Master

Der erste Teil des Plan…

…ist geschafft!  💪 seit gestern ist es amtlich. Ich habe meinen Master geschafft! Nach ein paar wirklich anstrengenden Jahren habe ich es ganz alleine (mit der besten Unterstützung meiner Frau) geschafft. Am liebsten würde ich eine Runde schreiend im Kreis rennen und all denen ins Gesicht schreien, die gesagt haben „Aus dir wird nichts! Du kannst nichts! Du bist hier falsch!“

Das hat mir in meiner Kindheit und meinem jungen Erwachsenleben schon sehr zugesetzt.

Und heute. Habe ich meine Master geschafft!  Mündliche und schriftliche mit 1,0! 👊

Ich danke euch Lieben für’s fleißige Daumendrücken und an mich glauben 💜

Der zweite Teil des Plans… an dem wird heute weiter gefeilt. Gerade bin ich auf dem Weg in die Kiwu-Klinik zum ersten Schall im Stimu-Zyklus. Der Bauch hat mittlerweile einige blaue Flecken und ich freue mich wie verrückt, dass es jetzt noch ein paar Wochen so weiter geht.. N O T 😂

Meine Frau hat die verrückte Idee, dass es dieses mal klappen muss, weil das mit dem Abschluss geklappt hat und das Kapitel abgeschlossen ist… und jetzt alles in meinem Körper bereit ist und verstanden hat, dass es losgehen kann 😅

Die Zeit bis zur Punkten werde ich sicher gut rumbekommen. Arbeit über Arbeit und dann ist es ja quasi schon bald soweit 😊

Bis dahin freue ich mich weiter über den Abschluss und halte das Gefühl fest. Vielleicht brauche ich es ja noch…

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Downregulation und Update

Jaha, da bin ich. Die Masterarbeit hat mich fast verschluckt, aber ich habe den Kampf gewonnen. Es war knapp zum Schluss und nun hänge ich wirklich in den Seilen. Ausgebrannt. Mit Schlafstörung und ständig gereizt. Aber das ist der Preis für den hübschen Abschluss. Den ich fast erreicht habe. Am Dienstag (!) ist die mündliche Prüfung – Verteidigung – what ever. Und ich frage mich wie dolle sich das Lernen lohnt, weil mal im ernst. Wie intensiv lesen zwei Dozierende eine 100 Seiten lange Arbeit in drei Tagen? Ach, ich mag einfach nicht mehr. Aber gleichzeitig bin ich so YAI es ist fast geschafft. Nur die ultimative Freude und Glückseligkeit wollen sich nicht einstellen. Aber das ist immer so bei mir. Eine einsame Insel wäre jetzt was. Die einzigartige Frau. Ich. Und sonst nichts, außer dem Meer. In meiner Traumwelt habe ich nämlich keinen Hunger. So, also Endspurt ist angesagt. Und ich kann die Studienfreiheit riechen (duftet auch doll nach Wehmut).

ivf #2 aktuell reguliere ich noch down. Das Glas in dem ich die Spritzen sammle, füllt sich stetig. Das kack Deca-Zeug brennt ziemlich, aber ja was tut man nicht. Und zur morgendlichen Kaffee-Routine gehört jetzt eben auch Spritze aufziehen, Spritze reinstecken, Spritze rausziehen. Ist okay. Ich bin gefühlt weit weg von einem Gefühl zur ivf. Die erste war ja noch so spannend. Jetzt denk ich nur noch „Lass es schnell vorbei gehen“ und finde es so gar nicht mehr prickelnd, wie doll sich meine Eierstöcke in riesige Trauben-Dingsis (wie heißen die Dinger? Also das wo die vielen Trauben dranhängen mit denen Cleopatra gefüttert wird? Büschel? Äste?) verwandeln können. Wie gewohnt reagiere ich ziemlich auf alles was Hormone beinhaltet und deshalb könnte ich von einer Vielzahl kleiner unapppetitlicher Nervigkeiten berichten. Muss ja aber nicht sein.

Das Einzige was mich diesbezüglich belastet, weil es weder wegrationalisiert noch verdrängt werden kann, sind die Babys. Ich war gestern in einem Café das in einem hippen, ach was sag ich DEM magahippen Stadtteil liegt in dem sich viele Hipster-Mami’s und sehr viele wichtige reiche  Mami’s (tatsächlich habe ich da noch nie einen Papi gesehen! – kennt ihr Pleasantville? So sieht es da aus!) zum Chai Latte treffen und war mit unzähligen schaukelnden und lächelnden, Bauchstreichelnden und andere schwangere Mami’s treffenden Müttern konfrontiert, die total surreal im gemütlichen Schlendermodus ihre süßen kleinen Babylies durch die perfekte Wohngegend geschoben und getragen haben. Ja, ich gönne allen alles. Kein Scherz. Aber trotzdem zeigt es so brutal ehrlich, was wir nicht haben. Tags davor war ich auf einem Geburtstag einer Bekannten. Von sieben geladenen Freund*innen hatten zwei kein Baby. Eine davon hat erst Abitur gemacht und ist auch demenstprechend jung, die anderen waren wir. Ihr könnt euch vorstellen was so die vorherrschenden Themen waren? Jo. Gestern dann der Geburtstag der Schwägerin. Acht Personen im Biergarten. Drei anwesende Kinder. Ein unbekanntes neun Monate altes- nie habe ich ein so süßes Baby gesehen – schaut mich an, lacht breit und streckt die speckigen Ärmchen aus. Ich  musste mich mal schwer zusammenreißen, dass ich nicht das große Heulen anfange. Hatte auch Eyeliner drauf und wollte kein Panda-Make-Up risikieren. Ja. Acht Gäste jedenfalls. Zwei ohne Kind. Jetzt darf geraten werden, wer die zwei waren. Und was hier so die vorherrschenden Themen gewesen sind, liegt dann wohl auf der Hand.

Für mich sind zwei Dinge klar geworden.

  1. Ich will immer noch endlich bitte Mama werden.
  2. Ich will unbedingt dafür Sorge tragen, dass ich neben Mama auch noch etwas anderes bin und im besten Fall auch darüber berichten kann.. So über Kochrezepte oder wie man Bierkisten jongliert, während man die Wohnung saugt und der Frau die Füße massiert. Hach, das wäre schön.

Ach ja, Fakten: Mens kam pünktlich. Erster Schall nächste Woche. Dann der große Kiwu-Praxis-Marathon. Wenn die Träubchen gedeihen wie erwartet, PU am 27.07.2016.

Dann gibt es erst mal viel Arbeit und einen Urlaub und Transfer dann enstpannt am 30.08.

So weit der Plan. Fehlt nur der Erfolg.

ivf – Klappe die zweite!

Heute ohne viele Worte, weil in wenigen Tagen Abgabe meiner Master-Arbeit ist und ich sag mal so: Es wird ein kleines Wunder sein, wenn ich die fristgerechte Abgabe schaffe.

 Aber soviel sei gesagt: Die zweite Runde hat offiziell begonnen. Die erste Spritze gab es heute morgen, kurz nach dem Aufstehen. Auf die nächsten 4 Wochen! Yai.

Ach ja und noch eine Neuigkeit. Ich bin jetzt auch auf instagram aktiv 😆 spannend ist es dort und lenkt nur ganz wenig ab 😂

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aktueller Tatbestand

Es ist recht viel zur Zeit. Der Fuß, der so rumhumpelt und ziept und nicht abschwellen mag. Die Masterarbeit, die in knapp 30 Tage abgegeben werden soll. Die Arbeit- wie immer das leidigste (und für mich gerade unwichtigste) aller Themen. Und aktuell am schmerzhaftesten. Der Kinderwunsch. Diese unglaubliche Sehnsucht. Dass es weiter geht. Dass wir schwanger sind. Dass es bleibt, das Baby- unser Kind wird. Auf die Welt kommt und wir zu dritt sind. Aktuell ja, da ist alles dunkel oder  rosa. Die (kinderlose) Realität wirkt bedrohlich und der Wunsch nach rosaroter Dreisamkeit verzaubert meinen Alltag.

Letzte  Woche waren wir in der Kiwu und haben das weitere Vorgehen besprochen. Wir setzen auf ein langes Protokoll, unser Doc erspricht sich wie erwähnt eine höhere Befruchtungsrate. Damit können wir diesen Monat anfangen. Das wäre zeitlich ziemlich nach am Abgabetermin der Masterarbeit, dafür kämen wir aber nicht mit Urlaubssperren und anderem Kram in Konflikt. Oder aber wir warten noch bis nach der Masterarbeit. Hätte zur Konsequenz, dass wir vor Oktober bzw. November keinen Transfer realisieren könnten. Und wie sich November im Kopf einer Kinderwunschpatientin anhört, das kann man sich ja vorstellen.

Also Juni. Der erste Spritzentag mit Deca wäre dann der 27. Juni (zwei Wochen) und weil ich das schon alles wuppen werde (wenigsten weiß ich dann wofür es sich lohnt, dass ich so in die Tasten haue!) wird da auch einfach begonnen. Je nach Mensbeginn wird die Punktion dann so gegen 26. Juli laufen. So ein langes Protokoll ist aber auch echt lang.

Nun komplikationslos ist ja nicht so unser und so haben sich auf einmal ein paar neue Fragen aufgetan, nachdem unser Plan soweit klar war:

ivf mit langem Protokoll, bisschen Überstimu einkalkuliert, Pause und Erholung und im nächsten Zyklus Transfer mit 2 Blastos. Grund: Nach dem kurzen Protokoll bzw. der letzten Punktion hatte ich schon relativ schmerzhafte Überstimu-Symptome. Eins, zwei Tage konnte ich nur mit Hilfe und unter enormen Schmerzen aufstehen, nach einer Woche war es dann soweit okay, dass wir uns für einen Frischtransfer entschieden haben. Wie der geendet ist, ist ja bekannt. Im Kryoversuch habe ich mich besser gefühlt (klar, hatte ja auch keine Symptome von OHSS oder Punktion..) und deshalb dachten wir, diesmal keinen Frischversuch. Mit dem langen Protokoll soll die Gefahr des OHSS größer sein.

Jetzt gibt es aber zweierlei zu Bedenken:

1. Hat der Doc icsi statt ivf in den Raum geworfen. Wir hatten eine Befruchtungsrate von 7 aus (ich glaube) 16. Laut ivf.Register sind die Erfolgsraten für eine Schwangerschaft nicht signifikant höher durch icsi. Er erhofft sich aber mehr EZ für Kryos. Wir tendieren eigentlich zur ivf. So unwissenschaftlich haben wir das Gefühl es kommt eher zusammen was zusammen gehört, oder so…

2. Habe ich dann weiter im ivf-Register nach Zahlen geschaut und feststellen müssen, dass die Chance mit über 41% im Frischversuch gegenüber unter 28% im Kryoversuch doch schon signifikant höher ist. Bei der Rate Klin. SS/ET in Abhängigkeit von der Anzahl übertragener Embryonen (bei uns 2) und Altersgruppen (30-34) (vgl. DIR 2014: 26f.). Das hatte ich so nicht mehr auf dem Schirm. Also doch ein Frischveruch mit zwei Embryonen im langen Protokoll. Mist.

Müßige Frage: Aber warum nicht einfach Sex haben und wundertolle Regenbogenbabys produzieren? 😉

Und alles in allem: Ich hab sowas von keinen Bock auf eine ivf/icsi! Mir graut es vor allem. DIe Spritzen sind noch das geringste Problem, aber das unwohl fühlen, die Stimmungsschwankungen, die Zunahmen, Punktion, Narkose, Schmerzen und alles überhaupt. Aber was soll man machen. Nur kein Baby haben, darauf habe ich noch weniger Bock.

 

Karten auf den Tisch und dann noch das!

Es bleibt dabei. Biochemische Schwangerschaft. Es hat schön angefangen und nicht so schön aufgehört. Der HCG- Wert ist in den ersten Tagen der Schwangerschaft schön und lehrbuchmäßig angestiegen und dann nicht mehr. Ich denke, dass es an dem niedrigen Progesteronwert lag, der am Ende einen Tiefstewert von tasächlichen (ich habe noch mal nachgefragt) 1,9 betrug. In Worten EINS KOMMA NEUN!

Nachdem ich dann vorgestern zusätzlich Lutinus 1-1-1 und dazu eben das Utro 1-0-1 nehmen sollte, habe ich dann zwar keine Hoffnung mehr auf einen Anstieg des HCG’s von den mickrigen 10 auf irgendwas anderes gemacht, aber auf einen Anstieg des Progesterons. Deshalb habe ich auch, obwohl ich wusste, dass es für das verlorene Embryo nichts mehr bringt, fließig wie verschrieben die Hormone genommen.

Und dann auch noch das I: Aber erst, nachdem ich auf dem Weg zur Apotheke aus dem Auto aussteigend umgeknickt bin und mir ein höllischer Schmerz durch den Fuß geschossen ist. Ein kleiner elfjähriger hat mich dann ins Auto zurückgestützt (der arme zierliche junge Mann tat mir ein bisschen leid), weil von den 100 umherstehenden keiner seine Hilfe angeboten hat. (In was für einer Welt leben wir eigentlich?) Also vor der Hormonabholung zum Notarzt. Der war so der Typ „Möchtegern Dr. Wichtig“ mit einer Facharzt Weiterbildung in „wannabe sexy-hab’s aber nicht geschafft“. Er guckte dann so von oben herab und meint, ja und wo tut’s denn weh? Ich so gut es geht beschrieben. Er so, aha. Und zur Arzthelferin nur knapp „Salbenverband“. In einer Woche dürfte ich wiederkommen-wenn es nicht besser wird, lächelt es mich von oben herab an und  geht. Das war es dann.

Abends wird dann erst mal ne große Runde geheult. Es reicht auch irgenwann mal! Die Ungewissheit, die Angst, der (wenn auch kleine) Verlust des Embryos- der sich zum ersten mal etwas mehr Zeit gelassen hat meine Gebärmutter kennenzulernen und dann diese Schmerzen.

Der Anruf in der Klinik am fogenden Tag, also gestern brachte endlich die Erlösung. HCG 5, Progesteron 40. Na, immerhin etwas, oder? Der eine Wert sinkt, der andere ist gestiegen. Ich versuche nicht daran zu denken, dass wir vielleicht, unter Umständen, etwas hätten retten können, wenn wir ins Krankenhaus gefahren wären, noch an dem Abend an dem die Schmierblutungen anfingen. Aber für das nächste mal weiß ich, dass der Progesteronwert engmaschig kontrolliert werden soll und ich von Beginn an auf eine höhere Dosierung bestehe!

Und dann noch das II: Die Schmerzen sind nicht besser geworden, im Gegenteil. In der Folge habe ich die ganze Nacht schlecht geschlafen und als ich aufgewacht bin, sehe ich als erstes eine schöne große Schwellung um den Knöchel herum, die mich morgens um fünf hübsch blau anblitzt. Beim Draufdrücken muss ich mir das Schreien verkneifen. Trotzdem muss ich an die Hochschule, dringend etwas für den Master machen und dafür zwingend die 90 Minuten mit der Bahn (plus 3mal umsteigen) bewältigen. Für die kurzen Wege zur Bahn hin, brauche ich das 5-fache an Zeit und ohne Krücken hätte ich es gar nicht geschafft. Nach dem langen Tag an der Hochschule fahre ich mit meiner Frau zu einem anderen Arzt. Der Fuß ist mittlerweile noch dicker. Olé. Diagnose: Außenbandriss. Therapie: 6 Wochen (es wird Sommer!) Schiene- tags und nachts. Aber dafür hilft sie und die Nacht war schon erhosamer.

Der nächste Versuch wird jetzt wieder lange auf sich warten lasssen. Wir haben nichts mehr auf Eis. Die zwei Eizellen aus 17, die es in das Blastozystenstadium geschafft haben, sind aufgebraucht. Bedeutet, es steht eine neue ivf an. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel Lust ich auf die ganze Angelegenheit habe. Aber was tut man nicht alles. Jetzt in den letzten Zügen meiner Masterarbeit, wollen wir es nicht mehr darauf ankommen lassen, dass ich wegen der Punktion und Überstimu wieder eine Woche ausfalle. Und auch die engmaschigen Kontrollen während der Stimu schlucken viel Zeit. Ich sage zwar zu allem, ich kann das trotzdem machen, aber ich denke meine Frau hat recht, wenn sie sagt, dass eins nach dem anderen mehr Sinn macht. Wir würden also erst Ende Juli bzw. August mit dem nächsten Zyklus anfangen. Unser Arzt möchte ein „längeres Protokoll“ versuchen, um die Rate der befruchteten Eizellen zu erhöhen.Im letzten Versuch waren es nur sieben. Ich möchte nach der ivf die Embryos nicht direkt zurück, sondern wie jetzt im „Erfogszyklus“ im natürlichen Zyklus eine Kryo. Was bedeutet, dass es noch einen Monat später wird. Wahrscheinlich September. Ja, und dann ist das Jahr gefühlt auch schon vorbei. Mir wird ganz anders wenn ich daran denke.

Wieviele Versuche habt ihr so in einem Jahr untergebracht?

So langsam haben alles Frauen, die zu meiner Anfangszeit auch in der Planungsphase waren, Kinder. Die, die noch keine haben, sind jetzt schwanger. In meiner Familie haben alle Cousinen Kinder, oder sind aktuell schwanger. Und wir, wir warten immer noch. Und das „ich möchte bitte auch! Hallo ihr habt uns vergessen“ Gefühl wird immer größer. Mir wurde gesagt, dass alles kein Problem ist. Ich war noch unter 30. Gesund. Abgesehen von der kurzen Zyklushälfte, hormonell alles in Ordnung. 4 IUI’s später finden wir uns in einer Kinderwunschklinik, die auch sagt, das wird gleich klappen. Die sagt, nehmen Sie nur einen Embryo, die Erfolgschance ist so hoch bei Ihnen. Die rausfindet, ich habe Endometriose. Wir nehmen die ivf. Ich bin immer noch knapp unter 30. Wir fahren nach München, die einzige Samenbank, die uns will. Beratungsgespräche. Nach der ivf, ich bin jetzt nicht mehr unter 30, Überstimulation. 1. Versuch: fail. Anderthalb Monate Pause. 2. Versuch:fail. Biochemische Schwangerschaft. Und die Zeit rast. Vielleicht schaffe ich es ja noch schwanger zu werden, solange die Null hinter der Drei steht. Das schwerste ist für mich das auszuhalten, was ich nicht ändern, nicht beeinflussen kann. Wir wissen nicht, ob wir am Ende des Weges unser Baby im Arm halten. Aber Fakt ist, wir haben uns auf maximal zwei ivf’s geeinigt. Die Luft wird also dünner.

neue Woche, neues Glück

Die letzten Wochen in Kurzfassung:

Viel zu viel Arbeit. Viel zu wenig Masterarbeit. Einiges an Recherche zu Pflegschaften und Adoption, wobei letzteres Thema für uns als lesbisches Ehepaar verpartnertes Paar nicht in Frage kommt. Es lebe „gleiches Recht für Alle!“.

Einige Termin in einer TCM Praxis. Ein paar eingerenkte Rippen und einige Sitzungen Akupunktur für viel und teuer Geld.

Die gegenwärtige(n) Woche(n): Aktuell  für mindestens zwei Wochen krankgeschrieben, aufgrund akuter Überlastung und um für mich mal ein paar Dinge zu sortieren. Insbesondere in Bezug auf meine Arbeit, von der ich mich unnötigerweise und meinem Perfektionismus sei dank, absolut abhängig mache. Natürlich kann man von Arbeitgeber*innen keine Rücksicht erwarten, denn jetzt mal im Ernst; wer verzichtet schon auf eine Arbeitskraft, die im Studentinnestatus in einem 20 Stundenvertrag für 35 arbeitet und dabei kaum Steuern kostet? Also habe ich das jetzt selbst in die Hand genommen. Selbstfürsorge und so. Und ich denke auch, dass es spätestens jetzt an der Zeit ist (immerhin bin ich mittlerweile 30! Jahre alt 😨) Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und zwar mit allen Konsequenzen. Deshalb, meine ich (und mein Arzt ist da ganz bei mir): meine Gesundheit muss vorgehen! Und das heißt jetzt erst mal wieder zu Kräften kommen. Und dann langsam an der Thesis weiterarbeiten. Ist aber an sich schon auch ein bisschen ein eigenes anderes Thema.

Also: In Sachen Kinderwunsch steht der nächste Termin zum Kryotransfer am Montag an. Ausgelöst haben wir letzten Montag am 25. April. Seit Mittwoch 2-2-2 Utrogest.

Meine Gedanken dazu: Joah, pfff… Steckste nicht drin. Wenn’s nicht klappt, freuen wir uns auf den Urlaub, den wir für September planen. Noch  mal Thailand. Yai. 😀

brandaktuell

Heute morgen, also sehr früh am morgen (nachdem ich gestern gegen zehn Uhr von meiner letzten Klausur Zuhause ankam- ging es heute morgen um fünf schon wieder aus dem Federn zur Vorbereitung der nächsten drei Prüfungen 😥)  hat sich bestätigt, dass ich auf mein Gefühl vertrauen kann. Die Mens kam und hat uns somit in den ersten richtigen ivf -Zyklus katapultiert.

Heute gibt es das letzte mal Estradiol und ab Freitag geht das große Pieksen los.

Wir sind gespannt und hoffen auf nicht allzu viele Nebenwirkungen, weil wir nächstes Wochenende mein Geburtstagsgeschenk einlösen wollen und dafür ein bisschen durch Deutschland reisen werden. So, oder so, wir freuen uns wie verrückt und sind gespannt und voller Freude. (Also ich dann auch noch viel mehr, wenn heute meine letzte Prüfung rum ist! 😀 )

Es geht los…

Ich kann es gar nicht glauben.

Am 19. Januar sind unsere Schwimmerchen in der Klinik angekommen, am selben Tag habe ich meine erste mündliche Prüfung sehr gut bestanden, bin ein paar Tage später 30 Jahre alt geworden, hab die ersten drei Kilo meiner anvisierten fünf bis sieben Kilo abgenommen und nun fängt es endlich an real zu werden. Unser Kinderwunsch geht aktiv weiter in die fünfte Runde! (Gute Zeichen = Glücksmonat 😉 )

Ach, was sind wir aufgeregt! Morgen ist es soweit, dann bin ich am 22. Zyklustag angelangt und beginne mit der Einnahme von Estradiol. Es geht also wirkich, wirklich los. Zumindest für meine Gebärmutter 😀

Dann bleibt es spannend, ob ich von Nebenwirkungen verschont bleibe und wann wir mit der Spritzerei anfangen…

Wettlauf für das Wunschkind

Nachdem wir in München waren, hatten wir ja allerhand Dokumente auszufüllen. Bei fast allen sind wir auch fertig geworden und abgesehen von Foto’s die wir noch raussuchen und mit eintüten müssen, fehlen von mir nur noch Nachweise über Blutgruppe, Rhesusfaktor und Cytomegalie. Die Kinderwunschklinik muss noch einen Anforderungsantrag für das Genmaterial unterzeichnen und den Wisch samt Datum per Fax versenden.

Jetzt war ich heute nach der Hochschule mal in der Klinik und wollte nachfragen ob mir den Zettel jemand unterschreiben kann. Während ich da so am Empfang stand, habe ich auch gleich noch wegen der Blutproben gefragt, dass muss allerdings erst von Arzt angefordert werden. Der war aber in einem Patient*innengespräch. Nachdem nicht so klar war, wer jetzt was unterschreiben will/darf/muss, hat die Sprechstundenhilfe noch eine Biologin bemüht, die sich meiner angenommen hat. (Toller Laden und alle sind sowas von nett!) Das war dann geklärt, als Datum für den Versand wurde der 11.1 eingetragen- sie meinten besser früh als spät und schwupps war’s vorbei.

Als ich allerdings am Bahnhof saß- so Richtung Heimat, fiel mir ein, ich wollte ja eigentlich auch noch Blutwerte. Gut, dachte ich so, die jetzt noch  mal nerven ist auch doof. Fragste mal beim Hausarzt. Da erfur ich dann, dass Blutgruppen/Rhesus-Bums mind. 90,- kostet. Und außerdem sind die Guten erst ab dem 11.01 wieder in der Praxis. Wer aufgepasst hat, hat’s bemerkt- am 11.01 soll das Zeug schon verschickt sein Oo Also zur Sicherheit den Termin zum Blutabzapfen zugesagt, gleichzeitig die Frau auf dem Laufenden gehalten, parallel die schwere Tasche balanciert, Fahrpläne gecheckt und kurzfristig entschieden, die Kiwu noch mal anzurufen.

Wieder super freundlich am Telefon. Nur der Arzt immer noch im Gespräch. Oder schon wieder. Weiß ich nicht genau. Sie, also die Arzthelferin, dürfe das nicht alleine entscheiden- ist ja klar. Ob ich heut Nachmittag noch mal vorbeikommen könnte. Ehm, nee. Nicht so. Ich wohne schon ne Ecke weg und konnte/wollte auch leider keine Stunden in der Praxis verbringen. Ich bin also standhaft geblieben, Situation geschildert. Großes Verständnis auf der anderen Seite. Langes Schreiben- kurzer Sinn. Ich durfte zurück und nach kurzem Warten wurde ich zum Blutzapfen geschickt. Uuuund! Ich musste nicht mal was bezahlen. Ha! Läuft! Dafür allerdings extrem schmerzhaft- hatte ich auch noch nicht beim Blutziehen:)

Das Ergebnis wird für Montag erwartet und dann können alle Unterlagen weg. Wir hoffen feste, dass das Datum für die Cryobank in Ordnung geht, weil die sich 14 Tage Sperma-aussuch-zeit erbeten haben. Mit Weihnachtsferien sind das allerdings keine 14 Tage und mit Abzug der vier Tage Frist für die Versendung. ehem. Ja. Leider erwische ich da auch niemanden am Telefon :/ Vielleicht tipp-exe ich auch einfach das Datum unserer Kiwu weg und ergänze durch eins eine Woche später. Gewitzt, oder? 😀

Puh! Und das alles nach insgesamt viel zu wenig Schalf und viel zu viel Arbeit diese Woche. Da brauch ich solche Nervenkrimis unbedingt. Aber ich will nicht meckern. Am Ende war ja alles gut.

Und alles ist so aufregend.


Bezüglich des Startdatums ist auch noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zumal: N E W S : Ich war im Rahmen meiner bald beginnenden Masterthesis zu einem Treffen lauter wichtiger Hochschulleute eingeladen und in diesem Bereich, in dem ich/über den ich meine Thesis schreibe, wird in naher Zukunft eine Stelle geboren. Der Hochschulhäuptling (sehr sympathischer Typ im übrigen) meinte dann irgenwann so, dass das ja passen würde. Also die dann bald vakante Stelle zum Thema meiner Masterarbeit und wann ich denn abschließen würde mit dem Studium und meinte dann mit Augenzwinkern, dass man bei so einer Masterarbeit ja vielleicht auch nicht abgeneigt ist im Hochschulbetrieb zu bleiben und zu arbeiten. H a l l o ! ? Wie krass ist das denn?! Klar, das war jetzt kein Versprechen und auch kein Abreitsvertrag, aber waaaaauuu!

Also vielleicht für manch eine*n auch nicht so krass, aber ich bin sowas von die „meint der mich, ich mach doch gar nichts besonders gut- und hoffentlich merkt man nicht, dass ich mir vor Angst fast in die Hosen mache-T y p e!“ Weshalb ich schockiert war, dass ich angesprochen, nach meiner Meinung gefragt und mehrmals (!) auf mich verwiesen wurde. Krasse Erfahrung. Jedefalls, wie cool wäre dass denn bitte? Und  ja, wann sollen wir dann anfangen mit den Babys? Und ist das eine echte Chance? Muha. Also alles ein bisschen viel (schon wieder! Aber ich habe aufgehört mich zu wundern, ich glaube der Wahnsinn gehört zu meinem ist mein Leben)  wie man unschwer erkennen kann. Ich versuche am Wochenende endlich mal eine Mütze Schlaf zu bekommen. Vielleicht wird es dann ein bisschen klarer.

Zurück aus München – Auf die Schwimmer, fertig, los ;)

Wir haben ein paar schöne Tage in München verlebt. Waren in der Therme Erding – so groß! Lecker frühstücken – so  yummi! Wir waren kurz auf dem Weihanchtsmarkt – so voll (also der Markt, nicht wir 😉 )!

Und, das Wichtigste: Wir waren bei dem psychosozialen Beratungsgespräch der Samenbank in München und sind jetzt – so viel weiter. Okay, der Ehrlichkeit halber – auch um so viel Geld leichter. Aber das was mittlerweile als einziges zählt ist, dass wir einen Schritt weiter sind!

Das Gespräch mit der Psychologin war eine Art Aufklärungs- und Informationsgespräch und ganz anders als erwartet. Sie hat erklärt worauf es ihr bei der Auswahl der Spender ankommt (Gesundheitsvorgaben etc.), wie die Spender letztlich ausgewählt werden (psychologisches Gespräch) und nach welchen Kriterien sie den passenden Spender für uns aussucht. Das Gespräch selbst lief extrem wertschätzend, offen und entspannt ab. Wir haben alle Unterlagen, die zum Bestellen nötig sind, ausgehändigt bekommen und sie heute auch schon fleißig ausgefüllt. Nächste Woche werde ich die Dokumente für die Kiwu-Klinik bei unserem behandelnden Arzt vorbeibringen und hoffen, dass der Versendung der zwei Portionen für die ivf nichts mehr im Wege steht. Die Zeit bis zur Auswahl des passenden Spenders beträgt so ca. zwei Wochen, nach Eingang aller relevanten Dokumente und die Versendung des Genmaterials in unsere Kiwu-Klinik dauert dann ca. vier Tage. Ich bin echt reif für ein paar positive Entwicklungen in Sachen Kinderwunsch.

Was mich besonders freut ist die Reaktion meiner Frau. Wo sie sonst eigentlich vom Typ her eher pessimistisch ist und wenig Begeisterung an den Tag legt (es könnte ja sein, dass etwas schief geht und dann möchte sie nicht enttäuscht sein) ist sie seit dem Kurztrip nach München wie ausgewechselt. Sie war furchtbar aufgeregt und schwärmt seitdem von nichts anderem mehr als davon, dass es für sie jetzt bitte unbedingt und gleich losgehen könnte. Am liebsten ohne die zehn Monate Schwangerschaft, direkt über los in das Familienleben mit Kind. So süß  ❤ 😉

Aktuell überlegen wir wann ich anfangen sollte die Medis zu nehmen, die ja schon seit einigen Wochen im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten.

In der ersten Februarwoche schreibe ich zig Klausuren- die letzten bevor ich endlich scheinfrei in die Masterarbeit starte. Da hängt also viel dran. Und eigentlich war der Plan bis nach den Klausuren zu warten, bevor ich mit der Hormoneinnahme beginne. Grund: Wir haben Angst davor, dass ich die Hormone- genauer das Östrogen nicht gut vertrage, es mir dann schlecht geht und ich die Klausurenphase mit unnötigem Stress und körperlichem Symptomen versaue.

Konkret geht es bei mir ja mit Estradiol los. Ich habe keine Ahnung wie da die Nebenwirkungen tatsächlich sind, ich weiß nur, dass ich auf das künstliche Hcg zum Auslösen des ES und auf die Einnahme des Progesteron schon ziemlich reagiert habe. Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und wirklich üble Laune. Allerdings würde nur die Einnahme vom Estradiol in der Prüfungsphase liegen. Den Rest der verordneten Hormone würde ich, so wie der Zyklus vorausgesagt ist, erst nach der Prüfung nehmen müssen.

Hach, nicht so einfach. Hat jemand da draußen Erfahrungen mit Estradiol, also künstlichem Östrogen? Mach ich mich umsonst verrückt?

Falls wir später anfangen würden, würde sich der Start- logisch- um einen Monat verschieben. Man könnte jetzt sagen: was solls, die vier Wochen machen nach dem Jahr auch keinen Unterschied, aber was soll ich sagen..? 😀 Ich denke ihr wisst Bescheid 😛

Denn falls wir uns entscheiden sollten im Febraur mit den Medis anzufangen, dann würde das bedeuten, dass es nach meiner nächsten Mens losgehen würde. So in echt! Und das wäre ja schon ein Ding, oder?