Schwangerschaftstest

Eine Wendung – selbes PW

Was bisher geschah…

Ich habe mich ein wenig rar gemacht in den letzten Wochen. Ich brauchte Zeit um in mich zu gehen, mir Gedanken darüber zu machen, was ich möchte. Und in Bezug auf unser Wunschkind, wie ich es möchte.

Feststand, wir haben nur noch ein Eisbärchen. Dann ist Schluss. Das Geld ist zu Ende. Die Nerven sind es auch. Ich habe in der letzten Zeit das Meditieren für mich (wieder)-entdeckt und mir diese Auszeit für mich gegönnt. Zum Gedanken sortieren und runterkommen.

Pflegschaft?

Parallel dazu haben wir den Kryoversuch noch mitgemacht. In den zwei Wochen davor haben wir uns darauf verständigt, dass wir, falls es nicht klappt, endlich die Pflegschaftsinformationsbeschaffung aufnehmen werden. Wir beide können uns ein Pflegekind gut vorstellen und haben für uns gemerkt, dass es definitiv ein (anderer) Wunsch ist ein Kind bei uns aufzunehmen und mit ihm die Familie zu vergrößern. Denn, wir wünschen uns ein Kind in unserer Familie. Dabei ist es eben nicht in erster Linie wichtig, ob dieses Wunder von mir ausgetragen wurde. Natürlich, ich träume schon immer davon schwanger zu sein. Natürlich, das ist eine Erfahrung, die ich mehr als gerne erleben möchte. Aber wenn es so sein soll, dass es eben nicht sein soll, dann habe ich meinen Frieden damit gemacht. Das Meditieren hat mir dabei geholfen zu begreifen, wirklich zu begreifen, dass ich es nicht in der Hand habe. Ich kann es nicht beeinflussen und mit diesem Gefühl bin ich auch zum Transfer gewatschelt.

Vorbereitung

Ich habe fleißig allerhand Zeug in mich reingefüllt (ASS/ L-Thyrox (wurde erhöht)/Estradiol/ Progesteron/ niedrig dosiertes Cortison/Folsäure/Granatapfelsaft-wer dran glauben möchte 😉 ) und im Gespäch nach dem Transfer darauf bestanden, dass ich zusätzliches Progesteron bekomme. Nach dem Schwangerschafts-Progesterontrauma vom Mai, lass ich mich da auf kein Risiko ein. Der Arzt hat kurz geblättert und meinte dann „Kann man machen!“ Also gab es obendrauf für jeden Abend eine Spritze Protulex. Brennt wie Hölle der Mist und zum ersten Mal habe ich nach der zweiten Spritze weinend im Bad gestanden und laut „ich will nicht mehr!“ geschrien. Sei’s drum! Alles für die Bohne- das ist der aktuelle Kampfslogan!

Transfer am 02.November

Also war es dann am 02. November so weit. Ich bin alleine in die Klinik (meine Frau musste arbeiten), nachdem das übliche Auslösen, Progesteroneinnahmebeginn-Prozedere ein paar Tage vorher gestartet hat. Wir hatten im Nachgespräch zum letzten negativen Versuch übringens erfahren, dass die beiden Blastos keine gute Qualität gehabt hätten. Bei diesem Eisbärchen habe ich dann gleich mal nachgefragt und war schon ein bisschen erleichtert, dass dieser letzte Embryo ganz gut aussah. Volle gute Blastozyste. Yai.

Keine Lust mehr auf mentalen Stress und Selbstgeißelung

Im Anschluss an diesen Transfer habe ich zum ersten Mal in meiner Kinderwunschkarriere so getan als sei ich nicht PUPO. Ich war mit meiner Schwester verabredet, hab einiges eingekauft und war am Tag drauf zu einem Essen bei einer Kollegin verabredet. Den Termin hatte ich vorgeschlagen und allen einen großartigen Weinabend ausgemalt. Das war natürlich ein bisschen ungünstig, weil ich natürlich eigentlich gar nichts trinken wollte, so als vorbildliche „PUPO-Tante“. Geklappt hat es nicht und ich bin meinem Warteschleifenmotto treu geblieben: „Es kommt wie es kommt und ein Glas Wein wird daran auch nichts ändern“.

Insgesamt habe ich so alle äußeren Kiwu-Faktoren ausgeblendet. War nicht auf Insta aktiv, habe aussortiert, wo ich die glücklichen Bald-Mami’s nicht aushalten konnte und habe versucht mich dabei nicht allzu schlecht zu fühlen. Mal im Ernst, wenn man sich etwas so sehr wünscht, dann ist es einfach an einem bestimmten Punkt sch*iße schwer (vielleicht vorrübergehend) das ersehnte Glück bei anderen so ungefiltert vorgesetzt zu bekommen (#mehrehrlichkeit)!

Es wird spannend – die Testreihe

Natürlich habe ich  mir vorgenommen entpannt zu sein und nicht zu testen. Und natürlich habe ich mir gesagt, ich mache die ersten Tests nur, weil ich sicher wissen will, wann die Auslösespritze raus ist. Ich  meine, man stelle sich das Drama vor. Ich teste an PU+15 und wüsste dann nicht ob der zweite Streifen nur von der Auslösespritze von vor drei Wochen ist. Is‘ klar ne 😀

Also fleißg getestet. Durchgängig von PU + 6 bis heute…

PU + 6 | PU + 7 Tendenz: abnehmende Deutlichkeit

An PU + 8 morgens habe ich den Test dann 10 Tage nach dem Auslösen als negativ gewertet (4. von oben)

Und was dann geschah:

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Ich konnte/kann es einfach nicht fassen. Unheimlich wurde es dann, als die Ehefrau die Striche auch erkennen konnte 😀

Symptome habe ich auch:

TF+3:

  • Schmerzen und ziehen in den Eierstöcken – unregelmäßig
  • nachmittags Drücken im unteren Rücken
  • Brüste spannen spürbar
    • Test zart, aber sichtbar positiv am Mittag (5. von oben)

TF+4:

  • Ziehen in den Leisten beim Spazieren -stark
  • abends kurz das Gefühl die Mens kommt
  • Brüste sind deutlich größer, dafür weniger schmerzempflindlich
    • Test deutlicher als am Vortag morgens und am Abend

TF + 5:

  • den ganzen Tag über starke Kopfschmerzen (nachmittags eine Paracetamol)
    • Test weiter deutlicher als die Tage zuvor

TF + 6

  • Brustspannen
  • Müdigkeit (weil wieder wach seit 4 Uhr)
  • aufgebläht und das Gefühl, dass die Men kommt
  • Schmerzen im unteren Rücken
    • Test zum ersten Mal deutlich positiv innerhalb der 5 Minuten

TF + 7

  • Brustspannen – die werden riesig
  • super müde
  • wach seit 3 Uhr

Da ich nur noch eine Dosis Prolutex für das Progesterowert habe, brauchte ich dringend Nachschub. Also habe ich flott in der Kiwu angerufen und gefragt, ob ich das Rezept holen und dann auch gleich den BT vorziehen kann. Ich konnte. Dafür war ich dann gestern beim Hausarzt zum Blutabnehmen und habe das Röhrchen als Vergleichswert heute mit in die Kiwu-Praxis genommen.

Das Ergebnis des Blutwerts-hcg

Wert I von gestern PU+11: 49

Wert II von heute PU+12: 99

Dafür ist der Progesteronwert gesunken. Von 19 auf 15. Das ist wohl noch in der Norm, aber seltsam ist es doch? Schließlich nehme ich allerhand Medikamente damit er steigt. Warum schwankt er dann so? Kennt sich jemand aus, der auch noch den ganzen Roman gelesen hat?

Aber erst  mal: Wir haben es endlich- endlich- endlich geschafft. Wir sind schwanger!

Am Freitag gibt es den nächsten Termin! Ich hoffe so sehr, dass das Böhnchen bei mir bleibt. Ich kann es noch gar kein Stück realisieren und schwanke ständig zwischen Freudentaumel und grenzenloser Panik- ganz schön anstrengend und schön 🙂

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Tests, Tests, Tests

Weil ich weiß wie verrückt hier einige Leser*innen nach Schwangerschaftstestreihen sind (ich gehöre selbstverständlich nicht dazu 😂🙈) und ich zufällig und natürlich rein aus Forschungszwecken daran interessiert bin, wie dieser Versuch ausgeht, habe ich mich entschlossen zu pinkeln und zu tunken und zu warten was das Zeug hält 😂.

In erster Linie wollte ich aber bestimmt wissen, wann das hcg von der Auslösespritze raus ist. Das sollte morgen der Fall sein. Sagt zumindest der Rechner, den ich dazu befragt habe.

Die nachfolgende Testreihe ist schon getrocknet – alle Streifen waren aber so auch im geforderten Zeitfenster sichtbar und rosa.

Im letzten Versuch mit der biochemischen Schwangerschaft, war der Test „heute“ also neun Tage nach dem Auslösen, blitzeweiß.

Mal sehen was noch kommt. Morgen wird es schon spannender.
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Schwangerschaftstest an TF + 5 |PU + 10

Ich sag es kurz in einem Satz: Für einen zweiten Strich ist einfach kein Platz. Oder so ähnlich.

Genug der schlechten Reime. Bis jetzt ist nichts zu sehen.

Aber ein bisschen Hoffnung darf ich  mir noch machen, wenn es nach dieser Tabelle geht.

Unbenannt

(Quelle der Tabelle)

Jetzt also weiter warten.

Aber zur persönlichen emotionalen Lage kann ich sagen, ich fühle mich seltsam ruhig. Ich kann sowieso nichts ändern. Und obwohl ich mit einer extremen inneren Überzeugung aus der Kiwu raus bin, (ich war so sicher, dass es geklappt hat), habe ich nun Angst, dass mich mein Gefühl getrogen hat. Ich bin so schlecht im Warten..

Wie habt ihr denn die Wartezeit rumgebracht? 🙂

Entspannt an PU+ 12 | TF +7

Das Tief der letzten beiden Tage ist weiter gezogen und so langsam setzt die Entspannung ein. Trotz oder aufgrund des heutigen weißen Tests. Ich habe diese Woche extrem viel gearbeitet und das hat mich ganz gut durch den Tag gebracht. Seit gestern Abend fühle ich an der Anzeichenfront nichts mehr. Obwohl ich ohnehin nicht viel Veränderung wahrgenommen habe.

So oder so, ich harre nun der Dinge die da kommen werden. Und wenn es tatsächlich nicht klappen sollte, dann doch wohl bitte im nächsten und ersten Kryoversuch. Bei einer über 50%igen Chance muss  (!) das ja klappen. Geht mathematisch ja gar nicht anders 😃

 

Schwangerschaftstest

Nichts Neues von der ivf-Front. Mein Gefühl zur möglichen Schwangerschaft ist noch negativer und das spiegelt sich sowohl in den bekannten Mensgefühlen, als auch im negativen Schwangerschaftstest. PU + 9 und PU + 10 negativ.

Ja, es ist erst PU + 10, aber diesen einen weißen Streifen auf dem Test, diese immer wiederkehrenden Vorboten für die Mens, die Tatsache, dass ich jeden Versuch jedes „Anzeichen“ aufgeschrieben habe und es eins zu eins wieder auftritt, das trifft mich.

Obwohl ich mit diesem „es hat nicht geklappt Gefühl“ schon aus der Klinik gegangen bin. Ich habe eine unglaubliche irrationale Angst davor, dass mein Bauchgefühl stimmt. Dass im nächsten Zyklus das Eisbärchen nicht aufwacht, oder falls es aufwacht nicht klappt und ich noch einmal durch diese ganze Hormonhölle muss.

Ich wünsche mir unser Baby!

Und im Fernsehen läuft Juno.

Test heute ES + 14 (die vierte)

Negativ.

Ja, alles wird gut. Bestimmt beim nächsten mal. Wir versuchen es ja noch nicht so lange. Kopf hoch. Weitermachen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.  Genießt die Zeit ohne. Ihr müsst entspannter sein, dann klappt das auch. Und allerhand andere nutzlose, aber gut gemeinten Informationen, kann ich nicht mehr hören. Schon gar nicht von Bekannten und Freunden,  die ihr Baby auf dem Arm schaukeln. Keine Kinder möchten. Oder sonst einfach keine Ahnung haben, wie sehr wir uns dieses Baby wünschen.

Ich möchte auch nicht weiter verfolgt werden von Umstandsmode, schwangeren Promis und Königspaaren,  ich möchte gerade nicht auf meine Arbeit, weil es da wimmelt von süßen und unglaublich tollen Kindern. Dazu kommt, dass das Patenkind gerade in einer undefinierbaren Phase steckt und aktuell wenig Bock auf uns Tanten hat. Spielen mit Gleichaltrigen ist natürlich auch cooler. Aber so sehen wir ihn eine ziemlich lange Zeit nicht,  weil er bald in den Urlaub fährt. Also zwei negativ’s an einem Tag.

Was ist bloß los mit mir? Warum nur mag es nicht klappen?

Sicher ist,  keine IUI mehr für mich! Das halte ich nicht noch mal aus.

Aber, leider auch keine Ahnung, wie wir das Geld für neues Sperma und eine ivf zusammensparen sollen.