Schwangerschaftsupdate – SSW 6

Seit gestern – Wochenwechsel ist immer Mittwoch- befinden wir uns in Woche 7.

S i e b e n. Wahnsinn.

Das ist ein guter Anlass für einen Rückblick auf Woche 6. S e c h s. Auch der Wahnsinn.

SSW 6

Die Woche war ziemlich anstrengend für meine Frau und mich. Ich war absolut und heilos überfordert. Alle, wirklich alle Emotionen waren so dermaßen durcheinander, dass ich zeitweise nicht wusste, ob ich vor unendlichem Glück lachen oder vor Angst heulen soll. Meistens habe ich beides im Wechsel gemacht und war dabei ständig gereizt. Seltsames Chaos.

Highlights

Da wir eine hebammenbetreute Schwangerschaft anstreben, habe ich mich zwei Tage nach dem BT bereits auf die Suche gemacht und siehe da, ich war nicht die Erste! Zu unserem ET waren doch tatsächlich andere Schwangere flotter als ich.

Einen ersten Termin hatten wir dann bei 5+1 in unserer Wunschhebammenpraxis. Und stellt euch  nur vor, der Termin war himmlisch schön. Zum ersten Mal wurde ich wirklich schwanger genannt und total darin bestärkt guter Hoffnung zu sein. Die großartige Hebi hat mir sogar einen Mutterpass ausgestellt. Ich war ganz baff. Und sie auch. Darüber, dass durch die Behandlung in meinem Kopf alles so medizinisch runtergerattert wird und ich alle Werte und Kontrollen kenne und mich so daran orientiere. Anstatt zu genießen.

Leider haben wir auch erfahren, dass die Wunschhebammenpraxis den gesamten Juli über keine Termine vergibt, weil Praxisurlaub. Und somit natürlich auch keine Wochenbettbetreuung möglich ist. So dass ich mich nach Alternativen umsehen musste.

Nachdem ich bis gestern alle Hebammen abtelefoniert habe und von einer zur nächsten geschickt wurde (warum haben wir in der Planung eigentlich nicht bedacht, dass der ET mitten in den Sommerferien liegt- ungünstig!) kam gestern der erlösende Anruf. Wir haben eine Hebamme, die uns den ganzen Weg zum Baby begleiten wird. Darüber freue ich mich wie verrückt! Den ersten Termin haben wir im Januar und davor kann ich jederzeit anrufen, falls ich Fragen haben sollte.

Außerdem (zwar SSW 7- aber wir wollen nicht pingelig werden)  habe ich gestern den vierten hcg- Wert bekommen.

26 600. Ich denke das ist okay für 6+1?! Da die Biologin nichts anderes gesagt hat,  gehe ich mal stark davon aus und bin weiter Guter Hoffnung.

Wehwehchen

Am Nervigsten waren neben den Gefühlsschwankungen die schmerzenden Hupen. Wirklich mal, so wehgetan haben die beiden seit der Pubertät nicht mehr. Bauchschlafen ist doof. BH anziehen ist doof. Kein BH anziehen ist natürlich auch doof. Die Dinger fühlen sich so schwer an und drücken und ziepen wie wild. Aber ich halte mich tapfer bei Laune, in dem ich  mir immer wieder sage, dass es gut ist, wenn die Milchbar sich jetzt so intensiv vorbereitet. 🙂

Ziehen im Unterleib. In den Leisten. Druck. Weiter oben. Weiter unten.  Am Ende letzter Woche, so um 5+3 hatte ich über Stunden immer wieder solche Schmerzen, dass ich kurzzeitig in so eine Panik verfallen bin, dass wir zehn Sekunden vor „jetzt fahren wir ins Krankenhaus“ waren. Wir haben es allerdings tapfer überstanden, waren nicht im Krankenhaus und meine Frau hat mich super beruhigen können.

Bisschen Übelkeit – meist nur morgens. Oder schlimmer, wenn was stinkt. Zum Beispiel in der Bahn. Insgesamt habe ich, seit Beginn der Schwangerschaft 3 Kilo abgenommen. Seit gestern kann ich allerdings fiese Heißhungerattacken verzeichnen 😀 Ich bin gespannt wo das noch hinführt!

Schwangerschaftsartikel

Wirklich und tatsächlich habe ich mir gestern (eigentlich wollte ich einen neuen BH kaufen) eine Umstandshose gekauft. Ich sehe aus wie im vierten Monat. Ganz schlimm. Kann den Bauch nicht mehr einziehen und die Hosen drücken alle. Super ungemütlich. Ich denke, dass liegt am Progesteron, was ich ja immer noch fleißig konsumiere. Wie dem auch sei. Ich dachte mir, was solls. Wenn’s hilft. Und es hilft. Eine solch schöne Erleichterung. Himmlisch 🙂

Schwangerschaftstagebuch. So ein süßes. ❤

Ausblick

Morgen früh gibt es dann den langersehnten Ultraschall. Bitte drückt uns feste die Daumen! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Und Angst habe ich auch.

Besuch in der KiWu-Klinik

Heute war es da. Das Datum, das ich zum ersten Mal erreicht und damit auch wahrgenommen habe. Der Termin zum Ultraschall und zur Nachbesprechung der Behandlung. Bisher habe ich meine Mens ja immer vorher bekommen, so dass ich mir diesen für mich deprimierenden Termin dann gleich gespart habe. Und auch bei der biochemischen Schwangerschaft habe ich es nicht bis zu diesem Termin geschafft.

Aber heute! Heute morgen war ich dort. Eine halbe Stunde zu früh und innerlich irgendwie ganz ruhig, obwohl ich dachte aufgeregt sein zu müssen. Es war klar, dass man auf dem Ultraschall nichts sehen wird. Aber das Gespräch mit meinem Arzt, das Lächeln und seine Worte zum weiteren Vorgehen, die haben es ein Stück realer werden lassen. Und es wurde ausgesprochen. Ich bin schwanger.

Die Steigung des Wertes sieht gut aus und der Arzt ist sehr zufrieden. Er sagt, dass wir auf jeden Fall noch bis zur 12. Woche Daumen drücken müssen, aber von der Ausgangslage ist die Verdopplung des Wertes an nur einem Tag, für ihn ein gutes Zeichen.

Beim Schall war die GMS schön hoch aufgebaut. Die Eierstöcke haben geschlafen und wir haben den weiteren Plan besprochen.

Dritter Blutwert

Bevor ich wieder gen Heimat gefahren bin, habe ich noch ein wenig Blut dagelassen um nach unsäglichen fünf (!) Stunden das Ergebnis zu erfahren:

hcg (PU+11) 49

hcg (PU+12) 99

hcg (PU+14) 292

Was war ich erleichtert!

Wie geht es weiter?

In zwei Wochen sehen wir uns erst wieder- der Doc und ich. Dann mit Fruchthülle. Und Ehefrau. Außerdem komme ich im Abstand von einer Woche noch zwei Mal zum Blutabnehmen (Ich soll mir einen Gefallen tun und nicht nach den Werten fragen 😀 – ich dachte ich rutsch vom Stuhl bei dem Vorschlag – verrückt!) und im Anschluss an den Termin in zwei Wochen, vereinbaren wir dann für ca. eine Woche später schon den nächsten US-Termin um (bittebittebitte) das Herzchen zu bewundern. Die Medis nehme ich alle bis zu 9+0 weiter. Danach, so der Gute, sei ich entlassen, in die Hände meiner Hausgynäkologin. Er wünscht sich dann nach der Geburt ein Foto. Ich schicke 10, wenn alles gut geht! 

Post-Warteschleifen-Warteschleife oder die Sorgen einer Frühschwangeren

Ich hoffe inständig, dass alles gut geht. Und habe eigentlich ein ganz ruhiges Gefühl. Das wiederrum macht mir Angst. Weil: wie soll ich es verkraften, wenn ich- davon überzeugt, dass ich in 9 Monaten unser Baby auf die Welt bringe, unser Kind verliere? Wäre es nicht vernünftiger nicht vom Positivsten auszugehen? Darf man sowas denken?

Wer weiß es?

Nachdem ich meine Schwester, die alles von mir weiß, ganze vier Wochen lang beschwindelt habe, war heute der Tag an dem ich ihr von dem positiven Versuch erzählt habe. Dafür habe ich eine Karte gekauft auf der ganz simpel „Glückwunsch“ steht (und die ich, so dachte sie, für den Geburtstag einer ihrer Freundinnen gekauft habe. Dort ist sie nämlich heute zum Geburtstag eingeladen) Als sie dann zu Besuch kan, habe ich sie im Glauben gelassen, ich hätte die Glückwunsch-Karte zu dem Geschenk für die Freundin besorgt, weil meine Schwester keine Zeit hatte selbst eine zu besorgen.

Sie schaut also in die Karte rein. Man will ja einen Geburtstagsgruß reinschreiben und liest „Nur die besten Schwestern werden zur Tante befördert!“ (Ich versuche mich neuerdings mit Aquarellmalerei pinselei -also selbst illustriert das Pappteil) und dazu Juli 2017. Denn hier sollte das Böhnchen dann bitte erst kommen. Auf dem oberen Teil der Klapppkarte habe ich einen positiven Schwangerschaftstest reingeklebt und das ganze noch ein bisschen bunt gestaltet. 

Und ihr Blick war einfach nur spektakulär. Sie liest. Runzelt die Stirn. Guckt komisch im Zimmer rum. Guckt, so nach dem Motto, da steht schon was drin, das kann nicht die Karte für A. sein. Sieht mich lächeln. Liest noch mal und sagt /schreit plötzlich: „Ist nicht dein Ernst!“ und fängt an zu heulen, als sie mein Strahlen sieht. So richtig mit Krokodilstränen. Stürmt auf mich zu, drückt mich, lässt mich nicht mehr los. Sagt mir wie sehr sie sich freut nach all dieser Zeit. Es war einfach so süß, dass ich auch gleich noch ein paar Tränen mit vergossen habe. Hach, mein Herz. Das war so wunderschön. Was liebe ich meine kleine Schwester- die mit mir fühlt wie keine zweite!

Was macht man so als Neuschwangere? SSW zählen? Schwangerschaftssymptome sammeln?

Ich komme mir bei beidem ziemlich bekloppt vor, aber es hilft ja nicht’s oder? Also 4+2 muhaaaa 5. Schwangerschaftswoche. Das ist so megacool, dass ich es kaum aushalten kann. Ich – I C H schreibe das über M I C H! Wahnsinnsknaller! Ich komm nicht klar.

Symptome:

  • Mopsalarm- meine Brüste sind locker ein Körbchen größer und tun weheeee
  • frühes wach werden. Zwischen drei und vier- yai. Not!
  • unfassbare Müdigkeit
  • Ekel vor Essen und Gerüchen

Fragerunde! Austausch- Info’s- bitte ! Wie war das bei euch?

Habt ihr euch auch so gefreut? Oder seid ihr eher verhalten gewesen? Hattet ihr Angst, dass es schief geht oder habt ihr eurem Körper vertraut? Habt ihr euch schwanger gefühlt?

Eine Wendung – selbes PW

Was bisher geschah…

Ich habe mich ein wenig rar gemacht in den letzten Wochen. Ich brauchte Zeit um in mich zu gehen, mir Gedanken darüber zu machen, was ich möchte. Und in Bezug auf unser Wunschkind, wie ich es möchte.

Feststand, wir haben nur noch ein Eisbärchen. Dann ist Schluss. Das Geld ist zu Ende. Die Nerven sind es auch. Ich habe in der letzten Zeit das Meditieren für mich (wieder)-entdeckt und mir diese Auszeit für mich gegönnt. Zum Gedanken sortieren und runterkommen.

Pflegschaft?

Parallel dazu haben wir den Kryoversuch noch mitgemacht. In den zwei Wochen davor haben wir uns darauf verständigt, dass wir, falls es nicht klappt, endlich die Pflegschaftsinformationsbeschaffung aufnehmen werden. Wir beide können uns ein Pflegekind gut vorstellen und haben für uns gemerkt, dass es definitiv ein (anderer) Wunsch ist ein Kind bei uns aufzunehmen und mit ihm die Familie zu vergrößern. Denn, wir wünschen uns ein Kind in unserer Familie. Dabei ist es eben nicht in erster Linie wichtig, ob dieses Wunder von mir ausgetragen wurde. Natürlich, ich träume schon immer davon schwanger zu sein. Natürlich, das ist eine Erfahrung, die ich mehr als gerne erleben möchte. Aber wenn es so sein soll, dass es eben nicht sein soll, dann habe ich meinen Frieden damit gemacht. Das Meditieren hat mir dabei geholfen zu begreifen, wirklich zu begreifen, dass ich es nicht in der Hand habe. Ich kann es nicht beeinflussen und mit diesem Gefühl bin ich auch zum Transfer gewatschelt.

Vorbereitung

Ich habe fleißig allerhand Zeug in mich reingefüllt (ASS/ L-Thyrox (wurde erhöht)/Estradiol/ Progesteron/ niedrig dosiertes Cortison/Folsäure/Granatapfelsaft-wer dran glauben möchte 😉 ) und im Gespäch nach dem Transfer darauf bestanden, dass ich zusätzliches Progesteron bekomme. Nach dem Schwangerschafts-Progesterontrauma vom Mai, lass ich mich da auf kein Risiko ein. Der Arzt hat kurz geblättert und meinte dann „Kann man machen!“ Also gab es obendrauf für jeden Abend eine Spritze Protulex. Brennt wie Hölle der Mist und zum ersten Mal habe ich nach der zweiten Spritze weinend im Bad gestanden und laut „ich will nicht mehr!“ geschrien. Sei’s drum! Alles für die Bohne- das ist der aktuelle Kampfslogan!

Transfer am 02.November

Also war es dann am 02. November so weit. Ich bin alleine in die Klinik (meine Frau musste arbeiten), nachdem das übliche Auslösen, Progesteroneinnahmebeginn-Prozedere ein paar Tage vorher gestartet hat. Wir hatten im Nachgespräch zum letzten negativen Versuch übringens erfahren, dass die beiden Blastos keine gute Qualität gehabt hätten. Bei diesem Eisbärchen habe ich dann gleich mal nachgefragt und war schon ein bisschen erleichtert, dass dieser letzte Embryo ganz gut aussah. Volle gute Blastozyste. Yai.

Keine Lust mehr auf mentalen Stress und Selbstgeißelung

Im Anschluss an diesen Transfer habe ich zum ersten Mal in meiner Kinderwunschkarriere so getan als sei ich nicht PUPO. Ich war mit meiner Schwester verabredet, hab einiges eingekauft und war am Tag drauf zu einem Essen bei einer Kollegin verabredet. Den Termin hatte ich vorgeschlagen und allen einen großartigen Weinabend ausgemalt. Das war natürlich ein bisschen ungünstig, weil ich natürlich eigentlich gar nichts trinken wollte, so als vorbildliche „PUPO-Tante“. Geklappt hat es nicht und ich bin meinem Warteschleifenmotto treu geblieben: „Es kommt wie es kommt und ein Glas Wein wird daran auch nichts ändern“.

Insgesamt habe ich so alle äußeren Kiwu-Faktoren ausgeblendet. War nicht auf Insta aktiv, habe aussortiert, wo ich die glücklichen Bald-Mami’s nicht aushalten konnte und habe versucht mich dabei nicht allzu schlecht zu fühlen. Mal im Ernst, wenn man sich etwas so sehr wünscht, dann ist es einfach an einem bestimmten Punkt sch*iße schwer (vielleicht vorrübergehend) das ersehnte Glück bei anderen so ungefiltert vorgesetzt zu bekommen (#mehrehrlichkeit)!

Es wird spannend – die Testreihe

Natürlich habe ich  mir vorgenommen entpannt zu sein und nicht zu testen. Und natürlich habe ich mir gesagt, ich mache die ersten Tests nur, weil ich sicher wissen will, wann die Auslösespritze raus ist. Ich  meine, man stelle sich das Drama vor. Ich teste an PU+15 und wüsste dann nicht ob der zweite Streifen nur von der Auslösespritze von vor drei Wochen ist. Is‘ klar ne 😀

Also fleißg getestet. Durchgängig von PU + 6 bis heute…

PU + 6 | PU + 7 Tendenz: abnehmende Deutlichkeit

An PU + 8 morgens habe ich den Test dann 10 Tage nach dem Auslösen als negativ gewertet (4. von oben)

Und was dann geschah:

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Ich konnte/kann es einfach nicht fassen. Unheimlich wurde es dann, als die Ehefrau die Striche auch erkennen konnte 😀

Symptome habe ich auch:

TF+3:

  • Schmerzen und ziehen in den Eierstöcken – unregelmäßig
  • nachmittags Drücken im unteren Rücken
  • Brüste spannen spürbar
    • Test zart, aber sichtbar positiv am Mittag (5. von oben)

TF+4:

  • Ziehen in den Leisten beim Spazieren -stark
  • abends kurz das Gefühl die Mens kommt
  • Brüste sind deutlich größer, dafür weniger schmerzempflindlich
    • Test deutlicher als am Vortag morgens und am Abend

TF + 5:

  • den ganzen Tag über starke Kopfschmerzen (nachmittags eine Paracetamol)
    • Test weiter deutlicher als die Tage zuvor

TF + 6

  • Brustspannen
  • Müdigkeit (weil wieder wach seit 4 Uhr)
  • aufgebläht und das Gefühl, dass die Men kommt
  • Schmerzen im unteren Rücken
    • Test zum ersten Mal deutlich positiv innerhalb der 5 Minuten

TF + 7

  • Brustspannen – die werden riesig
  • super müde
  • wach seit 3 Uhr

Da ich nur noch eine Dosis Prolutex für das Progesterowert habe, brauchte ich dringend Nachschub. Also habe ich flott in der Kiwu angerufen und gefragt, ob ich das Rezept holen und dann auch gleich den BT vorziehen kann. Ich konnte. Dafür war ich dann gestern beim Hausarzt zum Blutabnehmen und habe das Röhrchen als Vergleichswert heute mit in die Kiwu-Praxis genommen.

Das Ergebnis des Blutwerts-hcg

Wert I von gestern PU+11: 49

Wert II von heute PU+12: 99

Dafür ist der Progesteronwert gesunken. Von 19 auf 15. Das ist wohl noch in der Norm, aber seltsam ist es doch? Schließlich nehme ich allerhand Medikamente damit er steigt. Warum schwankt er dann so? Kennt sich jemand aus, der auch noch den ganzen Roman gelesen hat?

Aber erst  mal: Wir haben es endlich- endlich- endlich geschafft. Wir sind schwanger!

Am Freitag gibt es den nächsten Termin! Ich hoffe so sehr, dass das Böhnchen bei mir bleibt. Ich kann es noch gar kein Stück realisieren und schwanke ständig zwischen Freudentaumel und grenzenloser Panik- ganz schön anstrengend und schön 🙂

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Tests, Tests, Tests

Weil ich weiß wie verrückt hier einige Leser*innen nach Schwangerschaftstestreihen sind (ich gehöre selbstverständlich nicht dazu 😂🙈) und ich zufällig und natürlich rein aus Forschungszwecken daran interessiert bin, wie dieser Versuch ausgeht, habe ich mich entschlossen zu pinkeln und zu tunken und zu warten was das Zeug hält 😂.

In erster Linie wollte ich aber bestimmt wissen, wann das hcg von der Auslösespritze raus ist. Das sollte morgen der Fall sein. Sagt zumindest der Rechner, den ich dazu befragt habe.

Die nachfolgende Testreihe ist schon getrocknet – alle Streifen waren aber so auch im geforderten Zeitfenster sichtbar und rosa.

Im letzten Versuch mit der biochemischen Schwangerschaft, war der Test „heute“ also neun Tage nach dem Auslösen, blitzeweiß.

Mal sehen was noch kommt. Morgen wird es schon spannender.
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Zurück aus der Kiwu-Klinik

Der zweite Ultraschalltermin stand gestern an. Und ich war  – meinem neuen Plan, nur noch positives Gefühle und eine große Portion Hoffnung zuzulassen, zum trotz, mittelgradig nervös.

Ich habe beim letzten Besuch der Klinik, bei der Vertretungsärztin nachgefragt wie es mit meinen Schilddrüsenwerten aussieht, weil die seit einem Jahr nicht kontrolliert wurden und gestern waren dann die Ergebnisse da. Knapp 3. Und das, wo ich doch seit einem Jahr 50ug L-Thyroxin einwerfe. Nun soll ich also erhöhen. Erst mal auf 75. (Was wohl gewesen wäre, wenn ich nicht nachgefragt hätte?!)

Der Ultraschall ergab, dass meine Follikel gar nicht gut aussehen. Der Leitfollikel war immer noch recht klein und weit entfernt von rund. 15 mm und sah auch einfach nicht so aus, wie ich das von meinen Bilderbuchfollikeln her kenne. Ich vermutete, dass es an der Downregulation liegen könnte, der Doc hat sich dazu nicht so richtig geäußert. Könnte, könnte auch nicht. Ist aber auf jeden Fall jetzt erst mal nicht so wichtig, da ich ja hübsche Embryonen habe 🙂 Dazu gibt es eine sehr erfreuliche Nachricht, die ich im Eifer des Gefechts und den Sorgen um den Beginn dieser Kryo, noch gar nicht geschrieben und selbst nahezu verdrängt habe.

Ich habe meinen behandelnden Arzt nun schon längere Zeit nicht mehr gesehen, da er im Urlaub war.. Und beim letzten Besuch bei ihm, war ich ja so mit nicht heulen beschäftigt, dass ich vergessen habe zu fragen, wie es denn mit den Blastos genau ausschaut. Beim Telefonat mit dem Biologen vor vielen Wochen- im Anschluss an die Punktion, hat dieser nämlich gesagt, dass es zwei gute Blastos gibt und eine, die noch hinterherhinkt. Der Biologe ging dann noch mal auf die zwei guten Blastos ein, so dass ich die andere gar nicht mehr auf dem Schrim hatte bzw. davon ausging, dass aus dieser nichts werden wird. Gestern fragte mich der Doc nun, was wir für den Transfer planen und nachdem ich ihm gesagt habe, dass wir die zwei zurück wollen, sagt er, dass die drei (!) jeweils einzeln verpackt und eingefroren sind. Das also kein Problem ist. Allerdings sind die drei Blastozysten, worunter eine frühe Blastozyste ist, unter Umständen nicht mit der jeweiligen Qualität beschriftet, so dass nicht unbedingt klar ist, welche Qualitäten aufgetaut werden. Also zwei gute Blastos, oder eine gute und eine frühe. Muhaaa, erst in dem Augenblick fiel der Groschen so richtig. Dass das bedeutet, dass wir dann auf jeden Fall noch einen Versuch haben, sollte es jetzt wieder nicht klappen (woran ich natürlich nicht denken 😉 ) Das nimmt mir schon ein bisschen den Druck!

Kennt sich jemand von euch aus und weiß wie die Chancen bei Blastos sind, wenn die sich verzögert entwickeln? Ich denke mir, vielleicht braucht der Krümel einfach ein bisschen länger und es kann trotzdem noch was werden? Auch wenn, nach Lehrbuch, am fünften Tag schon eine weitere Teilungen passiert sein sollten. Hm.

Letztlich war es aber ein sehr guter Arztbesuch und das lange Warten im Wartezimmer hat sich somit auch geloht. 😀

Der Plan steht nun auch endlich:

  • ab heute:positiv denken!
  • ab heute: Dosis L-Thyroxin erhöhen
  • Montag: Auslösen
  • Mittwoch: Beginn mit der Einnahme von: Prednisolon/ ASS/ Lutinus
  • Montag: Transfer von zwei Blastos am Tag der deutschen Einheit (wenn das kein gutes Omen ist, für: Es kommt zusammen, was zusammen gehört!)

Puh, was bin ich gespannt, ob alle beiden aufwachen und wir diesmal mit einem echten Positiv aus der Kiwu entlassen werden! Ich wünsche es mir so sehr.

P.S.: Ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht jetzt schon darüber nachdenken würde, wann ich  mit dem Testen anfangen möchte 😀 Wünsche? 😉