medizinische Unterstützung

Von ivf zu icsi in zehn Sekunden

Ja, die Stimulationsphase ist vorüber. Man könnte sagen „endlich!“ es ist ja doch eine Menge an Medikamenten und Sritzen zusammengekommen. Leider hat sich beim ersten Ultraschall schon abgezeichnet, dass es keine besonders große Ausbeute an Eizellen geben wird. Nachdem ich dann zusätzliche drei Tage weiterstimulieren sollte- wofür wir neue Medikamente bestellen mussten- hatte ich dann am Montag noch einen Ultraschalltermin. Da meine Frau arbeiten musste, bin ich alleine hin, was aber kein Problem ist… Die frühere Aufregung ist geschäftiger Gelassenheit gewichen. Der Schall brachte keine neuen oder erfreulichen Erkenntnisse. Der Arzt konnte maximal 8 mit viel Goodwill 10 Follikel erkennen. Groß genug waren sie auch nicht und das nach dem Protokollwechsel. Der Doc war sehr erstaunt und meinte, dass in der Regel bei dem langen Protokoll mindestens soviele Folliel entstehen wie bei dem kurzen, auf das ich ja sehr gut angesprochen habe. Das Ergebnis bedeutete für mich noch mal neuen Medikamente kaufen. Noch weitere drei Tage stimulieren. Ich habe im Anschluss an die Untersuchung nach zusätzlichen Wegen gefragt. Abzuklären versucht an was es denn liegen könnte, wenn es wieder nicht klappt. Er hat dazu eigentlich nicht so viel gesagt. Außer, dass es eben Frauen gibt bei denen es auch ohne groß ersichtlichen Grund nicht klappt. Ernüchterung auf ganzer Linie. Dafür habe ich ein niedrig dosiertes Cortison mitbekommen und ASS. Beides für die Kryo, die der Punktion im Folgezyklus folgen soll. Bei beidem weiß ich nicht, ob ich es nehmen soll. Ich habe den Eindruck, dass mein Körper am besten läuft, wenn man ihn in Ruhe lässt. Und das Ergebnis dieses hormonbepackten ewiglich langem Stimulationszyklus gibt meinem Gefühl doch wohl ein bisschen recht.

A b e r, hier greift natürlich das klassische Kinderwunschdilemma-Gedankenkarussel: was wenn es doch helfen würde? :/ mööp.

Hat jemand Erfahrung mit derlei Mittelchen?

Nachdem das alles geklärt war, haben ich den Auslöse- und Punktionsvorbereitungszettel ausgehändigt bekommen. An dieser Stelle kam es zu einer positiven Wendung. Aufgrund der schlechten Ergebnisse haben wir von dem Kiwu-Zentrum das Angebot einer ICSI bekommen, deren zusätzlichen Kosten die Kiwu für uns übernimmt. Das finde ich sehr toll und super entgegenkommend.  Vielleicht sind die Chancen dann doch nicht so gering, dass sich mehr als 50% der Follikel befruchten und kryokonservieren lassen. We will see!

Alles in allem habe ich mir das Heulen in der Bahn im Anschluss an den Termin und den Kauf der Medikamente nur knapp verkneifen können. Und von da an, weicht sie auch nicht mehr von meiner Seite. Die Angst. Die ganze Woche schon klopft sie mir feundlich auf die Schulter. Zieht mir am Ohrläppchen und verschafft sich immer lauter werdend so langsam Gehör. Über Sorgen zur Punktion, einem schlechten Befruchtungsergebnis. Der Vorstellung, dass die Eier zu früh gehüpft oder auf unerklärliche Weise weggeschrumpft sind. Hin zu schrecklichen Schmerzen nach der Punktion und natürlich dem ausbleibenden Erfolg, hat sie so ziemlich alles im Repertoire, was den Kinderwunschkosmoms grau und bedrohlich wirken lässt. Ich habe Angst vor einer erneuten biochemischen Schwangerschaft. Davor, dass ich einfach nicht schwanger werden kann… blablabla… Was man eben so denkt. Das führt zu unterirdischer Laune und übermäßiger Dünnhäutigkeit. Ich will die Punktion nicht. Mecker. Mecker. Mau. Mau.

Fakten: Punktion, morgen Morgen gegen neun. Dann beginnt das Warten. Gegen Mittwoch wird dann wohl die Info folgen, wie viele es geschafft haben. Dann folgt später im Sommer eine kurze Urlaubsauszeit und dann endlich, so der Zyklus will, die Kryo.

Aber zuerst die Punktion. Undder folgt ein Wochende voller Schmerzen auf der Couch, mit Eiweißcocktails und gähnender Langweile! Nein, Stop! Als erfahrene Kinderwunschtante, weiß ich natürlich, dass einzig der Glaube an einen guten Ausgang Erfolg verspricht und korrigiere die Wochenendplanung: Es folgt ein entspanntes Wochenende mit viel Zeit für mich und gesunden Proteinshakes, in denen all meine acht Eier zu starken Blastozyten heranwachsen, die darauf warten in meinen embryofreundlichen Uterus zu ziehen und dort zu gesunden und glücklichen Babys heranzuwachsen.

Ihr seht, ich gebe mir große Mühe.

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neue Woche, neues Glück

Die letzten Wochen in Kurzfassung:

Viel zu viel Arbeit. Viel zu wenig Masterarbeit. Einiges an Recherche zu Pflegschaften und Adoption, wobei letzteres Thema für uns als lesbisches Ehepaar verpartnertes Paar nicht in Frage kommt. Es lebe „gleiches Recht für Alle!“.

Einige Termin in einer TCM Praxis. Ein paar eingerenkte Rippen und einige Sitzungen Akupunktur für viel und teuer Geld.

Die gegenwärtige(n) Woche(n): Aktuell  für mindestens zwei Wochen krankgeschrieben, aufgrund akuter Überlastung und um für mich mal ein paar Dinge zu sortieren. Insbesondere in Bezug auf meine Arbeit, von der ich mich unnötigerweise und meinem Perfektionismus sei dank, absolut abhängig mache. Natürlich kann man von Arbeitgeber*innen keine Rücksicht erwarten, denn jetzt mal im Ernst; wer verzichtet schon auf eine Arbeitskraft, die im Studentinnestatus in einem 20 Stundenvertrag für 35 arbeitet und dabei kaum Steuern kostet? Also habe ich das jetzt selbst in die Hand genommen. Selbstfürsorge und so. Und ich denke auch, dass es spätestens jetzt an der Zeit ist (immerhin bin ich mittlerweile 30! Jahre alt 😨) Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und zwar mit allen Konsequenzen. Deshalb, meine ich (und mein Arzt ist da ganz bei mir): meine Gesundheit muss vorgehen! Und das heißt jetzt erst mal wieder zu Kräften kommen. Und dann langsam an der Thesis weiterarbeiten. Ist aber an sich schon auch ein bisschen ein eigenes anderes Thema.

Also: In Sachen Kinderwunsch steht der nächste Termin zum Kryotransfer am Montag an. Ausgelöst haben wir letzten Montag am 25. April. Seit Mittwoch 2-2-2 Utrogest.

Meine Gedanken dazu: Joah, pfff… Steckste nicht drin. Wenn’s nicht klappt, freuen wir uns auf den Urlaub, den wir für September planen. Noch  mal Thailand. Yai. 😀

Post-Punktion und Prä-Transfer

No long, no see! Dafür heute ein etwas ausführlicheres Update von der ivf-Front.

Letzten Samstag war es soweit. Nach einer kurzen, weil furchtbar aufgeregten Nacht, sind wir am Samstagmorgen recht zeitig aus den Federn gehüpft, um pünktlich um neun in unserem Kinderwunschzentrum zu sein. Nach einer anstrengenderen Fahrt auf der Autobahn (es hat geregnet und gestürmt) sind wir doch relativ schnell durchgekommen und waren eine halbe Stunde zu früh. Die Zeit habe ich selbstverständlich toll nutzen können, um noch nervöser zu werden und zu allem Übel durften wir noch gar nicht in die Praxisräumlichkeiten. So haben wir dann noch gute 20 Minuten vor der Tür gewartet. Als wir dann endlich rein durften, hat uns eine sehr freundliche MTA in die Umkleideschleuse geführt, mir versichert, dass der Eingriff ganz schnell vorbeigeht und auch gar nicht weiter schlimm ist und schwups sah ich mich in einem schicken OP-Dress mit „hinten offen“ in den Ruhe- bzw. Warteraum katapultiert. Es lief schöne Entspannungsmusik und der Raum ist ziemlich Spa-mäßig gestaltet. Als dann aber nach ca. 10 Minuten die Titelmusik von Halloween als Klassikinterpretation kam, hab ich mich schon gefragt, ob das so passend ist. Zumal ich ernsthaft Angst vor der Narkose hatte. Aber gut, sei’s drum 😀

Nach einer kurzen Weile hat sich dann das OP-Team vorgestellt. Die Anästhesistin hat mir einen Zugang gelegt, was ich als ziemlich schmerzhaft und unangenehm empfand und mir noch ein bisschen Blut abgezapft. Die behandelnde Ärztin und die OP-Schwester haben mich im Anschluss abgeholt und in den kleinen OP-Raum gefahren. Meine Frau war bis dahin bei mir und hat dann auf mich gewartet. Die Narkose, kam dann recht zügig und die Narkoseärztin hat sich noch nett mit mir unterhalten und mir erzählt wie sie wirkt, bis ich dann recht schnell im Land der Träume war.

Als ich wieder zu mir gekommen bin, hab ich zuerst meine Frau gesehen und das Piepsen des Überwachungsmonitors wahrgenommen. Meine erste bewusste Frage galt den punktierten Eizellen und später habe ich erfahren, dass ich, noch halb weggetreten, als erstes eine Liebeserklärung an meine Frau gerichtet ❤ und dann ständig die Anästhesistin genervt habe, in dem ich unentwegt und mit schwerer Zunge nach den Eizellen gefragt habe 😀

Letztlich waren es 15 Follikel, statt der 17 gezählten und von diesen enthielten alle eine Eizelle. Eine Eizell-Rate von 100% und ich war so erleichtert und froh. Ich habe eigentlich mit nicht mehr als acht bis neun Eizellen gerechnet. Wir haben dann noch die Information erhalten, dass meine Eierstöcke, so prall gefüllt aussahen wie Bienenwaben und ich sicher mit Schmerzen zu rechnen habe. Aber gut, frau kann nicht alles haben 🙂

Nachdem ich halbwegs auf dem Damm war und noch eine große Portion Schmerzmittel i.v erhalten habe, sind wir zum Biologen gegangen, der uns zur erfolgreichen Punktion gratuliert und mitgeteilt hat, dass er von einer guten Befruchtungsrate ausgeht. Dann der nochmalige Hinweis darauf, dass ich mich schon mal auf Schmerzen gefasst machen soll, weil die Follikel laut Ärztin sehr groß waren und sich gegen Abend wieder mit Wasser füllen und erneut großen Druck auf die Eierstöcke ausüben werden. Bis dahin habe ich das nicht so wirklich glauben können, weil ich mich so gut gefühlt habe 🙂

Dann hieß/heißt es warten. Fünf lange Tage lang- bis Donnerstag.

Nach dem entspannten Gefühl am Vormittag haben mich die beginnenden Schmerzen gegen Abend eiskalt erwischt. Den kompletten Samstagabend bis Dienstagmittag hatte ich extreme Schmerzen. Ich sah aus wie im vierten/fünften Monat schwanger, konnte mich kaum bewegen und das auf die Toilette gehen war eine Qual. Nur das nicht auf die Toilette gehen war noch schlimmer, weil die volle Blase dann auf den ohnehin schon übervollen Bauch gedrückt hat. Ich habe am Sonntag echt Angst gehabt, dass es ein Überstimulationssyndrom ist, aber tapfer weiter meine vier Liter Flüssigkeit plus Eiweißshakes (ekelhaft!) zu mir genommen, abwechselnd gekühlt oder gewärmt (je nachdem was sich besser angefühlt hat) und mich umsorgen lassen. Ich bin jetzt nicht so der empfindliche Typ und trotzdem hat es plötzlich Sinn gemacht, dass mein Arzt meinte „wenn sie hart im Nehmen sind, lösen Sie mit hcg aus“. Puh, und ich war wirklich hart im Nehmen. Gestern habe ich mich schweren Herzens krankschreiben lassen müssen und bin von meiner Hausärztin im Schneckentempo nach Hause geschlichen. Die Bewegung hat ein bisschen was bewegt im Bauch uns seitdem wurde es bis in die Abendstunden hinein wieder etwas besser. Abends und nachts war es noch sehr unangenehm, aber heute Morgen konnte ich schon viel freier atmen und lachen ohne mir den Bauch zu halten. Yai.

Dafür tut mir seit gestern Morgen der Hals beim Schlucken weh und eine meiner Mandeln hat eine beachtliche Größe angenommen. Ich habe sonst allerdings keine Erkältungsanzeichen, was ich seltsam finde. Vielleicht nur ein Zeichen dafür, dass mein Körper arbeitet. Wie dem auch sei, nachdem es also seit gestern gefühlt bergauf geht, habe ich wieder ein wenig Hoffnung, dass der Transfer morgen gemacht werden kann.

Die hübschen Eizellen dürfen nämlich bis morgen an Tag fünf weiterwachsen und haben sich hoffentlich schon fleißig geteilt. Ich schaue mir jeden Tag ein Bild von sich entwickelnden Eizellen an und drücke fest die Daumen, dass wir morgen einige schöne Blastozysten haben von denen dann eine, auf Wunsch meiner Frau und Empfehlung des behandelnden Arztes, einziehen darf 🙂

blasto

Quelle: http://www.ivf-giessen.de/images/sonstige/embryonalentwicklung1_klein.gif

Stimulationstag 7 – Eiersalat

Der Termin in der Kiwu-Klinik hat einige Neuigkeiten gebacht. Meine größte Sorge war, dass sich keine Eier bilden und wir mit leeren Eierstöcken nach Hause fahren müssen.

Die Liebste ist in der Mittagspause mit mir zusammen in die Praxis gefahren und wir waren beide mächtig aufgeregt. Das Ziepen und Drücken der letzten Tage und der langsam aber stetig wachsende Bauch, haben ja schon darauf hingedeutet, dass was passiert, aber sicher sein konnten wir natürlich nicht.

Der Ultraschall hat dann endlich Erlösung gebracht und uns hübsche Follikel präsentiert. Es sind zwischen 12 und 14 Stück. Also so ungefähr genau die Größenordnung die wir uns erhofft hatten. Noch schlimmer als keine Follikel wären ja wohl zuviele- aufgrund derer wir dann hätten abbrechen müssen.

Der Doc hat mich gefragt ob ich Endo habe bzw. schon mal eine Diagnose in die Richtung m Raum stand,, weil er eine kleine Zyste gefunden hat, die zwar wohl erst mal nicht weiter bedenklich ist, aber eben da. Er meint, das wäre jetzt erst mal nicht weiter schlimm, nur ein weiterer Grund dafür, dass die ivf die richtige Wahl war für uns.

Leider sind die Follikel winzig klein, dass haben meine Frau und ich auch direkt gesehen und so müssen wir mit der Dosis hoch auf 175 und noch dazu Medis nachbestellen. Ich hoffe jetzt, dass ich im Ausland noch günstige Medikamente bekomme. Unsere reichen nur noch bis Sonntag. 😦

Am Montag ist der nächste Schall und die Punktion je nach Ergebnis dann irgendwann ab Mittwoch! Ich bin gespanntn wie ich mich fühle, wenn die 12-14 Follikel noch doppelt so groß werden und ich jetzt schon mit dem Bauchumfang zu kämpfen habe. Kennt ihr das? Oder habt ihr nebenwirkungstechnisch gar nichts gemerkt?

Es geht los…

Ich kann es gar nicht glauben.

Am 19. Januar sind unsere Schwimmerchen in der Klinik angekommen, am selben Tag habe ich meine erste mündliche Prüfung sehr gut bestanden, bin ein paar Tage später 30 Jahre alt geworden, hab die ersten drei Kilo meiner anvisierten fünf bis sieben Kilo abgenommen und nun fängt es endlich an real zu werden. Unser Kinderwunsch geht aktiv weiter in die fünfte Runde! (Gute Zeichen = Glücksmonat 😉 )

Ach, was sind wir aufgeregt! Morgen ist es soweit, dann bin ich am 22. Zyklustag angelangt und beginne mit der Einnahme von Estradiol. Es geht also wirkich, wirklich los. Zumindest für meine Gebärmutter 😀

Dann bleibt es spannend, ob ich von Nebenwirkungen verschont bleibe und wann wir mit der Spritzerei anfangen…

am seidenen Faden

Ganz im Ernst. Ich habe die ganze Planerei um den ivf-Zyklus eindeutig unterschätzt. Oder aber mein Glück mit meinem Körper überschätzt. Und jetzt hängt der Babyplan 2016 am seidenen Faden. 😦

Zur Problematik: Mein Antagonistenprotokoll startet mit dem 22 ZT (dieses Zyklusses) mit Estradiol. Der Mittwoch, nach Einsetzen der Mens ist dann der letzte Tag der Estradioleinnahme. Am darauffolgenden Freitag beginnt dann das Spritzen.

Zur Veranschaulichung und weil ich es dann weniger kompliziert erklären muss mein Plan als Grafik:

kalender

Hier folgt nun unser persönliches Dilemma. Wenn die Mens nach Mittwoch beginnen sollte, dann wird das Estradiol weitergenommen, bis zum darauffolgenden Mittwoch und folglich erst die Woche darauf am 12.02 mit den Spritzen losgelegt.

Wie ihr ersehen könnt, bin ich da allerdings schon mit meiner Frau in  meinem Geburtstagsüberraschungsdings, was ohne den Verlust von einigen vielen Euro auch  nicht mehr umzubuchen geht.

Wer jetzt denkt „nun ja, auf die vier Wochen kommt es nu‘ auch nicht mehr an. Erst mal das bestimmt sehr tolle Geschenk genießen“. Der oder die hat die Rechnung ohne das Geburtstagsgeschenk für meine Großeltern gemacht. Für diese habe ich nämlich einen ersten Familienurlaub (wir wohnen alle in Deutschland zertreut, schön zwischen Osten und Westen) anberaumt, damit wir alle die Gelegenheit haben ein paar entspannte Tage miteinander zu verbringen und einen gemeinsamen Urlaub mit unserem Opa zu verbringen, der in den letzten Monaten, aufgrund seines Alters, abzubauen beginnt. Aus diesem Grund ist also auch der Zyklus Ende März nicht drin. Denn höchst wahrscheinlich kommt die Mens dann so, dass ich zur Punktion oder aber zum Transfer nicht in der Nähe der Praxis bin. Tja.

Dann würde es aber eben erst Mai mit dem nächsten Transfer. Und das kann ich kaum mehr aushalten. Vorallem deshalb weil das Baby ja dann gar nicht mehr in diesem JAhr kommen würde. Und das war mein großer Wunsch.

Was also tun?

Mein Plan ist also alles auf eine Karte zu setzen und in 20 Tagen mit dem Estradiol zu beginnen. In der festen Hoffnung, dass ich meine Periode spätestens am Mittwoch bekomme und mit Spritzen im Gepäck in meine Geburtstagsüberraschung düsen kann.

Die Fragen die sich nun stellen sind: wird sich das Estradiol auf meinen Zyklus auswirken und die Mens evtl. nach hinten verschieben? Oder ist das unwahrscheinlich? Kennt sich da jemand zufällig aus?

Ich habe schon viel im Netz gesucht, aber nichts gefunden. Und falls die Mens später kommt, kann ich das Estradiol dann einfach wieder absetzen, oder mach ich  mir damit meinen sonst doch sehr perfekten Zyklus kaputt?

Wettlauf für das Wunschkind

Nachdem wir in München waren, hatten wir ja allerhand Dokumente auszufüllen. Bei fast allen sind wir auch fertig geworden und abgesehen von Foto’s die wir noch raussuchen und mit eintüten müssen, fehlen von mir nur noch Nachweise über Blutgruppe, Rhesusfaktor und Cytomegalie. Die Kinderwunschklinik muss noch einen Anforderungsantrag für das Genmaterial unterzeichnen und den Wisch samt Datum per Fax versenden.

Jetzt war ich heute nach der Hochschule mal in der Klinik und wollte nachfragen ob mir den Zettel jemand unterschreiben kann. Während ich da so am Empfang stand, habe ich auch gleich noch wegen der Blutproben gefragt, dass muss allerdings erst von Arzt angefordert werden. Der war aber in einem Patient*innengespräch. Nachdem nicht so klar war, wer jetzt was unterschreiben will/darf/muss, hat die Sprechstundenhilfe noch eine Biologin bemüht, die sich meiner angenommen hat. (Toller Laden und alle sind sowas von nett!) Das war dann geklärt, als Datum für den Versand wurde der 11.1 eingetragen- sie meinten besser früh als spät und schwupps war’s vorbei.

Als ich allerdings am Bahnhof saß- so Richtung Heimat, fiel mir ein, ich wollte ja eigentlich auch noch Blutwerte. Gut, dachte ich so, die jetzt noch  mal nerven ist auch doof. Fragste mal beim Hausarzt. Da erfur ich dann, dass Blutgruppen/Rhesus-Bums mind. 90,- kostet. Und außerdem sind die Guten erst ab dem 11.01 wieder in der Praxis. Wer aufgepasst hat, hat’s bemerkt- am 11.01 soll das Zeug schon verschickt sein Oo Also zur Sicherheit den Termin zum Blutabzapfen zugesagt, gleichzeitig die Frau auf dem Laufenden gehalten, parallel die schwere Tasche balanciert, Fahrpläne gecheckt und kurzfristig entschieden, die Kiwu noch mal anzurufen.

Wieder super freundlich am Telefon. Nur der Arzt immer noch im Gespräch. Oder schon wieder. Weiß ich nicht genau. Sie, also die Arzthelferin, dürfe das nicht alleine entscheiden- ist ja klar. Ob ich heut Nachmittag noch mal vorbeikommen könnte. Ehm, nee. Nicht so. Ich wohne schon ne Ecke weg und konnte/wollte auch leider keine Stunden in der Praxis verbringen. Ich bin also standhaft geblieben, Situation geschildert. Großes Verständnis auf der anderen Seite. Langes Schreiben- kurzer Sinn. Ich durfte zurück und nach kurzem Warten wurde ich zum Blutzapfen geschickt. Uuuund! Ich musste nicht mal was bezahlen. Ha! Läuft! Dafür allerdings extrem schmerzhaft- hatte ich auch noch nicht beim Blutziehen:)

Das Ergebnis wird für Montag erwartet und dann können alle Unterlagen weg. Wir hoffen feste, dass das Datum für die Cryobank in Ordnung geht, weil die sich 14 Tage Sperma-aussuch-zeit erbeten haben. Mit Weihnachtsferien sind das allerdings keine 14 Tage und mit Abzug der vier Tage Frist für die Versendung. ehem. Ja. Leider erwische ich da auch niemanden am Telefon :/ Vielleicht tipp-exe ich auch einfach das Datum unserer Kiwu weg und ergänze durch eins eine Woche später. Gewitzt, oder? 😀

Puh! Und das alles nach insgesamt viel zu wenig Schalf und viel zu viel Arbeit diese Woche. Da brauch ich solche Nervenkrimis unbedingt. Aber ich will nicht meckern. Am Ende war ja alles gut.

Und alles ist so aufregend.


Bezüglich des Startdatums ist auch noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zumal: N E W S : Ich war im Rahmen meiner bald beginnenden Masterthesis zu einem Treffen lauter wichtiger Hochschulleute eingeladen und in diesem Bereich, in dem ich/über den ich meine Thesis schreibe, wird in naher Zukunft eine Stelle geboren. Der Hochschulhäuptling (sehr sympathischer Typ im übrigen) meinte dann irgenwann so, dass das ja passen würde. Also die dann bald vakante Stelle zum Thema meiner Masterarbeit und wann ich denn abschließen würde mit dem Studium und meinte dann mit Augenzwinkern, dass man bei so einer Masterarbeit ja vielleicht auch nicht abgeneigt ist im Hochschulbetrieb zu bleiben und zu arbeiten. H a l l o ! ? Wie krass ist das denn?! Klar, das war jetzt kein Versprechen und auch kein Abreitsvertrag, aber waaaaauuu!

Also vielleicht für manch eine*n auch nicht so krass, aber ich bin sowas von die „meint der mich, ich mach doch gar nichts besonders gut- und hoffentlich merkt man nicht, dass ich mir vor Angst fast in die Hosen mache-T y p e!“ Weshalb ich schockiert war, dass ich angesprochen, nach meiner Meinung gefragt und mehrmals (!) auf mich verwiesen wurde. Krasse Erfahrung. Jedefalls, wie cool wäre dass denn bitte? Und  ja, wann sollen wir dann anfangen mit den Babys? Und ist das eine echte Chance? Muha. Also alles ein bisschen viel (schon wieder! Aber ich habe aufgehört mich zu wundern, ich glaube der Wahnsinn gehört zu meinem ist mein Leben)  wie man unschwer erkennen kann. Ich versuche am Wochenende endlich mal eine Mütze Schlaf zu bekommen. Vielleicht wird es dann ein bisschen klarer.

Zurück aus München – Auf die Schwimmer, fertig, los ;)

Wir haben ein paar schöne Tage in München verlebt. Waren in der Therme Erding – so groß! Lecker frühstücken – so  yummi! Wir waren kurz auf dem Weihanchtsmarkt – so voll (also der Markt, nicht wir 😉 )!

Und, das Wichtigste: Wir waren bei dem psychosozialen Beratungsgespräch der Samenbank in München und sind jetzt – so viel weiter. Okay, der Ehrlichkeit halber – auch um so viel Geld leichter. Aber das was mittlerweile als einziges zählt ist, dass wir einen Schritt weiter sind!

Das Gespräch mit der Psychologin war eine Art Aufklärungs- und Informationsgespräch und ganz anders als erwartet. Sie hat erklärt worauf es ihr bei der Auswahl der Spender ankommt (Gesundheitsvorgaben etc.), wie die Spender letztlich ausgewählt werden (psychologisches Gespräch) und nach welchen Kriterien sie den passenden Spender für uns aussucht. Das Gespräch selbst lief extrem wertschätzend, offen und entspannt ab. Wir haben alle Unterlagen, die zum Bestellen nötig sind, ausgehändigt bekommen und sie heute auch schon fleißig ausgefüllt. Nächste Woche werde ich die Dokumente für die Kiwu-Klinik bei unserem behandelnden Arzt vorbeibringen und hoffen, dass der Versendung der zwei Portionen für die ivf nichts mehr im Wege steht. Die Zeit bis zur Auswahl des passenden Spenders beträgt so ca. zwei Wochen, nach Eingang aller relevanten Dokumente und die Versendung des Genmaterials in unsere Kiwu-Klinik dauert dann ca. vier Tage. Ich bin echt reif für ein paar positive Entwicklungen in Sachen Kinderwunsch.

Was mich besonders freut ist die Reaktion meiner Frau. Wo sie sonst eigentlich vom Typ her eher pessimistisch ist und wenig Begeisterung an den Tag legt (es könnte ja sein, dass etwas schief geht und dann möchte sie nicht enttäuscht sein) ist sie seit dem Kurztrip nach München wie ausgewechselt. Sie war furchtbar aufgeregt und schwärmt seitdem von nichts anderem mehr als davon, dass es für sie jetzt bitte unbedingt und gleich losgehen könnte. Am liebsten ohne die zehn Monate Schwangerschaft, direkt über los in das Familienleben mit Kind. So süß  ❤ 😉

Aktuell überlegen wir wann ich anfangen sollte die Medis zu nehmen, die ja schon seit einigen Wochen im Kühlschrank auf ihren Einsatz warten.

In der ersten Februarwoche schreibe ich zig Klausuren- die letzten bevor ich endlich scheinfrei in die Masterarbeit starte. Da hängt also viel dran. Und eigentlich war der Plan bis nach den Klausuren zu warten, bevor ich mit der Hormoneinnahme beginne. Grund: Wir haben Angst davor, dass ich die Hormone- genauer das Östrogen nicht gut vertrage, es mir dann schlecht geht und ich die Klausurenphase mit unnötigem Stress und körperlichem Symptomen versaue.

Konkret geht es bei mir ja mit Estradiol los. Ich habe keine Ahnung wie da die Nebenwirkungen tatsächlich sind, ich weiß nur, dass ich auf das künstliche Hcg zum Auslösen des ES und auf die Einnahme des Progesteron schon ziemlich reagiert habe. Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und wirklich üble Laune. Allerdings würde nur die Einnahme vom Estradiol in der Prüfungsphase liegen. Den Rest der verordneten Hormone würde ich, so wie der Zyklus vorausgesagt ist, erst nach der Prüfung nehmen müssen.

Hach, nicht so einfach. Hat jemand da draußen Erfahrungen mit Estradiol, also künstlichem Östrogen? Mach ich mich umsonst verrückt?

Falls wir später anfangen würden, würde sich der Start- logisch- um einen Monat verschieben. Man könnte jetzt sagen: was solls, die vier Wochen machen nach dem Jahr auch keinen Unterschied, aber was soll ich sagen..? 😀 Ich denke ihr wisst Bescheid 😛

Denn falls wir uns entscheiden sollten im Febraur mit den Medis anzufangen, dann würde das bedeuten, dass es nach meiner nächsten Mens losgehen würde. So in echt! Und das wäre ja schon ein Ding, oder?

psychosoziales Beratungsgespräch

Es ist soweit. Ich warte mit meiner liebsten kleinen Schwester auf meine Liebste und dann fahren sie und ich nach München. Dort haben wir dann morgen den Termin mit der Psycholgin und Geschäftsführerin der Samenbank, bei der wir dann hoffentlich bald unsere kleinen Schwimmerchen kaufen können. Wir sind tierisch gespannt, ob nun noch mehr Schwierigkeiten auf uns zu kommen, oder ob es nach dem Gespräch endlich geschafft ist und wir nun noch auf die Lieferung warten müssen um dann endlichendlich nach meinem Prüfungsmarathon mit den Hormonen anfangen zu können.

Wir verbinden den aufregenden Teil des Münchenbesuchs mit Wellness und Weihnachtsmarkt und werden nach den letzen Wochen voller Stress mal wieder ein bisschen Zeit für uns haben! Nachdem ich heute erst meine Forschungsarbeit abgegeben habe, tut so ein bisschen Entspannung sicher richtig gut! Ick freue mir!  Und in München waren wir auch noch nicht. Ich bin gespannt, ob wir eine „Szene“ finden 😀 Jemand Tipps?

Schmetterlinge im Bauch

Heute habe ich beschlossen glücklich zu sein.

Es ist mir egal, welcher Regierungspinkel uns zu Eltern zweiter Klasse degradieren will. Wir werden eine Familie. Wir werden Mama’s. Wundertolle Mama’s. Welche, die ihr Baby erkämpft haben und somit schon vor der Zeugung fest bewiesen haben, wie sehr das Kind willkommen ist und geliebt werden wird. Heute bin ich glücklich und ergänze das möpige gestern.

Also zu 1.

Der Termin Nr. 2 stand an. Der Kinderwunschzentrums-Doc war herzig und kompetent wie beim ersten Besuch und ich hatte das Gefühl, genau in dieses Zentrum zu gehören.

Im Sprechstundenzimmer angekommen, gab es gar kein Problem mit unserem Wunsch nach der IVF (wir sollten noch mal tief in uns gehen, ob die IUI nicht doch noch mal ausprobiert werden soll- soll sie nicht!). Mit meinen Werten ist alles schick. TSH  ist spitze und ich bin „welch ein Glück“ gegen Röteln,Windpocken und Co. imun. Yai. Die anderen Tests sind auch gut und so war noch Zeit für unseren Zettel voller Fragen. Und wir hatten eine Menge 😀 Es konnte alles geklärt werden und plötzlich, alle Fragen gefragt, zaubert der gute Kinderwunschzentrums-Doc einen Zettel hinter dem Rücken hervor. Auf dem steht „Antagonistenprotokoll (kurzes Protokoll)“. Unser Behandlungsplan. Glänzend und neu. So hübsch und mit deutlich weniger Hormonbombem als erwartet.

Worte wie Engelschöre (Entschuldigt den rosa-glitzer-kitsch- ich habe vorgewarnt 😉 ) „ab dem 22. Zyklustag, kann es losgehen!“

Ist das nicht der Hammer?! So lange ging es nicht voran, warten, tausend Termine und negative IUI’s und nun? (Ja, ich weiß, das fast wichtigste fehlt noch!) Könnte es in 22 Tagen losgehen. Wir haben alle Rezepte uns sollen uns schon mal ans Bestellen machen, damit zum Starttermin auch alles vorrätig ist. Muhaaaa!

Wenn wir mal ganz großes Glück haben, und die Samenbank sich mit der Kiwu-Klinik noch in den nächsten zwei Wochen einigt, dann könnte/könnte/könnte es noch in diesem- morgen beginnenden- Zyklus beginnen. Aber ganz bestimmt im nächsten.

Wahnsinn!

Die Medikamentenliste

  • Estradiol (macht die Gebärmutter kuschelig)
  • Gonal F (zur Stimulation der Eierchens)
  • Orgalutran (zum Unterdrücken des ES)
  • Utrogest

Wir haben uns für das Kuktivieren bis zum Blasozystenstadium entschieden und wollten eigentlich zwei Blubbels zurückbekommen. Der Arzt ist allerdings für nur einen Blubbel. Argumente dafür: mein Alter und die seiner Meinung nach ohnehin sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer eintretenden Schwangerschaft. Wir werden es wohl abhängig von der Qualität machen.

Ob das ganze Glück mit der Klinik daran liegt, dass der erste Termin am Hochzeitstags-Datum war und der zweite am Monatstag des Zusammenkommens? ❤  Egal! 🙂