Arbeit

Halbzeit und zweiter Ultraschall

Halbzeit

Am Samstag war es soweit. Sechster Monat. Halbzeit. Whoup! So toll, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Ich bin überglücklich darüber, dass ich die kleine Bohne jetzt regelmäßig spüren kann. Ein unglaubliches Gefühl. Seit ein paar Tagen singe ich dem Baby ein Schlaflied vor, wenn ich es spüre und habe den Eindruck, es reagiert darauf.  ❤

Gestern waren wir dann auch zum 2.Trimester Screening

und alles war so wie es sein sollte. Die Ärztin schätzt auf 400 Gramm bei einer Länge von 24 cm. Ist das nicht der Wahnsinn, dass etwas so großes in mir heranwächst. Ein echter Mensch. Unser Baby. In meinem Bauch. Manchmal kann ich es so gar nicht begreifen. Wir konnten deutlich das Gehirn plus Kleinhirn sehen. Weiter den Magen, das Herz mit allen erforderlichen Kammern und viele Finger und Zehen. Das Baby hat meine Füße, was auf einem Bild super deutlich zu sehen ist. Meiner Liebsten ist es gleich aufgefallen ❤

Darüber hinaus habe ich berichtet wie es mir sonst so geht und sie hat gleich gesagt, dass sie mir auf keinen Fall ein BV ausstellen kann, weil es sich um keine Erkrankung handelt, die mit der Schwangerschaft in Verbindung steht. Sie empfiehlt aber, dass ich mich krank schreiben lasse und nach den sechs Wochen eben das geringere Mutterschutz/Elterngeld in Kauf nehme, weil das Wohl des Kindes vor gehen sollte. Ich bin nun ein wenig ratlos.

Um meine Krankmeldung auf der Arbeit abzugeben war ich gestern einen kleinen Moment da. Habe ein paar sehr dringende Emails geschrieben und meiner Chefin ein paar Infos gegeben und dabei gleich gemerkt, dass könnte ich aktuell niemals 8 Stunden am Tag leisten.

Aber für die nächsten zwei Wochen versuche ich  mich nur auf das Baby und mich zu konzentrieren.Es gibt noch allerhand zu tun bspw. muss ich dringend an der Patchwork-Decke weiter nähen. Aaaaber: wir haben auch schon eine Menge geschafft:

  • Stoffwindeln sind bestellt.
  • Stilleinlagen sind bestellt.
  • Der Kleiderschrank ist fast vollständig bestückt.
  • Spucktücher
  • Waschlappen
  • Das Kinderzimmer ist beinahe leer und so weit fertig um gestrichen zu werden.
  • Maxi-Cosi ist da.
  • Für einen Kinderwagen haben wir uns entschieden.
  • Der Hypnobirthing-Kurs ist gebucht und bezahlt.
  • Die Anmeldung für einen Schwangerschaftsgymnsatikkurs läuft.
  • Wir haben ein paar Konzerte eingeplant und zwei Kurztripps für die kommenden zwei Monate gebucht, um die Zeit zu zweit noch einmal ganz bewusst für uns als Paar zu nutzen.

Es fehlt noch:

  • Neugeborenen Schlafsack
  • Beistellbett
  • Kleinkram wie Schnuller/ Babyhandtuch…

Und zum Schluss noch eine Frage, die mich umtreibt:

Ich habe kürzlich gelesen, dass es nicht gut sein soll, das Ungeborene lauten Geräuschen wie auf einem Konzert auszusetzen. Was denkt ihr darüber? Bedenklich oder okay?

neue Woche, neues Glück

Die letzten Wochen in Kurzfassung:

Viel zu viel Arbeit. Viel zu wenig Masterarbeit. Einiges an Recherche zu Pflegschaften und Adoption, wobei letzteres Thema für uns als lesbisches Ehepaar verpartnertes Paar nicht in Frage kommt. Es lebe „gleiches Recht für Alle!“.

Einige Termin in einer TCM Praxis. Ein paar eingerenkte Rippen und einige Sitzungen Akupunktur für viel und teuer Geld.

Die gegenwärtige(n) Woche(n): Aktuell  für mindestens zwei Wochen krankgeschrieben, aufgrund akuter Überlastung und um für mich mal ein paar Dinge zu sortieren. Insbesondere in Bezug auf meine Arbeit, von der ich mich unnötigerweise und meinem Perfektionismus sei dank, absolut abhängig mache. Natürlich kann man von Arbeitgeber*innen keine Rücksicht erwarten, denn jetzt mal im Ernst; wer verzichtet schon auf eine Arbeitskraft, die im Studentinnestatus in einem 20 Stundenvertrag für 35 arbeitet und dabei kaum Steuern kostet? Also habe ich das jetzt selbst in die Hand genommen. Selbstfürsorge und so. Und ich denke auch, dass es spätestens jetzt an der Zeit ist (immerhin bin ich mittlerweile 30! Jahre alt 😨) Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und zwar mit allen Konsequenzen. Deshalb, meine ich (und mein Arzt ist da ganz bei mir): meine Gesundheit muss vorgehen! Und das heißt jetzt erst mal wieder zu Kräften kommen. Und dann langsam an der Thesis weiterarbeiten. Ist aber an sich schon auch ein bisschen ein eigenes anderes Thema.

Also: In Sachen Kinderwunsch steht der nächste Termin zum Kryotransfer am Montag an. Ausgelöst haben wir letzten Montag am 25. April. Seit Mittwoch 2-2-2 Utrogest.

Meine Gedanken dazu: Joah, pfff… Steckste nicht drin. Wenn’s nicht klappt, freuen wir uns auf den Urlaub, den wir für September planen. Noch  mal Thailand. Yai. 😀

Schocker der Woche

Meine Frau klagte seit über einer Woche über ein sich ausbreitendes Taubheitsgefühl, der linken Körperhälfte. Dazu kamen Sensibiliätsstörungen und ein allgemeines Abgeschlagenheits- und Müdigkeitsgefühl. Ich gehöre nicht unbedingt zu der Sorte Mensch, die bei jedem Piep gleich zum Arzt rennt, aber das kam selbst mir dann seltsam vor. Ich habe sie also zum Arzt geschickt. Sie ist erst vier Tage später gegangen. Der Hausarzt hat sie nach der Untersuchung mit einer Überweisung und mit den Worten „Ich hoffe, mein Verdacht bestätigt sich nicht!“ in die Notfallneurologie verabschiedet. Sein Verdacht war eine Entzündung der Nerven.

Wir sind noch am selben Abend in die neurologische Notaufnahme einer großen Uniklinik gefahren und haben nach diversen ersten Tests in sehr ernste Gesichter geschaut. Nachdem uns empfohlen wurde, dass meine Liebste stationär aufgenommen werden sollte, aber leider kein Bett frei sei, wurden wir freundlich verabschiedet. Wir sollen am folgenden Tag einen Anruf erhalten, bei dem uns dann mitgeteilt würde, wann sie stationär aufgenommen werden kann.

Natürlich war der Schock erst mal groß. Aber da ich meine Frau kenne, habe ich darauf bestanden von der Ärztin gleich eine ungefähre Richtung zur Diagnose zu bekommen (die Liebste gehört zur Gattung „ergoogle dir die Krankkheitswelt- wie sie dir gefällt“. Und da war die Luft im Raum plötzlich ziemlich dünn. Ob wir schon gegoogelt hätten. Ein Nicken links von mir, Kopfschütteln auf meiner Seite. Gut, so die Ärztin, dann wären uns ja sicher schon die zwei Buchstaben begegnet, die wir erwarten könnten. MS. Kein Grund zur Panik. Vorerst nur ein vorläufiger Verdacht. Der Kopf war leer. Und gedacht hat eigentlich erst mal keine von uns mehr irgendwas.

Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass wir auf ein freies Bett in besagter Klinik ca. drei Wochen warten müssten, es wurde empfohlen eine andere aufzusuchen. Während wir den Vormittag über auf diese Absage gewartet haben, war ich noch zur hormonellen Zyklusüberwachung bei meiner Gyn und habe mir Blut abzapfen lassen.

Im Anschluss ging es dann in eine andere städtische Klinik, wo wir in der Notfallambulanz gewartet haben. Fest davon überzeugt uns nicht mehr wegschicken zu lassen. Es hat nicht lange gedauert, bis wir aufgerufen wurden, was bezeichnend war, da die Patient_innen nicht nach Wartezeit sondern nach Schwere der Erkrankung aufgerufen werden.

Es gab dieselben neurologischen Tests. Und dieselben ernsten Gesichter. Innerhalb von zehn Minuten war klar, der MS Verdacht erhärtet sich und meine Frau wird stationär aufgenommen. Für eine erschöpfende Anzahl von neurologischen Tests.

Die nächsten Tage waren der Horror und irgendwie ziemlich unwirklich. Neben einer sehr alten Zimmernachbarin, die mit Durchfall das Bad verzierte, der unerträglichen Hitze in einem natürlich nicht klimatisierten Flachdach-Krankenhaustrakt-Zimmer stand das Warten auf die Horror-Diagnose aus.

Ich bin gependelt zwischen Krankenhaus und Zuhause. Musste meine Frau leiden sehen. War überwältigt von dem Gefühl, dass sich das Leben in einer Sekunde ändern kann. Voller Optimismus und unglaublicher Sorge. Meiner Liebsten wurde Hirnwasser mit einer Lumbalpunktion abgezapft (die Ärztin hat sich nur drei Mal verstochen und ihre Tätigkeit mit den Worten „Ja, das tut mir leid, ich komm hier hinten an der Wirbelsäule nicht durch ihren Knochen!“ ergänzt). Es gab ein Halswirbel- und Brustwirbelsäulen MRT; am folgenden Tag ein Schädel-MRT und eine Kette von neurologischen Tests für Augen und Ohren.

Nachdem im/am Halswirbel ein Entzündungsherd entdeckt wurde und das Hirnwasser Entzündungswerte aufgezeigt hat, wurde dann eine fünftägige Kur mit sehr hochdosiertem Cortison begonnen. Jeden Tag. Fünf Stunden Infusion. Der Verdacht der Multiplen Sklerose wurde von einer Assistenzärztin bestätigt. Ich war jeden Tag da. Von morgens bis abends. Und wenn ich zuhause war, dann habe ich Wäsche gewaschen (fürs Krankenhaus) war Einkaufen (für die Liebste im Krankenhaus), habe aufgeräumt, saß im Auto. Habe recherchiert und geweint. War alleine und wollte stark sein.

Wir haben uns seltsamerweise nicht so unglaublich gesorgt, mehr darüber gesprochen, dass und wie wir alles gemeinsam schaffen werden. Unsere Eltern waren geschockter. So schien es zumindest. Wir lieben uns. Egal was passiert. Was wir vorher vor einem knappen Jahr bei unserer Hochzeit versprochen hatten, war nun plötzlich als echte Tatsache da.

Am Montag, nach fast einer Woche im Krankenhaus, gab es ein abschließendes Gespräch mit der Oberärztin, nachdem eine zweite Assistenzärztin innerhalb von zwei Stunden einmal unglaublich überzeugt gesagt hat, dass meine Frau Multiple Sklerose hat und zwei Stunden später meinte, es sei auf keinen Fall MS. Es war ein furchtbares Gefühl so abhängig zu sein. So ausgeliefert. So unsicher. Multiple Sklerose ist ja nun kein Schnupfen.

Die Oberärztin erklärte uns dann, dass Assistenzärzt_innen dazu neigen, die auf eine MS hindeutenden Ergebnisse (entzündliches Hirnwasser und Entzündungsherd im RückenmarkHalswirbelbereich) auch als solche zu verkaufen. Tatsache ist aber, dass diese zwei Ergebnisse erst mal nur für eine Myelitis sprechen. Das bedeutet eine Entzündung des Rückenmarks. Es ist allerdings richtig, dass das in dem Fall meiner Liebsten eine autoimmune Erkrankung ist, die schon lange in ihr schlummert. Falls die Entzündungen wieder auftauchen, könnte das auf eine MS hinweisen. Bzw. wäre sie bei auftauchen mehrerer Entzündungsherde bestätigt. So lange ist es „nur“ eine Myelitis.

Es bleibt also nichts weiter als zu warten und zu hoffen, dass es kein zweites Mal gibt. Bis dahin die Nebenwirkung der enorm hohen Cortisongabe auszusitzen. Und irgendwie diesen Schock zu überwinden. Heute ist sie den zweiten Tag wieder zu Hause.

… und das fehlte noch

Gleich gestern habe ich dann passenderweise auch noch ein Gespräch bzgl. meines unbefristeten Vertrags gehabt, auf den ich seit zwei Jahren warte. Wegen dem wir den Kinderwunsch aufgeschoben haben. Eigentlich war das Gespräch nur noch Formsache. Es war nämlich eigentlich alles klar. Nach den zwei Jahren, mit jeweils ein Jahres-Befristung, die ich für meinen AG arbeite, darf ich eigentlich nicht noch mal eine befristete Verlängerung erhalten. Aber. Ja, aber. In meinem Fall und weil ich im Anschluss an den Masterabschluss noch ein Anerkennungsjahr machen werde, wird die Befristung um eine weiteres Jahr mit besonderem Grund legitimiert. Und es folgt: Ein weiterer Ein-jahres-Arbeitsvertrag. Nach dem sich anschließenden Praktikums- bzw. Anerkennungsvertrag kommt dann (fest versprochen) der unbefristete. Da bin ich dann 32 Jahre alt. Mindestens. Also noch laaange Zeit Kinder zu bekommen. Abgesehen davon finde ich es schlimm, weil ich erst aktuell feststellen durfte, dass man nie weiß was passiert und wenn plötzlich so eine Krankheit im Raum steht, die das ganze Leben verändert, dann wäre es doch auch irgendwann schön zu wissen, dass man wenigstens finanziell und arbeitstechnisch abgesichert ist. Aber nein. Wieso auch?

Am Optimismus festhaltend, bin ich trotzdem erst mal bedient. Von der Gesamtsituation. Ich meine (wohlwissend, dass das nichts bringt!) was soll das denn bitte alles?!!

Ein neuer Zyklus- keine neue Chance?

Der Kinderwunschterror erste Versuch, war für mich retrospektiv betrachtet, fürchterlich. Anstrengend. Kräftezehrend. Und so will ich das nie mehr wieder haben. Vielleicht lag es auch am künstlichen hcg. Vielleicht stecke ich die ganze Angelegenheit auch einfach nicht so leicht weg, wie manch andere. Im Grunde ist auch nichts weiter passiert, als dass ich eben angespannt war. Aber irgendwie… Ich habe nichts genossen. Nur Angst gehabt. Konnte mich nicht runterfahren. War super fixiert darauf, was Einbildung, was evtl. keine hätte sein können. Habe mich schrecklich gefühlt. Nicht nur psychisch. Auch physisch. Schwer und aufgequollen. Meine Brüste haben drei Wochen unheimlich geschmerzt. Mein Bauch ist doppelt so dick geworden. Ich habe mich einfach schwerfällig und unausgeglichen gefühlt.

Und jetzt frage ich mich, will ich das? Wird das zehn Monate lang so sein? Lag es nur am hcg? Ist so schwanger sein? Eingebildet? Übertrieben? Also zweifelsfrei kann ich keine der Fragen beantworten.

Aber Fakt ist, ich habe mich, nach der ersten Traurigkeit nach dem Mensbeginn, so frei gefühlt. Und als die Mens rum war, so leicht. Im Kopf und im Körper. Ich wollte nichts mehr hören von Kindern und Schwangerschaft. Also gar nichts. Kein „achwiesüß“ mehr. Vielleicht habe ich den Kopf angeschaltet und das Herz aus?

Dazu habe ich zur Zeit einen super Run auf der Arbeit. In einem anderen Bereich, der mehr meinem ersten Studienabschluss entspricht und weitaus spannender ist, mache ich zur Zeit eine kleine Forschung im Zuge des Masters. Ich habe viel positives Feedback bekommen. Werde mit meiner Leistung gesehen und habe die Info erhalten, dass auch der Chef von der Chefin von der Chefin, ganz angetan ist von meiner Arbeit. Da besteht dann vielleicht die Chance nach dem Auslaufen meines jetzigen Arbeitsvertrages, eine feste, wirklich gut bezahlte Stelle zu bekommen. Ja, vielleicht. Und dieses „Vielleicht“ ist kein außer Acht zu lassender Faktor. Ich weiß es eben nicht. Mir ist aber ans Herz gelegt worden über eine neue Stelle innerhalb des Unternehmens mit meiner Chefin zu sprechen. Natürlich möchte ich das gern, aber genauso natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit dem festen Wissen, dass ich bald schwanger sein werde, ein Gespräch über eine weitere Beschäftigung führe. Auf der anderen Seite, ja unser persönliches Glück steht über dem Glück einer Chefin… Und ja, eigentlich glaube ich auch fest daran, dass alles so kommen wird, wie es sein soll. Und darüber hinaus sowieso alles machbar ist..

Aber die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, die nagt an mir. Unterschwellig. Es könnte ja sein, dass ich gar nicht dazu gemacht bin schwanger zu sein. Dass ich es blöd finde aufgedunsen und schwerfällig durch die Gegend zu watscheln. Dass ich nicht zu den rosig strahlenden Super-über-Muttis gehören werde, die den ganzen Tag mit leuchtenden Glitzerblick ihre Schwangerschaft belächeln und ihr Kind immerimmerimmer bis zum Erbrechen lieben und lieben und nie gestresst und genervt sind. Was ist denn dann? Darf man auch dann Mama werden? Und werde ich meinen eigenen Ansprüchen dann gerecht? Und warum kann ich eigentlich nicht aufhören nachzudenken, wenn ich denn dann mal nachdenke?

Hach.

Alles auf Anfang also.

Verwirrung im Noblet-Kopf

Es ist zum Mäusemelken.

Jetzt ist endlich geschehen, was ich mir gewünscht habe. Meine Chefin hat durchscheinen lassen, dass  mein Vertrag im November verlängert wird. *yai* Das ist ja jetzt prinzipiell erst  mal was Gutes. Das Jahreseinkommen nächstes Jahr ist gesichert. Und somit auch die größte Sorge erst mal eliminiert: Ein Jahr vorm Baby kein Einkommen zu haben.

Verwirrt bin ich nun durch andere Optionen. Nämlich die, dass ich  im Sommer ENDLICH meinen Abschluss in der Tasche habe (Gesetz dem Fall ich schreibe weniger Blog/Forum und dafür mehr Abschlussarbeit 😉 ).  Dadurch eröffnet sich mir die wunder_schöne Möglichkeit einen echten/echten „Erwachsenen-Job“ zu finden, bei dem ich (weil Hochschulabschluss) locker ein paar Hunderter mehr im Monat verdienen könnte. Wer jahrelang nur auf Studentenbasis gearbeitet hat, weiß vielleicht was ich meine.

In Bezug auf die Noblet’sche Familienplanung würde sich das sehr positiv auf das Elterngeld auswirken. Vorallem weil ich gerne viiiel Zeit mit dem Nobletchen verbringen würde und am allerallerliebsten ganz entspannt anderthalb Jahre zuhause bliebe (also mit Studium und ohne Arbeit), ohne ständig Geldsorgen zu haben.

Kein Problem hätte ich, wenn meine Vertragskonditionen meiner Qualifikation angepasst  werden würden. Davon brauche ich aber nicht auszugehen. Weil ich mir habe sagen lassen, dass ich mit einem Studentenvertrag eingestellt wurde und der so auch- und ich meine sie meinen, genauso- unter den genau gleichen Konditionen weitergeführt werden würde.

Das finde ich irgendwie nicht fair. Bzw. fühle ich mich da ein bisschen ausgebeutet. Ich meine, warum sollte ich mit einem Studentengehalt bezahlt werden, wenn ich fix und fertig ausgebildet bin? Ist es nicht eigentlich so gedacht, dass StudentInnen in ihre Ausbildung investieren um dann mit einem etwas höherem Gehalt belohnt zu werden, wenn sie dann arbeiten? Um es mit Bourdieu zu halten, sozusagen inkorporiertes Kulturkapital, welches sich dann später auszahlt?

Hmpf. Lange Rede kurzer Sinn. Die Frage die sich mir stellt: Sollte ich mich aufgrund dieser Aussichten nach einem besser bezahlten Job umsehen? Schon allein aus Prinzip und dann noch aus finanzieller Sicht? Und wenn ja, ist es nicht blöde eine neue Stelle anzufangen und dann ein paar Monate später schwanger zu werden? Ich wäre dann bis zum MuSchu zwar mind. ein Jahr beschäftigt, aber ich würde mich trotzdem irgendwie unwohl fühlen, den KollegInnen und dem Chef/der Chefin gegenüber!

Oder doch im aktuellen Job bleiben und mich damit abfinden, dass ich dort dann grundsätzlich und insebsondere auch für die Arbeit die ich dort leiste, unterdurchschnittlich bezahlt werde?

Mensch, da ist das Nobletchen noch nicht mal aktiv in Planung da zerbreche ich mir schon den Kopf.