unser Baby. In meinem Bauch. Manchmal kann ich es so gar nicht begreifen. Wir konnten deutlich das Gehirn plus Kleinhirn sehen. Weiter den Magen, das Herz mit allen erforderlichen Kammern und viele Finger und Zehen. Das Baby hat meine Füße, was auf einem Bild super deutlich zu sehen ist. Meiner Liebsten ist es gleich aufgefallen ❤

Darüber hinaus habe ich berichtet wie es mir sonst so geht und sie hat gleich gesagt, dass sie mir auf keinen Fall ein BV ausstellen kann, weil es sich um keine Erkrankung handelt, die mit der Schwangerschaft in Verbindung steht. Sie empfiehlt aber, dass ich mich krank schreiben lasse und nach den sechs Wochen eben das geringere Mutterschutz/Elterngeld in Kauf nehme, weil das Wohl des Kindes vor gehen sollte. Ich bin nun ein wenig ratlos.

Um meine Krankmeldung auf der Arbeit abzugeben war ich gestern einen kleinen Moment da. Habe ein paar sehr dringende Emails geschrieben und meiner Chefin ein paar Infos gegeben und dabei gleich gemerkt, dass könnte ich aktuell niemals 8 Stunden am Tag leisten.

Aber für die nächsten zwei Wochen versuche ich  mich nur auf das Baby und mich zu konzentrieren.Es gibt noch allerhand zu tun bspw. muss ich dringend an der Patchwork-Decke weiter nähen. Aaaaber: wir haben auch schon eine Menge geschafft:

  • Stoffwindeln sind bestellt.
  • Stilleinlagen sind bestellt.
  • Der Kleiderschrank ist fast vollständig bestückt.
  • Spucktücher
  • Waschlappen
  • Das Kinderzimmer ist beinahe leer und so weit fertig um gestrichen zu werden.
  • Maxi-Cosi ist da.
  • Für einen Kinderwagen haben wir uns entschieden.
  • Der Hypnobirthing-Kurs ist gebucht und bezahlt.
  • Die Anmeldung für einen Schwangerschaftsgymnsatikkurs läuft.
  • Wir haben ein paar Konzerte eingeplant und zwei Kurztripps für die kommenden zwei Monate gebucht, um die Zeit zu zweit noch einmal ganz bewusst für uns als Paar zu nutzen.

Es fehlt noch:

  • Neugeborenen Schlafsack
  • Beistellbett
  • Kleinkram wie Schnuller/ Babyhandtuch…

Und zum Schluss noch eine Frage, die mich umtreibt:

Ich habe kürzlich gelesen, dass es nicht gut sein soll, das Ungeborene lauten Geräuschen wie auf einem Konzert auszusetzen. Was denkt ihr darüber? Bedenklich oder okay?

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Schwangerschaftsupdate – SSW 9+10+11

Puh, die Zeit vergeht vielleicht seltsam. Und das mag ich auch gar nicht ausschließlich auf die (Vor-) Weihnachtszeit schieben. Ich habe den Eindruck, wenn ich mir jeden Tag einzeln betrachte, dass sich nichts bewegt. Die magischen 12 Wochen sind immer noch nicht rum. Die 20. Woche, in der ich endlich sicher spüren könnte, dass das Baby wirklich da ist, ist noch in weiter Ferne. Und dennoch, rieseln die Stunden so davon und ich weiß nicht so recht wohin.

Nun bin ich also in der elften Woche. Allerdinngs nur noch bis Samstag, denn da beginnt dann die 12. Woche (Die/der aufmerksame Leser*in hat vielleicht bemerkt, der Wochenwechseltag wurde schon wieder verschoben. Auf Samstag. Und das obwohl das Baby dem Ultraschallbild immer eine ganze Nasenlänge voraus ist. Aber ja, es muss sich strikt an die Zahlen gehalten werden- damit alles seine Ordnung hat 😀 ) Ich lege also los, in Kurzfassung. Denn, wer will das schon lesen 🙂

SSW 9

Tafeltrauben, Trauben, Weintrauben, Obst, Gesund, Grün

Das Baby ist so groß wie eine Weintraube

 Das ging gut: nahezu alles. Besonders: Äpfel und Nudeln. Die Übelkeit ist fast weg und der Apettit kehrt zurück. Yai.

Das geht gar nicht mehr:  Gemüse.

Highlights + Lacher

Highlight, das Adventsessen mit den Schwiegereltern. Wir wurden in ein tolles Restaurant eingeladen. Essen als Menü. Schön mit passenden Weinen und Tatar als ersten Gang. Da ich ja eine Woche zuvor schon sehr picky beim Essen war, wurde ich doppelt argwöhnisch beäugt. Unangenehm, diese Flunkerei.

Sonst gab es nichts zum Lachen. Eher zum Weinen, weil ich mich auf der Arbeit halb kaputt geschufftet habe und an einem Abend ernsthaft heimlich heulen gegangen bin. Vor Müdigkeit unf Erschöpfung. An besagtem Abend, gegen 22 Uhr, war ich auch wirklich kurz davor meiner Chefin von der Schwangerschaft zu erzählen. Hab ich dann aber gelassen. Weihnachten und somit Urlaub stehen ja vor der Tür.

Wehwechen

Müdigkeit. Aber nicht mehr so extrem. Schnelle Erschöpfung und Bauchschmerzen. Eigentlich immer.

SSW 10

Oliven, Olivenbaum, Olive, Baum, Grün, Landschaft

Das Baby ist so groß wie eine Olive

Insgesamt war diese Woche genau so unspektakulär wie die letzte. Arbeit, davon viel und sonst nüscht. Unterschieden hat sie sich einzig durch mein gesteigertes Hungergefühl.

Das ging gut: Weiterhin Nudeln und Äpfel.

Das geht gar nicht mehr: Gemüse. Immer noch nicht.

Highlights, Lacher und Wehwechen

Eindeutig der Ultraschall, den ich mir zusätzlich erschlichen habe. Seit der 9. SSW habe ich andauernde Bauchschmerzen, die mich ein bisschen unsicher haben werden lassen. Vor den Weihnachtsfeiertagen musste also noch mal eine Sicherheit her, weshalb ich zu meiner Gyn gefahren bin und nach einer halbstündigen Parkplatzsuch-Odysse schließlich zum Schallen dran kam. Ist die Bohne nicht zuckersüß?! 😀 Sie hat gezappelt was das Zeug hielt, das Herzchen hat gewummert und die Mama war beruhigt.

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Bild von 9+5

Schwangerschaftsartikel

Viel zu früh und nein, wir wollen das Schicksal nicht herausfordern, aber es war sooo sehr reduziert, dass wir nicht widerstehen konnten. Das Paket kommt auch erst bei 12+ an (frühstens!) also es ist: tadaaaa ein Maxi-Cosi für das Auto.

SSW 11 (Weihnachten)

Feigen, Obst, Echte Feige, Früchte, Reif, Süß, Lecker

Das Baby ist so groß wie eine Feige

Highlights

Bis zum letzten Tag war nicht klar, ob wir es unseren Familien an Weihnachten wirklich sagen möchten. Immerhin sind wir jetzt nicht sooo weit in der Schwangerschaft fortgeschritten. Die liebe Ehefrau hat sich an der 13. Wochen festgebissen und irgendwie sitzt uns die Sorge um einen Verlust doch noch schwer im Nacken.

Positiv gestimmt bin ich besonders durch den US gewesen. Die Bohne hat so fleißig gezappelt, dass ich dachte, das kann nur gut gehen.

Der zweite Punkt der dafür sprach, war strategischer Natur. Wie ich schon mal am Rande erwähnt habe, ist das Verhältnis zu meiner Mutter ein sehr, sehr schwieriges. Sie ist sehr missgünstig, super empfindlich und extrem schnell beleidigt. Das zusammen macht jegliche Begegnungen so spannend wie ein Spaziergang über ein Minenfeld. Was mich sehr belastet. Seit einem Jahr haben wir, nach einem hässlichen Gespräch, keinen Kontakt- von meiner Mutter ausgehend, die mit der Wahrheit konfrontiert, entschieden hat, dass sie den Kontakt mit mir nicht aushalten kann. Soweit so beschissen. Als Tochter und gefangen in Familienstrukturen die zum Schreien sind, dachte ich also es ist schlauer allen Familienmitgliedern gleichzeitig von unserer Schwangerschaft zu erzählen. Damit hätte ich dann auch ein persönliches Gespräch mit meiner Mutter vermieden plus, sie kann nicht gekränkt sein, dass sie es vielleicht nicht als erste erfahren hat. Denn darauf hat sie, ihrer Denke nach, trotz allem ein Anrecht.

Der dritte Punkt der dafür sprach war, dass wir auch bei meinen Schwiegereltern eingeladen waren und das Versteckspielen dort bisweilen bizzare Formen angenommen hat.

Fazit: Ein Go zum Schwangerschafts-Outing und es war an und für sich ziemlich toll. Alle, auch vor allem die Schwiegereltern, haben sich sehr gefreut. Da haben wir uns ein bisschen Gedanken gemacht, dass der Schwiegerpapa sich nicht so Opamäßig fühlt, da das Kind ja biologisch nicht von seiner Tochter kommt. Aber auch diese Sorge war völlig unbegründet und zumindest ich bin sehr, sehr zufrieden damit, dass wir Weihnachten genutzt haben um stolz von unserem Nachwuchs zu berichten. Das Ganze hat es noch einmal realistischer werden lassen. ❤

Wehwechen

Die Übelkeit ist wieder zurück. Dazu ekeliger Speichelfluss, der die Übelkeit verstärkt. Plus ständig schlimmer Hunger und null Apettit. Bauchschmerzen. Immer. Extreme Alpträume. Und seit SSW 9 bin ich jede Nacht drei Mal wach und schlafe sehr schlecht.

Aber all das wiegt nicht auf, was mich am glücklichsten macht. Wir sind schawanger. Die Bohne zappelt und wächst und lebt und wird schon jetzt wie verrückt geliebt!

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Besuch in der KiWu-Klinik

Heute war es da. Das Datum, das ich zum ersten Mal erreicht und damit auch wahrgenommen habe. Der Termin zum Ultraschall und zur Nachbesprechung der Behandlung. Bisher habe ich meine Mens ja immer vorher bekommen, so dass ich mir diesen für mich deprimierenden Termin dann gleich gespart habe. Und auch bei der biochemischen Schwangerschaft habe ich es nicht bis zu diesem Termin geschafft.

Aber heute! Heute morgen war ich dort. Eine halbe Stunde zu früh und innerlich irgendwie ganz ruhig, obwohl ich dachte aufgeregt sein zu müssen. Es war klar, dass man auf dem Ultraschall nichts sehen wird. Aber das Gespräch mit meinem Arzt, das Lächeln und seine Worte zum weiteren Vorgehen, die haben es ein Stück realer werden lassen. Und es wurde ausgesprochen. Ich bin schwanger.

Die Steigung des Wertes sieht gut aus und der Arzt ist sehr zufrieden. Er sagt, dass wir auf jeden Fall noch bis zur 12. Woche Daumen drücken müssen, aber von der Ausgangslage ist die Verdopplung des Wertes an nur einem Tag, für ihn ein gutes Zeichen.

Beim Schall war die GMS schön hoch aufgebaut. Die Eierstöcke haben geschlafen und wir haben den weiteren Plan besprochen.

Dritter Blutwert

Bevor ich wieder gen Heimat gefahren bin, habe ich noch ein wenig Blut dagelassen um nach unsäglichen fünf (!) Stunden das Ergebnis zu erfahren:

hcg (PU+11) 49

hcg (PU+12) 99

hcg (PU+14) 292

Was war ich erleichtert!

Wie geht es weiter?

In zwei Wochen sehen wir uns erst wieder- der Doc und ich. Dann mit Fruchthülle. Und Ehefrau. Außerdem komme ich im Abstand von einer Woche noch zwei Mal zum Blutabnehmen (Ich soll mir einen Gefallen tun und nicht nach den Werten fragen 😀 – ich dachte ich rutsch vom Stuhl bei dem Vorschlag – verrückt!) und im Anschluss an den Termin in zwei Wochen, vereinbaren wir dann für ca. eine Woche später schon den nächsten US-Termin um (bittebittebitte) das Herzchen zu bewundern. Die Medis nehme ich alle bis zu 9+0 weiter. Danach, so der Gute, sei ich entlassen, in die Hände meiner Hausgynäkologin. Er wünscht sich dann nach der Geburt ein Foto. Ich schicke 10, wenn alles gut geht! 

Post-Warteschleifen-Warteschleife oder die Sorgen einer Frühschwangeren

Ich hoffe inständig, dass alles gut geht. Und habe eigentlich ein ganz ruhiges Gefühl. Das wiederrum macht mir Angst. Weil: wie soll ich es verkraften, wenn ich- davon überzeugt, dass ich in 9 Monaten unser Baby auf die Welt bringe, unser Kind verliere? Wäre es nicht vernünftiger nicht vom Positivsten auszugehen? Darf man sowas denken?

Wer weiß es?

Nachdem ich meine Schwester, die alles von mir weiß, ganze vier Wochen lang beschwindelt habe, war heute der Tag an dem ich ihr von dem positiven Versuch erzählt habe. Dafür habe ich eine Karte gekauft auf der ganz simpel „Glückwunsch“ steht (und die ich, so dachte sie, für den Geburtstag einer ihrer Freundinnen gekauft habe. Dort ist sie nämlich heute zum Geburtstag eingeladen) Als sie dann zu Besuch kan, habe ich sie im Glauben gelassen, ich hätte die Glückwunsch-Karte zu dem Geschenk für die Freundin besorgt, weil meine Schwester keine Zeit hatte selbst eine zu besorgen.

Sie schaut also in die Karte rein. Man will ja einen Geburtstagsgruß reinschreiben und liest „Nur die besten Schwestern werden zur Tante befördert!“ (Ich versuche mich neuerdings mit Aquarellmalerei pinselei -also selbst illustriert das Pappteil) und dazu Juli 2017. Denn hier sollte das Böhnchen dann bitte erst kommen. Auf dem oberen Teil der Klapppkarte habe ich einen positiven Schwangerschaftstest reingeklebt und das ganze noch ein bisschen bunt gestaltet. 

Und ihr Blick war einfach nur spektakulär. Sie liest. Runzelt die Stirn. Guckt komisch im Zimmer rum. Guckt, so nach dem Motto, da steht schon was drin, das kann nicht die Karte für A. sein. Sieht mich lächeln. Liest noch mal und sagt /schreit plötzlich: „Ist nicht dein Ernst!“ und fängt an zu heulen, als sie mein Strahlen sieht. So richtig mit Krokodilstränen. Stürmt auf mich zu, drückt mich, lässt mich nicht mehr los. Sagt mir wie sehr sie sich freut nach all dieser Zeit. Es war einfach so süß, dass ich auch gleich noch ein paar Tränen mit vergossen habe. Hach, mein Herz. Das war so wunderschön. Was liebe ich meine kleine Schwester- die mit mir fühlt wie keine zweite!

Was macht man so als Neuschwangere? SSW zählen? Schwangerschaftssymptome sammeln?

Ich komme mir bei beidem ziemlich bekloppt vor, aber es hilft ja nicht’s oder? Also 4+2 muhaaaa 5. Schwangerschaftswoche. Das ist so megacool, dass ich es kaum aushalten kann. Ich – I C H schreibe das über M I C H! Wahnsinnsknaller! Ich komm nicht klar.

Symptome:

  • Mopsalarm- meine Brüste sind locker ein Körbchen größer und tun weheeee
  • frühes wach werden. Zwischen drei und vier- yai. Not!
  • unfassbare Müdigkeit
  • Ekel vor Essen und Gerüchen

Fragerunde! Austausch- Info’s- bitte ! Wie war das bei euch?

Habt ihr euch auch so gefreut? Oder seid ihr eher verhalten gewesen? Hattet ihr Angst, dass es schief geht oder habt ihr eurem Körper vertraut? Habt ihr euch schwanger gefühlt?

Eine Wendung – selbes PW

Was bisher geschah…

Ich habe mich ein wenig rar gemacht in den letzten Wochen. Ich brauchte Zeit um in mich zu gehen, mir Gedanken darüber zu machen, was ich möchte. Und in Bezug auf unser Wunschkind, wie ich es möchte.

Feststand, wir haben nur noch ein Eisbärchen. Dann ist Schluss. Das Geld ist zu Ende. Die Nerven sind es auch. Ich habe in der letzten Zeit das Meditieren für mich (wieder)-entdeckt und mir diese Auszeit für mich gegönnt. Zum Gedanken sortieren und runterkommen.

Pflegschaft?

Parallel dazu haben wir den Kryoversuch noch mitgemacht. In den zwei Wochen davor haben wir uns darauf verständigt, dass wir, falls es nicht klappt, endlich die Pflegschaftsinformationsbeschaffung aufnehmen werden. Wir beide können uns ein Pflegekind gut vorstellen und haben für uns gemerkt, dass es definitiv ein (anderer) Wunsch ist ein Kind bei uns aufzunehmen und mit ihm die Familie zu vergrößern. Denn, wir wünschen uns ein Kind in unserer Familie. Dabei ist es eben nicht in erster Linie wichtig, ob dieses Wunder von mir ausgetragen wurde. Natürlich, ich träume schon immer davon schwanger zu sein. Natürlich, das ist eine Erfahrung, die ich mehr als gerne erleben möchte. Aber wenn es so sein soll, dass es eben nicht sein soll, dann habe ich meinen Frieden damit gemacht. Das Meditieren hat mir dabei geholfen zu begreifen, wirklich zu begreifen, dass ich es nicht in der Hand habe. Ich kann es nicht beeinflussen und mit diesem Gefühl bin ich auch zum Transfer gewatschelt.

Vorbereitung

Ich habe fleißig allerhand Zeug in mich reingefüllt (ASS/ L-Thyrox (wurde erhöht)/Estradiol/ Progesteron/ niedrig dosiertes Cortison/Folsäure/Granatapfelsaft-wer dran glauben möchte 😉 ) und im Gespäch nach dem Transfer darauf bestanden, dass ich zusätzliches Progesteron bekomme. Nach dem Schwangerschafts-Progesterontrauma vom Mai, lass ich mich da auf kein Risiko ein. Der Arzt hat kurz geblättert und meinte dann „Kann man machen!“ Also gab es obendrauf für jeden Abend eine Spritze Protulex. Brennt wie Hölle der Mist und zum ersten Mal habe ich nach der zweiten Spritze weinend im Bad gestanden und laut „ich will nicht mehr!“ geschrien. Sei’s drum! Alles für die Bohne- das ist der aktuelle Kampfslogan!

Transfer am 02.November

Also war es dann am 02. November so weit. Ich bin alleine in die Klinik (meine Frau musste arbeiten), nachdem das übliche Auslösen, Progesteroneinnahmebeginn-Prozedere ein paar Tage vorher gestartet hat. Wir hatten im Nachgespräch zum letzten negativen Versuch übringens erfahren, dass die beiden Blastos keine gute Qualität gehabt hätten. Bei diesem Eisbärchen habe ich dann gleich mal nachgefragt und war schon ein bisschen erleichtert, dass dieser letzte Embryo ganz gut aussah. Volle gute Blastozyste. Yai.

Keine Lust mehr auf mentalen Stress und Selbstgeißelung

Im Anschluss an diesen Transfer habe ich zum ersten Mal in meiner Kinderwunschkarriere so getan als sei ich nicht PUPO. Ich war mit meiner Schwester verabredet, hab einiges eingekauft und war am Tag drauf zu einem Essen bei einer Kollegin verabredet. Den Termin hatte ich vorgeschlagen und allen einen großartigen Weinabend ausgemalt. Das war natürlich ein bisschen ungünstig, weil ich natürlich eigentlich gar nichts trinken wollte, so als vorbildliche „PUPO-Tante“. Geklappt hat es nicht und ich bin meinem Warteschleifenmotto treu geblieben: „Es kommt wie es kommt und ein Glas Wein wird daran auch nichts ändern“.

Insgesamt habe ich so alle äußeren Kiwu-Faktoren ausgeblendet. War nicht auf Insta aktiv, habe aussortiert, wo ich die glücklichen Bald-Mami’s nicht aushalten konnte und habe versucht mich dabei nicht allzu schlecht zu fühlen. Mal im Ernst, wenn man sich etwas so sehr wünscht, dann ist es einfach an einem bestimmten Punkt sch*iße schwer (vielleicht vorrübergehend) das ersehnte Glück bei anderen so ungefiltert vorgesetzt zu bekommen (#mehrehrlichkeit)!

Es wird spannend – die Testreihe

Natürlich habe ich  mir vorgenommen entpannt zu sein und nicht zu testen. Und natürlich habe ich mir gesagt, ich mache die ersten Tests nur, weil ich sicher wissen will, wann die Auslösespritze raus ist. Ich  meine, man stelle sich das Drama vor. Ich teste an PU+15 und wüsste dann nicht ob der zweite Streifen nur von der Auslösespritze von vor drei Wochen ist. Is‘ klar ne 😀

Also fleißg getestet. Durchgängig von PU + 6 bis heute…

PU + 6 | PU + 7 Tendenz: abnehmende Deutlichkeit

An PU + 8 morgens habe ich den Test dann 10 Tage nach dem Auslösen als negativ gewertet (4. von oben)

Und was dann geschah:

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Ich konnte/kann es einfach nicht fassen. Unheimlich wurde es dann, als die Ehefrau die Striche auch erkennen konnte 😀

Symptome habe ich auch:

TF+3:

  • Schmerzen und ziehen in den Eierstöcken – unregelmäßig
  • nachmittags Drücken im unteren Rücken
  • Brüste spannen spürbar
    • Test zart, aber sichtbar positiv am Mittag (5. von oben)

TF+4:

  • Ziehen in den Leisten beim Spazieren -stark
  • abends kurz das Gefühl die Mens kommt
  • Brüste sind deutlich größer, dafür weniger schmerzempflindlich
    • Test deutlicher als am Vortag morgens und am Abend

TF + 5:

  • den ganzen Tag über starke Kopfschmerzen (nachmittags eine Paracetamol)
    • Test weiter deutlicher als die Tage zuvor

TF + 6

  • Brustspannen
  • Müdigkeit (weil wieder wach seit 4 Uhr)
  • aufgebläht und das Gefühl, dass die Men kommt
  • Schmerzen im unteren Rücken
    • Test zum ersten Mal deutlich positiv innerhalb der 5 Minuten

TF + 7

  • Brustspannen – die werden riesig
  • super müde
  • wach seit 3 Uhr

Da ich nur noch eine Dosis Prolutex für das Progesterowert habe, brauchte ich dringend Nachschub. Also habe ich flott in der Kiwu angerufen und gefragt, ob ich das Rezept holen und dann auch gleich den BT vorziehen kann. Ich konnte. Dafür war ich dann gestern beim Hausarzt zum Blutabnehmen und habe das Röhrchen als Vergleichswert heute mit in die Kiwu-Praxis genommen.

Das Ergebnis des Blutwerts-hcg

Wert I von gestern PU+11: 49

Wert II von heute PU+12: 99

Dafür ist der Progesteronwert gesunken. Von 19 auf 15. Das ist wohl noch in der Norm, aber seltsam ist es doch? Schließlich nehme ich allerhand Medikamente damit er steigt. Warum schwankt er dann so? Kennt sich jemand aus, der auch noch den ganzen Roman gelesen hat?

Aber erst  mal: Wir haben es endlich- endlich- endlich geschafft. Wir sind schwanger!

Am Freitag gibt es den nächsten Termin! Ich hoffe so sehr, dass das Böhnchen bei mir bleibt. Ich kann es noch gar kein Stück realisieren und schwanke ständig zwischen Freudentaumel und grenzenloser Panik- ganz schön anstrengend und schön 🙂

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Tests, Tests, Tests

Weil ich weiß wie verrückt hier einige Leser*innen nach Schwangerschaftstestreihen sind (ich gehöre selbstverständlich nicht dazu 😂🙈) und ich zufällig und natürlich rein aus Forschungszwecken daran interessiert bin, wie dieser Versuch ausgeht, habe ich mich entschlossen zu pinkeln und zu tunken und zu warten was das Zeug hält 😂.

In erster Linie wollte ich aber bestimmt wissen, wann das hcg von der Auslösespritze raus ist. Das sollte morgen der Fall sein. Sagt zumindest der Rechner, den ich dazu befragt habe.

Die nachfolgende Testreihe ist schon getrocknet – alle Streifen waren aber so auch im geforderten Zeitfenster sichtbar und rosa.

Im letzten Versuch mit der biochemischen Schwangerschaft, war der Test „heute“ also neun Tage nach dem Auslösen, blitzeweiß.

Mal sehen was noch kommt. Morgen wird es schon spannender.
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Zurück aus der Kiwu-Klinik

Der zweite Ultraschalltermin stand gestern an. Und ich war  – meinem neuen Plan, nur noch positives Gefühle und eine große Portion Hoffnung zuzulassen, zum trotz, mittelgradig nervös.

Ich habe beim letzten Besuch der Klinik, bei der Vertretungsärztin nachgefragt wie es mit meinen Schilddrüsenwerten aussieht, weil die seit einem Jahr nicht kontrolliert wurden und gestern waren dann die Ergebnisse da. Knapp 3. Und das, wo ich doch seit einem Jahr 50ug L-Thyroxin einwerfe. Nun soll ich also erhöhen. Erst mal auf 75. (Was wohl gewesen wäre, wenn ich nicht nachgefragt hätte?!)

Der Ultraschall ergab, dass meine Follikel gar nicht gut aussehen. Der Leitfollikel war immer noch recht klein und weit entfernt von rund. 15 mm und sah auch einfach nicht so aus, wie ich das von meinen Bilderbuchfollikeln her kenne. Ich vermutete, dass es an der Downregulation liegen könnte, der Doc hat sich dazu nicht so richtig geäußert. Könnte, könnte auch nicht. Ist aber auf jeden Fall jetzt erst mal nicht so wichtig, da ich ja hübsche Embryonen habe 🙂 Dazu gibt es eine sehr erfreuliche Nachricht, die ich im Eifer des Gefechts und den Sorgen um den Beginn dieser Kryo, noch gar nicht geschrieben und selbst nahezu verdrängt habe.

Ich habe meinen behandelnden Arzt nun schon längere Zeit nicht mehr gesehen, da er im Urlaub war.. Und beim letzten Besuch bei ihm, war ich ja so mit nicht heulen beschäftigt, dass ich vergessen habe zu fragen, wie es denn mit den Blastos genau ausschaut. Beim Telefonat mit dem Biologen vor vielen Wochen- im Anschluss an die Punktion, hat dieser nämlich gesagt, dass es zwei gute Blastos gibt und eine, die noch hinterherhinkt. Der Biologe ging dann noch mal auf die zwei guten Blastos ein, so dass ich die andere gar nicht mehr auf dem Schrim hatte bzw. davon ausging, dass aus dieser nichts werden wird. Gestern fragte mich der Doc nun, was wir für den Transfer planen und nachdem ich ihm gesagt habe, dass wir die zwei zurück wollen, sagt er, dass die drei (!) jeweils einzeln verpackt und eingefroren sind. Das also kein Problem ist. Allerdings sind die drei Blastozysten, worunter eine frühe Blastozyste ist, unter Umständen nicht mit der jeweiligen Qualität beschriftet, so dass nicht unbedingt klar ist, welche Qualitäten aufgetaut werden. Also zwei gute Blastos, oder eine gute und eine frühe. Muhaaa, erst in dem Augenblick fiel der Groschen so richtig. Dass das bedeutet, dass wir dann auf jeden Fall noch einen Versuch haben, sollte es jetzt wieder nicht klappen (woran ich natürlich nicht denken 😉 ) Das nimmt mir schon ein bisschen den Druck!

Kennt sich jemand von euch aus und weiß wie die Chancen bei Blastos sind, wenn die sich verzögert entwickeln? Ich denke mir, vielleicht braucht der Krümel einfach ein bisschen länger und es kann trotzdem noch was werden? Auch wenn, nach Lehrbuch, am fünften Tag schon eine weitere Teilungen passiert sein sollten. Hm.

Letztlich war es aber ein sehr guter Arztbesuch und das lange Warten im Wartezimmer hat sich somit auch geloht. 😀

Der Plan steht nun auch endlich:

  • ab heute:positiv denken!
  • ab heute: Dosis L-Thyroxin erhöhen
  • Montag: Auslösen
  • Mittwoch: Beginn mit der Einnahme von: Prednisolon/ ASS/ Lutinus
  • Montag: Transfer von zwei Blastos am Tag der deutschen Einheit (wenn das kein gutes Omen ist, für: Es kommt zusammen, was zusammen gehört!)

Puh, was bin ich gespannt, ob alle beiden aufwachen und wir diesmal mit einem echten Positiv aus der Kiwu entlassen werden! Ich wünsche es mir so sehr.

P.S.: Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht jetzt schon darüber nachdenken würde, wann ich  mit dem Testen anfangen möchte 😀 Wünsche? 😉

 

Neue Wege?! – Wie war das bei euch?

Ich stecke im niegelnagelneuen Kryo-Zyklus. Genau an Tag neun. Am Montag bin ich in der Klinik zur ersten Follikelschau eingeladen -wohlwissend, dass zu diesem Zeitpunkt niemals schon etwas zu sehen ist. Die erste Hälfte meines Zyklus beträgt generell so um die zwanzig Tage, so dass ich davon ausgehe, quasi umsonst hinzufahren. Aber immerhin habe ich so die Möglichkeit den Doc noch mal nach ein paar zusätzlichen Blutwerten zu fragen und dachte so an

  • Schilddrüse
  • Vitamin D
  • ?

Hat jemand noch Ideen was Einfluss haben könnte und was man mal kontrollieren sollte? Checken die Kiwu’s diese Werte überhaupt ?

Ansonsten ist diesen Versuch ja das Prednisolon plus ASS angeraten worden. Und viele von euch spritzen nach dem Auslösen doch auch noch mal hcg – als Einnistungsunterstützung? Ich schwanke zwischen gar nicht „reinpfuschen“ und alles optimieren was geht.

Wie seht ihr das? Wie habt ihr euch entschieden? Und am wichtigsten, was habt ihr gemacht in den Zyklen in den es geklappt hat?

Natürlich ist mir klar, dass keine der Wege anderer Frauen uns unser Baby bringt, aber mich interessiert es einfach und vielleicht kommen ein paar Sachen zusammen, die ich noch nicht bedacht habe.

Grashalme zum Festhalten 😉

 

Kryo oder doch ein Frischversuch?

Die Fakten: Es sind statt der acht erwarteten Eizellen, neun geworden. Das war schon mal ein Grund zur Freude. Aus dem wenigstens in Ansätzen erfolgreichen Kryo-Versuch und vorallem deshalb, weil es mir bei der ersten IVF echt mega schlecht ging, war für diesen Versuch eingeplant die Blastos zu frosten und dann nach dem Urlaub eine Kryo zu machen.

Jetzt geht es mir aber eigentlich sehr gut. Minimales Zwicken und sonst sehr entspannt in der Bauchgegend. Die Gebärmutterschleimhaut ist spitze aufgebaut und ja, die Eierchens wachsen aktuell in der Petrischale vor sich hin.

 

Also drängt sich die Frage auf. Doch ein Frischversuch? Das Problem? Zweierlei..

  • Erstens: Die Liebste hasst Planänderungen aus ganzem tiefsten Herzen und ist eine absolute Sicherheitsfanatikerin. Sie tut sich also sehr schwer damit, dass es unter Umständen (und noch möchte ich nur mal darüber sprechen) anders kommt als geplant.

Ich hingegen höre am liebsten auf mein Bauchgefühhl und man kann nie so dumm denken wie es dann kommt. Ich hätte niemals erwartet, dass es mir nicht hundeelend gehen wird nach der Punktion.

  •  Zweitens: Wir wollen in den Urlaub. Da ist schon alles gebucht. Tolle Privat-Finca auf Mallorca. Das bedeutet mit Flug. Der würde so ca.2,5 Stunden dauern. Ich bin da nicht soo ängstlich und denke, wenn der Krümel deshalb verschwinden würde, dann wäre er wahrscheinlich sowieso gegangen. Und vielleicht hilft gerade die Entspannung im Urlaub? Sonne, Liebe, Meer… Aber sicher wissen kann man es natürlich nicht zu 100%. Weshalb das irgendwie doch eher gegen einen Frischversuch sprechen würde. Oder doch nicht?

Ja, damit vertreibe ich mir so den Sonntagnachmittag. Tüdelü. Es ist ein Fest! Nicht!