Update

3. Trimester | 8. Monat

Ich komme so langsam kaum noch hinterher. Den Wochenwechsel in das dritte Trimester und somit auch in den achten Monat und die 29. SSW haben wir entspannt in einem superschönen superschnäppchen Kurzurlaub gefeiert.

Drei Nächte ausruhen. Saunieren. Rumhängen. Essen (zumindest meine Frau) und yihaaaa- sogar ein bisschen spazieren.

Seitdem ich endlich im BV bin – und ich kann euch sagen, dass war ein riesiger Kampf. Vor allen Dingen mit mir selbst, habe ich den Eindruck ich komme langsam, in winzigen Schritten ein bisschen zur Ruhe. Ich habe den Kopf frei für unser Baby und ich habe den Eindruck, dass es sich seitdem auch mehr bewegt und fleißger mit mir kommuniziert. Kann natürlich auch Zufall sein, aber so oder so, es tut mir gut.

Auch deshalb hat mir die relativ spontane Auszeit mit meiner Frau unglaublich gut getan. Ich habe sie einfach so gern um mich herum ❤ und auch nach über sechs Jahren, kann ich gar nicht genug davon bekommen alles mit ihr zu teilen. Dass wir jetzt ein Baby bekommen dürfen, ist die ultimative Krönung. Und so hat sich das ganze Wochenende auch angefühlt. Kuschelig. Nah. Voller Liebe für uns und unser Baby. Traumhaft schön.

So, nun aber zu dem Schwangerschaftsupdate:

Das geht gut:

Aktuell fast gar nichts mehr. Außer viel trinken, aber auch nicht alles und nicht zu viel auf einmal… und Kartoffeln essen. Aber ohne Quark. Und größerer Mengen Gaviscon.

Das geht gar nicht:

Fast alles geht gar nicht mehr. Ich spare mir eine Auflistung und verweise auf das was noch geht.

Wehwechen

Gefühlt bin ich wirklich im dritten und -so called- beschwerlichsten Trimester angekommen. Ständig schmiert mir der Kreislauf ab und das Sodbrennen ist die Hölle. Ernsthaft. Obwohl ich bisher immer ganz gut ohne Medikamente ausgekommen bin, ist ein Leben ohne Gaviscon gerade kaum mehr vorstellbar. Den Kreislauf versuche ich mit literweise Wasser zu unterstützen, wenn mir davon nicht gerade übel wird.

Außerdem schlafen mir in der Nacht nun regelmäßig die Hände ein. Unangenehm. Und ich habe das Gefühl, dass das Wasser sich nun langsam in den Beinen und Händen ablagert. Yai – not! Der Ehering ist nun schon abgezogen und sowohl die Hosen als auch die Strümpfe machen unschöne Abdrücke.

Und natürlich immer wiederkehrend die guten alten Schlafstörungen. Einschlafen- durchschlafen- wieder einschlafen. Ausgeruht sein? Fehlanzeige.

Und Achtung: Futterneid. Auf alle Instagram und Pinterest Bilder von Essen. Essende Menschen mag ich auch nicht mehr. Und leckere Gerüche finde ich auch sehr fies. Ich würde so gerne essen. Und ich habe Hunger. Und Appetit habe ich auch. Aber wenn ich an das danach denke, da vergeht mir gleichzeitig schon wieder alles. Also esse ich in winzigsten Portionen so schmackhafte Dinge wie Knäckebrot. Aber schön eins nach dem anderen. So bleibt das Sodbrennen und die Übelkeit halbwegs erträglich und ich muss mich nicht mehr so oft übergeben.

Gewicht

Dazu habe ich mich bisher noch gar nicht geäußert. Ich habe heute bei 28+4 vier Kilo und 500 Gramm, seit Beginn der Schwangerschaft zugenommen. Das ist für den achten Monat nicht so viel, denke ich. Und liegt vielleicht daran, dass ich zu Beginn der Schwangerschaft in den ersten 10 Wochen ca. drei Kilo abgenommen habe. Da ich aber durch die Kinderwunschbehandlung schon einige Kilo mehr hatte, hoffe ich, dass nicht mehr allzu viele dazu kommen.

Schwangerschaftsgymnastik

Vor dem Kurs war ich gar nicht so überzeugt, muss aber sagen, dass es wirklich super ist. Es geht nicht so ums auspowern und schwitzen. Eher darum in die eigene Mitte zu kommen und das Baby bewusst zu spüren bzw. Mama und Kind ein gutes Gefühl miteinander zu geben. Es geht viel um Atmung und darum Platz zu schaffen im Bauch. Wohlfühlen und bei sich sein. So kann man es auf den Punkt bringen, denke ich. Ich nutze die eine Stunde wöchentlich jetzt zumiindest genau dafür und es tut mir sehr gut.

Mental

Ein Auf und ein Ab. Ging es die letzten Tage wieder ein wenig aus dem Tal raus, bin ich nun gefühlt, seitdem ich heute morgen die Augen aufgeklappt habe, ziemlich abgerutscht.

Ich hatte tolle und verliebte Tage voller unbändiger Vorfreude und echtem Glücksgefühl mit wundervoller Gespanntheit auf das was vor uns liegt. Ich habe mich etwas kräftiger gefühlt und konnte die Zuversicht schon fast schmecken. Und dann?

Erwischt es mich eiskalt. Eine Mischung aus schlechtem Gewissen, dem Gefühl total ausgepowert und unnütz zu sein. Alles ist so viel. So schwer und der Tag fühlt sich an wie ein einziger Kampf. Ich weiß, das geht vorbei. Ich weiß, jeder gute Tag zählt. Aber. Aber. Es ist scheiße schwer. Diesen Zustand zu akzeptieren, mich in diesem Zustand zu akzeptieren. Nichts zu finden, was mich einfach wieder froh macht. Und gleichzeitig die Anforderung an mich selbst. Ich muss doch glücklich sein. Warum bin ich nicht glücklich?

 

Super kurzes Kurzupdate

Stress!

Ab Oktober neue Arbeitsstelle.

Bzgl. des Kinderwunsches schon wieder schleichendes schlechtes Gewissen. Weil, es gibt soooo viel zu tun und persönlich empfinde ich meine Tätigkeit als wirklich sinnvoll und wichtig.

Termin in der Kiwu-Klinik nächste Woche. Große Spannung. Ich werde berichten.

Frage: Lagen die negativen IUI’s an einer Spermaunverträglichkeit u n d sollten wir den Spender wechseln? –> Problem: neue Proben kosten! Aber eine zweite IVF würde auch kosten. Mist.Was tun?

News: Wir überlegen ob wir ein Hausi kaufen sollen. Aufregend.

Studieren: Eigentlich auch viel zu tun. Im Oktober geht es nach meiner Pause weiter. Angst gemischt mit Freude. Und aktuell auch ziemlich unmotiviert. Macht nicht viel Sinn?! Ist aber so 🙂

Hochzeits- Countdown/Rednerin/Planungsupdate

Countdown

Heute sind es also nur noch zwei Monate bis zur Hochzeit. Ich kann es kaum glauben und muss sagen, die Aufregung steigt doch enorm, je näher der Tag rückt. Konnte ich mir am Anfang überhaupt nicht vorstellen, dass der Tag überhaupt jemals rankommen wird, erscheint es jetzt seltsam sureal.

Hochzeitsrednerin

Wie versprochen ein kleiner Einblick in den Termin mit der Hochzeitsrednerin an Pfingsten.

Nachdem wir schon vor einigen Wochen, ach was sage ich Monaten, den ersten Termin mit ihr hatten, war sie jetzt für einen intensiven Gesprächstermin bei uns zuhause. Wir haben hübsch Kaffee gekocht, eine Wassermelone aufgeschnitten, ein bisschen Ordnung gemacht und in der Hauptsache mächtig aufgeregt gewartet. Als sie dann kam, saßen wir, irgendwie zwischen Wohlfühlfaktor und Nervosität festgequetsch, auf dem Balkon und kamen gleich gut ins Gespräch. Dazu muss ich sagen, dass die Hochzeitsrednerin wirklich außerordentlich sympathisch ist und man sich gleich aufgehoben fühlt, mit den teilweise doch schon sehr privaten Geschichten, die man so zum Besten gibt.

Zu Beginn des Gesprächs haben wir erst mal die organisatorischen Dinge festgemacht. Welches technische Equipment gibt es, wollen wir stehen oder sitzen. Wer wird in die Zeremonie integriert und so weiter und so fort. Außerdem wie soll die Feier übrhaupt ablaufen. Welche Rituale wollen wir durchführen. Ich freue mich schon so in zwei Monaten Fotos und Berichte zu schreiben. Aber noch muss sich geduldet werden 😉

Im Anschluss ging es dann ans Eingemachte. Zwei Stunden lang Beziehungsgeschichte. Da wurde wirklich nichts ausgelassen. Wann wir uns das erste mal gesehen haben. Wieso es knapp 20 Jahre gedauert hat, bis wir uns ineinander verliebt haben. Wie der erste Kuss war. Wer wen zuerst geküsst hat. Wie sich der erste Kuss angefühlt hat. Es war ein ganz bezauberndes Gefühl, das Jahre späern noch mal so Revue passieren zu lassen. Dann ging es weiter mit dem was uns als Paar ausmacht. Was wir gerne machen. Was für uns steht. Was wir genießen. Wie wir es genießen.

Also abgesehen davon, dass es dazu beitragen wird, dass uns die Hochzeitsrednerin besser kennenlernt und so eine intime Traumhochzeit für uns gestalten kann, kann ich eine so intensive Auseinandersetzung als Paar mit der Paargeschichte nur empfehlen. Seitdem schweben wir beziehungstechnisch mal wieder auf Wolken, die rosafarbenen Glitzer regnen. Es hat mir noch mal bewusst klar gemacht, wie viel Glück ich habe von solch einer großartigen Person geliebt zu werden. So, gennug der Schwärmerei. ❤

Zum Schluss gab es dann eine Fragerunde unter vier Augen, jeweils ohne die andere Braut. Da waren auch ein paar Klopperfragen dabei. Man denkt ja immer man weiß auf alles eine Spitzenantwort, aber wenn man so unvermittelt gefragt wird „Und was ist das faszinierendste an deiner Verlobten“ und man obendrein noch versucht so schlau, liebevoll, großartig und weiß ich nicht alles, zu antworten, da ist da im Kopf gähnende Leere, obwohl man gleichzeitig so viel zu sagen hätte. Nun ja, ich habe ja mal gelesen, dass die spontanen Aussagen am nächsten an der Wahrheit sind, also bin ich schon mächtig gespannt was S. so geantwortet hat 😉 Natürlich dürfen wir uns über die Fragen nicht austauschen, damit die Spannung erhalten bleibt und es am großen Tag, dann wirklich einzigartig werden kann.

Hochzeitsplanungsupdate

Das neu geschriebenen Ehegelübde habe ich ja bereits im letzten Eintrag erwähnt… Und ich bin immer noch ganz zufrieden. Nur das Vortragen vor allen, das macht mir Angst.

Der Ablauf der Hochzeit steht also nun soweit. Das letzte Update ist, dass aus der Hochzeit hoch 3 eine Hochzeit² geworden ist. Der Kaffee und Kuchen-Teil fällt aus. Dafür werden wir nach Standesamt und Hupen ein paar Stunden alleine verbringen. S. hat ein Überaschungskraftgerät in Planung in dem wir dann fahren werden. Und ich werde ein romantisches Überaschungs-Picknick planen mit allem drum und dran.

Dann werden wir zurück in den Garten düsen und die Dienstleister in Empfang nehmen. Wir haben uns ja überlegt den Gästen statt eines Gastgeschenkes zwei Cocktails auszugeben und dafür einen mobilen Cocktailshaker engagiert, der dann nachmittags seine Bar aufbaut. Außerdem wird noch Eis gebracht für die großen Wannen in die die Getränke kommen.

Ach ja und für nach dem ganzen Stress, habe ich uns noch für zwei Tage in ein wundervolles Hotel eingebucht. 😀

Hach, ich freu mich ja schon so.