Studium

Der erste Teil des Plan…

…ist geschafft!  💪 seit gestern ist es amtlich. Ich habe meinen Master geschafft! Nach ein paar wirklich anstrengenden Jahren habe ich es ganz alleine (mit der besten Unterstützung meiner Frau) geschafft. Am liebsten würde ich eine Runde schreiend im Kreis rennen und all denen ins Gesicht schreien, die gesagt haben „Aus dir wird nichts! Du kannst nichts! Du bist hier falsch!“

Das hat mir in meiner Kindheit und meinem jungen Erwachsenleben schon sehr zugesetzt.

Und heute. Habe ich meine Master geschafft!  Mündliche und schriftliche mit 1,0! 👊

Ich danke euch Lieben für’s fleißige Daumendrücken und an mich glauben 💜

Der zweite Teil des Plans… an dem wird heute weiter gefeilt. Gerade bin ich auf dem Weg in die Kiwu-Klinik zum ersten Schall im Stimu-Zyklus. Der Bauch hat mittlerweile einige blaue Flecken und ich freue mich wie verrückt, dass es jetzt noch ein paar Wochen so weiter geht.. N O T 😂

Meine Frau hat die verrückte Idee, dass es dieses mal klappen muss, weil das mit dem Abschluss geklappt hat und das Kapitel abgeschlossen ist… und jetzt alles in meinem Körper bereit ist und verstanden hat, dass es losgehen kann 😅

Die Zeit bis zur Punkten werde ich sicher gut rumbekommen. Arbeit über Arbeit und dann ist es ja quasi schon bald soweit 😊

Bis dahin freue ich mich weiter über den Abschluss und halte das Gefühl fest. Vielleicht brauche ich es ja noch…

brandaktuell

Heute morgen, also sehr früh am morgen (nachdem ich gestern gegen zehn Uhr von meiner letzten Klausur Zuhause ankam- ging es heute morgen um fünf schon wieder aus dem Federn zur Vorbereitung der nächsten drei Prüfungen 😥)  hat sich bestätigt, dass ich auf mein Gefühl vertrauen kann. Die Mens kam und hat uns somit in den ersten richtigen ivf -Zyklus katapultiert.

Heute gibt es das letzte mal Estradiol und ab Freitag geht das große Pieksen los.

Wir sind gespannt und hoffen auf nicht allzu viele Nebenwirkungen, weil wir nächstes Wochenende mein Geburtstagsgeschenk einlösen wollen und dafür ein bisschen durch Deutschland reisen werden. So, oder so, wir freuen uns wie verrückt und sind gespannt und voller Freude. (Also ich dann auch noch viel mehr, wenn heute meine letzte Prüfung rum ist! 😀 )

Es geht los…

Ich kann es gar nicht glauben.

Am 19. Januar sind unsere Schwimmerchen in der Klinik angekommen, am selben Tag habe ich meine erste mündliche Prüfung sehr gut bestanden, bin ein paar Tage später 30 Jahre alt geworden, hab die ersten drei Kilo meiner anvisierten fünf bis sieben Kilo abgenommen und nun fängt es endlich an real zu werden. Unser Kinderwunsch geht aktiv weiter in die fünfte Runde! (Gute Zeichen = Glücksmonat 😉 )

Ach, was sind wir aufgeregt! Morgen ist es soweit, dann bin ich am 22. Zyklustag angelangt und beginne mit der Einnahme von Estradiol. Es geht also wirkich, wirklich los. Zumindest für meine Gebärmutter 😀

Dann bleibt es spannend, ob ich von Nebenwirkungen verschont bleibe und wann wir mit der Spritzerei anfangen…

Wettlauf für das Wunschkind

Nachdem wir in München waren, hatten wir ja allerhand Dokumente auszufüllen. Bei fast allen sind wir auch fertig geworden und abgesehen von Foto’s die wir noch raussuchen und mit eintüten müssen, fehlen von mir nur noch Nachweise über Blutgruppe, Rhesusfaktor und Cytomegalie. Die Kinderwunschklinik muss noch einen Anforderungsantrag für das Genmaterial unterzeichnen und den Wisch samt Datum per Fax versenden.

Jetzt war ich heute nach der Hochschule mal in der Klinik und wollte nachfragen ob mir den Zettel jemand unterschreiben kann. Während ich da so am Empfang stand, habe ich auch gleich noch wegen der Blutproben gefragt, dass muss allerdings erst von Arzt angefordert werden. Der war aber in einem Patient*innengespräch. Nachdem nicht so klar war, wer jetzt was unterschreiben will/darf/muss, hat die Sprechstundenhilfe noch eine Biologin bemüht, die sich meiner angenommen hat. (Toller Laden und alle sind sowas von nett!) Das war dann geklärt, als Datum für den Versand wurde der 11.1 eingetragen- sie meinten besser früh als spät und schwupps war’s vorbei.

Als ich allerdings am Bahnhof saß- so Richtung Heimat, fiel mir ein, ich wollte ja eigentlich auch noch Blutwerte. Gut, dachte ich so, die jetzt noch  mal nerven ist auch doof. Fragste mal beim Hausarzt. Da erfur ich dann, dass Blutgruppen/Rhesus-Bums mind. 90,- kostet. Und außerdem sind die Guten erst ab dem 11.01 wieder in der Praxis. Wer aufgepasst hat, hat’s bemerkt- am 11.01 soll das Zeug schon verschickt sein Oo Also zur Sicherheit den Termin zum Blutabzapfen zugesagt, gleichzeitig die Frau auf dem Laufenden gehalten, parallel die schwere Tasche balanciert, Fahrpläne gecheckt und kurzfristig entschieden, die Kiwu noch mal anzurufen.

Wieder super freundlich am Telefon. Nur der Arzt immer noch im Gespräch. Oder schon wieder. Weiß ich nicht genau. Sie, also die Arzthelferin, dürfe das nicht alleine entscheiden- ist ja klar. Ob ich heut Nachmittag noch mal vorbeikommen könnte. Ehm, nee. Nicht so. Ich wohne schon ne Ecke weg und konnte/wollte auch leider keine Stunden in der Praxis verbringen. Ich bin also standhaft geblieben, Situation geschildert. Großes Verständnis auf der anderen Seite. Langes Schreiben- kurzer Sinn. Ich durfte zurück und nach kurzem Warten wurde ich zum Blutzapfen geschickt. Uuuund! Ich musste nicht mal was bezahlen. Ha! Läuft! Dafür allerdings extrem schmerzhaft- hatte ich auch noch nicht beim Blutziehen:)

Das Ergebnis wird für Montag erwartet und dann können alle Unterlagen weg. Wir hoffen feste, dass das Datum für die Cryobank in Ordnung geht, weil die sich 14 Tage Sperma-aussuch-zeit erbeten haben. Mit Weihnachtsferien sind das allerdings keine 14 Tage und mit Abzug der vier Tage Frist für die Versendung. ehem. Ja. Leider erwische ich da auch niemanden am Telefon :/ Vielleicht tipp-exe ich auch einfach das Datum unserer Kiwu weg und ergänze durch eins eine Woche später. Gewitzt, oder? 😀

Puh! Und das alles nach insgesamt viel zu wenig Schalf und viel zu viel Arbeit diese Woche. Da brauch ich solche Nervenkrimis unbedingt. Aber ich will nicht meckern. Am Ende war ja alles gut.

Und alles ist so aufregend.


Bezüglich des Startdatums ist auch noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zumal: N E W S : Ich war im Rahmen meiner bald beginnenden Masterthesis zu einem Treffen lauter wichtiger Hochschulleute eingeladen und in diesem Bereich, in dem ich/über den ich meine Thesis schreibe, wird in naher Zukunft eine Stelle geboren. Der Hochschulhäuptling (sehr sympathischer Typ im übrigen) meinte dann irgenwann so, dass das ja passen würde. Also die dann bald vakante Stelle zum Thema meiner Masterarbeit und wann ich denn abschließen würde mit dem Studium und meinte dann mit Augenzwinkern, dass man bei so einer Masterarbeit ja vielleicht auch nicht abgeneigt ist im Hochschulbetrieb zu bleiben und zu arbeiten. H a l l o ! ? Wie krass ist das denn?! Klar, das war jetzt kein Versprechen und auch kein Abreitsvertrag, aber waaaaauuu!

Also vielleicht für manch eine*n auch nicht so krass, aber ich bin sowas von die „meint der mich, ich mach doch gar nichts besonders gut- und hoffentlich merkt man nicht, dass ich mir vor Angst fast in die Hosen mache-T y p e!“ Weshalb ich schockiert war, dass ich angesprochen, nach meiner Meinung gefragt und mehrmals (!) auf mich verwiesen wurde. Krasse Erfahrung. Jedefalls, wie cool wäre dass denn bitte? Und  ja, wann sollen wir dann anfangen mit den Babys? Und ist das eine echte Chance? Muha. Also alles ein bisschen viel (schon wieder! Aber ich habe aufgehört mich zu wundern, ich glaube der Wahnsinn gehört zu meinem ist mein Leben)  wie man unschwer erkennen kann. Ich versuche am Wochenende endlich mal eine Mütze Schlaf zu bekommen. Vielleicht wird es dann ein bisschen klarer.

Ein Lebenszeichen

Ja, es ist still geworden. Eigentlich war es gar keine bewusste Entscheidung mir ein bisschen Zeit zu nehmen und all die Gefühle, Erfahrungen und Momente sacken zu lassen. Aber es kam wie es kam 😉

In der Zwischenzeit ist, wer hätte das gedacht, allerhand passiert. Hauptsächlich in meinem Kopf. Und es war wirklich dringend notwendig zur Ruhe zu kommen.

Die letzten Wochen, eigentlich das gesamte bisherige Jahr hat sich für mich wie ein einziger Kampf angefühlt. Ich habe auf der Arbeit kämpfen müssen, für das Studium bin ich nur gerannt, ich habe für Freundschaften gekämpft und am allermeisten habe ich gefühlt für den Kinderwunsch gekämpft. Mit etwas Abstand betrachtet war dieser Strudel aus Angst und Sorge ab und an sicherliche ein wenig überzogen. Auf der anderen Seite, so hat es sich für mich eben angefühlt. Und in der Hauptsache geht es ja darum, dass der Ist-Zustand ein aushaltbarer ist. Und das war er so überhaupt nicht mehr.

Und auch das musste ich, als extrem ehrgeiziger Mensch erst mal begreifen. Es geht (für mich) nicht darum an vierzehnhundert Baustellen, alles möglichst zur Zufreidenheit aller anderen, möglichst perfekt zu erledigen. Es zwingt mich niemand 60 Stunden in der Woche zu arbeiten, abgesehen von mir selbst. Und es ist mehr als verständlich, dass ohne Zeit für die Beziehung, für mich selbst, meine eigenen Träume und Wünsche irgendwann mal der Akku leer ist. Und genau das ist passiert. Ich war ständig krank. Unentwegt hat es woanders geziept und dieses andauernde Gefühl, dass ich es nicht schaffen kann. All das hat dazu geführt, dass ich über den Kinderwunsch gar nicht mehr nachdenken wollte. Neben all dem anderen Chaos, hatte ich den Eindruck, dass der Kiwu nur noch ein zusätzlicher Stressor ist, den ich auch noch abhaken muss. Ich will nicht den Termin für die nächste IUI auch noch als nervigen Tagesordnungspunkt sehen, der auf meiner To-Do-Liste auf Platz x steht.

Der Moment in dem ich mich entschieden habe den Kiwu Kiwu sein zu lassen, den empfand ich als unheimliche Entlastung. Vor allem deshalb, weil ich am allerliebsten grundsätzlich gar keinen einzigen Punkt mehr auf der Tagesordnungsliste gehabt und mich stattdessen lieber in einer gemütlichen Höhle, ohne Zugang zur Außenwelt, verkrochen hätte. Mit etwas gedanklichem Abstand bin ich aktuell damit beschäftigt den Stress Schicht füt Schicht abzutragen. Das Studium pausiert für dieses Semester. Nach langem hin-und herwälzen aller Möglichkeiten, habe ich beschlossen, dass ich es verdient habe endlich  mal ein bisschen Zeit für mich zu haben um wirklich zu Kräften zu kommen und Zeit zu haben über das nachzudenken, was ich eigentlich möchte.

Ich gehe weiterhin arbeiten und den Rest der Zeit schaue ich nach mir. Ab nächsten Jahr werde ich hoffentlich in eine andere Abteilung kommen und für das kommende WIntersemester bewerbe ich mich auf einen Platz eines hauptsächlich onlinebasierten Studiums, dass ich in Teilzeit absolvieren kann.

Und ganz langsam bekomme ich wieder ein Gefühl für unseren Plan eine Mama-Mami-Kind-Familie zu werden. Die Ängste werden weniger und ein leises Lächeln wächst in meinem Kopf. Weil ich weiß, dass ich mir den Stress oder „Nicht-Stress“ alleine einteilen kann. Weil ich, ohne die zwei- bis dreistündige Pendelei in die Studierstätte, besser Leistung bingen kann. Weil es weniger stresst, wenn ich weiß, dass ich neben der Arbeit in Ruhe studieren kann. In meinem Tempo, ohne aufgezwungenen Semesterwochenstundenplan. Und wenn der Babywunsch dann wieder glücklich macht, dann muss er auch keine Angst mehr machen. Weil es dann in Ordnung ist, dass ich pausiere in der Uni, oder eben locker von zuhause aus auch nur ein Modul pro Semester machen kann. Ich fühle mich ein bisschen weniger eingequetscht. Und das ist ein gutes Gefühl.

Aber natürlich hört der Wunsch nach einem Kind nicht einfach auf. Die Sehnsucht ist immer dann wieder super präsent, wenn ich Mütter mit ihren Kindern sehe. Und dann denke ich, ich will auch. Unbedingt. Aber dann denke ich eben auch, ich will das entspannt haben können. Ich möchte mich freuen, das Schwangerwerden und die Schwangerschaft an sich nicht mit Ängsten verbinden. Und ich will auch nicht mehr diese IUI-Sache. Das scheint nicht der richtige Weg für uns/ für mich gewesen zu sein.

In naher Zukunft werde ich mich also stattdessen mit ivf beschäftigen und schauen, wie das wo am Besten geht. Was es kostet. Auf was wir uns einstellen müssen.

Und wenn es sich dann richtig anfühlt, dann werden wir loslegen.

IUI + 9

Hmpf. Ich sitze am Schreibtisch und versuche zu schreiben. Ich will bis spätestens Montagabend fertig sein mit meiner Hausarbeit. Einfach weil ich keine Lust mehr habe 🙂 Und dann ist hoffentlich auch wieder Zeit für etwas längere und inhaltlich tollerere posts… Morgen wird erst mal getestet. Ich bin so gespannt!

Kurz-Update

Emotionen des Tages: ungeduldig.

Zustand des Tages: aufgedreht.

Körpergefühl: Ich friere und der Rücken drückt.

Gefühl zur möglichen “Schwangerschaft” : ich weiß es nicht.

IUI + 3 – alle guten Dinge sind drei. Hoffentlich.

Ich bin noch da 🙂

Der IUI-Termin war, da ich alleine war, ein wenig ungwohnt. Aber alles in allem hat alles wie immer gut geklappt. Ein bisschen seltsam vielleicht, dass ich selbst die Schwimmer auf die Reise geschickt habe. Das Ei war bereits auf dem Weg. Nach Aussagen der Ärztin war es wohl mächtig groß. Was zu meinem übermäßigen Mittelschmerz am Vortag passen würde. Und nun wie immer warten. Und warten. Und… ja, genau! Und damit es nicht zu langweilig wird, beschäftige ich mich zwei mal täglich mit der „Einnahme“ von Progesteron. Das ist ein Spaß.

Nachdem ich jetzt anderthalb Wochen krankgeschrieben war, startet morgen gleich das volle Horrorprogramm. Mit Forschung für die Hochschule am Morgen und im Anschluss dann auf die Arbeit. Das wird dann die nächsten Wochen so weiter gehen! Und dazu bin ich seit heute erkältet. Nase zu. Kopf zu. Blöd. Ich nehme sicherheitshalber mal nichts. Man weiß ja nie…

Und nun noch das obligatorische

Kurz-Update

Emotionen des Tages: mau.

Zustand des Tages: erschöpft und verschnupft.

Körpergefühl:  müde.

Gefühl zur möglichen “Schwangerschaft”: An IUI +3 habe ich eher kein Gefühl.

kurzes update und schlechte Nachrichten

Bachelor:

Die Arbeit befindet sich zum Korrigieren bei einer guten Bekannten und die Liebste hat sich auch schon abgemüht. Des weiteren ist sie noch bei meiner Schwester, aber ob sie da auch tatsächlich vor Ablauf der Abgabefrist gelesen wird, das wage ich zu bezweifeln, da sie selbst im Klausurenstress ist.

Heute Abend/Nacht werde ich sie dann final überarbeiten, dienstags binden und am Mittwoch mache ich mich auf zur Uni. Den ganzen Ballast abgeben.

Hochzeit:

Da gibt es schlechte Nachrichten. Ein guter Freund des Brautvaters war für den Großteil des Essens zuständig. Leider ist seine Frau schwer erkrankt, so dass er uns 27 Tage vor Termin leider abgesagt hat.. (An dieser Stelle eine schnell Genesung!)

Dadurch kommen wir natürlich ziemlich ins Rudern.

1. Ist es fraglich ob wir überhaupt noch jemanden in der Nähe finden, der zu diesem Termin noch nicht ausgebucht ist.

2. Ist es noch unwahrscheinlicher, dass wir zu dem spitzen Freundschaftspreis 40 Gäste verpflegen können werden… Also heißt es wohl

3. Zu all dem zusätzlichen Stress, dürfen wir uns jetzt nach einem neuen Caterer umsehen und hoffen, dass der genauso lecker und preisgünstig ist.

Sonst, so?

Wann sind die Ferien da? Ich habe mich selten so ausgebrannt und kaputt gefühlt. Demnächst bald (wahrscheinlich nach nächstem Dienstag –> letzte Klausur!) werde ich mal ein bisschen darüber schreiben wie die Zukunft nach dem Studium aussehen soll/ wird.  Es gibt nämlich allerhand neue Pläne. Alternative, sowie Wunschpläne. 🙂

Jetzt geht’s arbeiten und ab morgen startet der hardcore Lernmarathon! 😦