Familie

Umgang mit Fragen zur Entstehung der Schwangerschaft

Huhu ihr Lieben 🙂

Aus gegebenen Anlass mal eine Frage an die Regenbogen-Familien unter euch. Und natürlich auch alle anderen, die eine Meinung zu der Frage haben!

Gestern habe ich mein Profilbild aktualisiert. Man sieht nun meine Frau und mich  mit Kugel. Ich habe das Feedback auf das Bild wohl unterschätzt. Es hagelt seit gestern Nachrichten. Manche erkundigen sich nur, ob es mir gut geht und teilen mir mit, dass sie sich sehr für meine Frau und mich freuen.

Andere fallen ohne „Hallo“ und ohne „Wie geht’s?“ mit der Tür ins Haus. Das sind dann so Fragen wie: „Wie habt ihr denn das mit dem Papa gemacht?“ (What?) Oder auch: „Ich freue mich für euch. Aber wie geht das?“

Grundsätzlich habe ich ja nichs gegen Interesse an unserem Kinderwunsch-Weg. Eher im Gegenteil. Es ist toll, dass Menschen sich interssieren und vielleicht trägt diese Info ja dazu bei, dass Kinder in Regenbogenfamilien nicht mehr sooo „exotisch“ sind. Aber jetzt, wo es um unser Kind geht und diese Fragen von Menschen kommen, mit denen ich sonst in den letzten Jahren kein Wort gewechselt habe, es sei denn man hat sich zufällig mal irgendwo gesehen und eine Minute Smal-Talk gehalten. Oder die obligatrische Geburtstags-Nachricht. Ich weiß nicht. Ich empfinde das als ja… irgendwie grenzüberschreitend und auch als sehr intime Frage. Ich würde jedenfalls nicht auf die Idee kommen, bei (heterosexuellen) Pärchen zu fragen, ob es denn gleich geklappt hat mit dem Kiwu. Oder wie oft sie es probiert haben. Schon gar nicht, nachdem ich eigentlich keinen wirklichen oder engeren Kontakt mit den Personen  habe. Vor allem würde ich aber nicht nachbohren, wenn schon die Rückmeldung der Schwangeren kommt, dass das jetzt so kein Thema ist für eine Whats App-Unterhaltung oder etwas sarkastisches zurückkommt à la: Wie bei den Bienchen und den Blümchen…

Vielleicht ist es auch eine bloße Unterstellung, aber es scheint mir bei den Nachfragen auch eher um „Newsbeschaffung“ zu gehen. So die Kategorie Klatsch und Tratsch. Weniger um echtes Interesse an uns oder unserer spezifischen Situation. Eher so nach dem Motto: Krass und wo kommt das Sp*rma her? Und vor allem: Wie kam das Sp*rma da hin?

Vielleicht ist es auch Unsinn oder zu weit gedacht, aber ich habe auch nicht so große Lust darauf, dass „Hinz und Kunz“ die genaue Entstehungsgeschichte unseres Kindes kennt, bevor es selbst auch  nur den Hauch einer Ahnung hat.. Schwierig irgendwie..

Aktuelle Strategie? Ich schwanke zwischen dem Ignorieren der Frage und patziger/derber Antwort. Beides fühlt sich aber nicht wirklich stimmig an und ich denke auch, dass es bestimmt noch öfter solche unsensibler Nachfragen geben wird.

Gab es bei euch auch solche Situationen? Wie geht ihr damit um? Oder wie würdet ihr damit umgehen? Erfahrungen, Tipps, Anregungen?

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Bestandsaufnahme

Der Termin im Kinderwunschzentrum war ja ein Reinfall. In Sachen berufliche Weiterentwicklung sieht es immer noch grau aus. Den Vertrag für die Umschreibung, von meiner jetzt befristeten zu einer unbefristeten Stelle, habe ich immer noch nicht zu Gesicht bekommen. Es folgen auch keine neuen Informationen oder Neuigkeiten darüber, wann ich denn damit rechnen kann. Und ich tappe diesbezüglich im Dunkeln. Aber gut, das geht mich ja auch eigentlich nichts an! Die andere Stelle, die mir innerhalb des Unternehmens angeboten wurde, ist wohl gewissermaßen in der Mache aber auch hier: das Selbe in grün. Ich warte nun sicher schon seit weit mehr als einem Viertel Jahr und es kann mir nicht mal gesagt werden, ob ich überhaupt dieses Jahr noch wechseln könnte. Alles wie immer also. Das Folgende mag jetzt etwas fernab von der Berufsthematik liegen, aber es macht in meinem Kopf durchaus Sinn. Eine Freundin von meiner Liebsten und mir, hat vor einigen Tagen ihr Baby bekommen. Und kurz nach dem Schlüpfen waren wir zu Besuch. Wir durften halten und kuscheln, beim Wickeln zusehen und meine Frau hat füttern dürfen. Mama, Papa und das kleine Würmchen lagen selig im Familienzimmer und alle waren so glücklich. So müde. So zufrieden. Und ich? Ich war so traurig. Das ist jetzt das erste Mal, dass ich so ein Gefühl habe. Ich war schon genervt oder frustriert. Ein bisschen „haaach, was wäre das schön“ Aber da?! Da war ich ernsthaft traurig. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob das wirklich das passende Wort für die Situation ist. Ich habe mich nämlich gleichzeitig in das kleine Menschenkind verliebt und das hat mich so gar nicht traurig gemacht! Ach, was soll ich sagen? Das alles zusammen macht einen unschönen Gefühlscocktail in mir. Ich habe immer noch unglaubliche Angst, weil mir auf der Arbeit so viel Druck gemacht wird, aber ich habe in den Augen der frischgebackenen Mama lesen können, (sie war beruflich in einer ähnlich verzwickte Lage wie ich) dass es sie so gar nicht mehr interessiert, was wer auf der Arbeit denken könnte. Im Grunde hat sie so gar nicht an die Arbeit gedacht. 😉

Der neue Plan also. (Und zu meiner großen Freude hat meine Liebste sich diesen ausgedacht, wo sie doch planungstechnisch so gaaar nicht in die Kinderwunschsache involviert war! Jetzt aber bei Krankenkassen anruft, zu neuen Kliniken recherchiert…) Wir fahren im August in den Urlaub. Kommen in der Mitte desselbigen Monats wieder. Fangen wieder mit der iui an und schauen was passiert. Eigentlich hatten wir erst November im Visier, für den Start. Damit ich wenigstens nicht schon im ersten, zweiten Arbeitsmonat in dem ich fest angestellt bin, sagen muss „hups, schnwanger“. Aber so lange halten wir es nun beide nicht mehr aus. Und ohnehin zählt für uns nur noch möglichst bald zu dritt zu sein. Zur ausgleichenden Gerechtigkeit lasse ich dann eben mal das Unternehmen warten 😀

Als erstes steht ein neuer Termin bei meiner Frauenärztin an um über den weiteren Ablauf zu sprechen. Wir denken ernsthalft über eine Bauchspiegelung zur Überprüfung der Eileiterdurchlässigkeit nach. Und dann werde ich mir auch gleich noch mal einen oder mehrere Termin geben lassen zur Hormonkontrolle. Ja, soweit der Plan. Ich hoffe es ist bald Urlaubszeit 😉

ZT 11- es wird spannend!

Elf. Zyklustag elf. Und der Ovulationstest verfärbt sich seit gestern laaaangsam und leicht in ein zartes Rosa. Das macht mich wirklich froh und lässt mich hoffen, dass diesen Monat ein wunderschöner Eisprung stattfinden wird 🙂 Noch zwei mal schlafen, dann ist (ja, auch Weihnachten) der Termin endlich da und wir werden wissen, was die Follikel so gemacht haben. Ich hoffe es sind ein paar hübsche und ausreichend große dabei.

und sonst so

Ich bin in Weihnachtsstimmung und innerlich ganz ruhig. Ein wenig aufgeregt wegen der IUI, klar. Aber im Großen und Ganzen irgendwie ruhig. Die Wohnung ist aufgeräumt und geputzt, das Abendessen steht schon im Ofen, die Liebste kommt gleich nach Hause, die Weihnachtsgeschenke sind verpackt und das einzige was ich noch nicht geschafft habe, ist die Weihnachtspost. Aber die kommt dann eben mit einem Tag Verspätung an. Ist mir auch Wurst, weil ich nämlich entspannt bin und dieses Jahr nicht mit mache, bei der Miesepetrigen-Vorweihnachtslaune meiner Umwelt. So! 😀

Ich wünsche Euch noch zwei letzte vorweihnachtliche stressfreie Tage 😉

Hochzeitsbericht Teil I

Nachdem ich stundenlang am Hochzeitsbericht gesessen habe und feststellen musste, dass er einfach ewig lang geworden ist und ich mich gleichzeitig aber von keinem Wort trennen kann, ist die Entscheidung getrofffen. Es wird ein Mehrteiler 😀

Da steigt die Spannung und darüber hinaus, kann man es auch niemandem zumuten soviel Text auf einmal zu lesen 😉

Hochzeitsbericht Teil I

Drei Tage & Zwei Tage vorm großen Tag.

Es regnet. Mäßig, aber beständig. Das Zelt ist im Garten aufgebaut. Die Lieferungen mit Bierzeltgarnituren sind angekommen. Die Getränke sind in den Garten geschleppt und untergebracht. Die Kühltruhe steht im Trockenen. Wir haben fast alles alleine gemacht. Wie auch schon am Umzug. Es hat uns Schweiß und ein paar ruppige Worte gekostet. Aber nun sind wir stolz. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Den restlichen Tag habe ich in der Küche verbracht. Hochzeitskuchenweckgläschen. 16 Zitronen gewaschen, gerratscht und ausgequetscht. Es duftet herrlich in unserer Wohnung. Glasur angerührt, Zitronenschalen karamelisiert. Fertig.

Knoblauchbutter und Tomatenbutter vorbereitet, abgeschmeckt und in den Kühlschrank gestopft. Im Anschluss Blätterteig mit Käse bestreut, als Snack zum Sektempfang. S. holt die Hussen und den Dekokrempel in einer Stadt 30 km entfernt von zuhause und fährt alles in den Garten. Und, es regnet immer noch.

Der Tag davor.

Es regnet. Nicht dieser süße Nieselregen. Nein, es sind Sturzbäche, die sich da von oben nach unten ihren Weg bahnen. Eigentlich regnet es auch von unten nach oben. S. sitzt im Auto neben mir und ist den Tränen nahe. So hat sie sich das nicht vorgestellt. Ich bin eigentlich auf dem Weg zum Augenbrauen zupfen. Aber jetzt heißt es erst mal den Land unter Zustand zu retten. Im Auto regnet es mittlerweile auch. Aus den Augen meiner Verlobten. Ich verspreche alles zu retten. Und ihr eine schöne, unvergessliche Hochzeit zu schenken. Hüpfe aus dem Auto. In der Zwischenzeit telefoniert sie mit dem Herrn Schwiegerpapa und erfragt einen Raum in unserem Wohnort als Alternative zum unterwasserstehenden Garten. Nicht perfekt, aber immerhin trocken und warm. Im Auto hört es derweil nicht auf zu regnen. Auf neue Situationen und spontane Alternativpläne kann S. sich in der Regel eher schlecht einstellen. Und SO war das alles eben überhaupt nicht geplant. 🙂

Ich persönlich bin einfach nur froh, dass der Tag nicht ins Wasser fällt. Freunde werden zusammengetrommelt. Denn all das, was wir mit Schweiß und ruppigen Worten geschafft haben, muss nun in den Raum gebracht werden, den wir 24 Stunden vor der Hochzeit aufgetrieben haben. Dafür werden wir unter Hochdruck, mit bis zu 22 Händen und in knapp acht Stunden einen kahlen Funktionsraum in einen verwandeln, der uns und unsere Liebe wiederspiegelt.

Tische gerückt, Wände abgehangen, DJ-Tisch aufgestellt, Treppe dekoriert, Lichterketten untergebracht. Tische be- und eingedeckt. Platzteller. Selbst dekorierte Weckgläser für die Blumendeko aufgestellt. Blumen geholt. Die Vasen befüllt, Blumen verteilt. Schleifchen gebunden. Getränke geschleppt. Kühlschränke befüllt. Nageltermin vergessen. Stehtische positioniert, Gläser ausgepackt, Sekt kaltgestellt. Diskokugel unter Einsatz des Lebens aufgehängt. Diskolicht organisiert.

Nach Hause gedüst. Die Verlobte mit einer Pizza auf der Couch verabschiedet. Geschenke und Übernachtungsutensilien für sie heimlich unter den Arm geklemmt und zu einer Freundin gedüst. Haare machen. Also meine. Färben. Von Schwarz zu rot. Nebenbei ein wenig schnacken. Es ist spät geworden. Zehn Uhr. Ich bin seit 6:00 auf den Beinen. Hinterlege bei der Freundin noch einen Liebesbrief für S. und bin gespannt auf ihr Gesicht morgen.

Ins Nachbarhaus zu Mama um die weltbeste Schwester abzuholen. Gleich geht’s ins Hotel. Auf die alberne Tradition wollten wir nicht verzichten. 😀 Schwester braucht ewig, was mich dazu veranlasst zu Bridezilla zu mutieren. Ein Mal kurz gebrüllt. Es geht weiter. Mama packt uns noch eine Schwarzbier ein, als Schlummertrunk. Oma, Opa, Tante und Mama zum Abschied geknutscht. Ein letztes Mal als Unverheiratete. Seltsames Gefühl und so viel Aufregung in der Luft. Es ist elf.

Ab ins Auto. Rein ins Hotel. Zweckmäßig, aber es soll ja auch nur für eine Nacht sein. Ein zuhause habe ich ja schon. Zimmer gefunden. Rein in den Schlafanzug und ab auf’s Bett, die Geschenke und Spiele organisieren sich nicht von allein. Die Schwester hat uns Daim eingepackt. So süß. Und was macht mich das glücklich, habe ich doch schon seit Tagen nichts Ungesundes mehr zu mir genommen. Und ich liebe Daim. Mir fallen beinahe die Augen zu, aber das Hochzeitsbuch ist fast fertig. Ich glaube, es ist jetzt gegen eins. Aber die Augen sind zu schwer zum Uhrenlesen. Wecker auf sechs gestellt…

Geheimnis: Babyplanung!

Gestern kam die Folsäure an und meine Mutte war beim Auspacken des Päckchens zufällig dabei. Sie weiß so ungefähr welches Datum angepeilt ist, aber nichts genaues. Vor allem deshalb, weil wir uns vorgenommen haben vorerst niemandem zu erzählen, wann es genau losgeht und auch auf keinen Fall einen IUI-Termin zu nennen. Eine mögliche Schwangerschaft wollen wir auch erst verkünden, wenn einige Wochen der Schwangerschaft rum sind. Dass wir ein Baby planen, wusste sie aber wie gesagt schon. Nun kann sie sich aber sicher auch denken, dass es nicht mehr viel länger als drei Monate dauern wird, bis wir starten. Ich bin gespannt wie sie regieren wird, wenn es gelklappt hat und vorallem wie ich es schaffen soll das vor ihr zu verheimlichen, wenn mich ein Päckchen mit Folsäure schon so aufgeregt macht, dass ich beinahe alle Vorsätze über Bord werfe 😉 Ihr Kommentar war übringens einfach nur: Aha, Folsäure. 😀

Neben meiner Mutter die weiß, dass wir uns ein Kind wünschen und es auch konkret planen, wissen noch meine Oma, mein Bruder und zwei Freundinnen von mir und zwei von S., dass wir irgendwann eins haben möchten. Allerdings wissen sie nicht genau, dass wir schon ziemlich genau wissen wann es losgehen soll. 😛

Also ist es wirklich ein Geheimnis zwischen drei Menschen. Meiner Frau, meiner Schwester und mir. Mal sehen wie lange wir es schaffen, dass es so bleibt 😀

Ein Mann wäre mir lieber, oder meine gestrige Gute-Nacht-Geschichte

Ich stürze euch gleich mal, nach einem einführenden Vorab, ungeschönt in die gestrige Geschichte. Weil das Leben ja die schönsten schreibt.

Vorab: Der Mensch der mich gezeugt hat, hat sich nie gekümmert. War mal da. Dann wieder nicht. Nach einem Urlaub vor 15 Jahren, hat er meine Geschwister und mich alleine (damals waren wir 12, 10, 5 Jahre alt) am Flughafen abgesetzt und (es müssen ca. 11 Flugstunden gewesen sein) wieder nach Hause geschickt. Er ist am Urlaubsort geblieben. Und ward (fast) nie wieder gesehen.  Dort gab es wohl und gibt es noch eine neue Familie. Neue Kinder. Neue Frau. Kontakt haben wir seitdem (ähm, gibt es ein Wort für: viel weniger als sporadisch, aber irgendwie auch nicht nie?) ca. einmal im Jahr. Da gratuliert er dann im Juli, wenn der Geburtstag im Februar war. Oder schreibt eine E-Mail in der drin steht, „Hallo und Grüße“ Oder weil er ein paar Hundert Euro braucht für irgendwas. Sei’s drum.

Einmal, da habe ich ihn in seiner neuen, alten Heimat besucht. Und ihm gesagt: Du Papa, ich bin in ein Mädchen verliebt. Seine Antwort: Das ist sicher nur eine Phase. Und überhaupt ist jeder Mensch von Grund auf bisexuell, man muss sich eben entscheiden.

Ich habe mich dann später noch mal versucht zu entscheiden. Klappte eher nicht so gut. (Komisch eigentlich.) Und irgendwie habe ich dann irgendwann auch nicht mehr eingesehen, warum ich mich nicht für das „entscheiden kann“ was mir gut tut.

Die gestrige Geschichte trug sich folgendermaßen zu: Der Erzeuger rief die kleine Lieblingsschwester an. (Nachdem erst ich und dann mein Bruder, dem Erzeuger mal die Meinung gesagt haben, versucht er sein Glück jetzt wieder bei ihr. Ist wie Ringelpietz!) Die erzählte stolz, dass ihr große Schwetser geheiratet hat. Eine Frau. Seine Reaktion. Spektakular! Reflektiert. Einfach nur groß.

Ach, das habe er befürchtet. Und überhaupt hätte er sich gewünscht, dass es ein Mann sei.

Nachdem die Lieblingsschwester dann ihren Standpunkt deutlich gemacht hat. Folgte noch, dass er nichts dagegen hat und die Hauptsache ist, dass ich glücklich bin. Kam aber nicht umhin, seine Theorie zu Bi- und Homosexualität noch mal grundlegend zu erläutern.

Ist er nicht herzig?

Hochzeitskrimi Teil II

Was ich bisher erledigt habe

  • Geschenk für S. fast fertig gestaltet –> es gibt drei Teil, die ich nach der Hochzeit aufschreiben werde. Das Risiko, dass S. neugierig ist und hier liest ist mir zu groß 😉
  • Zwei Maschinen Geschirr gespült
  • Die übrigen fehlenden Gläser mit Klebeband dekoriert
  • Ein bisschen aufgeräumt

Was heute noch kommt : 

  • Festzeltgarnitur aufbauen
  • Getränke entgegen nehmen
  • Anfangen die Notfall-Box zu packen
  • Einkaufen
  • Küchemaschine abholen
  • Knoblauchbutter vorbereiten

Und damit geht es jetzt auch gleich weiter! Ich berichte später oder morgen nochmal.

Ach ja, ps: das Wetter ist herbstig. Regnerisch und kalt 😦

Gescheiterter Brautabend, Liebe und Hochzeitsfrust…

Das Wochenende war, action-mäßig, recht ereignislos muss ich sagen. Ein bisschen Bachelorn, ein bisschen Familie. Das einzige Highlight und das war sogar eher negativer Natur, gab es am Freitag.

Brautabend Freitagabend:

Ich hatte mir überlegt mit meinem zwei Liebsten (Schwester und dazu die Freundin aus meiner WG-Zeit in einer größeren Stadt) und C. einer anderen Freundin, eine Art Brautabend zu machen. Das Wetter hat ja mitgespielt. Es war warm und man hätte (!) den Abend plauschenderweise auf dem Balkon verbringen können. Es gibt ja, wie bereits an anderer Stelle schon erwähnt, noch allerhand zu tun und es wäre schön gewesen ein bisschen zu besprechen, bei was mich die Mädchens noch unterstützen könnten. Ich hatte für jede einen Brief geschrieben und an jedem hing dasselbe Paar Ohrringe, dass ich an dem Abend auch trug. Einfach so als kleine Aufmerksamkeit, als Dankeschön und mit dem Brief (bei den Liebsten beiden) noch mal ganz offiziell der Brautjungfer- und Trauzeuginnen-Antrag 😉

Lange Rede kurzer Sinn: Schlussendlich hatte ich großes Glück die Geschenke, in dem nicht enden wollenden Redefluss von C., überhaupt irgendwo zu platzieren. Es kam niemand, außer C., zu Wort. Ich am allerwenigsten. Sie hat alle unterbrochen. Niemandem zugehört. Es war wirklich extrem unangenehm und ich weiß nicht, was das los war. Ich hatte ja extra zum Brautabend eingeladen. Wie dem auch sei. Schlussendlich ärgere ich mich, dass ich nicht einfach an dem Abend selbst etwas gesagt habe. Aber da dachte ich (wie so oft) dass ich „lieb und nett“ sein muss und, dass das primäre Ziel des Abends sein sollte, dass ich eine gute Gastgeberin bin. Hmpf. Mein Entschluss endlich mal ein bisschen direkter zu sein und eigene Bedürfnisse zu artikulieren, bedarf also noch allerhand Übung in der Praxis. :/

Soviel zum Freitag.

Liebe

Den Samstag haben meine Liebste und ich mit schlimmen Kopfschmerzen verbracht. Schuld war bestimmt das Wetter. Aber davon haben wir uns nicht die Laune verderben lassen und sind zum nahegelegenen Fluss gefahren um dort ein bisschen was von der Sonne zu erhaschen. Lange ausgehalten haben wir es nicht, aber immerhin waren wir draußen. Kuscheln und TV geht auch besser von der Couch aus. 🙂 Im Anschluss kam dann meine Schwester noch mal rum und ich habe endlich meinen „bräutigen“ Filmeabend bekommen. War zwar ein ziemlich hirnloser Hollywood-Brautjungfern-Hochzeits-Schinken, aber zum einstimmen auf die letzten drei Monate, war es trotzdem toll. Und so ein Brautabend mit zwei Bräuten verspricht Spaß² 🙂

Gestern habe ich mich überwunden endlich mal weiter an den „Info’S“ zur Hochzeit zu arbeiten. Wir haben bis zum 30. April um Rückantwort gebeten und wollen im Anschluss an dieses Datum auch die „Info-Blättter“ rausgeben. Aber da wir ja soweit es geht alles selbst gestalten wollen und ich jetzt nicht allzu PC-versiert bin, bedarf es doch allerhand Zeit, bis alles so aussieht wie wir es schlussendlich haben wollen. 😉 Und juhuuu, wir sind ein Stückchen weitergekommen. Auf den Hintergrund des Briefes, kommt eine Bild von einem Picknick- Korb, als Link dazu, dass die Feier unter dem Motto Picknick steht. Ich bin schon gespannt, wie es gedruckt wirkt.

Hochzeitsfrust und Einladungs- Ausladungsirrsinn

So, ein letztes Update zum Tanten-Diskurs. Nachdem ich am Freitag vier (!) Seiten PC-verfassten Briefs fertiggestellt habe, in dem ich Tante E. erklärt habe, warum ich sie nicht dabei haben möchte, hat mir meine Mama gestern noch einmal nahe gelegt darüber nachzudenken, ob es nicht am Ende das größere Übel für mich wäre, wenn der Rest der lieben Verwandtschaft am Hochzeitstag unzufrieden und traurig ist, weil Tante E. nicht kommt bzw. ausgeladen ist. Also dreht sich das Gedankenkarussell wieder von vorne.

Hier meine Optionen Kröten,. die es wahlweise zu schlucken gibt:

Schlecht gelaunte geladene Familie, weil die Bräute für sich entscheiden haben, dass sie nur Menschen auf ihrer Hochzeitsfeier haben möchten, die sich für sie freuen und mit denen sie sich wohl fühlen. Ganz zu schweigen davon, dass ich mich dann aber bereits im Vorfeld auf drei Monate emotionale Erpressung und „stell dich nicht so an“/„Das kann man aber nicht machen!“ einstellen kann. Vom Hochzeitstag selbst ganz zu schweigen. Wenn Tante E. nicht da ist, wird der Tag gespickt sein mit Aussagen à la: Es ist zwar ganz schön, aber es ist ja leider nicht die ganze Familie da.

Oder Tante einladen. Sie vermiest mir ihrem Neid und ihrer schlechten Laune erstens mir die Laune. Und verändert immerimmer auch die der anderen. Keiner ist gelöst. Alles schwirrt um besagte Tante. Keine ausgelassenen Stimmung und immer der Versuch es ihr so Recht wie möglich zu machen, damit es zu keiner Situation kommt in der sie ausflippt. Ganz zu schweigen von der unentspannten Stimmung zwischen meiner Mutter und ihr. Und folglich auch der verkrampften Stimmung meiner Mutter im Allgemeinen und im besonderen mir Gegenüber.

Wie hat die noblet-Liebste gestern gesagt, nachdem das Problem erschöpfend besprochen wurde: „Hm, du steckst da in einer Sackgasse!“

Nagel.Kopf.passt.  Und ich füge hinzu: es NERVT! Es nervt einfach!

was zum schmunzeln…

Da fällt mir doch glatt ein, dass wir bei der Familien-Horror-Geburtstagsfeier gestern auch eine Unterhaltung darüber hatten, dass Tattoo’s niiiiiiemals gehen. Es war eigentlich keine Unterhaltung. Mehr eine Doktrin-Salve meiner Tante.

O-Ton: Tattoo’s wären das Schlimmste was Kind der Mutter antun kann. Wo Mutter Kind doch unversehrt und mit makelloser Haut auf die Welt bringt. Sie könnte ja wirklich mit allem umgehen, aber damit nicht. Früher hätten nur Knastis Tattoo’s! Und sie (die Mutter) würde sie (die Kinder) auf ewig anders sehen. Das könnte sie niemals nie nicht verzeihen. Hässlich wäre es außerdem.

Sprach Tante. Nickte Mutter (meine!) eifrig.

Zusatzinfo: Ich am Tisch. Zwei Tattoo’s an der Zahl (wovon eins sehr sichtbar) und ein weiteres groooßes in Planung 😀