9. SSW

Schwangerschaftsupdate – SSW 9+10+11

Puh, die Zeit vergeht vielleicht seltsam. Und das mag ich auch gar nicht ausschließlich auf die (Vor-) Weihnachtszeit schieben. Ich habe den Eindruck, wenn ich mir jeden Tag einzeln betrachte, dass sich nichts bewegt. Die magischen 12 Wochen sind immer noch nicht rum. Die 20. Woche, in der ich endlich sicher spüren könnte, dass das Baby wirklich da ist, ist noch in weiter Ferne. Und dennoch, rieseln die Stunden so davon und ich weiß nicht so recht wohin.

Nun bin ich also in der elften Woche. Allerdinngs nur noch bis Samstag, denn da beginnt dann die 12. Woche (Die/der aufmerksame Leser*in hat vielleicht bemerkt, der Wochenwechseltag wurde schon wieder verschoben. Auf Samstag. Und das obwohl das Baby dem Ultraschallbild immer eine ganze Nasenlänge voraus ist. Aber ja, es muss sich strikt an die Zahlen gehalten werden- damit alles seine Ordnung hat 😀 ) Ich lege also los, in Kurzfassung. Denn, wer will das schon lesen 🙂

SSW 9

Tafeltrauben, Trauben, Weintrauben, Obst, Gesund, Grün

Das Baby ist so groß wie eine Weintraube

 Das ging gut: nahezu alles. Besonders: Äpfel und Nudeln. Die Übelkeit ist fast weg und der Apettit kehrt zurück. Yai.

Das geht gar nicht mehr:  Gemüse.

Highlights + Lacher

Highlight, das Adventsessen mit den Schwiegereltern. Wir wurden in ein tolles Restaurant eingeladen. Essen als Menü. Schön mit passenden Weinen und Tatar als ersten Gang. Da ich ja eine Woche zuvor schon sehr picky beim Essen war, wurde ich doppelt argwöhnisch beäugt. Unangenehm, diese Flunkerei.

Sonst gab es nichts zum Lachen. Eher zum Weinen, weil ich mich auf der Arbeit halb kaputt geschufftet habe und an einem Abend ernsthaft heimlich heulen gegangen bin. Vor Müdigkeit unf Erschöpfung. An besagtem Abend, gegen 22 Uhr, war ich auch wirklich kurz davor meiner Chefin von der Schwangerschaft zu erzählen. Hab ich dann aber gelassen. Weihnachten und somit Urlaub stehen ja vor der Tür.

Wehwechen

Müdigkeit. Aber nicht mehr so extrem. Schnelle Erschöpfung und Bauchschmerzen. Eigentlich immer.

SSW 10

Oliven, Olivenbaum, Olive, Baum, Grün, Landschaft

Das Baby ist so groß wie eine Olive

Insgesamt war diese Woche genau so unspektakulär wie die letzte. Arbeit, davon viel und sonst nüscht. Unterschieden hat sie sich einzig durch mein gesteigertes Hungergefühl.

Das ging gut: Weiterhin Nudeln und Äpfel.

Das geht gar nicht mehr: Gemüse. Immer noch nicht.

Highlights, Lacher und Wehwechen

Eindeutig der Ultraschall, den ich mir zusätzlich erschlichen habe. Seit der 9. SSW habe ich andauernde Bauchschmerzen, die mich ein bisschen unsicher haben werden lassen. Vor den Weihnachtsfeiertagen musste also noch mal eine Sicherheit her, weshalb ich zu meiner Gyn gefahren bin und nach einer halbstündigen Parkplatzsuch-Odysse schließlich zum Schallen dran kam. Ist die Bohne nicht zuckersüß?! 😀 Sie hat gezappelt was das Zeug hielt, das Herzchen hat gewummert und die Mama war beruhigt.

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Bild von 9+5

Schwangerschaftsartikel

Viel zu früh und nein, wir wollen das Schicksal nicht herausfordern, aber es war sooo sehr reduziert, dass wir nicht widerstehen konnten. Das Paket kommt auch erst bei 12+ an (frühstens!) also es ist: tadaaaa ein Maxi-Cosi für das Auto.

SSW 11 (Weihnachten)

Feigen, Obst, Echte Feige, Früchte, Reif, Süß, Lecker

Das Baby ist so groß wie eine Feige

Highlights

Bis zum letzten Tag war nicht klar, ob wir es unseren Familien an Weihnachten wirklich sagen möchten. Immerhin sind wir jetzt nicht sooo weit in der Schwangerschaft fortgeschritten. Die liebe Ehefrau hat sich an der 13. Wochen festgebissen und irgendwie sitzt uns die Sorge um einen Verlust doch noch schwer im Nacken.

Positiv gestimmt bin ich besonders durch den US gewesen. Die Bohne hat so fleißig gezappelt, dass ich dachte, das kann nur gut gehen.

Der zweite Punkt der dafür sprach, war strategischer Natur. Wie ich schon mal am Rande erwähnt habe, ist das Verhältnis zu meiner Mutter ein sehr, sehr schwieriges. Sie ist sehr missgünstig, super empfindlich und extrem schnell beleidigt. Das zusammen macht jegliche Begegnungen so spannend wie ein Spaziergang über ein Minenfeld. Was mich sehr belastet. Seit einem Jahr haben wir, nach einem hässlichen Gespräch, keinen Kontakt- von meiner Mutter ausgehend, die mit der Wahrheit konfrontiert, entschieden hat, dass sie den Kontakt mit mir nicht aushalten kann. Soweit so beschissen. Als Tochter und gefangen in Familienstrukturen die zum Schreien sind, dachte ich also es ist schlauer allen Familienmitgliedern gleichzeitig von unserer Schwangerschaft zu erzählen. Damit hätte ich dann auch ein persönliches Gespräch mit meiner Mutter vermieden plus, sie kann nicht gekränkt sein, dass sie es vielleicht nicht als erste erfahren hat. Denn darauf hat sie, ihrer Denke nach, trotz allem ein Anrecht.

Der dritte Punkt der dafür sprach war, dass wir auch bei meinen Schwiegereltern eingeladen waren und das Versteckspielen dort bisweilen bizzare Formen angenommen hat.

Fazit: Ein Go zum Schwangerschafts-Outing und es war an und für sich ziemlich toll. Alle, auch vor allem die Schwiegereltern, haben sich sehr gefreut. Da haben wir uns ein bisschen Gedanken gemacht, dass der Schwiegerpapa sich nicht so Opamäßig fühlt, da das Kind ja biologisch nicht von seiner Tochter kommt. Aber auch diese Sorge war völlig unbegründet und zumindest ich bin sehr, sehr zufrieden damit, dass wir Weihnachten genutzt haben um stolz von unserem Nachwuchs zu berichten. Das Ganze hat es noch einmal realistischer werden lassen. ❤

Wehwechen

Die Übelkeit ist wieder zurück. Dazu ekeliger Speichelfluss, der die Übelkeit verstärkt. Plus ständig schlimmer Hunger und null Apettit. Bauchschmerzen. Immer. Extreme Alpträume. Und seit SSW 9 bin ich jede Nacht drei Mal wach und schlafe sehr schlecht.

Aber all das wiegt nicht auf, was mich am glücklichsten macht. Wir sind schawanger. Die Bohne zappelt und wächst und lebt und wird schon jetzt wie verrückt geliebt!

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