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Schwangerschaftsupdate SSW 7 + 8

Heute ist Wochenwechsel (jetzt immer freitags, hat der Onkel Doktor gesagt) und ich starte in die 9 SSW. Nach super liebem Nachfragen und getrieben von ein bisschen schlechtem Gewissen, folgt nun ein schnelles Update vor der Arbeit.

SSW 7

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Das Baby ist so groß wie eine Heidelbeere

Übelkeit. Mir war so schlecht. Morgens, mittags, nachmittags, abends. Zwischendrin auch und nachts ebenso. Die Kloschüssel habe ich öfter umarmt als meine Ehefrau und fast alles war einfach nur bääh. Essen, nicht essen. Gerüche. Bewegung. Einfach alles. Besonders schlimm: Kaffee. Wir trinken jeden Morgen unseren Kaffee im Bett und es war auf einmal gar nicht mehr so schön, zusammen im Bett zu liegen und langsam in den Tag zu straten. Am Montag bin ich also zum Arzt. Nachdem ich drei Kilo verloren habe. Krankgeschrieben für eine Woche, habe ich die Zeit mit möglichst wenig Bewegung auf der Couch verbracht. Oder, nach zuviel Konsum von was auch immer- im Bad.

Das ging gut: Malzbier. Orangen. Immer.

Das geht gar nicht mehr: Schokolade und Gemüse. Wasser.

Highlights + Lacher

Ultraschall und Entlassung aus der Kiwu-Klinik

Einen Tag vorm Wechsel in die achte Woche war es endlich soweit. DIe Entlassung aus der Klinik. Das eigentlich Tolle war dabei der Ultraschall. Unsere Bohne war 1,25 cm und damit beinahe doppelt so groß wie eine Woche zuvor. Der Wahnsinn. Das Herzchen hat gewummert und die zweite Anlage hat sich fast vollständig zurückgebildet. Ein Einling also und wir sind unglaublich dankbar, das bisher alles gut ist. Unser Arzt war sehr zufrieden und hat den Embryo vier Tage weitergerechnet. Mir soll’s rechst sein. WIr sind verliebt bis über beide Ohren und schrecklich aufgeregt.

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Lacher

Beim Rouladen Essen der Schwiegereltern habe ich 1. eine riesen Debatte und 2. einiges an Irritationen ausgelöst, weil ich 1.) keinen Alkohol getrunken habe. Die vorgeschobene Gastritis der letzten Woche, führte dazu, dass ich mir allerhand Gesundheitstipps anhören durfte 🙂 und 2.) war nicht klar, ob die Rouladen ganz durchgegart waren, was zu einer mittelschweren Krise meiner Frau führte. Die in der Folge ständig auf meinen Teller schielte. Mir ihr Stück anbot, nonverbal und suuuuper unauffällig, versteht sich. Als Dessert gab es dann auch noch Mousse au chocolat und die Farce war perfekt, als ich sie (drohender Blick meiner Frau 😉 ) auf dem Teller liegen lassen musste. 😀 So dass wir, sowohl an dem Abend selbst, als auch am folgenen Tag telefonisch, darauf angesprochen wurden, dass der Eindruck entstanden sei, mir hätte es nicht geschmeckt… Dabei war nach einer Woche Essens- und Schokoladenabstinenz das Verlangen nach dem Mousse au chocolate-Stern riesig!

Wehwechen

Siehe oben. Plus: Müüüdigkeit. Tut zwar nicht besonders weh. Ist aber auch unangenehm. Es sei denn man hat das „Glück“ und ist krankgeschrieben. Dann schläft man einfach immerzu und ganz zur Freude der Liebsten, die kaum fassen kann wie viel und wo jemand mit Schlafstörungen plötzlich schlafen kann. 😀

Schwangerschaftsartikel

Zwei super gemütliche und halbwegs ansehnliche BH’s. Ein, bzw, zwei Körbchengrößen größer. Und ach, was war das für eine Wohltat. Es hat allerdings eine ganze Weile gedaurt, bis ich ein paar Modelle gefunden habe, die nicht Marke Uroma waren. Muss das denn sein, dass die Schwangerschaftswäsche so dermaßen unsexy ist? Schlimm!

8 SSW

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Das Baby ist so groß wie eine Kidneybohne

Diese Woche ging soo schnell rum. Ich weiß gar nicht wo die Zeit geblieben ist. Die Arbeit schlaucht mich extrem. Am auffälligsten ist allerdings, dass die Übelkeit so gut wie verschwunden ist. Von einem Tag auf den anderen und natürlich war ich schon sehr besorgt deswegen. Da die Oberweite aber beharrlich weiterwächst, und der Bauch auch noch hin und wieder zieht, hat sich die Aufregung diesbezüglich wieder gelegt.

Highlights und Lacher

Es ist eigentlich nichts besonderes vorgefallen. Abgesehen von einem Lacher. Der geht  auf meine Kosten. Und ist fast schon peinlich. Aber was soll man machen. Ich kann mich ja rausreden und sagen, ich bin schwanger. Daher der Irrsinn 🙂

Nachdem ich gestern einen kurzen Panikanfall bekommen habe (ich habe wöchentlich mindestens einen!) dachte ich so: „Ach, was wohl passiert wenn man zum Ende der 8. SSW einen Schwangerschaftstest macht (sinnlos, blöd, ja ich weß. Aber ich bin ja auch Wissenhschaftlerin 😀 )? Gefragt, getan. Und was passiert? Der Kontrollstreifen wird deutlich, sehr deutlich stärker als der Teststreifen. Auf der Unterlippe kauend, habe ich angefangen zu googlen. „SSW 8 Schwangerschaftstest wird schwächer“ (Ist auch beruhigend zu wissen, dass andere Frauen auch so doooof sind, wie ich 😀 ) Und erfahre, es gibt sowas wie einen „Schock“ des Tests, auf zu viel hcg im Urin. Beim Vermischen des Urins mit Wassers, sollte der Test wieder deutlich positiv sein. Gelesen, getan. Auf einen Tropfen kostbarstes Ausscheidungssekret, einen gefühlten Liter Wasser. Dachte schon, Opps, jetzt hastes aber übertrieben. Da strahlt mich der zweite Test knalle Pink an. Hach, was war ich beruhigt 😀 Die gute Nachricht, jetzt habe ich nur noch einen Test übrig!

Wehwehchen

Müdigkeit, aber seit Ende der Woche nicht mehr ganz so extrem. Unruhiger Schalf mit unglaublichen Träumen. Jede Nacht zwei Mal wach. Einmal um 4 Uhr für einen Ausflug ins Bad und dann noch mal gegen 6 Uhr. Da wache ich dann mit einem derart unsäglichen Hunger auf, dass man meinen könnte, ich hätte seit Wochen nichts bekommen. Ich habe jetzt immer eine Brotdose neben dem Bett stehen und nach ein paar Bissen, kann ich dann meistens noch eine halbe Stunde dösen.

So, jetzt muss ich mich sputen. Die Arbeit ruft. Und das Wochenende, das kann ich auch schon hören. TGIF!

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Eine Wendung – selbes PW

Was bisher geschah…

Ich habe mich ein wenig rar gemacht in den letzten Wochen. Ich brauchte Zeit um in mich zu gehen, mir Gedanken darüber zu machen, was ich möchte. Und in Bezug auf unser Wunschkind, wie ich es möchte.

Feststand, wir haben nur noch ein Eisbärchen. Dann ist Schluss. Das Geld ist zu Ende. Die Nerven sind es auch. Ich habe in der letzten Zeit das Meditieren für mich (wieder)-entdeckt und mir diese Auszeit für mich gegönnt. Zum Gedanken sortieren und runterkommen.

Pflegschaft?

Parallel dazu haben wir den Kryoversuch noch mitgemacht. In den zwei Wochen davor haben wir uns darauf verständigt, dass wir, falls es nicht klappt, endlich die Pflegschaftsinformationsbeschaffung aufnehmen werden. Wir beide können uns ein Pflegekind gut vorstellen und haben für uns gemerkt, dass es definitiv ein (anderer) Wunsch ist ein Kind bei uns aufzunehmen und mit ihm die Familie zu vergrößern. Denn, wir wünschen uns ein Kind in unserer Familie. Dabei ist es eben nicht in erster Linie wichtig, ob dieses Wunder von mir ausgetragen wurde. Natürlich, ich träume schon immer davon schwanger zu sein. Natürlich, das ist eine Erfahrung, die ich mehr als gerne erleben möchte. Aber wenn es so sein soll, dass es eben nicht sein soll, dann habe ich meinen Frieden damit gemacht. Das Meditieren hat mir dabei geholfen zu begreifen, wirklich zu begreifen, dass ich es nicht in der Hand habe. Ich kann es nicht beeinflussen und mit diesem Gefühl bin ich auch zum Transfer gewatschelt.

Vorbereitung

Ich habe fleißig allerhand Zeug in mich reingefüllt (ASS/ L-Thyrox (wurde erhöht)/Estradiol/ Progesteron/ niedrig dosiertes Cortison/Folsäure/Granatapfelsaft-wer dran glauben möchte 😉 ) und im Gespäch nach dem Transfer darauf bestanden, dass ich zusätzliches Progesteron bekomme. Nach dem Schwangerschafts-Progesterontrauma vom Mai, lass ich mich da auf kein Risiko ein. Der Arzt hat kurz geblättert und meinte dann „Kann man machen!“ Also gab es obendrauf für jeden Abend eine Spritze Protulex. Brennt wie Hölle der Mist und zum ersten Mal habe ich nach der zweiten Spritze weinend im Bad gestanden und laut „ich will nicht mehr!“ geschrien. Sei’s drum! Alles für die Bohne- das ist der aktuelle Kampfslogan!

Transfer am 02.November

Also war es dann am 02. November so weit. Ich bin alleine in die Klinik (meine Frau musste arbeiten), nachdem das übliche Auslösen, Progesteroneinnahmebeginn-Prozedere ein paar Tage vorher gestartet hat. Wir hatten im Nachgespräch zum letzten negativen Versuch übringens erfahren, dass die beiden Blastos keine gute Qualität gehabt hätten. Bei diesem Eisbärchen habe ich dann gleich mal nachgefragt und war schon ein bisschen erleichtert, dass dieser letzte Embryo ganz gut aussah. Volle gute Blastozyste. Yai.

Keine Lust mehr auf mentalen Stress und Selbstgeißelung

Im Anschluss an diesen Transfer habe ich zum ersten Mal in meiner Kinderwunschkarriere so getan als sei ich nicht PUPO. Ich war mit meiner Schwester verabredet, hab einiges eingekauft und war am Tag drauf zu einem Essen bei einer Kollegin verabredet. Den Termin hatte ich vorgeschlagen und allen einen großartigen Weinabend ausgemalt. Das war natürlich ein bisschen ungünstig, weil ich natürlich eigentlich gar nichts trinken wollte, so als vorbildliche „PUPO-Tante“. Geklappt hat es nicht und ich bin meinem Warteschleifenmotto treu geblieben: „Es kommt wie es kommt und ein Glas Wein wird daran auch nichts ändern“.

Insgesamt habe ich so alle äußeren Kiwu-Faktoren ausgeblendet. War nicht auf Insta aktiv, habe aussortiert, wo ich die glücklichen Bald-Mami’s nicht aushalten konnte und habe versucht mich dabei nicht allzu schlecht zu fühlen. Mal im Ernst, wenn man sich etwas so sehr wünscht, dann ist es einfach an einem bestimmten Punkt sch*iße schwer (vielleicht vorrübergehend) das ersehnte Glück bei anderen so ungefiltert vorgesetzt zu bekommen (#mehrehrlichkeit)!

Es wird spannend – die Testreihe

Natürlich habe ich  mir vorgenommen entpannt zu sein und nicht zu testen. Und natürlich habe ich mir gesagt, ich mache die ersten Tests nur, weil ich sicher wissen will, wann die Auslösespritze raus ist. Ich  meine, man stelle sich das Drama vor. Ich teste an PU+15 und wüsste dann nicht ob der zweite Streifen nur von der Auslösespritze von vor drei Wochen ist. Is‘ klar ne 😀

Also fleißg getestet. Durchgängig von PU + 6 bis heute…

PU + 6 | PU + 7 Tendenz: abnehmende Deutlichkeit

An PU + 8 morgens habe ich den Test dann 10 Tage nach dem Auslösen als negativ gewertet (4. von oben)

Und was dann geschah:

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Ich konnte/kann es einfach nicht fassen. Unheimlich wurde es dann, als die Ehefrau die Striche auch erkennen konnte 😀

Symptome habe ich auch:

TF+3:

  • Schmerzen und ziehen in den Eierstöcken – unregelmäßig
  • nachmittags Drücken im unteren Rücken
  • Brüste spannen spürbar
    • Test zart, aber sichtbar positiv am Mittag (5. von oben)

TF+4:

  • Ziehen in den Leisten beim Spazieren -stark
  • abends kurz das Gefühl die Mens kommt
  • Brüste sind deutlich größer, dafür weniger schmerzempflindlich
    • Test deutlicher als am Vortag morgens und am Abend

TF + 5:

  • den ganzen Tag über starke Kopfschmerzen (nachmittags eine Paracetamol)
    • Test weiter deutlicher als die Tage zuvor

TF + 6

  • Brustspannen
  • Müdigkeit (weil wieder wach seit 4 Uhr)
  • aufgebläht und das Gefühl, dass die Men kommt
  • Schmerzen im unteren Rücken
    • Test zum ersten Mal deutlich positiv innerhalb der 5 Minuten

TF + 7

  • Brustspannen – die werden riesig
  • super müde
  • wach seit 3 Uhr

Da ich nur noch eine Dosis Prolutex für das Progesterowert habe, brauchte ich dringend Nachschub. Also habe ich flott in der Kiwu angerufen und gefragt, ob ich das Rezept holen und dann auch gleich den BT vorziehen kann. Ich konnte. Dafür war ich dann gestern beim Hausarzt zum Blutabnehmen und habe das Röhrchen als Vergleichswert heute mit in die Kiwu-Praxis genommen.

Das Ergebnis des Blutwerts-hcg

Wert I von gestern PU+11: 49

Wert II von heute PU+12: 99

Dafür ist der Progesteronwert gesunken. Von 19 auf 15. Das ist wohl noch in der Norm, aber seltsam ist es doch? Schließlich nehme ich allerhand Medikamente damit er steigt. Warum schwankt er dann so? Kennt sich jemand aus, der auch noch den ganzen Roman gelesen hat?

Aber erst  mal: Wir haben es endlich- endlich- endlich geschafft. Wir sind schwanger!

Am Freitag gibt es den nächsten Termin! Ich hoffe so sehr, dass das Böhnchen bei mir bleibt. Ich kann es noch gar kein Stück realisieren und schwanke ständig zwischen Freudentaumel und grenzenloser Panik- ganz schön anstrengend und schön 🙂

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wahnsinnig neues Design

Der aufmerksamen Blog-Besucherin/ dem aufmerksamen Blog-Besucher wird aufgefallen sein, das Design ist neu. Brandneu. Ich habe mal ein bisschen gebastelt. (Ich gebe zu all das sind Ablenkungsmanöver um nicht an den Schreibtisch zu müssen. Aber hey, immerhin habt ihr so auch was davon 😉 )

Und präsentiere nun stolz:

den alten  (eigentlich noch taufrischen) Blog in neuem Gewand.

Das Foto entstand übrigens im Frooonkraisch-Urlaub letztens Jahres. So wunder_schön sah es dort nämlich aus.

Hach, da packt mich doch glatt das Fernweh.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag. TGIF. Einen guten Start in ein sonniges Wochenende.